89 |
|
Dichte (g/cm3): |
10,070 |
k.A. |
|
227 |
|
Atomradius (berechnet) in pm: |
195 (k.A.) |
3 |
|
1,1 |
|
[Rn]6d17s2 |
|
1050°C (1323 K) |
|
3200°C (3473 K) |
|
natürl. Häufigkeit: |
k.A. |
Actinium ist ein radioaktives metallisches Element. Obwohl im strengen Sinne nicht zutreffend, wird Actinium oft als Anfangsglied der Actinoiden-Reihe zugerechnet. Chemisch verhält sich Actinium ähnlich dem Lanthan. In den bisher bekannten ca. 10 Verbindungen ist Actinium 3-wertig. Es sind 26 Isotope mit Massenzahlen 209 - 232 bekannt, davon 2 natürliche. Das langlebigste Isotop 227Ac (Halbwertszeit 21,8 Jahre) ist ein α- und β-Strahler. Es kommt als Zerfallsprodukt des 235U und Glied der Uran-Actinium-Zerfallsreihe in Uranerzen vor.
Wegen des geringen Gehalts spielt die Gewinnung von Actinium aus Uranerzen keine Rolle. Wägbare Mengen 227Ac sind durch Bestrahlung von Barium in Kernreaktoren erhältlich.
Die Isolierung des Actinium erfolgt durch Ionenaustausch oder Lösungsmittelextraktion. Wegen ihres Gehalts an radioaktiven Zerfallsprodukten wurden Verbindungen des Actinium bisher nur im mg-Maßstab hergestellt. Durch Reduktion von Ac2O3 mit Thorium bei 1730°C und 10 - 9 bar und anschließender Verdampfung lässt sich Actinium als ein silberweißes Metall herstellen, das im Dunkeln bläulich leuchtet. Es kristallisiert kubisch-flächenzentriert.
Actinium, das etwa die 150fache Aktivität von Radium besitzt, findet Verwendung zur Erzeugung von Neutronen, z.B. gemäß 227Ac → Be (α,n) bei der Aktivierungsanalyse von Erzen, Legierungen u.a.. Darüber hinaus besitzt 227Ac Interesse für die thermoionische Energieumwandlung.
Actinium wurde 1899 erstmals in Pechblende-Rückstände nachgewiesen. Die erste Herstellung von künstlichem Actinium erfolgte im Argonne National Laboratory, Chicago. 1950 erhielt man durch Neutronenbeschuss von 1 g Radium 1,27 mg Actinium, aus denen mit Hilfe ultramikrochemischer Verfahren eine Reihe von Salzen hergestellt werden konnte. Der Name des Elements leitet sich vom griech. aktis = Strahl ab.