35 |
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Dichte (g/cm3): |
3,119 |
k.A. |
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79,904 |
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Atomradius (berechnet) in pm: |
(94) / 114 (kovalenter Radius) |
±1, 3, 5, 7 |
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2,96 |
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[Ar]3d10 4s24p5 |
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265,8 K (-7,3 °C) |
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332 K (59 °C) |
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natürl. Häufigkeit: |
Br-79 50,5%, Br-81 49,5% |
Brom ist das einzige bei gewöhnlicher Temperatur flüssige nichtmetallische Element. Vom Brom existieren zwei natürliche Isotope: 79Br (50,54%) und 81Br (49,46%). Daneben kennt man noch künstliche Isotope mit Halbwertszeiten zwischen 1,6 Sekunden und 57 Stunden. Brom gehört zu den Halogenen und steht in der 7. Hauptgruppe des Periodensystems zwischen Chlor und Iod, mit denen es in seiner hohen Reaktionsfähigkeit, der Wertigkeit und dem elektronegativen Charakter nahe Verwandtschaft zeigt. Brom ist eine dunkelrotbraune, schwere Flüssigkeit, die an der Luft lebhaft rotbraune, beißend unangenehm riechende, giftige Dämpfe entwickelt. Flüssiges Brom erstarrt bei - 7,2 °C zu einer braunen, schwach metallisch glänzenden Kristallmasse, die bei weiterem Abkühlen auf - 252 °C farblos wird. Die Bromdämpfe sind gewöhnlich zweiatomig (Br2). Durch starkes Erhitzen oder Belichten werden die Br2-Moleküle in Atome gespalten. Bromdämpfe sind mehr als 5mal so schwer wie Luft. In Wasser ist Brom wenig löslich: in 100 g Wasser lösen sich bei 20 °C nur 3,55 g Brom mit braunroter Farbe (Bromwasser). In Alkohol, Ether, Chloroform und Schwefelkohlenstoff ist Brom leicht löslich (braune Lösungen).
Brom ist ähnlich wie Chlor ein sehr reaktionsfähiges Element, das sich fast mit allen anderen Elementen leicht vereinigt. Zinn und Aluminium reagieren mit Brom unter Feuererscheinungen, Kalium sogar unter Explosion. Gold wird ohne weiteres aufgelöst. Lager- und Transportgefäße aus Kupfer, Blei, Nickel, Teflon und Silber werden von wasserfreiem Brom (unter 0,03 Gew.% Wasser) nicht oder nur unwesentlich angegriffen.
Auf der Haut ruft flüssiges Brom schmerzhafte, tiefe Wunden hervor. Bromdämpfe werden in 100.000facher Verdünnung noch leicht gerochen; bei 10.000facher Verdünnung sind nach längerem Einatmen Bronchienverätzungen zu befürchten. Brom ist in seinen Verbindungen ein Sedativum: es setzt die Erregbarkeit des ZNS herab, ohne direkt einschläfernd zu wirken. Zur Bekämpfung der Epilepsie wurden 1864 Tagesgaben von 4 - 6 g Brom-Salz mit Erfolg angewendet. Als Quellen von Brom-Rückständen in Lebensmittel kommen besonders Antiklopfmittel und Flammschutzmittel in Frage.
Brom tritt in der Natur wegen seiner großen Reaktionsfähigkeit in der Natur nicht frei auf, wohl aber als Bromwasserstoff (in Vesuvgasen) und in Form einfacher Bromide. Das technisch wichtigste deutsche Vorkommen ist im Straßfurter Abraumsalz der Carnallit. Weitere Mineralien sind z.B. Bromargyrit, Kelyanit oder Comancheit. Meerwasser enthält im Durchschnitt 0,0065 % Brom, gerechnet als MgBr2. Im Toten Meer steigt der MgBr2-Gehalt auf etwa 1,5 %. Etwa 99 % der irdischen Bromvoräte dürfte in den Ozeanen enthalten sein. Aus Meerwasser wird Brom nach Ansäuern und Einleiten von Chlor das freigesetzte Brom mit Luft ausgeblasen.
Brom dient als Ausgangsmaterial für photographische Chemikalien und in organischen Synthesen von Farbstoffen, Arzneimitteln, Tränenreizstoffen, Kontrastmitteln, Feuerlöschmitteln sowie von Flammschutzmitteln für Kunststoffe. Die früher 90 % der Bromerzeugung betragende Verwendung für 1,2 Dibromethan (Zusatzstoff zu den Antiklopfmitteln bei Kraftstoffen) ist aus Gründen des Umweltschutzes stark zurückgegangen. Als Oxidationsmittel, zur Wasserdesinfektion, zum Bleichen von Papier und Zellstoff und in der Textilindustrie wird Brom verwendet.
Brom wurde bereits 1826 aus dem Mittelmeerwasser hergestellt und als Element erkannt. Gay-Lussac bezeichnete das Element auf Grund seiner übelriechenden Dämpfe als Brom (griech.: bromos = Gestank). Die industrielle Gewinnung von Brom setzte erst um 1865 ein.
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