Cerium

 
 

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Cerium / Cer (Ce)

Inhaltsverzeichnis

BILD:1138227359

Cerium als Element - Technische Daten

Ordnungszahl:

58

Dichte (g/cm3):

6,689

Härte:

2,5

relat. Atommasse (amu):

140,116

Atomradius (berechnet) in pm:

185 (k.A.)

Oxidationszahlen:

3, 4

Elektronegativität (Pauling):

1,12

Elektronenkonfiguration:

[Xe]4f15d16s1

Schmelzpunkt:

798°C (1071 K)

Siedepunkt:

3426°C (3699 K)

natürl. Häufigkeit:

46 ppm


Chemische Eigenschaften

Cer ist ein Seltenerdmetall und gehört zur Gruppe der Lanthanoide. Das häufigste natürliche Isotop ist das 140Ce (88,48 %). Daneben sind künstliche Isotope mit Halbwertszeiten zwischen 6 Sekunden und 284,9 Tagen bekannt, von denen vor allem 144Ce als Radioindikator Verwendung gefunden hat. Das reine Cer hat die Farbe und den Glanz des Eisens. An der Luft zeigt es infolge Oxidation allmählich gelbe Anlauffarben. Cer ist nur etwa so hart wie Zinn und sehr sehr dehnbar. Es verbrennt beim Erhitzen an der Luft mit noch hellerer Flamme als Magnesium. Mit reinem Sauerstoff reagiert es schon bei 150°C. Mit Halogenen erfolgt oberhalb 200°C eine sehr lebhafte Reaktion, bei hohen Temperaturen auch mit Kohlenstoff, Stickstoff, Bor und Wasserstoff unter Bildung von Verbindungen, deren Zusammensetzung von den Reaktionsbedingungen abhängen. Auch mit Silizium, Phosphor, Schwefel, Selen und Tellur kann Cer umgesetzt werden. Von Wasser wird es angegriffen, verdünnte Mineralsäuren lösen es rasch. In seinen Verbindungen tritt Cer in den Oxidationsstufen +3 und +4 auf.


Vorkommen und Herstellung

Wichtige Rohstoffe für die Cergewinnung sind Bastnäsit, Monazit, Allanit und Cerit. Etwa 0,0046 % der obersten Erdkruste bestehen aus chemisch gebundenem Cer. Dieses Metall ist also häufiger als Arsen, Blei, Brom, Platin, Quecksilber, Silber und Zinn. Da es aber in den Erstarrungsgesteinen nur in geringen Mengen vorliegt und nur selten in abbauwürdigen Lagerstätten vorkommt, wurde es verhältnismäßig spät entdeckt.

Die Herstellung erfolgt durch Reduktion von Cerfluorid mit Calzium oder durch Elektrolyse von geschmolzenem Cerchlorid oder anderen Halogeniden. Die Gewinnnung des reinen Metalls ist jedoch in der Technik nur von geringer Bedeutung.


Herstellung und Geschichtliches

Cer wird in der Hauptsache in Form von Legierungen für technische Zwecke eingesetzt, auch in magnetischen Werkstoffen; zur Stabilisierung von Gläsern gegen radioaktive Strahlung und Röntgenstrahlung und zur Herstellung von Katalysatoren.

Entdeckt wurde Cer 1803 von Klaproth und unabhängig von ihm, von Berzelius und Hisinger, die das Element nach dem 1801 entdeckten Planeten Ceres benannten. 1825 wurde Cer aus Cerchlorid durch Reduktion mit Natrium gewonnen.


Bilder

Cerium-Quader unter Argon
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Cerium-Quader unter Argon

Größe: 4,1cm; Gewicht: 62,3g; 3N

Sammlung:

scheidewasser

Copyright:

scheidewasser

Beitrag: slugslayer 2006-01-25

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