Lage und Geographie
Der Kupfergürtel von Shaba ist etwa 350km lang und bis 50km breit. Die Lagerstätten kann man in drei Teile teilen:
- Südosten
Der Südosten zieht sich vom Lufira-Fluss im Osten bis zur Grenze Zambias nahe Kipushi. Die Stadt Lubumbashi (Elizabethsville) befindet sich in diesem Sektor.
- Zentrum
Das Zentrum befindet sich zwischen den Flüssen Lufira und Lualaba. Likasi (Jadotville) ist Hauptstadt dieses Sektors.
- Westen
Dieser Sektor liegt westlich von Luabala, 20 km über Kolwezi hinaus.
Geschichte
In Shaba/Katanga begann die Eisenzeit gleich nach der Steinzeit. Da wurde dann auch Kupfer verhüttet. Es gibt uralte Artefakte, die von der Technologie zeugen: sog. Katanga-Kreuze aus gegossenem Kupfer (welche auch als Zahlungsmittel dienten). Man hat festgestellt, dass die ältesten Stücke aus dem 9.Jh. n.Chr. stammen.
Ab Ende 1000 n. Chr. handelten die Menschen in Katanga (Shaba) mit Arabern, welche sich an der Ostküste Afrikas niederließen. Viel später erst begannen Europäer die Küste zu besiedeln; in der Nähe der Zambesi-Mündung die Portugiesen. Diese reisten dann auch durch Afrika zw. 1802 und 1806. Um 1850, nachdem Eisenbahnen den Transport per pedes mehr und mehr ablöste und ein Mittel gegen Malaria entwickelt worden war (Chinin), war es möglich, dass Europäer das Innenland entdecken konnten. Als die Forschungsreisen nicht mehr von einzelnen Wissenschaftlern und Händlern, z. B. Heinrich Barth (1821-1865) aus Deutschland, betrieben wurden, fing man an Reisen zu planen, die von diversen Organisationen unterstützt wurden.
Auf der Berliner Konferenz 1884/85 wurde Zentralafrika aufgeteilt, geleitet von Kanzler Bismarck und König Leopold II. von Belgien. Katanga (Shaba) gehörte dann zu Kongo. 1909 wurde Kongo in Belgisch-Kongo umbenannt.
Das Bergbaugebiet von Shaba wurde erst spät entdeckt, da es von Sümpfen umgeben ist und somit schwer zugänglich. Die ersten waren Reichardt, der Kupferabbau von Luishia besichtigen konnte) und Böhm. Cecil Rhodes von England gründete die Tanganyika Concessions Ltd. (TCL). So konnte man die Lagerstätten in Shaba und Rhodesien erforschen.
Im Jahre 1906 wurde die "Union Minière du Haut-Katanga (UMHK)" gegründet. Diese wurde am 1.1.1967 vom Staat übernommen und umbenannt in: "La Générale des Carrieres des Mines (Gecamines)". In den 1970ern wollte man die Cu- und Co-Produktion erhöhen, was jedoch scheiterte. Bis 1992 hat sich das auch nicht ändern können.
Geologie, Bergbau und Lagerstätten
Geologie
Shabas Cu-Gürtel bildet den mineralisierten Norden des tektonischen Lufilia-Bogens.
Die Sedimentite von Shaba sind -wie dem Damara-Otavi-System ähnlich- aus dem Oberen Prozoikum. Stratigraphisch gesehen gibt es drei Obergruppen (welche wiederum in Unterguppen, Formationen, Abschnitte etc. aufgeteilt werden):
- Roan-Gruppe R
- Untere Kundelungu-Gruppe Ki
- Obere Kundelungu-Gruppe Ks
Dolomite, v.a. von Ki 1.2.2 (Niveau du Calcaire de Kakontwe) beinhalten des epigenetische Zn-Cu-Pb-Erz von Kipushi. R2 hat die meisten schichtgebundenen Cu-Co-Lagerstätten.
Shaba ist reich an dolomitischen Gesteinen und charakteristisch für tektonisch verursachte Riesenbrekzien in der Roan-Gruppe, welche säulenartig angeordnet sind. Durch zirkulierende Wässer erlaubte die Tektonik die Bildung von Sekundärmineralien auf bereits entwickelter Mineralisation. Im Westen war die Tektonik so stark, dass die sog. Kolwezi-Klippe 70km weiter im Süden auf jüngeren Gesteinen der Kundelungu-Gruppe liegt.
Bergbau
Zu Beginn wurde ohne Maschinen abgebaut, ab 1914 gab es dann schon Dampflader, Grubenloks und -waggons. Obwohl diese schon bald durch elektrische Geräte abgelöst wurden, war Handarbeit zur Sortierung der Erze, zum Abbau von Seitengängen und zur Erforschung tieferer Teile aber immer noch unabdingbar.
Zuerst abgebaut wurde der Südosten, wo auch Tagebauten nicht weiter als zum Grundwasserspiegel gingen. Da der Untertagebau von Kipushi um 1925 lief, musste man auch nicht tiefer.
Vom Südosten weitete sich der Abbau dann über das Zentrum gen Westen.
Lagerstätte
Es gibt viele Lagerstätten in Shaba, die auch unterschiedliches Interesse wecken, aus der Sicht der Wirtschaft(lichkeit) und aus der Sicht eines Sammlers.
Allgemein ist über die Lagerstätten wenig dokumentiert worden. Shikolobwe, Kamobove und Musonoi bilden grobe Fundortangaben.
Sammeln
Mineraliensammeln war von der UMHK verboten; die Ausfuhr von Stufen streng eingeschränkt.
In den 1950ern haben Amateure dennoch das Mineraliensammeln begonnen. Für akademische Einrichtungen waren diese Sammler die Lieferanten von Proben. Sammelreisen sind (Stand 1992) kaum machbar, das Kaufen von Mineralien ist jedoch möglich.
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