Man fährt von Staufen im Breisgau in östlicher Richtung in das Münstertal hinein. Dabei passiert man den kleinen Weiler Kropbach. Direkt südlich der Straße Staufen-Münstertal liegt wenig östlich des Ortes Kropbach ein verwachsener Steinbruch.
Man erreicht den Steinbruch, indem man das Auto am Feldweg zum östlichsten Hof von Kropbach abstellt und dann zu Fuß über die Straße geht. Direkt hinter der Straßenbegrenzung beginnt der verwachsene Teil des kleinen Bruches.
Im Steinbruch ist ein steilstehender, ca. 30-50cm mächtiger Gang erkennbar. Nach METZ, RICHTER und SCHÜRENBERG (1957) ist der Gang der Ganggruppe F zuzuordnen, die als extrem verarmter Schauinslandtyp E aufgefasst wird. Der Gang ist bezüglich der Mineralführung und der Bildungsbedingungen (katathermal) entfernt mit der Freiberger kiesig-blendigen Bleiformation (kb-Formation) vergleichbar. Oben genannte Autoren benennen den Gang als Kropbach-Steinbruch. Südlich des Steinbruches deuten einige kleinere Pingen auf mittelalterliche Abbauversuche hin. Im Steinbruch sind noch einige mittelalterliche Stollen erkennbar. Direkt oberhalb des Steinbruches gibt es zwei kleinere Verhaue (mittelalterliche Tagebaue).
Der Porphyr ist in Gangnähe durch die heißen Fluide stark umgewandelt. Meist findet man am Rand des Ganges eine gebleichte und durch Limonit bräunlichgelb gefärbte Zone, auf die in unmittelbarer Gangnähe eher lettige Ausbildung folgt. Trümer- und Brekzienbildung ist häufig. Die Gangzone besteht meist aus Quarz und Sphalerit, untergeordnet kommen Baryt, Galenit, Pyrit, Arsenopyrit und selten Fahlerz vor. Extrem untergeordnete Gangart ist Ankerit. Einziges in größerer Menge zu gewinnenes Erzmineral ist Sphalerit. Die schwache Führung armer Ag-Erze (Galenit) war wohl der Grund, weshalb der Gang im Mittelalter zwar untersucht, aber im Vergleich mit den anderen Vorkommen der Umgebung (Etzenbach, Galgenhalde oder Teufelsgrund) weniger stark abgebaut wurde. Sphalerit war im Mittelalter Abraum.
Interessant ist an dem Gang, dass sich im Sommer in Gangnähe Sulfatausblühungen finden, darunter die Zink-Magnesium-Sulfate Boyleit und Gunningit. Für ersteres ist das Vorkommen Typlokalität.
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