Steckbrief
| Niedersachsen / Lüneburg / Gipsbrüche | ||
Die Stadt Lüneburg ist etwa von Hamburg aus gut zu erreichen. Um die alten Steinbrüche zu erreichen, orientiere man sich am Lüneburger Hauptbahnhof. Der bekannteste Bruch, der Kalkberg (NSG!) liegt westlich des Bahnhofs, südlich der Neuetorstraße. Fährt man diese Straße weiter nach Westen (in Richtung Fachhochschule, gelangt man zum Volgershall. Der Kreideberg liegt nordwestlich des Bahnhofs, an der Straße vor dem Bardowicker Tore. Der Schildstein liegt südlich vom Volgershall (nähe Sültenweg). Alle Brüche liegen relativ nahe beieinander und nicht weit entfernt vom Stadtzentrum. |
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Gipssteinbrüche (aufgelassen) |
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Gipshut eines Salzstockes |
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Die Brüche sind nicht zugänglich. Eventuelle Aufschlüsse stehen unter Schutz! |
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden. |
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Weitere Funktionen
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Ausführliche Beschreibung
Die Stadt Lüneburg wurde für Mineralfunde bekannt, die in einer Reihe von Gipsbrüchen gemacht wurden. Der Gips wurde zur Mörtelgewinnung abgebaut, das Salz unter dem Gipshut wurde in Salinen gewonnen. Der bekannteste der Abbaue ist sicherlich der Kalkberg; dieser Steinbruch ist zugleich auch die Typlokalität für das Magnesiumborat Boracit. Ein weiteres Mineral hat in der Region seine Typlokalität, es wurde sogar nach der Stadt benannt - der Lüneburgit. Der genaue Fundort ist aber nicht der Kalkberg, sondern ein Aufschluss in der Nähe des Volgershall. An dieser Erhebung war früher ebenfalls ein Gipsbruch situiert, weitere existierten am Schildstein und am Kreideberg. Alle Brüche sind heute nicht mehr zugänglich, da sie entweder als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen, abgesoffen oder verfüllt sind. Die ganz geringen Fundmöglichkeiten, die eventuell noch existieren, kann der Sammler demnach nicht mehr nutzen. Noch in den 1980er Jahren wurden für wissenschaftliche Untersuchungen an allen der genannten Brüche Proben genommen. Heute muss der Sammler auf spärlich auf Börsen anzutreffendes Material ausweichen, vielmehr als Boracit (Kalkberg) wird er aber nicht auftreiben können. Wobei gesagt werden muss, dass dieses Mineral auch eines der wenigen in sammelwürdiger Form auftretende ist. Boracit vom Kalkberg bildet wasserklare farblose bis milchig-trübe Kristalle. Dabei sind die kleineren Exemplare meistens klar, die größeren eher trüb. Große Kristalle (bis etwa Erbsengröße) sind auch häufig lose, nur die kleineren befinden sich in Anhydritmatrix. Matrixstufen sind daher gesucht, besonders mit größeren Kristallen. Weitere Funde von Boracit wurden vom Schildstein bekannt, hier teilweise auch lichtblau! Gips tritt an den Fundorten meist derb bis plattig auf, seltener als Marienglas, vom Volgershall auch als Fasergips. Im klaren Gips eingeschlossen finden sich zuweilen kleine, bronzefarben getönte Kristalle von Hämatit und Lepidokrokit. Als weitere Minerale sind neben seltenen Salzen nur Aragonit in hübschen weißen Nadeln und winzige gelbe Schwefel-xx (aus zersetztem Pyrit hervorgegangen, vom Zeltberg) erwähnenswert. Zudem sei noch angemerkt, dass auch in Lüneburg alte Düngergruben gefunden wurden, in denen sich die seltenen Phosphate Brushit und Struvit gebildet haben. |
Mineralien (Anzahl: 39)
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Gesteine (Anzahl: 0)
Fossilien (Anzahl: 0)
Mineralien-Bildertabelle (1 Bilder insg.)
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Referenz- und Quellangaben, Literatur
QuellenangabeLiteratur
Weblinks |