Befahrungsbericht
Am Sonnabend (03.07.2004) bin ich (geomueller) anlässlich des Tages des Bergmanns in den sonst nicht öffentlichen Schacht "Weißer Hirsch" in Schneeberg/Erzg. eingefahren. Die Schachtanlage, die vom 16. bis 20. Jahrhundert fast durchgängig in Betrieb war, hat alle Bergbauperioden in Schneeberg erlebt. In folgender Reihenfolge wurde hier auf Zinn, Silber, Wismut/Kobalt, Nickel und Uran gebaut. 1957 wurde der Abbau hier eingestellt, und der Schacht 1958 verfüllt. 1871 wurden auf dem "Weißen Hirsch" erstmals in größeren Mengen die typischen gelb/grünen Uransekundärminerale gefunden und von Weisbach in Freiberg fünf neue Uranminerale nachgewiesen.
Der Schacht befindet sich heute auf dem Gelände der Bergsicherung Schneeberg GmbH, die den Schacht auch als Bestandteil eines Förderprojektes "Radonsanierung Schneeberg" 1995/96 wieder geöffnet und ausgerüstet hat.
Bei der Befahrung (ca. 1,5 h) besichtigt man Grubenbaue aus allen Bergbauperioden. An Mineralen sind einige Gänge mit sekundären Kobalt- und Nickelmineralen, diverse Sinterbildungen, Kaolin und verschiedene Gesteine zu sehen.
Tipp
Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall, kann aber nur nach vorheriger Anmeldung (Tel.: 03772/29-0) oder zum Tag des Bergmanns, am 22. Juli (Bergstreittag), zum Tag des offenen Denkmals bzw. zum Lichtelfest (2. Advent) erfolgen, da sonst nicht öffentlich.
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