Steckbrief
| Sachsen / Erzgebirge / Zinnwald | ||
Z. liegt im Osterzgebirge etwa 40km S Dresden, 11km NNO von Teplitz. |
||
Besucherbergwerk, Halden und Bachgerölle. |
||
Geologie war eng an die Intrusion des Granitplutons gebunden, dessen obere Bereiche intensive postmagmatische und metasomatische Umwandlungen, hauptsächlich Albitisierung, Vergreisenung und Sericitisierung erfuhr. |
||
Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden. |
||
Weitere Funktionen
Übersichtskarte | GoogleEarth | Mineralien (81) | Gesteine (1) | Fossilien (0) | Bilderkarussell | Fundstellenbilder| Mineralbilder| Mineralbilder (geordnet) | Fossilbilder | Fossilbilder (geordnet) | Gesteinbilder | Gesteinbilder (geordnet) | |
Ausführliche Beschreibung
Die Lagerstätte ist grenzübergreifend nach Tschechien, wobei nur ca. 1/4 auf den deutschen Teil kommt. Geschichte: Der Beginn des Bergbaus fällt ins 14.Jhd.. Die erste Verleihung eines Grubenfeld erfolgte 1378. Die Größe der Lagerstätte erreichte nicht die des benachbarten Grubenfeldes von Graupen (Krupka) auf tschechischer Seite. Der 1.Schacht wurde 1550 geteuft. 1530 sind 35 Grubennamen bekannt. Der 30-jährige Krieg setzte dem Bergbau ein Ende. Erst in der 1.Hälfte des 18.Jhd. lebte er wieder auf. Herrschaftsbesitzer waren die Lauensteiner mit denen von Bünau. Anfang des 19.Jhd. erfolgte dann ein großer Aufschwung. 1811 sind 16 Gewerken bekannt. 1852 fanden nur noch 72 Bergleute Arbeit. Unter dem Namen "Gewerkschaft Vereinigt Zwitterfeld" wurden die Gruben Wernerzeche, Michaelis, Vereinigt Zweitterfeld, Reicher Trost, Wunderlich Köpfen, Greiszeche, Zacharias, Gnade Gottes und Tiefer Stollen Gottes zusammengelegt. Das Reichtroster Huthaus wurde das Zentrum. Es wurden durchschnittlich jährlich 240 Zentner Zinn erschmolzen. Seit 1879 wurde auch Wolfram neben Zinn gefördert. Wolfram ist bald bedeutender wie das Zinn. 1904 trat ein neuer Unternehmer Pels aus Hamburg auf und teuft den Pels-Schacht ab. Dazu baut man die Pels-Wäsche. 1910 stellen die Gebrüder Pels den Betrieb ein. Rigorose Neuerungen wurden durch den neuen Besitzer, Ing.W.Seifer aus Trier durchgesetzt was sich langfristig auszahlte. Der Erfolg war aber mäßig, denn schon 1913 kaufte eine englische Finanzierungsgesellschaft den Betrieb auf. Der 1.Weltkrieg läßt die Engländer in Zahlungsstopp gehen und so übernimmt die Fa.Stahlwerke Becker aus Krefeld 1915 die Gewerkschaft Zinnwald. Im 1.Weltkrieg übernahm das Militär die Verwaltung der Gruben. Die Anlagen werden modernisiert, der Militärschacht gebaut. Man betreibt die Gruben bis 1931, dann wieder verstärkt im 2.Weltkrieg. Man verbindet grenzübergreifend die Schachtanlagen auf der 2. und 3.Sohle. Nach dem Krieg wird auf deutscher Seite die Produktion endgültig stillgelegt, auf böhmischer Seite wird noch eine 4., 5. und 6. Sohle aufgefahren. 1990 wird auch auf böhmischer Seite die Förderung wegen Unrentabilität eingestellt. Bemerkenswerte montangeschichtliche Denkmäler (im Uhrzeigersinn von Norden aus):
Diese können in einem bergbaugeschichtlichen Rundwanderweg besucht werden. Dies gehört zum "Grenzüberschreitenden Bergbaulehrpfad Krupka-Geising-Altenberg-Zinnwald-/Cinovec-Dubi. Untertage sind die besonders riesigen Weitungen: "Reichstroster-" und "Schwarzwälder Weitung" zu erwähnen. Vererzungen: Diese sind auf den Bereich des Albitgranits beschränkt. Es gibt Greisenkörper und Erzgänge. Diese lassen sich unterteilen in die:
Hauptmineral ist Kassiterit. Wurde in der Förderung in der 2. Hälfte des 19.Jhd. durch Wolframit abgelöst. Später dann wurden der Zinnwaldit als Li-Quelle und Quarz für die Glasindustrie wichtig. Zinn-Produktion aus der Lagerstätte wurde auf 40.000t geschätzt. |
Mineralien (Anzahl: 81)
Gesteine (Anzahl: 1)
|
|||||||||||
Fossilien (Anzahl: 0)
Mineralien-Bildertabelle (8 Bilder insg.)
|
|
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||
Referenz- und Quellangaben, Literatur
Literatur
|