Geologie
Das Frohburg-Kohrener Gebiet gehört dem Wolfitzer Porphyrtuff des Oberen Tuffrotliegenden an. Eine besondere Abart stellt ein in diesem Komplex vorkommender sehr feinkörniger, aus verschiedenfarbigen (hauptsächlich braun, rot und grünlichgrau) dünnen Lagen zusammengesetzter, verkieselter Tuff dar, der als Gnandsteiner Bandjaspis bekannt geworden ist.
Fundstelle
In einem lieblich, leicht hügeligen Land liegt der weltbekannte Fundpunkt für Gnandsteiner Bandjaspis. Die Fundstelle befindet sich in einem kleineren Waldgebiet zwischen Gnandstein und dem kleinen Ort Streitwald, kurz nördlich von Gnandstein.
Das Gestein steht oberflächennah an und kann leicht gesammelt bzw. geschürft werden. Die Brocken liegen entweder locker im Hanglehm oder stehen auch als Fels fest an, sogar unmittelbar am Wegesrand der kleinen Asphaltstraße. Die Fundhäufigkeiten sind als gut einzustufen, das Gelände ist frei zugänglich.
Der Jaspis
Rein optisch gesehen sind der Rohstein des Jaspis (SiO2) unscheinbar, fast unansehnlich. Erst ein Anschliff zeigt die wahre Schönheit des Gesteins. Der Japis ist gut schleifbar und wird auch vereinzelt in der Schmuckindustrie verwendet. Der silifizierte Aschetuff kann absolut eben geschichtet und vollkommen ohne Störungen sein. Es gibt aber auch Stücke, die eine Trümmerstruktur mit Bruckstücken von nur wenigen Quadratzentimetern. Besonders beliebt sind solche Exemplare, die eine schöne Verwerfung aufweisen. Die einzelnen Bänder können grünlich-grau, braun, gelb und rosa gefärbt sein. Grüne und braune Farben sind jedoch vorherrschend.
Historie
Der früheste, bekannte Hinweis auf die Verwendung eines norwestsächsischen Minerals liegt als prähistorischer (Neolithikum vor. ca. 5000 Jahren) Fund in Form eines Steinbeiles aus Gnandsteiner Bandjaspis vor. Der Beilfund wurde in der Ronneburger Gegend gemacht und wird im Landesmuseum für Vorgeschichte in Dresden aufbewahrt (QUELLMALZ, 1990).
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