engl.: lustre
Mildes, geschmeidiges Erz mit metallischem "Habitus": Bleiglanz, Silberglanz
Edelsteine haben die Menschen schon seit jeher wegen ihres strahlenden Glanzes fasziniert. Aber nicht nur geschliffene Edelsteine glänzen, auch jedes unbearbeitete Mineral hat, wie etwa die Glimmerblättchen im Flusssand zeigen, seinen ganz speziellen, charakteristischen Glanz.
Einfach messbar ist Glanz nicht, er wird in der Regel durch Vergleiche mit Gegenständen des täglichen Lebens beschrieben.
Folgende Arten des Glanzes lassen sich unterscheiden:
Der Glanz entsteht durch die Reflektion des einfallenden Lichts. Der nahezu ideale Glanz ist z.B. eine hochglanzpolierte Metallplatte. Warum poliert? Hat eine Oberfläche eine glatte, einheitliche Oberfläche, auch auf der mikroskopischen Skala, wird das einfallende Licht in eine Richtung reflektiert. Die Oberfläche glänzt. Ist die Oberfläche aber leicht rau, wird das Licht über eine Vielzahl kleiner Flächen in viele Richtungen gelenkt, der Glanz nimmt ab. Warum glänzt aber eine glatte Glasscheibe nicht so wie ein Diamant? Hier kommt neben der Oberflächenrauigkeit der zweite Aspekt: das Reflektionsvermögen. Durch ein Wechselspiel von Reflektion, und untergeordnet Absorption, entsteht der Glanz. Der Diamant hat durch seine hohe Brechzahl ein höheres Reflektionsvermögen, er glänzt stärker als Glas.