Ausführliche Beschreibung
Die Serpieri-Mine, oder besser das Serpieri-Minengebiet umfasst alles im Bereich des Zentralförderschachtes. Oft ist es unmöglich zu beurteilen, ob man nun noch im Hilarion-Minengebiet ist, oder schon den Serpieri erreicht hat, oder aber auch darüber hinaus geschossen ist und sich im Jean-Baptist oder Christiana befindet. Das gelingt nur erfahrenen Kennern der Untertagewelt von Lavrion. Die Serpieri Mine (oder auch Serpieri Nr. 1) war früher durch ein Mundloch zu erreichen, das aber schon lange verschüttet ist. Zum jetzigen Zeitpunkt gelangt man ausschließlich durch einen sehr langen Fußmarsch durch den Hilarion-Stollen in den Tiefstollen der Serpieri Mine. Obertägig beeindrucken die erhalten gebliebenen Anlagen des Zentralförderschachtes inmitten des Ortes Aghios Konstantinos.
Serpieri Nr. 5
In einigen Veröffentlichungen wird oft von der "großen Mulde" in Kamariza gesprochen. Diese große Mulde ist nicht, wie man leicht glauben möchte, der Tagebau Chaos sondern die Arena, in der u.A. der Serpieri-5-Stollen liegt. Diese Arena liegt direkt südlich der Ortschaft. In dieser Mulde gingen früher Schrägstollen mit Gleisförderung in die Tiefe, doch sind diese Stollen verbrochen und tief verschüttet. Übrig blieben nur ein paar unbedeutende Löcher, von denen einer der Serpieri-5-Stollen ist. Dieser, extrem nah an der Oberfläche angesetzte Stollen ist weiter drinnen verstürzt. Lediglich ein kleinerer Abbau ist zugänglich, und doch war es gerade dieser Abbau, der Lavrion-Geschichte schrieb. Er ist der Fundort für die fabelhaften Aluminiumadamine in so großer Zahl, dass es kaum eine Sammlung geben dürfte, die nicht wenigstens ein Micromount davon besitzt. Die Fundmöglichkeiten sind nach wie vor gut, wenn auch die wirklich guten Fundzeiten vorbei zu sein scheinen. Aber MMs gehen immer noch. In dem gleichen Bereich wurde auch der seltene Zinkaluminit und Plumbogummit gefunden. Da der Stollen aber zusehends weiter verstürzt, ist von einer Begehung eher abzuraten!
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