Geologie / Petrographie / Mineralogie
Mont Saint-Hilaire (in der Folge MSH) ist ein Alkali-Intrusivkomplex, in welchem häufig agpaitische Syenite mit peralkalinen Mineralien auftreten (sehr ähnliche geologisch-petrologische Gegebenheiten: Chibiny- und Lovozero-Massiv auf der Kola-Halbinsel, das Gebiet um den Langesundfjord in Norwegen, die Alkali-Gesteinskomplexe von Illimaussaq und Igaliko (Narssarssuk) in Grönland, das Murun-Massiv in Sibirien und die Rouma-Insel des Los-Archipels in Guinea).
Der MSH-Komplex entstand durch drei Intrusionen in den paläozoischen Gesteinen der St. Lawrence-Region (Kreidezeit, etwa vor 125 Mio. Jahren) und bildet einen von mehreren Plutoniten mit dem Sammelbegriff Monteregian Hills. Die einzelnen Intrusionen werden als Sunrise-suite (Gabbros, Pyroxenite, Jacupirangite), Pain du Sucre-suite (Intrusion in die Sunrise-suite in Form eines Ring-Dykes; Nephelingabbros, Diorite und Monzonite) und East Hill-suite bezeichnet (die östliche Hälfte des Berges; Nephelin- und Sodalithsyenite, Marmor-Brekzien und Xenolithe, Hornfels, syenitische Pegmatite aus früheren magmatischen Epochen u.a.).
Die wichtigsten Gesteine der East Hill-suite (Nephelin- und Sodalithsyemite) wurden in den Steinbrüchen Demix und Poudrette abgebaut.
Mineralogie
Bis heute wurden ca. 275 Mineralien beschrieben, welche in den verschiedenen Gesteinstypen unterschiedlich vorkamen (Frische und verwitterte Pegmatite, Marmor-Xenolithe, Sodalithsyenite, Miarolen in Nephelinsyeniten, Hornfels, magmatische Brekzien und Sodalith-Xenolithe).
MSH war eines der berühmtesten Mineralvorkommen der Welt und hat in den vergangenen 40 Jahren ungezählte, außergewöhnliche Stufen teils sehr seltene Spezies geliefert, darunter weltbesten Serandit (Kristalle bis ca. 20 cm ), Carletonit, Birnessit, Katapleit, Donnayit-(Y), Lemoynit, Ewaldit, Elpidit, Gaidonnayit, Eudidymit, Genthelvin, Leifit, Leucosphenit, Monteregianit-(Y), Petarasit, Polylithionit, Rhabdophan-(Ce), Sazhinit-(Ce), Donnayit-(Y) und Daqingshanit-(Ce), Ashcroftin-(Y).
Die wohl besten MSH-Mineralstufen befinden sich in den Sammlungen des National Museum of Natural History (Canada), sowie den Privatsammlungen von Gilles Haineault (ästhetische Stufen) und Laszlo Horvath (Referenzen).
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