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Meteorit

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Meteorite sind gesteinsartige oder metallische Festkörper kosmischen Ursprungs, die in den Anziehungsbereich der Erde geraten und auf die Erde (bzw. den Mond oder erdähnliche Planeten) stürzen. Es wird angenommen, dass die ungetrennten Meteorite sich aus der Urmaterie (dem Sternenstaub zur Zeit der Bildung der Sonne und der Planeten) bildeten, während die entmischten Meteorite Fragmente einstmals größerer Himmelskörper (Planetoide oder Kometen) sind.

Jährlich fallen ca. 11.000, meist sehr kleine Meteorite auf die Erde. Die Erde erhält durch meteoritischen Staub einen täglichen Massenzuwachs von mehr als 6.000 Tonnen. Beim Sturz auf die Erde hinterlassen die Meteorite eine hell leuchtende Spur, die etwa in einer Höhe von 100 km beginnt. Je dichter die Atmosphäre, desto mehr wird der Meteorit gebremst. Die Hemmungspunkte liegen sind zwischen 42km und 4 km Höhe, wobei die meisten Meteorite explosionsartig auseinandergesprengt werden .


Zusammensetzung

Meteoriten lassen sich nach ihrer Zusammensetzung grob in drei Klassen unterteilen:


Tektite

Bisher umstritten, ob Tektite extraterrestrisch oder durch meteorische Impakte auf der Erde oder auf dem Mond entstanden sind.

siehe > Tektit


Schockklassen

Meteoriten werden zudem in Schockklassen unterteilt. Diese sagen, wie stark der Meteorit durch Schockwellen naher Kollisionen auf dem Asteroid verändert wurde.

  • S0 nicht geschockt
  • S1 Gering geschockt
  • S2 Leicht geschockt
  • S3 Geschockt, selten Schockadern
  • S4 stark Geschockt, einige Schockadern
  • S5 Sehr stark geschockt, Schockadern, selten Geschmolzene Bereiche
  • S6 Stärkste Schockeinwirkung, viele Schockadern, geschmolzene Bereiche

Verwitterungsklassen

Meteoriten werden auch in Verwitterungsklassen unterteilt, diese sagen, wie stark ein Meteorit durch die Bedingungen auf der Erde (Regen, Wetter) verändert wurde.

  • W0 Frischer Meteorit
  • W1 Keine merkliche Verwitterung
  • W2 Leichte Verwitterungsspuren
  • W3 Deutlich erkennbare Verwitterung
  • W4 Starke Verwitterung
  • W5 Sehr Starke Verwitterung, Struktur fast zerstört
  • W6 Struktur und Material fast zerstört

Weitere bekannte Eisenmeteorite : Mundrabilla (Australien), Sikhote Alin (Sibirien), sowie der weltgröße Fe-Ni-Meteorit auf der Farm Hoba in Namibia.

Seit etwa 1996 sind teilweise bis mehrere kg schwere und bis zu 30cm große Eisenmeteorite im Gebiet der nördlichen Sahara gefunden worden.


Links

Meteoroide, Impakt, Impaktit, Tektite, Mond, Meteoriten-Mineralien, Plessit, Liste von Einschlagkratern (Satellitenbilder)


Bilder

Meteorit  (Eisenmeteorit).
Aufrufe (Bild: 1245683609): 5076
Meteorit (Eisenmeteorit).

Fundort: Sikhote-Alin-Gebirge, Fernost, Russland - Größe: 4,2 x 2 cm (anpoliertes Stück)

Sammlung: Mineralroli
Copyright: Mineralroli
Beitrag: Mineralroli 2009-06-22
Mehr   MLF 
NWA Steinmeteorit
Aufrufe (Bild: 1142621137): 7112
NWA Steinmeteorit

Typische Chondren eines L5 Chondrit in dunkler Matrix mit Schocklinien Bildbreite 2,5cm

Copyright: Grenzton
Beitrag: Grenzton 2006-03-17
Mehr   L 
Chondrit Steinmeteorit mit Chondren
Aufrufe (Bild: 1109769728): 6642
Chondrit Steinmeteorit mit Chondren

Meteorit: NWA; Größe ca. 5 cm; Fundort: Marokkanisch-algerische Sahara, ca. 2004

Sammlung: Collector
Copyright: Carlos Pareja
Beitrag: Mineralienatlas 2005-03-02
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Nickel-Eisen-Meteorit
Aufrufe (Bild: 1201087827): 4142
Nickel-Eisen-Meteorit

Campo de Cielo, Argentinien; Fall 1576; Größe: 13,7 cm

Copyright: Eric Greene
Beitrag: Collector 2008-01-23
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Allende
Aufrufe (Bild: 1142620239): 7062
Allende

kohliger Chondrit

Copyright: Grenzton
Beitrag: Grenzton 2006-03-17
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NWA Steinmeteorit
Aufrufe (Bild: 1148910009): 3990
NWA Steinmeteorit

Chondrit, Chondren mit mikroskopischen Schocklinien Bildbreite: 3.5mm

Copyright: Grenzton
Beitrag: Grenzton 2006-05-29
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NWA Steinmeteorit
Aufrufe (Bild: 1109787124): 3950
NWA Steinmeteorit

Größe ca. 3,8 cm; Fundort: Marokkanisch-algerische Sahara; ca. 2004

Copyright: Collector
Beitrag: Mineralienatlas 2005-03-02
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Weitere Bilder siehe > Eisenmeteorit, Steineisenmeteorit, Steinmeteorit


Literatur

  • Grady, M.M., 2000; Catalogue of Meteorites; Cambridge University Press (22.507 bis 1999 bekannte Meteoriten)

Quellangaben:


Einordnung