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Steinmeteorite

NWA Steinmeteorit
NWA Steinmeteorit

Chondrit, Chondren mit mikroskopischen Schocklinien Bildbreite: 3.5mm

Grenzton
Ca. 94% aller Meteoriten sind Steinmetoriten. Bei Steinmeteoriten unterscheidet man zwischen den Achondriten und Chondriten.


Achondrite

Achondrite sind Steinmeteoriten ohne Chondren. Die mesisten stammen von Mantel oder Kern von kleinerer Asteroiden, z.B. Vesta, einige Achondrite vom Mond und vom Mars. Andere entstanden durch starke Umwandlung von anderen Typen, z.B. die Ureilite aus kohligen Chondriten zusammen. Gemeinsam mit den primitiven Achondrite (PAC) haben Achondrite einen Anteil von etwa 7,8% an allen Steinmeteoriten.



HED-Gruppe (von den Asteroiden Vesta)

HOW

(Howardite, Regolith (Oberste Schicht) von Vesta)

EUC

(Eucrite, Basaltische Kruste)

C EUC

(Cumulate Eucrite,?)

P EUC

(Polymiktische Eucrite, enthält mehrere Arten der HED Gruppe)

S EUC

(Stannern Typ,?)

N EUC

(Nuevo Laredo Typ,?)

DIO

(Diogenite, tieferes Plutonisches Gestein)


Mars-Gruppe (SNC)

Shergottite

(geschockter Basalt)

Nakhlite

(Plutonisches Gestein)

Chassignite

(Dunit)

ALH84001

(Dieser Meteorit bildet eine eigene Untergruppe, Magmatisches, altes Gestein, die Gruppe heißt auch Orthopyroxenite)


Mond-Gruppe (Lunaite) (vom Mond) LUN

Marebasalt

(von den dunklen Regionen des Mondes)

Hochlandbreckzie

(Regolith, aus Anorthit, Basalt, unterschieden werden Anortitische Regolith- und Fragmentale Hochlandbrekzien)

Gabbros

(wenig zerstörtes Gestein von den hellen Regionen, sehr alt)

Impact Schmelzbrekzien

(Sehr stark geschocktes Gestein, teilweise verglast)

Lunare Anorthositische kristalline Schmelzbekkzie

(durch Schock aufgeschmolzener "Mondstaub" (Regolith) oder Gabbro; enthält chondrenartige winzige Kügelchen)


Asteroiden-Gruppe (von meist unbekannten kleinen Asteroiden)

ANG

(Angrite, basaltartig oft mit Blasen)

AUB

(Aubrite, Enstatit Achondrit, durch Umwandlung von E-Chondriten entstanden)

URE (Urelite,

durch Umwandlung aus Kohligen Chondriten entstanden)
(URE I bis III zeigen aufsteigende Veränderung durch Hitze)

P URE

(Polymictische Ureilite, aus mehreren Komponenten bestehend)


Ungruppiert

Ungruppiert sind: Enstatit Meteorit, von dem (u.a.) wenige Exemplare in der Antarktis gefunden wurden. Diese stammen von einem Fall ?)
siehe > Primitive Achondrite


Primitive Achondrite (PAC-Gruppe)

Die PAC-Gruppe ist das Bindeglied zwischen den Achondriten und den Chondriten, aus denen sie durch starke Umwandlung entstanden sind.

ACA (Acapulcoite)
BRA (Brachnite)
LOD (Lodranite)
WIN (Winonaite)
PEA (Primitive Enstatit Achondrite)
    (vermutlich eigener Asteroid)
    (noch nicht Gruppiert)
    (grobkristallin,)
    (mit hohen Nickeleisengehalt)
    ( typ bsp: ITQIY )

Chondrite

Die Chondrite bestehen aus kleinen Kügelchen, den Chondren, eingebettet in eine feinkörnige Matrix. Die Chondren sind meist zwischen 0,5 und 4mm groß. Die Hauptmimerale sind die Silikate Olivin und Pyroxen, sowie metallisches Nickeleisen. Dazu kommen als Nebengemengteile Troilit, Chromit und die Phosphate Apatit oder Whitlockit. Die Chondrite entstanden vor 4.5 Mrd. Jahren durch Zusammenballung von Chondren und Staub im solaren Nebel und sind damit die ältesten Steine des Sonnensystems.

Klassifikation: die Klassifikation der Chondrite ist einfach:

Es gibt die "Gewöhnlichen Chondrite" (und die eng verwandten Enstatit-Chondrite und Rumuruti Chondrite) und die "Kohligen Chondrite" , Mit 82% der Fälle sind die Chondrite die bei weiten häufigsten Meteoriten (73,5% Gewöhnliche).


Gewöhnliche Chondrite

Die Gewöhnlichen Chondrite sind die häufigsten Meteoriten. Sie werden nach Gehalt an Metall, an Gesamteisen, und an Eisenoxid in den Silikaten unterschieden. Dabei gilt die Regel: je mehr metallisches Eisen, desto weniger Eisenoxid in den Silikaten. In diese Reihe lassen sich auch die Entatit-Chondrite (alles Eisen als M$etall, kein Eisenoxid) und die Rumuruti Typen (kein Metall, alles Eisen ais Oxid) einordnen. Dabei wird der Eisenoxidgehalt in den Silikaten als mol% Fa (Fayalit) im Olivin, oder mol% Fs (Ferrosilit) im Pyroxen angegeben.

H (High iron)              Bronzit Chondrite        25-30% Gesamteisen    15-19% metallisches Eisen     16-19 mol% Fa
L (Low iron)               Hypersthen Chondrite     20-24%                4-9%                          21-25%
LL (Low iron, low metal)   Amphoterite              19-22%                0,3-3                         26-31&

Dazu kommt eine Einteilung in "Petrologische Typen", die den Grad einer späteren Metamorphose angibt. Sie nimmt von Typ 3 bis Typp 6 zu. Sie betrifft die Homogenisierung des Eisengehalts ("Equlibrierung" genannt) in den Silikaten und die Rekristallisation von Matrix und Chondren.

Typ 3:  Nicht equilibriert, Chondren gut von Matrix zu unterscheiden
Typ 4:  Equilibriert, Chondren noch sehr deutlich
Typ 5:  Equilibriert, Chondren zum Teil mit Matrix verwachsen
Typ 6:  Equilibriert, Chondren undeutlich

Zur Bezeichnung wird der petrologische Typ an den Klassen-Buchstaben angehängt, also z.B. H3, oder L5, oder LL4.


Enstatit-Chondrite

Sie sind stark reduzierte Chondrite mit Enstatit als Hauptmineral (weniger als 1 mol% Fs), 22-30% Gesamteisen und 17-23% nickelarmes Eisenmetall. Hinzu kommen seltene Minerale, wie Cr- und Ti-Sulfide, und andere, die durch die starke Reduktion entstehen.

Bei den Enstatit-Chondriten werden auch petrologische Typen angegeben, also z.B. E3 oder E4 usw.


Kohlige Chondrite

Kohlige Chondrite bestehen aus silikatischen Chondren und einer feinkörnigen Matrix aus wasserhaltigen Tonmineralen. Sie enthalten Kohlenstoff, der z.T. in organischen Verbindungen vorliegt, die als Bausteine des Lebens gelten (Aminosäuren). Außerdem zeigen einige von ihnen Verwitterungsspuren durch Wassereinwirkung. Nach dieser Verwitterung wurden viele nicht über 100°C erhitzt. Das wurde anhand ihres Mineralbestands und ihres hohen Wassergehalts festgestellt; in verwitterten Typen fehlt meist das metallische Eisen und die Sulfide. Kohlige Chondrite haben einen Anteil von ca. 3,6% an der Gesamtmenge.

Eine besondere Stellung kommt dem Kohligen Chondriten "Allende" zu. Der Allende-Meteorit ist ein wichtiges Beispiel für die Hinweise zur Entstehung unseres Sonnensystems. Er enthält besondere Einschlüsse (CAIs), Aluminiumverbindungen und mikroskopisch kleine Diamanten, die nicht in unserem Sonnensystem entstanden sind. Alterbestimmungen haben ergeben, dass diese Einschlüsse schon weit vor der Existenz unseres Sonnensystems entstanden sind.

Die weißen Körnchen von "Allende" bestehen aus Spinell, Mellilith und Perowskit und sind die ersten Kondensate des solaren Urnebels. Vermutlich wurden sie durch eine Supernovaexplosion in der Nähe der Geburtstätte unseres Sonnensystems gebildet. Diese Vemutung erhärtet die Theorie, dass eine Supernova Auslöser für die Entstehung neuer Sterne sein kann. Eine Supernovaexplosion mit ihrer ungeheuren Druckwelle, die Gas- und Staubmassen in ihrer Umgebung teilweise aufschmelzen und anschließend verdichten und somit einen Sternentstehungsprozess ausgelöst haben könnten. Der Allende-Meteorit liefern wichtige Indizien für diese These.

Der "Allende" Meteorit wird als Kohliger Chondrit der Gruppe CV3 einklassifiziert. Seine chemische Zusammensetzung ist:

23,86% Eisen, 15,9% Silizium, 14,9% Magnesium, 1,9% Calcium, 1,7% Aluminium, 1,2% Nickel, 0,5% Kohlenstoff, 0,35% Chrom, 0,15% Mangan, 0,11% Phosphor, 900ppm Titan, 93ppm Vanadium, organische Verbindungen (in Spuren), wie Alkane, Aminosäuren.

Aufgrund der Anwesenheit dieser Aminosäuren wird vermutet, dass vor Jahrmillionen ähnliche Meteoriten auf die junge Erde einschlugen und somit wichtige Bausteine für die Entstehung des Lebens mitgebracht haben könnten.

CB (Bencubbin)

CB3 bis ?

(Metallreich, CAIs ?)

CH (Hammada)

CH3

(?, CAIs ?)

CI (Ivuna)

CI 1 bis CI 2

(Primitivster Typ, CAIs und Chondren sind nicht mehr vorhanden)

CK (Karoonda)

CK3 bis CK6

(Steht zwischen CM und CV, 10-15% vol Chondren, CAIs vorhanden, oft geschockt, dadurch metamorph umgewandelt)

CM (Mihei)

CM1 bis CM3

(Primitive Klasse, Kleine Chondren, CAIs vorhanden)

CO (Ornams)

CO3

(Kleine Chondren, CAIs selten, Nickeleisen vorhanden)

CR ( Renazzo )

CR 2 bis CR 3

(Mittlere bis große Chondren, CAIs ?, Nickeleisen und Troilit vorhanden)

CV (Vigarano)

CV 3 bis CV 4,

(abweichend sind: CV 3 OxA, (Ox = Oxidationsstufe) CV 3 OxB, CV 3R (R=Reduktion), mittlere bis große Chondren, viele CAIs vorhanden)

Ungruppiert

C1-6

(Unbenannt gruppierte Klassen: C2,C3, C4 ,? Ungruppierte Klassen: C2,C3, ? )


Rumuruti-Chondrite

Rumuruti-Chondrite sind olivinreich und metallarm. Sie haben außerdem einen anderen Oxidationsgrad und eine andere Sauerstoffisotopenzusammensetzung als die anderen Chondrite. Auch ihre mineralogische Zusammensetzung ist einzigartig, die meisten Rumuruti-Chondrite sind Brekzien.

R  R3     R3-4 , R3-5 , R3-6
   R4     R4
   R5
   R6

Kakangari-Chondrite

Kakangari-Chondrite sind benannt nach dem Fall von Kakangari. Ihr Oxydationsgrad liegt zwischen den Gewöhnlichen und Enstatit-Chondriten.

Kakangari-Chondrite haben eine einzigartige Isotopenzusammensetzung. Vermutlich stammen sie von einem eigenen Asteroiden. Herbei handelt es sich wohl um eine eigene Gruppe von Kohligen Chondriten.

K  K3   K3

Forsteritchondrite

Hypothetische Klasse, zur Zeit nur als Einschlüsse in anderen Meteoriten bekannt (z.B. Aubriten). Bestehen aus der Olivinvariante Forsterit.

F   ?

Ungruppierte Chondrite

In keine andere Gruppe passende Chondrite


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NWA 1281
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NWA 1281

Vesta, HED, Howardite, TKW: 468g, Endcut 1,4g; Größe: 1,4 x 2 cm.

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Beitrag: Jörg 2012-09-13
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NWA Steinmeteorit
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Chondrit, Chondren mit mikroskopischen Schocklinien Bildbreite: 3.5mm

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Beitrag: Grenzton 2006-05-29
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NWA Steinmeteorit
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NWA Steinmeteorit

Größe ca. 3,8 cm; Fundort: Marokkanisch-algerische Sahara; ca. 2004

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Beitrag: Mineralienatlas 2005-03-02
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NWA 788
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NWA 788

Steinmeteorit. Brekzie L6 (S4/W2). Found 17.03.2001. TKW: 12,927kg, Full slice: 13,3g

Sammlung: Jörg
Copyright: Jörg
Beitrag: Jörg 2012-09-13
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NWA Steinmeteorit
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NWA Steinmeteorit

Typische Chondren eines L5 Chondrit in dunkler Matrix mit Schocklinien Bildbreite 2,5cm

Copyright: Grenzton
Beitrag: Grenzton 2006-03-17
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Chondrit Steinmeteorit mit Chondren
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Chondrit Steinmeteorit mit Chondren

Meteorit: NWA; Größe ca. 5 cm; Fundort: Marokkanisch-algerische Sahara, ca. 2004

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Beitrag: Mineralienatlas 2005-03-02
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NWA 6856
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NWA 6856

Steinmeteorit, Chondrit L3.3 (S1/W2). Found 02/2011. TKW: 240g, Full slice: 11,03g.

Sammlung: Jörg
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Beitrag: Jörg 2012-09-13
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Allende
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Allende

kohliger Chondrit

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Beitrag: Grenzton 2006-03-17
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  • Beitrag u.a. proyect

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