MineralData
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Achat

Einleitung

Achat

Weitere Funktionen

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Chemismus

Chemische Formel

SiO2

Chemische Zusatzinformation

gebänderter oder geschichteter feinkristalliner Quarz/Chalcedon mit Beimengungen Fe, Al, Mg, Ca, Ni, Cr u.a.

Chemische Zusammensetzung

Silicium, Sauerstoff

Masse der Formeleinheit: 60,08439 u; Anzahl Atome i.d. Formeleinheit: 3

Info

Berechnungsformel:

SiO2

Element

Symbol

Masse%

Atome

Atome%

Atommasse (u)

Summe Masse (u)

Sauerstoff

O

53.26

2

66.67

15.9994300

31.9988600

Silicium

Si

46.74

1

33.33

28.0855300

28.0855300

Strunz 8. Auflage

Strunz 9. incl. Aktualisierungen

Hey's Index

Dana 7. Ausgabe

Dana 8. Ausgabe

IMA Status

kein anerkanntes Mineral, Chalcedon-Varietät

Mineralstatus

Varietät

Varietät / Polytyp von

Quarz

Optische Eigenschaften

Farbe

vielfarbig (satt blaue, pinke und grüne Färbung weist stark auf künstliche Färbung hin!)

Strichfarbe

Opazität

Glanz

Glasglanz

Pleochroismus

Brechungsindizes

Lumineszenz

manchmal weiß, gelbgrün oder grün

Optische Daten

Kristallografische Daten

Kristallsystem

Kristallklasse

Raumgruppen-Nummer

Raumgruppe

Gitterparameter (in Å)

Z

Kristallstruktur

Röntgenstrukturanalyse

Morphologie

kryptokristallin, mikroskopisch faserig; Achat hat eine charakteristische Bänderstruktur aus verschiedenfarbigen Lagen in paralleler oder konzentrischer Anordnung sowie in Kombination beider Bänderstrukturen

Physikalische und chemische Eigenschaften

Mohshärte

6 - 7

VHN (Härte n. Vickers)

Spaltbarkeit

keine

Bruch

muschelig

Dichte (g/cm³)

2,6 - 2,7

Tenazität

spröde

Radioaktivität

Schmelzpunkt °C

Schmelzpunkt K

Chem. Eigenschaften u. Tests

(Co-)Typlokalität

(Co-)Typlokalität

Typmaterial

Sammlungsnummer Typmaterial

Paragenese Typmaterial

Allgemeines

Vorkommen

postvulkanisch, heiße Quellen, Verwitterungskrusten, sedimentär - z.B. sog. Mikroachate (Bsp. Schöngleina/Thüringen); - Vorkommen vor allem in Vulkanlandschaften - hier in vulkanischen Gesteinen (Melaphyre, Andesite, Basalte, Rhyolithe), in fossilen Knochen und verkieselten Hölzern als auch teilweise in den Oxidationszonen von Erzlagerstätten. Achat kommt primär in Hohlraumfüllungen von Laven vor und ist weit verbreitet.

Bildungsbedingungen

Paragenese

Seltenheit

weit verbreitet

Name nach

Benannt wurde der Achat nach dem Fluß Achates auf Süd-Sizilien, der in Dirillo umbenannt wurde.

Referenzen

ACHATE SAMMELN IN DEUTSCHLAND TEIL 1 Autor: Reiner Haake; Bode-Verlag 2000
ACHATE-Buch Autor: Johann Zenz ; Bodeverlag 2004
LAUSITZER ACHATE Lausitzer Braunkohlen AG 194 Autoren: Roland Noack , Horst Wlodarczyk

Entsprechender Autor (Name, Jahr)

Bedeutung, Verwendung

Steine für Lager, Waagen, chemische Gefäße, begehrter Schmuck- und Edelstein, häufig künstlich nachgefärbt - Cabochons, Steinschneidekunst, Gemmen, plastische Schliffe, Galanteriewaren; kunstgewerbliche Gegenstände; bedingt durch die hohe Härte und Widerstandsfähigkeit gegen die meisten Chemikalien, findet Achat auch in der Technik Verwendung

Sammler Info

Im Handel befindliche Achate (vor allem aus brasilianischen Fundorten) sind oft nachgefärbt!

Zusatzinformationen

Manipulation/Imitation

Ausführliche Beschreibung

Allgemeines - Geschichte

"Achat ist eine mikrokristalline Quarzvarietät" - Diese nüchterne und sachliche Feststellung ist zwar korrekt, spiegelt aber die Faszination der Achate in keiner Weise wieder. Achate sind dem Menschen seit Jahrtausenden bekannt. Zuerst wurden sie wohl, neben Flint und Jaspis, zur Herstellung von Werkzeugen und Jagdinstrumenten verwendet. Später dann entdeckte man ihren Wert als Schmucksteine zur Herstellung von Broschen, Ohrringen, Ketten über Schalen und Vasen, bis hin zu Schmuckschatullen und vielen anderen Verwendungen. Purer Achat ist eigentlich farblos und klar. Einlagerungen von - in erster Linie Eisen - aber auch anderer Mineralien wie Mangan, Chrom, Calcium u.a. färben den Achat plakativ in natürlichen Tönen. Ist das nicht der Fall, können Dendriten und silikatische Gewächse dem Achat ein zwar farblich ärmeres, aber dennoch spektakuläres Aussehen geben. Wie so oft war der Mensch mit den Künsten der Natur nicht befriedigt und hat Methoden entwickelt, farblose Achate durch brennen oder färben zu " verschönern " . Mag das für die Schmuckindustrie noch vertretbar sein, handelt es sich bei Sammlerstücken schlichtweg um Fälschungen.

Erst in jüngerer Zeit fanden sich Liebhaber, die geschliffene Achate als Sammlerstücke begehrten. Dieses hat sich bis in die heutige Zeit hinein immer weiter verstärkt und die Gemeinde der Achatsammler unterliegt einem ständigen Wachstum. Dabei macht es uns der Achat nicht einfach. Meist gut versteckt, tief in der Erde oder in hartem Gestein eingeschlossen oder mit Milliarden anderer Kiesel in Sekundärlagerstätten vermischt, will er erst mal geborgen werden. Aber auch in Fossilien wie z.B. versteinerte Hölzer, Knochen, Schnecken und Korallen findet sich Achat, bzw. werden durch diesen ersetzt ( Pseudomorphose). Schmutzig und recht unansehnlich liegt er dann in unserer Hand und gibt uns Rätsel über seine inneren Werte auf. Diese kommen erst durch das Sägen zum Vorschein und werden durch guten Schliff und Politur vollkommen.

Rätselhaft ist nicht nur sein Inneres. Auch bezüglich der Entstehung der Achate gibt es noch zahlreiche Fragezeichen. Über Jahre wurden Theorien entwickelt, wieder verworfen oder durch neue ersetzt. Glaubt man in einem Stück den Beweis für eine Theorie gefunden zu haben, stellt das nächste alles wieder in Frage. Heute kennen wir unzählige Ausbildungsformen des Achats. Daneben existieren hunderte Misch- und Zwischenformen. Eine streng wissenschaftliche Ordnung innerhalb der Achate gibt es nicht und wird es wahrscheinlich niemals geben. Zahlreiche Namen haben sich eingebürgert, die heute zwar sachlich falsch, aber im allgemeinen Sprachgebrauch so fest verankert sind, dass man - würde man sie umbenennen- mehr Verwirrung als Ordnung stiftet. Oft werden Opale, Chalcedone, Karneole, Jaspise usw. in einem Atemzug mit den Achaten genannt. Gleichwohl sie eigene Gruppen bilden, sind sie oft mit Achat vermischt, was eine Ordnung zusätzlich erschwert. So ist es nicht selten eine Frage der persönlichen Einschätzung, ein Stück zu den Achaten oder einer anderen Gruppe zu zählen. Demzufolge kann man auch über die von uns hier vorgebrachte Kategorisierung diskutieren. Alleine, eine vollkommen richtige Einordnung kann es nicht geben.


Wie färbt man einen Achat?

gefärbter Achat

gefärbter Achat

abschnittsweise gefärbter Achat zur Darstellung der Färbemöglichkeiten. Foto aufgenommen auf den Münchner Mineralientagen.

Stefan

Achate die zu Schmuckzwecken Verwendung finden, werden oft künstlich gefärbt. Ausgangsbasis bildet meist der brasilianische Achat der sich durch wenig Risse und seine unauffällige grau-weiße auch bläuliche Färbung auszeichnet.

Um einen Achat färben zu können sind ausreichend große Poren im Ausgangsgestein notwendig. Die Färbung kann Tage bis Wochen in Anspruch nehmen wobei die färbenden Lösungen in Richtung senkrecht zu den Achatlagen im allgemeinen rascher als parallel zu ihnen eintritt.

Reinigung

Eine gründliche Reinigung vor dem Färben ist notwendig. Dies wird durch Reinigen mit tensidischen Mitteln und anschließendem, mehrere Tage andauernden, trocknen bei 100 bis 150 °C erreicht.

Färbemethoden

  • Soll der Achat blau oder grün gefärbt werden, müssen zuvor Fe-Oxide oder -Oxidhydrate mit Säuren entfernt werden.
  • Zucker- oder Honiglösung - Einlegen der Achate in Zucker und Honiglösung, waschen und ebensolange einlegen in konzentrierte Schwefelsäure. Schwefelsäure zersetzt die Kohlenhydrate und der frei werdende Kohlenstoff bewirkt eine mehr oder weniger intensive Färbung der Achate.

Vorstehende Informationen sollen dem Mineraliensammler helfen gefärbte Achate zu erkennen.


Weblinks

Deutsche Seiten

Achatbuch, Conrad Linde - Mikroachate, Conrad Linde - Präsentation

Argentinische Seiten

Agates Argentina - zahlreiche wunderschöne Achate

Varietäten

Sardonyx

Eine Varietät von Achat mit rötlich-braunen und entweder schwarze oder weißen Bändern.

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Agathe vixpellucida nebulosa colgriseo ore mixta

Oriental Agate

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Bildertabelle (2688 Bilder insg.)

Achat
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Achat

Fundort: Black Rock Desert,Humboldt Co., Nevada,USA; Größe: 12 x 9,5 cm

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Thorsten Jacob

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Mineralroli

Beitrag: Mineralroli 2010-09-02

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Achat
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Achat

Fundort: Felsenschlag, Gehlberg, Thüringer Wald, Deutschland; Größe: 10 x 10 cm

Sammlung:

Mineralroli

Copyright:

Mineralroli

Beitrag: Mineralroli 2010-09-02

Zusatzinfo   MF 
Achat
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Achat

Fundort: Schmücke-Gehlberg, Thüringer Wald, Deutschland; Größe: 6,5 x 6 cm

Sammlung:

Mineralroli

Copyright:

Mineralroli

Beitrag: Mineralroli 2010-09-02

Zusatzinfo   MF 
Achat
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Achat

Achate im Rauchquarz; Fundort: Rio Grande do Sul, Brasilien; Größe: 11 x 7,5 cm

Sammlung:

Mineralroli

Copyright:

Mineralroli

Beitrag: Mineralroli 2010-09-02

Zusatzinfo   MF 
Achat
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Achat

Fundort: Felsenschlag, Gehlberg, Thüringer Wald, Deutschland; Größe: 8,5 x 6,5 cm

Sammlung:

Mineralroli

Copyright:

Mineralroli

Beitrag: Mineralroli 2010-09-02

Zusatzinfo   MF 
Achat
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Achat

Fundort: Schmücke-Gehlberg, Thüringer Wald, Deutschland; Größe: 7 x 6 cm

Sammlung:

Mineralroli

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Mineralroli

Beitrag: Mineralroli 2010-09-02

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Achat
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Achat

Fundort: Succor Creek, Malheur Co., Oregon, USA; Größe: 9 x 9 cm

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Mineralroli

Beitrag: Mineralroli 2010-09-02

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Achat - Uruguayachat
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Achat - Uruguayachat

Fundort: Felsenschlag, Gehlberg, Thüringer Wald, Deutschland; Größe: 8 x 7 cm

Sammlung:

Mineralroli

Copyright:

Mineralroli

Beitrag: Mineralroli 2010-09-02

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Achat mit Melaphyr
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Achat mit Melaphyr

Fundort: Waldhambach, Pfälzer Wald, Rheinland Pfalz, Deutschland; Größe: 10,5 x 9,5 cm

Sammlung:

Mineralroli

Copyright:

Mineralroli

Beitrag: Mineralroli 2010-09-02

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