Asbest |
Einleitung
(griech.: asbestos = unzerstörbar, unvergänglich, unauslöschlich) Asbest ist weder ein eigenständiges, anerkanntes Mineral noch eine Mineralgruppe, sondern ein Sammelbegriff für bestimmte, natürlich vorkommende, faserige Silikatmineralien. |
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Chemismus
Optische Eigenschaften
Kristallografische Daten
Physikalische und chemische Eigenschaften
(Co-)Typlokalität
(Co-)Typlokalität |
Allgemeines
Ausführliche Beschreibung
Folgende Mineralien kommen "asbestartig" vorKaolinit-Serpentin-Gruppe
Amphibol-Gruppe
Industrielle Verwendung und GesundheitsgefahrAsbest war aufgrund seiner hervorragenden Säure-, Hitze- und Isolationseigenschaften bis vor nicht allzulanger Zeit einer der wichtigsten Industrie-Rohstoffe, wobei Klinochrysotil (oder weißer Asbest) die am meisten verwendete Asbestart war. (Dachplatten (Eternit), Wand- und Rohrverkleidungen, Brems- und Kupplungsbeläge, Isolierung, Schutzanzüge, Filter, Glas- und Keramikfasern/Glas-, Steinwolle und Faserzement u.v.a.) Asbest hat jedoch den Nachteil, daß beim Abbau und beim Bearbeiten Fasern freigesetzt werden, welche , wenn sie über einen längeren Zeitraum in die Lunge geraten, dort eine zellschädigende Wirkung entfalten und die Krankheit Asbestose auslösen (eine Schädigung des Bindegewebes). Dadurch können Atemnot, Lungenfunktionsstörungen, Ateminvalidität und Lungenkrebs entstehen. Die durch Asbest hervorgerufene Krebsform Mesothelioma ist zerstörerisch und unheilbar und fordert pro Jahr alleine in den USA über 10.000 Todesopfer. Die Gesundheitsgefahren sind schon seit ca. 1900 bekannt, ohne dass man etwas dagegen unternahm. Erst 1990 wurde Asbest in Österreich, 1993 in Deutschland und seit 2005 in der EU verboten. Eine krebserzeugende Wirkung wurde bei natürlichen Mineralfasern außer bei Asbest bislang nur an wenigen Mineralien nachgewiesen. Es werden folgende Mineralien als "Mineralien mit asbestähnlichen Eigenschaften" genannt: Erionit: "Für Erionit wurde die Kanzerogenität in epidemiologischen Untersuchungen nachgewiesen. Sie ist mit der von Asbest vergleichbar" (K1) "Die Minerale Attapulgit und Sepiolith können längs zur Faser spalten und bilden daher auch Fasern im lungengängigen Bereich. Sie sind als krebsverdächtig bzw. krebserzeugend eingestuft." (K2 Attapulgit, K3 Sepiolith) Laut Mindat ist Attapulgit ein Synonym für Palygorskit. Vermutlich sind damit faserige Ausbildungen von Palygorskit gemeint. Wollastonit findet als Asbestersatzstoff Verwendung. "Wollastonit-Fasern lösen sich im Organismus innerhalb von Tagen bis Wochen auf. Zudem lassen sich durch geeignete Produktionsverfahren Fasern mit lungengängigen Durchmessern vermeiden." Wollastonit ist also als nicht krebserregend eingestuft. 1 In 1 wird außerdem auf die TRGS 905 verwiesen, nach der diese Mineralien als krebserzeugend (K2): Attapulgit, Dawsonit bzw. krebsverdächtig (K3): Halloysit, Nemalith (lt. Mindat eine Varietät von Brucit), Sepiolith, sowie allgemein, falls nicht anders bekannt, alle anorganischen Faserstäube mit Ausnahme von Gips (wasserlöslich, daher als Faser in der Lunge abbaubar) und Wollastonit eingestuft werden. Es sei noch erwähnt, daß eine Fülle von anorganischen Fasern und sogar einige organische Fasern als gesundheitsschädlich bis krebserregend eingestuft werden. Dies sind z.B. Carbide, Nitride, Whisker (technische Keramikfasern), Aluminiumoxid, Kaliumtitanate usw. Da es sich nicht um natürliche Mineralien handelt, soll an dieser Stelle nicht weiter darauf eingegangen werden. Als Faustformel kann man sich merken, daß man bei allen Verbindungen, die 1. eine feinfaserige Struktur 2. eine schlechte Wasserlöslichkeit 3. ganz allgemein eine schlechte Abbaubarkeit im Organismus besitzen, Vorsicht walten lassen sollte. Ein Einatmen ist unbedingt zu vermeiden. s.a. > Kategorie/Technische Produkte - Gesteinswolle Literatur
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