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Chrom (Chromium)

Einleitung

Weitere Funktionen

Vorkommen (9) | Übersichtskarte | Bilderkarussell | Bilder (geordnet) | Bildertabelle |

Chemismus

Chemische Formel

Cr

Chemische Zusatzinformation

Chemische Zusammensetzung

Chrom

Strunz 8. Auflage

I/A.06-10

Klasse/Gruppierung (Strunz 8)

I: Elemente
A: Metalle und intermetallische Verbindungen
6: Chrom Serie, Titan - Chromferid

Strunz 9. incl. Aktualisierungen

1.AE.05

Klasse/Gruppierung (Strunz 9)

1: Elemente (Metalle, intermetallische Legierungen, Metalloide u. Nichtmetalle, Carbide, Silicide, Nitride u. Phosphide)
A: Metalle und intermetallische Legierungen
E: Eisen-Chrom-Familie
05:Eisen-Gruppe

Hey's Index

Dana 7. Ausgabe

Dana 8. Ausgabe

IMA Status

Anerkannt von der CNMNC

Mineralstatus

anerkanntes Mineral

Varietät / Polytyp von

Optische Eigenschaften

Farbe

weiß-met. mit gelblichem Farbton

Strichfarbe

Opazität

Glanz

Metallglanz

Pleochroismus

Brechungsindizes

Lumineszenz

Optische Daten

Kristallografische Daten

Kristallsystem

kubisch

Kristallklasse

m3m

Raumgruppen-Nummer

229

Raumgruppe

Im3m

Gitterparameter (in Å)

a = 2.88Å

Z

2

Kristallstruktur

Röntgenstrukturanalyse

2.04(10), 1.442(2), 1.177(3), 1.019(2), 0.912(2), 0.832(1)

chart

Errechnet aus dem d-Spacing und Intensität bei 0.1541838 nm (Cu)

Morphologie

Physikalische und chemische Eigenschaften

Mohshärte

9

VHN (Härte n. Vickers)

Spaltbarkeit

Bruch

Dichte (g/cm³)

7.21 (gemessen), 7.19 (berechnet)

Tenazität

Radioaktivität

Schmelzpunkt °C

Schmelzpunkt K

Chem. Eigenschaften u. Tests

(Co-)Typlokalität

(Co-)Typlokalität

China/Sichuan, Provinz/Ganzi, Präfektur/Danba, Bezirk/Yangliuping Dom/Ni-Cu-(PGE)-Lagerstätte

Typmaterial

Sammlungsnummer Typmaterial

Paragenese Typmaterial

Allgemeines

Vorkommen

Gediegenes Chrom in Form von Sphärolithen und abgerundeten Körnern kommt in Schwersanden aus den kontaktmetamorphen Zonen zwischen silizifiziertem Marmor und ultramafischen Gesteinen in der Provinz Szechuan in China vor. Desweiteren in einer Kimberlit-Röhre in der Provinz Liaoning und in podiformen Chromititen im Luobusha-Ophiolith (200 km SE von Lhasa) in China; in ultramafischen Dyke-Gesteinen des Gavasai-Erzfeldes, in Kimberlitröhren bei Sakha und in Dunit-Peridotit im Fernen Osten (alle in Russland) sowie nahe der Insel Diayudao, wenige km nordöstlich von Taiwan am Meeresboden in 1.500 m Tiefe vor.

Bildungsbedingungen

Paragenese

Seltenheit

Name nach

Referenzen

Kexue Tongbao (in Chinese) 26 (1981), 959.

American Mineralogist 67 (1982), 854 (Zusammenfassung).

Handbook of Mineralogy (inkl. Literaturangaben) [Vorkommen]

Entsprechender Autor (Name, Jahr)

Yue & Wang & Sun, 1981

Bedeutung, Verwendung

Sammler Info

Zusatzinformationen

Manipulation/Imitation

Ausführliche Beschreibung

Chrom als Element - Technische Daten

Ordnungszahl:

24

Dichte (g/cm3):

7,140

Härte:

8,5

relat. Atommasse (amu):

51,9961

Atomradius (berechnet) in pm:

140 (166)

Oxidationszahlen:

2, 3, 6

Elektronegativität (Pauling):

1,66

Elektronenkonfiguration:

[Ar]3d54s1

Schmelzpunkt:

1857°C (2130 K)

Siedepunkt:

2672°C (2945 K)

natürl. Häufigkeit:

185 ppm


Chemische Eigenschaften

Chrom ist ein metallisches Element in der 6. Nebengruppe des Periodensystems. Von Chrom existieren die natürlichen Isotope 52Cr bis 54Cr. Daneben sind noch 5 künstliche Isotope (48Cr bis 56Cr) mit Halbwertszeiten zwischen 3,5 Minuten und 27,8 Tagen bekannt. Chrom ist ein silberglänzendes, in reinem Zustand zähes, dehn- und schmiedbares, bei Verunreinigung mit Wasserstoff oder Sauerstoff hartes, sprödes Metall, kristallisiert in raumzentrierten Würfeln. Bei gewöhnlicher Temperatur ist Chrom chemisch außerordentlich widerstandsfähig, es oxidiert auch an feuchter Luft kaum, verbrennt erst im Sauerstoff-Gebläse und auch mit Chlor, Brom, Fluor, Schwefel, Kohlenstoff, Silicium, Bor usw. vereinigt es sich erst bei hoher Temperatur. Mäßig verdünnte Salzsäure und Schwefelsäure lösen Chrom in der Kälte langsam, in der Hitze schneller auf, dagegen wird es von Salpetersäure und oxidierenden Säuregemischen nicht angegriffen. Entsprechend seiner Stellung in der 6. Nebengruppe des Periodensystems tritt Chrom als typisches Übergangsmetall in den Oxidationsstufen 0 bis +6 auf.


Physiologie

Als Spurenelement ist Chrom essentiell und von Bedeutung für den Glucose-Stoffwechsel. Menschliches Gewebe enthält ca. 0,01 – 0,1 ppm Chrom. Der tägliche Bedarf liegt zwischen 0,05 und 0,5 mg für Erwachsene. Für Chrom ist die Spanne zwischen notwendiger und toxischer Konzentration besonders groß. Von toxikologischer Bedeutung sind nur die 6-wertigen Chrom-Verb. Besonders Chrom(VI)-oxid
(Chromsäure) und Alkalimetallchromate sind giftig und wirken als starke Oxidationsmittel ätzend auf Haut und Schleimhäute und können schlecht heilende Geschwüre sowie – bei oraler Aufnahme – Magen-Darm-Entzündungen, Durchfälle, Kollaps, Leber- und Nierenschäden u.a. verursachen. Metallisches Chrom und 3-wertige Verbindungen sind weder hautreizend noch mutagen oder cancerogen.


Vorkommen

Chrom findet sich in der Natur sowohl gediegen als auch in Form von Verbindungen. Die bekanntesten irdischen Vorkommen sind weiter oben beschrieben. Auch in Meteoriten konnte man Spuren von metallischem Chrom nachweisen. Man schätzt den Chrom-Anteil der obersten Erdkruste auf 0,020%. Chrom gehört zu den häufigeren Elementen. Das wichtigste Chromerz ist Chromit. Ein weiteres chromhaltiges Mineral ist der Krokoit.


Herstellung

Ferrochrom enthält handelsüblich 52–75% Chrom. Um reines Chrom-Metall herzustellen, wird Chromit unter Zusatz von Natriumcarbonat und ggf. Natriumhydroxid unter reichlichem Luftsauerstoffzutritt in Natriumchromate und diese durch Schwefelsäure oder CO2 in Dichromate übergeführt. Mit Kohle werden die Dichromate zu Chrom(III)-oxid reduziert.Das Chromoxid wird anschließend auf aluminothermischem Weg in Chrom übergeführt. Das so gewonnene Chrom ist etwa 99%ig.


Verwendung

Chrom findet Verwendung als Katalysator der Ammoniak-Synthese, zur Herstellung von Chrom-Stählen, nichtrostenden Stählen, Chrom-Legierungen und zum galvanischen Verchromen. Chrom(II)-Salze sind nützliche Reduktionsmittel in der präparativen organischen Chemie , Chromate, Dichromate und CrO3 sind wichtige Oxidationsmittel, organische Komplexe des Chrom werden als Entwickler-Farbstoffe in der Farbphotographie verwendet, und anorganische Chrom-Verbindungen dienen als Chrom-Pigmente. Chromnickelstahl ist nichtrostend, sehr hitzebeständig und schwer dehnbar. Reines Chrom wird zum Verchromen von Stahl verwendet. Chromoxid wird in der Keramikindustrie zur Herstellung von grünen Glasuren und Chromsalze in der Gerberei verwendet. Feuerfeste Steine, sogenannte Chromeisensteine, werden unter Verwendung von Chromoxiden hergestellt.


Geschichtliches

Vauquelin entdeckte das Chrom 1797 in einem sibirischen Bleierz. Der Name stammt von griech.: chroma = Farbe, weil die meisten Chrom-Verbindungen schöne Farben aufweisen.

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Quellangaben

  • Quelle: Römpp-Chemielexikon; 10 Auflage (1996), S. 737
  • Verfasser: Hg

Verwandte Mineralien (Strunz 8. Auflage) [Mineral | Formel | Kristallsystem | Raumgruppe | Kristallklasse | Ordnungsnummer]

'Titan'

Ti

hexagonal

P63/mmc

6/mmm

I/A.06-05

'Tantal'

Ta

kubisch

Im3m

m3m

I/A.06-07

'Wolfram'

W

kubisch

Im3m

m3m

I/A.06-08

Chrom

Cr

kubisch

Im3m

m3m

I/A.06-10

Ferchromid

Cr3Fe1-x

kubisch

Pm3m

m3m

I/A.06-20

Chromferid

Fe3Cr1-x (x=0.6)

kubisch

Pm3m

m3m

I/A.06-30

Verwandte Mineralien (Strunz 9. Auflage) [Mineral | Formel | Kristallsystem | Raumgruppe | Kristallklasse | Ordnungsnummer]

Chrom

Cr

kubisch

Im3m

m3m

1.AE.05

Eisen

Fe

kubisch

Im3m

m3m

1.AE.05

'Kamacit'

(Fe,Ni)

kubisch

Im3m

m3m

1.AE.05

'Wolfram'

W

kubisch

Im3m

m3m

1.AE.05

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Japanese

自然クロム

Cr

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IMA1980-094

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Fundstellen (9)





 
 
 
 
 



 
 
 
 

 
 
 
 
 


 
 
 
 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 




 
 
 
 
 


 
 





 
 








 
 
 
 
 


 
 
 
 
 


 
 

 
 
 


 
 
 
 
 

 
 
 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 

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