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Gold

Einleitung

Gold / Gold gediegen

Gold gehört zu den seltensten Elementen unseres Lebensraumes. Sein Anteil an der festen Erdkruste beträgt etwa 4 mg/t. Im Meerwasser ist Gold in Konzentrationen um 0,01 mg/m3 enthalten. Das meiste Gold kommt gediegen vor (meist sind die Goldflitter mikroskopisch klein), und zwar ist es fast immer mit Silber legiert. Daneben findet man in der Natur auch einige Gold-Minerale (vor allem Tellurite), beispielsweise Calaverit, Sylvanit, Nagyagit. Das in Siebenbürgen und am Altai gefundene Elektrum ist ein lichtes Gold mit 15–30% Silber. Beim Berggold lohnt sich der Abbau, wenn die Tonne Gestein mindestens 5 g Gold enthält.

Da Gold u.a. gediegen vorkommt, lebhaft glänzt und leicht verformt werden kann, ist es schon in vorgeschichtlicher Zeit aufgesammelt und zu den mannigfaltigsten Zwecken verwendet worden. Die ältesten, in größerer Zahl erhaltenen Objekte aus Gold stammen aus den Königsgräbern von Ur (Mesopotamien, 2500 v. Chr.), doch ist die Gold-Verarbeitung seit etwa 4000 v. Chr. bekannt. Die Griechen unternahmen schon um 1350 v. Chr. einen Kolonialzug zur Erbeutung von Gold an die Küsten des Schwarzen Meeres, der zur Argonautensage Anlass gab. Die ersten Gold-Münzen wurden etwa 650 v. Chr. in orientalischen Ländern geprägt. Der Name des Elements leitet sich ab von lat.: aurum = Gold; dtsch. Bez. über indogerman.: Ghel = gelblich, schimmernd, blank.

Gold

Weitere Funktionen

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Gold
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Gold

Größe: 3,3 x 3,2 x 1,7 cm, Fundort: Ibex Mine (Little Johnnie Mine), Breece Hill, Leadville District, Lake Co., Colorado, USA

Copyright: Rob Lavinsky
Beitrag: thdun5 2010-10-14
Gold
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Gold

Größe: 67x62 mm; Fundort: Breckenridge District, Summit Co., Colorado, USA

Sammlung: Harvard University
Copyright: Rock Currier
Beitrag: slugslayer 2010-11-30
Gold
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Gold

Größe: 81x69 mm; Fundort: Kalifornien, USA

Sammlung: Dave Wilber
Copyright: Rock Currier
Beitrag: slugslayer 2010-12-03
Weitere Bilder

Chemismus

Chemische Formel

Au

Chemische Zusatzinformation

Kupfer Gruppe

Chemische Zusammensetzung

Gold

Masse der Formeleinheit: 196,966552 u; Anzahl Atome i.d. Formeleinheit: 1

Info

Empirische Formel:

Au

Element

Symbol

Masse%

Atome

Atoms%

Atommasse (u)

Summe Masse (u)

Gold

Au

100.00

1

100.00

196.9665520

196.9665520

Strunz 9. incl. Aktualisierungen

1.AA.05

1: Elemente (Metalle, intermetallische Legierungen, Metalloide u. Nichtmetalle, Carbide, Silicide, Nitride u. Phosphide)
A: Metalle und intermetallische Legierungen
A: Kupfer-Cupalit-Familie
05:Kupfer-Gruppe

Lapis-Systematik

I/A.01-040

I: ELEMENTE
A: Metalle und intermetallische Verbindungen

Hölzel-Systematik

1.AA.310

1: ELEMENTS
A: Metals, Intermetallic Compounds, and Alloys
A: Cu,Ag,Au-Group

Hey's Index

1.5

Dana 8. Ausgabe

1.1.1.1

IMA Status

anerkannt, vererbt vor 1959 (vor IMA)

Mineralstatus

anerkanntes Mineral

IMA-Klassifizierung

IMA-Klassifizierung

Optische Eigenschaften

Farbe

goldgelb

Strichfarbe

lichtgelb-metallisch

Opazität

undurchsichtig

Glanz

Metallglanz

Pleochroismus

keiner bekannt

Lumineszenz

keine

Kristallographie

Kristallsystem

kubisch

Kristallklasse

m3m

Raumgruppen-Nummer

225

Raumgruppe

Fm3m

Gitterparameter (in Å)

a = 4.0786Å

Z

4

Röntgenstrukturanalyse

2.355(100), 2.039(52), 1.230(36), 1.442(32), 0.9357(23), 0.8325(23)

chart

Errechnet aus dem d-Spacing und Intensität bei 0.1541838 nm (Cu)

Morphologie

Normalerweise grobe bis abgerundete Oktaeder, Würfel und Dodekaeder bis 2 cm. Oftmals nach 100 or 111 verlängert, bildet Fischgräten und dendritische Zwilinge. Flache Plättchen mit dreieckigen, oktaedrischen Flächen. Selten als Fäden (111 verlängert)

Physikalische Eigenschaften

Mohshärte

2,5 - 3

VHN (Härte n. Vickers)

41-94

Spaltbarkeit

keine

Bruch

hakelig

Dichte (g/cm³)

19,3 (gemessen), 19.273 (berechnet)

Tenazität

dehnbar, hämmerbar

Radioaktivität

keine

Chem. Eigenschaften u. Tests

resistent gegen die meisten Säuren, löst sich in Königswasser (Gemisch aus drei Teilen konzentrierter Salzsäure und einem Teil konzentrierter Salpetersäure). Gold kann fast rein vorkommen, z. B. Seifengold, meist aber mit geringen bis hohen Silbergehalten im sog. Berggold; mit Silber-Gehalten von 15-50% wird es als Elektrum benannt. Selten Gehalte an Kupfer (Auricuprid), Palladium (Porpezit), Rhodium (Rhodit), Wismut (Wismutaurid) und Eisen.

(Co-)Typlokalitäten

(Co-)Typlokalität

Allgemeines

Vorkommen

Gold kommt in allen fünf Erdteilen vor, wird jedoch in großer Tiefe abgebaut.

Referenzen

Goldschmidt, Victor (1918) 4, 75.

Hammett, A.B.J. (1966) The History of Gold. Kerrville, Braswell Printing.

Boyle (1979), The geochemistry of gold and its deposits.

Handbook of Mineralogy (Anthony et al.), 1 (1990), 189

Strunz Mineralogical Tables 9. Editin (2001), 24.

Extra Lapis (English), No. 5 - Gold (2003).

Entsprechender Autor (Name, Jahr)

unbekannt

Ausführliche Beschreibung

Gold als Element

Gold ist ein gelbes, lebhaft glänzendes Edelmetall und neben Kupfer und Cäsium das einzige farbige Metall.

Das Edelmetall ist ein stark dehnbares Element und das dehnbarste unter allen Metallen. Aus 10 Gramm Gold lässt sich ein Faden von über 33 km ziehen. Gold lässt sich zu Blättchen von nur 0,001 Millimeter Dicke schlagen (Blattgold 0,1 mm).

Gold steht in derselben Element- und Mineral-Gruppe wie Silber und Kupfer, mit denen es noch am ehesten Verwandtschaft aufweist.

Man kann Gold in einem Reinheitsgrad von mindestens 99,9999% herstellen.

Gold bildet mit Platin, Palladium, Silber und Kupfer leicht Mischkristalle.

Seine elektrische Leitfähigkeit beträgt etwa 67%, die Wärmeleitfähigkeit 70% von der des Silbers.

Reines Gold ist außerordentlich widerstandsfähig gegen Luft, Wasser, Sauerstoff, Schwefel, geschmolzene Alkalien, verdünnte oder konz. Schwefelsäure, Salzsäure, Salpetersäure. Dagegen löst es sich in Chlorwasser oder in Königswasser unter Chlorid-Bildung. Von Quecksilber wird Gold unter Bildung von Goldamalgam gelöst. Wässrige Lösungen von Kaliumcyanid oder Natriumcyanid lösen es zu einem Komplex auf (z.B. Na[Au(CN)2].


Technische Daten

Ordnungszahl:

79

Dichte (g/cm3):

19,300

Härte:

2,5

relat. Atommasse (amu):

196.96655

Atomradius (berechnet) in pm:

135 (174)

Oxidationszahlen:

5, 3, 2, 1

Elektronegativität (Pauling):

2,54

Elektronenkonfiguration:

[Xe]4f145d106s1

Schmelzpunkt:

1064.18°C (1337.33 K)

Siedepunkt:

2856°C (3129 K)

natürl. Häufigkeit:

.

Gold gehört zu den seltensten Elementen unseres Lebensraumes. Sein Anteil an der festen Erdkruste beträgt etwa 4 mg/t. Im Meerwasser ist Gold in Konzentrationen um 0,01 mg/m3 enthalten. Das meiste Gold kommt gediegen vor (meist sind die Goldflitter mikroskopisch klein)und es ist fast immer mit Silber legiert. Daneben findet man in der Natur auch einige Gold-Minerale (vor allem Telluride), beispielsweise Calaverit, Sylvanit, Nagyagit. Das in Siebenbürgen und am Altai gefundene Elektrum ist ein lichtes Gold mit 15–30% Silber.


Verwendung

Gold xx (gediegen)
Gold xx (gediegen)

Kristalle bis 1,5 mm; Fundort: Mount Kare, Papua Neuguinea

berthold

Das meiste Gold (rd. 30% der jährlichen Erzeugung) wird in Form von Goldmünzen und Goldbarren gehortet. In den Tresoren goldreicher Staaten (bes. USA) sind große Mengen Gold festgelegt. Gold war jahrhundertelang das wichtigste internationale Währungsmetall. Die technischen Verwendungsweisen des Goldes sind begrenzt und für die meisten Verwendungen gibt es Austauschstoffe, so dass der Besitz von Gold keine technische Notwendigkeit darstellt. Für Schmuck (rd. 75% der industriellen Verwendung) und Gebrauchsgegenstände wird Gold wegen seiner geringen Härte mit Silber, Kupfer oder auch Platin-Metallen legiert. Aufgrund seiner Duktilität kann man Gold z.B. zu Blattgold von 0,1 mm Dicke auswalzen oder ausschlagen. Solche dünnen Goldfolien lassen grünes Licht durchtreten. Aus 1 g Gold lässt sich ein 3 km langes Drähtchen ziehen. Ein beachtlicher Teil (rd. 10%) des Gold-Verbrauches geht in die Elektrotechnik und Elektronik . Zahnärzte verarbeiten verschiedene zusammengesetzte Gold-Legierungen. Gold dient weiterhin zur Herstellung von Thermoelementen, elektrischen Kontakten, Ultrarot-Reflektoren für Satelliten, als Blattgold für dekorative Zwecke usw. Das prächtig rot gefärbte Goldrubinglas (Rubinglas) enthält wie der Cassiussche Goldpurpur kolloidales Gold. Einlagerung von Gold-Atomen in Platin-Schichten verbessern deren katalytische Eigenschaften wesentlich . Gold ist als Färbemittel für Kosmetika und, eingeschränkt, auch für Lebensmittel zugelassen.


Gewinnung und Förderung von Gold

Aus dem Auflesen von glänzenden, mit bloßem Auge sichtbaren Goldkörnchen aus Flusssanden entwickelte sich das Goldwaschen, bei dem man ebenso wie bei der heute gebräuchlichen Schwerkraftaufbereitung die hohe Dichte der Goldkörner zur Abtrennung von der leichteren Gangart nutzt. Bei der Amalgamierung lassen sich auch unsichtbar kleine Goldkörnchen in Quecksilber auflösen und nachher abscheiden. Aus dem gebildeten Gold-Amalgam wird das Quecksilber bei ca. 600°C abdestilliert und in den Prozess zurückgeführt. Noch ergiebiger arbeitet die heute allg. praktizierte, meist mit der Schwerkraftaufbereitung kombinierte hydrometallurgische Cyanid-Laugerei, bei der das Gold mittels einer alkalischen Kalium- oder Natriumcyanid-Lsg. ausgelaugt wird. Die gebildeten komplexen Cyanide werden an Zink oder Aluminium zersetzt.
Erhebliche Gold-Mengen erhält man – neben anderen Edelmetallen – auch aus dem Anodenschlamm bei der elektrolytischen Raffination von Kupfer, Silber usw.

Bei der Gewinnung/Förderung von Gold wird zwischen Berggold und Seifengold unterschieden.

Berggold

Gold
Gold

blechförmig um Quarz herum ausgebildete Partien von Gold; Fundort: Porcupine Area, Ontario, Kanada; Bildbreite: 6 mm

McSchuerf

Das Berggold findet sich meist in Quarzgängen, oft begleitet von Pyrit FeS, und anderen Sulfiden. Berggold-Lagerstätten bezeichnet man als primäre (ursprüngliche) Lagerstätten. Die Quarzgänge weisen in der Regel einen Goldgehalt von etwa 0,001 % auf. Ein Abbau der Goldvorkommen ist in der Regel bei einer Goldkonzentration >2,5 g/t wirtschaftlich sinnvoll. Eine Goldkonzentration von maximal 5 - 25 g/t erreicht man, indem man das Gestein um die Quarzbänder mit abbaut.

Große primäre Goldvorkommen findet man in:

  • Australien
  • USA
  • Rußland
  • Rhodesien (Zimbabwe)
  • Mexiko
  • Neuguinea
  • Südafrika



Seifengold

Seifengold, kleines Nugget
Seifengold, kleines Nugget

Fundort: Ayama, Bolivien; Stufengröße: 3 mm Länge

Torben

Seifengold entsteht bei der Verwitterung von primären Goldvorkommen. Durch die naturbedingten Witterungseinflüsse wird das Geröll hauptsächlich durch Wasser weggespült und lagert sich entweder in reiner Form oder in Verbindung mit anderen Substanzen in Bächen und Flüssen ab. Seifengold-Lagerstätten bezeichnet man als sekundäre Lagerstätte. Goldseife oder Waschgold sind zwei weitere Bezeichnungen für Seifengold. Seifengold findet sich in Form von Staub oder Körnern sog. "Nugget" oder "Goldnugget" vor.

Durch sog. Goldwaschen wird vielerorts auch von Hobbygeologen Gold aus Gewässern geborgen. Hierbei wird das deutlich höhere Gewicht des Goldes gegenüber dem Restgestein ausgenutzt und durch Ausschwemmen in Goldwaschpfannen oder mit Rüttelsieben von diesem getrennt.

Bekannte Goldnuggets sind:

  • "Holtermann Nugget" aus Australien mit 214,32 kg
  • ein Nugget aus Chile mit über 153 kg

Große Vorkommen von Seifengold:

  • Alaska (Clondike-Distrikt)
  • Rußland (Sibirien, Ural)
  • Australien
  • ehemals Rhein
  • ehemals Sacramento (USA).

In Südafrika (Transvaal) wird eine Sonderform des Seifengoldes gefunden. Konglomerate aus Geröll und Goldablagerungen haben sich zu neuem Gestein verhärtet, ein Abbau ist nur bergmännisch möglich.


Astronomisches zu Gold

Einst zerbrachen sich die Alchemisten über die Herkunft von Edelmetallen den Kopf. Heute sind es die Astrophysiker: Obwohl ihnen die kern- physikalischen Prozesse bei der Entstehung der Elemente weitgehend bekannt sind, gibt es auf die Frage nach dem Ursprung von Gold und Platin noch keine befriedigende Antwort.

Nach der gängigen Theorie enthielt das Universum kurz nach dem Urknall nur Wasserstoff und Helium. Aus diesen Gasen bildeten sich später Sterne, in denen durch Kernfusion schwerere Atome zusammengeschmiedet wurden. Noch schwerere Elemente, aus denen zum Teil auch die Erde besteht, wurden vermutlich bei der Explosion besonders massereicher Sterne erzeugt und weit ins All geschleudert.

Allerdings ist umstritten, ob durch solche Supernovae auch genügend Gold und Platin im Universum verteilt werden konnte. Ein Team von Wissenschaftlern um Stephan Rosswog von der University of Leicester schlägt deshalb ein anderes, exotisch anmutendes Szenario vor: Die Edelmetalle könnten beim Zusammenstoß von Neutronensternen - ultrakompakte, nur etwa 20 Kilometer große Überreste von Supernova-Explosionen - entstanden sein.

Rosswog und seine Kollegen erprobten ihr Modell mit einem Supercomputer, der die Kollision zweier Neutronensterne simulierte. Die virtuelle Katastrophe, bei der auch quantenphysikalische Effekte und Einsteins allgemeine Relativitätstheorie berücksichtigt werden mussten, forderte eine enorme Rechenleistung: Die letzten Millisekunden beschäftigten die 128 Prozessoren des Computers für Wochen.

Wenn das fatale Doppel aufeinander stürzt, wird eine ungeheure Energie freigesetzt, die irdisches Leben im Umkreis von einigen tausend Lichtjahren vernichten könnte. Augenblicke nach der Kollision kollabieren die Neutronensterne zu einem Schwarzen Loch, zugleich werden Trümmerteile ins All geschleudert. Bei Temperaturen um eine Milliarde Grad Celsius schließen sich in diesen Auswürfen Atomkerne und Neutronen zu schweren Elementen wie Gold und Platin zusammen - die kosmische Alchemie ist damit perfekt.

Die Wucht des Zusammenpralls befördert die abgekühlte Sternenasche tief ins Universum. Auf dieser Reise, so spekuliert Rosswog, könnte sich die goldhaltige Wolke mit interstellarem Gas und Staub vermengen und so vielleicht eine kosmische Ursuppe bilden, aus der neue Sterne entstehen. Der Wissenschaftler stützt seine Theorie auf den vom Computer errechneten Elementenmix der Kollisionsreste: Er stimmte mit dem in unserem Sonnensystem überein.

Derart wüste kosmische Karambolagen passieren vermutlich zu selten, um das Universum gleichmäßig mit Edelmetallen zu versorgen. Doch allein die rechnerische Möglichkeit, dass irdische Preziosen ihren Ursprung in Neutronensternen haben könnten, begeistert die Wissenschaftler: "Es ist eine faszinierende Vorstellung, dass das Gold in Eheringen weit entfernt bei der Kollision von Sternen entstanden ist", schwärmt Rosswog.


Biologisches zu Gold

Mikroben der Art Ralstonia metallidurans scheinen in der Lage zu sein, aus giftigen und im Boden gelösten Goldverbindungen ungiftiges Gold zu gewinnen. Die als Biofilm vereinigten Bakterien wurden um Goldkörnchen herum gefunden. Dies entdeckten Geomikrobiologen um Frank Reith vom Forschungszentrum für Mineralienexploration in Bentley. (Quelle: Science, Bd. 313, S.233, 2006). Untersuchungsgrundlage waren kleinste Goldkörnchen von sekundären Goldvorkommen (Ablagerungen in Flüssen, Abraumhalden etc.). Vermutlich spielen Bakterien bei der Entstehung vieler Goldnuggets eine wichtige Rolle.


Quellangaben

  • Beitrag: "Astronomisches zu Gold" Peter McSchuerf, Spiegel-online, 06.04.2001
  • Elementinformationen: Römpp-Chemielexikon; 10. Auflage (1996), S. 1586
  • Verfasser: Hg (Elementinformationen)

Gold-haltige, natürlich vorkommende Mineralien

Anyuiit Au(Pb,Sb)2 tetragonal 4/mmm I4/mcm 1.AA.15
   Farbe: silbergrau-met.
   Strichfarbe: bleigrau-met.
   Glanz: Metallglanz
   Opazität: opak
   Tenazität: plastisch, formbar
Auricuprid Cu3Au kubisch m3m Pm3m 1.AA.10
   Farbe: violett rose
   Strichfarbe: gelb
   Opazität: undurchsichtig
'Auroantimonat' AuSbO3 4.CB.05
   Farbe: grau, braun grau
   Opazität: undurchsichtig
Aurostibit AuSb2 kubisch m3 Pa3 2.EB.05
   Farbe: weiß mit rosa Farbton
   Strichfarbe: bronze
   Opazität: undurchsichtig
Bezsmertnovit Au4Cu(Te,Pb) orthorhombisch mmm Pmmn 2.BA.80
   Farbe: bronzegelb-met.
   Glanz: Metallglanz
Bilibinskit Au3Cu2PbTe2 kubisch 2.BA.80
   Farbe: bronzebraun-met.
   Strichfarbe: goldbraun
Bogdanovit (Au,Te,Pb)3(Cu,Fe) kubisch m3m Pm3m 2.BA.80
   Farbe: braun, bronzebraun, bläulichschwarz
   Glanz: Sub-Metallglanz
   Opazität: undurchsichtig
Buckhornit AuTe2Pb2BiS3 orthorhombisch mmm Pmmn 2.HB.20
   Farbe: schwarz-met.
   Strichfarbe: grau
Calaverit AuTe2 monoklin 2/m C2/m 2.EA.10
   Farbe: gelblichweiß-met.
   Strichfarbe: gelblichgrau
   Opazität: undurchsichtig
Criddleit TlAg2Au3Sb10S10 monoklin 2/m, 2, m A2/m, A2, Am 2.LA.25
   Farbe: grau-met.
   Strichfarbe: schwarz
'Cuproaurid' CuAu3 kubisch m3m Pm3m 1.AA.10
   Glanz: Metallglanz
'Elektrum' Au-Ag kubisch m3m Fm3m 1.AA.05
   Farbe: silbrig-golden
   Glanz: Metallglanz
Fischesserit Ag3AuSe2 kubisch 432 I4132 2.BA.75
   Farbe: silberweiß
   Strichfarbe: 1971
   Opazität: undurchsichtig
Gold Au kubisch m3m Fm3m 1.AA.05
   Farbe: goldgelb
   Strichfarbe: lichtgelb-metallisch
   Glanz: Metallglanz
   Opazität: undurchsichtig
   Bruch: hakelig
   Tenazität: dehnbar, hämmerbar
'Goldamalgam' (Au,Ag)Hg kubisch m3m Im3m 1.AD.20
   Farbe: hellgelb
   Strichfarbe: hellgelb
   Glanz: Metallglanz
   Opazität: undurchsichtig
Hunchunit Au2Pb kubisch m3m Fd3m 1.AA.25
   Farbe: bleigrau, silber grau
   Opazität: undurchsichtig
Jonassonit Au(Bi,Pb)5S4 monoklin 2.LA.65
   Farbe: zinnweiß
   Strichfarbe: schwarz
   Glanz: metallglanz
Kostovit CuAuTe4 orthorhombisch mm2 Pma2 2.EA.15
   Farbe: cremeweiß
   Opazität: undurchsichtig
Krennerit AuTe2 orthorhombisch mm2 Pma2 2.EA.15
   Farbe: cremeweiß
   Strichfarbe: grünlich grau
   Opazität: undurchsichtig
Maldonit Au2Bi kubisch m3m Fd3m 2.AA.40
   Farbe: silberweiß mit rosa Farbton
   Opazität: undurchsichtig
Montbrayit (Au,Sb)2Te3 triklin 1 P1 2.DB.20
   Farbe: gelblichweiß-met.
Museumit Pb2(Pb,Sb)2S8[Te,Au]2 monoklin 2/m, 2 P21/m, P21 2.HB.20
   Farbe: dunkel silbergrau
   Glanz: Metallglanz
   Opazität: undurchsichtig
Muthmannit (Ag,Au)Te monoklin 2/m P2/m 2.CB.85
   Farbe: schwärzlich gelb, bronze gelb, grauweiß
   Strichfarbe: schwarz
   Opazität: undurchsichtig
Nagyágit (Au,Te)3Pb3(Pb,Sb,Bi)3S6 monoklin 2/m P21/m 2.HB.20
   Farbe: grau-weiß
   Strichfarbe: grau schwarz
   Opazität: undurchsichtig
   Bruch: hakelig
   Tenazität: biegsam, extrem plastisch und deformierbar
Novodneprit AuPb3 tetragonal 42m I42m 1.AA.15
Penzhinit (Ag,Cu)4Au(S,Se)4 hexagonal 622 P6322 2.BA.75
   Farbe: grauweiß-met.
Petrovskait AuAg(S,Se) monoklin 2, m, 2/m P2, Pm, P2/m 2.BA.75
   Farbe: bleigrau, schwarz-met.
   Strichfarbe: bräunlichgrau
Petzit Ag3AuTe2 kubisch 432 I4132 2.BA.75
   Farbe: grauweiß mit einem bale bläulichen Farbton
   Strichfarbe: graulich schwarz
   Opazität: undurchsichtig
Sylvanit (Au,Ag)2Te4 monoklin 2/m P2/c 2.EA.05
   Farbe: cremeweiß, grau
   Strichfarbe: stahlgrau
   Glanz: Metallglanz
   Opazität: undurchsichtig
Tetraauricuprid AuCu tetragonal 4/mmm P4/mmm 1.AA.10
   Farbe: rötlichgelb-met.
   Strichfarbe: gelb
   Glanz: Metallglanz
   Opazität: undurchsichtig, opak
   Bruch: keiner
   Tenazität: verformbar
'UM1991-06' CuAu3
'Unnamed (Cu-Pd-Au alloy)' Cu2PdAu
Uytenbogaardtit Ag3AuS2 tetragonal 422, 4 P4122, P41 2.BA.75
   Farbe: grau-weiß
   Opazität: undurchsichtig
Weishanit (Au,Ag)3Hg2 hexagonal 6/mmm P63/mmc 1.AD.20
   Farbe: hellgelb
   Strichfarbe: hellgelb
   Glanz: Metallglanz
   Opazität: undurchsichtig
   Tenazität: dehnbar
'Yiyangit' Au3Hg hexagonal
   Glanz: Metallglanz
   Opazität: undurchsichtig
Yuanjiangit AuSn hexagonal 6/mmm P63/mmc 1.AC.15
   Farbe: weiß mit einem hellgelben Farbton
   Strichfarbe: schwarz
   Glanz: Metallglanz
   Opazität: undurchsichtig

Verwandte Mineralien "Strunz-Systematik" (9. Auflage) [Mineral | Formel | Kristallsystem | Raumgruppe | Kristallklasse | Ordnungsnummer]

Aluminium

Al

kubisch

Fm3m

m3m

1.AA.05

Blei

Pb

kubisch

Fm3m

m3m

1.AA.05

'Elektrum' (Var.v. Gold)

Au-Ag

kubisch

Fm3m

m3m

1.AA.05

Gold

Au

kubisch

Fm3m

m3m

1.AA.05

Kupfer

Cu

kubisch

Fm3m

m3m

1.AA.05

Nickel

Ni

kubisch

Fm3m

m3m

1.AA.05

Silber

Ag

kubisch

Fm3m

m3m

1.AA.05

Verwandte Mineralien "Lapis-Systematik" [Mineral | Formel | Kristallsystem | Raumgruppe | Kristallklasse | Ordnungsnummer]

Kupfer

Cu

kubisch

Fm3m

m3m

I/A.01-010

Silber

Ag

kubisch

Fm3m

m3m

I/A.01-020

Gold

Au

kubisch

Fm3m

m3m

I/A.01-040

Auricuprid

Cu3Au

kubisch

Pm3m

m3m

I/A.01-050

Tetraauricuprid

AuCu

tetragonal

P4/mmm

4/mmm

I/A.01-060

Bogdanovit

(Au,Te,Pb)3(Cu,Fe)

kubisch

Pm3m

m3m

I/A.01-065

Hunchunit

Au2Pb

kubisch

Fd3m

m3m

I/A.01-068

Anyuiit

Au(Pb,Sb)2

tetragonal

I4/mcm

4/mmm

I/A.01-070

Novodneprit

AuPb3

tetragonal

I42m

42m

I/A.01-075

Yuanjiangit

AuSn

hexagonal

P63/mmc

6/mmm

I/A.01-080

Verwandte Mineralien "Hölzel-Systematik" [Mineral | Formel | Kristallsystem | Raumgruppe | Kristallklasse | Ordnungsnummer]

Anyuiit

Au(Pb,Sb)2

tetragonal

I4/mcm

4/mmm

1.AA.370

Gold

Au

kubisch

Fm3m

m3m

1.AA.310

Hunchunit

Au2Pb

kubisch

Fd3m

m3m

1.AA.380

Novodneprit

AuPb3

tetragonal

I42m

42m

1.AA.390

Tetraauricuprid

AuCu

tetragonal

P4/mmm

4/mmm

1.AA.350

Varietäten

Elektrum

Eine Varietät von Gold üblicherweise mit mehr als 20% Silber.

Andere Sprachen

Mongolisch (Kyrillische Schrift)

Алт

Kasachisch (Kyrillische Schrift)

Алтын

Tajik (Kyrillische Schrift)

Зар

Bosnisch

Злато

Serbisch

Злато

Weißrussisch

Золата

Russisch

Золото

Ersjanisch

Сырне

Tschuwaschisch

Ылтăн

Bulgarisch

злато

Armenisch

Ոսկի

Armenisch

ոսկի

Jiddisch

גאלד

Hebräisch

זהב

Arabisch

ذهب

Urdu

سونا

Persisch

طلا

Sanskrit

सुवर्णम्

Hindi

सोना

Marathi

सोने

Bishnupriya

ঔরো

Bengalisch

সোনা

Gujarati

સોનું

Tamil

தங்கம்

Telugu

బంగారం

Kanadisch

ಚಿನ್ನ

Malaiisch

സ്വര്‍ണ്ണം

Thailändisch

ทองคำ

Chinesisch

Georgisch

ოქრო

Koreanisch

Amharisch

ወርቅ

Cherokee

ᎠᏕᎸ ᏓᎶᏂᎨ

Griechisch

Χρυσός

Altgriechisch

χρυσός

Manx

Airh

Türkisch

Altın

Bretonisch

aour

Ungarisch

Arany

Albanisch

Ari

Litauisch

Auksas

Romanisch

Aur

Lateinisch

Aurum

daher das Elementkürzel Au

Nahuatl

Cōztic teōcuitlatl

Swahili

Dhahabu

Indonesisch

Emas

Javanisch

Emas

Malaiisch

Emas

Zuang

Gim

Tagalog

Ginto

Kapampangan

Gintu

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Goid

Deutsch

Gold

Englisch

Gold

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Goud

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Goud

Dänisch

Guld

Isländisch

Gull

Norwegisch (Bokmål)

Gull

Norwegisch (Nynorsk)

Gull

Zulu

Igolide

Ripuarisch

Jold

Hakka

Kîm

Guaraní

Kuarepotiju

Estnisch

Kuld

Finnisch

Kulta

Haitianisch

Uzbekisch (Lateinische Schrift)

Oltin

Irish Gaelic

Ór

Schottisch-Gälisch

Òr

Französisch

Or

Novial

Ore

Spanisch

Oro

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Oro

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Oru

Portugiesisch

Ouro

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Qızıl

Aserbaidschanisch

qızıl

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Quri

Lojban

solji

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Urre

Kongo

Wolo

Polnisch

Złoto

Kurdisch

Zêr

Bosnisch

Zlato

alternativ genutzter Name

Japanisch

エレクトラム

天然金

Japanisch

自然金

Argentian Gold

Argentiferous Gold

Au

Element Kürzel

Deutsch

Chrysargyrit

Spanisch

Chrysargyrita

Chrysargyrite

Electrum

Deutsch

Gediegen Gold

Schwedisch

Gediget Guld

Gold Argentide

Deutsch

Gold, ged.

Native Gold

Französisch

Or natif

Italienisch

Oro nativo

Spanisch

Oro nativo

Deutsch

Porpezit

Spanisch

Porpezita

Englisch

Porpezite

Qori

Deutsch

Rhodit

Spanisch

Rhodita

Englisch

Rhodite

Sol

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