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Gediegen Gold (Gold)

Einleitung

Gold / Gold gediegen

Gold gehört zu den seltensten Elementen unseres Lebensraumes. Sein Anteil an der festen Erdkruste beträgt etwa 4 mg/t. Im Meerwasser ist Gold in Konzentrationen um 0,01 mg/m3 enthalten. Das meiste Gold kommt gediegen vor (meist sind die Goldflitter mikroskopisch klein), und zwar ist es fast immer mit Silber legiert. Daneben findet man in der Natur auch einige Gold-Minerale (vor allem Tellurite), beispielsweise Calaverit, Sylvanit, Nagyagit. Das in Siebenbürgen und am Altai gefundene Elektrum ist ein lichtes Gold mit 15–30% Silber. Beim Berggold lohnt sich der Abbau, wenn die Tonne Gestein mindestens 5 g Gold enthält.

Da Gold u.a. gediegen vorkommt, lebhaft glänzt und leicht verformt werden kann, ist es schon in vorgeschichtlicher Zeit aufgesammelt und zu den mannigfaltigsten Zwecken verwendet worden. Die ältesten, in größerer Zahl erhaltenen Objekte aus Gold stammen aus den Königsgräbern von Ur (Mesopotamien, 2500 v. Chr.), doch ist die Gold-Verarbeitung seit etwa 4000 v. Chr. bekannt. Die Griechen unternahmen schon um 1350 v. Chr. einen Kolonialzug zur Erbeutung von Gold an die Küsten des Schwarzen Meeres, der zur Argonautensage Anlass gab. Die ersten Gold-Münzen wurden etwa 650 v. Chr. in orientalischen Ländern geprägt. Der Name des Elements leitet sich ab von lat.: aurum = Gold; dtsch. Bez. über indogerman.: Ghel = gelblich, schimmernd, blank.

Gold

Weitere Funktionen

Vorkommen (888) | Übersichtskarte | Bilderkarussell | Bilder (geordnet) | Bildertabelle | 3D-Kristalldarstellung |

Chemismus

Chemische Formel

Au

Chemische Zusatzinformation

Kupfer Gruppe

Chemische Zusammensetzung

Gold

Strunz 8. Auflage

I/A.01-40

Klasse/Gruppierung (Strunz 8)

I: Elemente
A: Metalle und intermetallische Verbindungen
1: Kupfer, Silber und Gold Serie

Strunz 9. incl. Aktualisierungen

1.AA.05

Klasse/Gruppierung (Strunz 9)

1: Elemente (Metalle, intermetallische Legierungen, Metalloide u. Nichtmetalle, Carbide, Silicide, Nitride u. Phosphide)
A: Metalle und intermetallische Legierungen
A: Kupfer-Cupalit-Familie
05:Kupfer-Gruppe

Hey's Index

1.5

Dana 7. Ausgabe

1.1.1.1

Dana 8. Ausgabe

1.1.1.1

IMA Status

anerkannt, vererbt vor 1959 (vor IMA)

Mineralstatus

anerkanntes Mineral

Varietät / Polytyp von

Optische Eigenschaften

Farbe

goldgelb

Strichfarbe

lichtgelb-metallisch

Opazität

blickdicht

Glanz

Metallglanz

Pleochroismus

keiner bekannt

Brechungsindizes

Lumineszenz

keine

Optische Daten

Kristallografische Daten

Kristallsystem

kubisch

Kristallklasse

m3m

Raumgruppen-Nummer

225

Raumgruppe

Fm3m

Gitterparameter (in Å)

a = 4.0786Å

Z

4

Kristallstruktur

Röntgenstrukturanalyse

2.355(100), 2.039(52), 1.230(36), 1.442(32), 0.9357(23), 0.8325(23)

chart

Errechnet aus dem d-Spacing und Intensität bei 0.1541838 nm (Cu)

Morphologie

Normalerweise grobe bis abgerundete Oktaeder, Würfel und Dodekaeder bis 2 cm. Oftmals nach 100 or 111 verlängert, bildet Fischgräten und dendritische Zwilinge. Flache Plättchen mit dreieckigen, oktaedrischen Flächen. Selten als Fäden (111 verlängert)

Physikalische und chemische Eigenschaften

Mohshärte

2,5 - 3

VHN (Härte n. Vickers)

41-94

Spaltbarkeit

keine

Bruch

hakelig

Dichte (g/cm³)

19,3 (gemessen), 19.273 (berechnet)

Tenazität

dehnbar, hämmerbar

Radioaktivität

keine

Schmelzpunkt °C

Schmelzpunkt K

Chem. Eigenschaften u. Tests

resistent gegen die meisten Säuren, löst sich in Königswasser (Gemisch aus drei Teilen konzentrierter Salzsäure und einem Teil konzentrierter Salpetersäure). Gold kann fast rein vorkommen, z. B. Seifengold, meist aber mit geringen bis hohen Silbergehalten im sog. Berggold; mit Silber-Gehalten von 15-50% wird es als Elektrum benannt. Selten Gehalte an Kupfer (Auricuprid), Palladium (Porpezit), Rhodium (Rhodit), Wismut (Wismutaurid) und Eisen.

(Co-)Typlokalität

(Co-)Typlokalität

(Co-)Typlokalität

Typmaterial

Sammlungsnummer Typmaterial

Paragenese Typmaterial

Allgemeines

Vorkommen

Gold kommt in allen fünf Erdteilen vor, wird jedoch in großer Tiefe abgebaut.

Bildungsbedingungen

Paragenese

Seltenheit

Name nach

Referenzen

Goldschmidt, Victor (1918) 4, 75.

Hammett, A.B.J. (1966) The History of Gold. Kerrville, Braswell Printing.

Boyle (1979), The geochemistry of gold and its deposits.

Handbook of Mineralogy (Anthony et al.), 1 (1990), 189

Strunz Mineralogical Tables 9. Editin (2001), 24.

Extra Lapis (English), No. 5 - Gold (2003).

Entsprechender Autor (Name, Jahr)

unbekannt

Bedeutung, Verwendung

Sammler Info

Zusatzinformationen

Manipulation/Imitation

Varietäten

Elektrum

Eine Varietät von Gold üblicherweise mit mehr als 20% Silber.

Andere Sprachen

Mongolisch (Kyrillische Schrift)

Алт

Kasachisch (Kyrillische Schrift)

Алтын

Tajik (Kyrillische Schrift)

Зар

Bosnisch

Злато

Serbisch

Злато

Weißrussisch

Золата

Russisch

Золото

Ersjanisch

Сырне

Tschuwaschisch

Ылтăн

Bulgarisch

злато

Armenisch

Ոսկի

Armenisch

ոսկի

Jiddisch

גאלד

Hebräisch

זהב

Arabisch

ذهب

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ঔরো

Bengalisch

সোনা

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ಚಿನ್ನ

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സ്വര്‍ണ്ണം

Thailändisch

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ოქრო

Koreanisch

Amharisch

ወርቅ

Cherokee

ᎠᏕᎸ ᏓᎶᏂᎨ

Griechisch

Χρυσός

Altgriechisch

χρυσός

Manx

Airh

Türkisch

Altın

Bretonisch

aour

Ungarisch

Arany

Albanisch

Ari

Litauisch

Auksas

Romanisch

Aur

Lateinisch

Aurum

daher das Elementkürzel Au

Nahuatl

Cōztic teōcuitlatl

Swahili

Dhahabu

Indonesisch

Emas

Javanisch

Emas

Malaiisch

Emas

Deutsch

Gediegen Gold

Zuang

Gim

Tagalog

Ginto

Kapampangan

Gintu

Bayerisch

Goid

Deutsch

Gold

Englisch

Gold

Afrikans

Goud

Niederländisch

Goud

Dänisch

Guld

Isländisch

Gull

Norwegisch (Bokmål)

Gull

Norwegisch (Nynorsk)

Gull

Zulu

Igolide

Ripuarisch

Jold

Hakka

Kîm

Guaraní

Kuarepotiju

Estnisch

Kuld

Finnisch

Kulta

Haitianisch

Uzbekisch (Lateinische Schrift)

Oltin

Irish Gaelic

Ór

Schottisch-Gälisch

Òr

Französisch

Or

Novial

Ore

Spanisch

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Italienisch

Oro

Asturianu

Oru

Portugiesisch

Ouro

Azeri

Qızıl

Aserbaidschanisch

qızıl

Quechua

Quri

Lojban

solji

Baskisch

Urre

Kongo

Wolo

Polnisch

Złoto

Kurdisch

Zêr

Bosnisch

Zlato

alternativer Name

Japanese

エレクトラム

天然金

Japanese

自然金

Argentian Gold

Argentiferous Gold

Au

Element Kürzel

Deutsch

Chrysargyrit

Spanisch

Chrysargyrita

Chrysargyrite

Electrum

Schwedisch

Gediget Guld

Gold Argentide

Native Gold

Französisch

Or natif

Italienisch

Oro nativo

Spanisch

Oro nativo

Deutsch

Porpezit

Spanisch

Porpezita

Englisch

Porpezite

Qori

Deutsch

Rhodit

Spanisch

Rhodita

Englisch

Rhodite

Sol

Verwandte Mineralien (Strunz 8. Auflage) [Mineral | Formel | Kristallsystem | Raumgruppe | Kristallklasse | Ordnungsnummer]

Kupfer

Cu

kubisch

Fm3m

m3m

I/A.01-10

Silber

Ag

kubisch

Fm3m

m3m

I/A.01-20

Gediegen Gold

Au

kubisch

Fm3m

m3m

I/A.01-40

Gold

Au

kubisch

Fm3m

m3m

I/A.01-40

Auricuprid

Cu3Au

kubisch

Pm3m

m3m

I/A.01-50

Tetraauricuprid

AuCu

tetragonal

P4/mmm

4/mmm

I/A.01-60

Bogdanovit

(Au,Te,Pb)3(Cu,Fe)

kubisch

Pm3m

m3m

I/A.01-65

Hunchunit

Au2Pb

kubisch

Fd3m

m3m

I/A.01-68

Anyuiit

Au(Pb,Sb)2

tetragonal

I4/mcm

4/mmm

I/A.01-70

Sorosit

Cu1+x(Sn,Sb)

hexagonal

P63/mmc

6/mmm

I/A.01-75

Yuanjiangit

AuSn

hexagonal

P63/mmc

6/mmm

I/A.01-80

Novodneprit

AuPb3

tetragonal

I42m

42m

I/A.01

Verwandte Mineralien (Strunz 9. Auflage) [Mineral | Formel | Kristallsystem | Raumgruppe | Kristallklasse | Ordnungsnummer]

Aluminium

Al

kubisch

Fm3m

m3m

1.AA.05

Blei

Pb

kubisch

Fm3m

m3m

1.AA.05

'Elektrum' (Var.v. Gediegen Gold)

Au-Ag

kubisch

Fm3m

m3m

1.AA.05

Gediegen Gold

Au

kubisch

Fm3m

m3m

1.AA.05

Gold

Au

kubisch

Fm3m

m3m

1.AA.05

Kupfer

Cu

kubisch

Fm3m

m3m

1.AA.05

Nickel

Ni

kubisch

Fm3m

m3m

1.AA.05

Silber

Ag

kubisch

Fm3m

m3m

1.AA.05

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Ausführliche Beschreibung

Gold als Element

Gold ist ein metallisches Element der 1. Nebengruppe des Periodensystems. Natürliches Gold besteht ausschließlich aus dem Isotop 197Au. Es existieren künstliche Isotope 185Au – 203Au mit Halbwertszeiten von 3,9 Sekunden bis 183 Tage. Von diesen hat 198Au (Halbwertszeit 2,7 Tage) in der medizinischen Radiographie und als Radiopharmazeutikum Bedeutung erlangt.

Gold ist ein gelbes, lebhaft glänzendes Edelmetall und neben Kupfer und Cäsium das einzige farbige Metall.

Gold ist ein stark dehnbares Metall und das dehnbarste unter allen Metallen. Aus 10 Gramm Gold lässt sich ein Faden von über 33 km ziehen. Gold lässt sich zu Blättchen von nur 0,001 Millimeter Dicke schlagen (Blattgold 0,1 mm).

Gold steht in derselben Element- und Mineral-Gruppe wie Silber und Kupfer, mit denen es noch am ehesten Verwandtschaft aufweist.

Man kann Gold in einem Reinheitsgrad von mindestens 99,9999% herstellen.

Es kristallisiert in der Regel in kubisch-flächenzentrierten Kristallgittern.

Gold bildet mit Platin, Palladium, Silber und Kupfer leicht Mischkristalle.

Seine elektrische Leitfähigkeit beträgt etwa 67%, die Wärmeleitfähigkeit 70% von der des Silbers.

Reines Gold ist außerordentlich widerstandsfähig gegen Luft, Wasser, Sauerstoff, Schwefel, geschmolzene Alkalien, verdünnte oder konz. Schwefelsäure, Salzsäure, Salpetersäure. Dagegen löst es sich in Chlorwasser oder in Königswasser unter Chlorid-Bildung. Von Quecksilber wird Gold unter Bildung von Goldamalgam gelöst. Wässrige Lösungen von Kaliumcyanid oder Natriumcyanid lösen es zu einem Komplex auf (z.B. Na[Au(CN)2]. In seinen Verbindungen tritt Gold in den Wertigkeiten –1, +1, +2, +3 und +5 auf. Die stabilsten und daher häufigsten Gold-Verbindungen sind die des Au(I) und Au(III).


Technische Daten

Ordnungszahl:

79

Dichte (g/cm3):

19,300

Härte:

2,5

relat. Atommasse (amu):

196.96655

Atomradius (berechnet) in pm:

135 (174)

Oxidationszahlen:

5, 3, 2, 1

Elektronegativität (Pauling):

2,54

Elektronenkonfiguration:

[Xe]4f145d106s1

Schmelzpunkt:

1064.18°C (1337.33 K)

Siedepunkt:

2856°C (3129 K)

natürl. Häufigkeit:

.

Gold gehört zu den seltensten Elementen unseres Lebensraumes. Sein Anteil an der festen Erdkruste beträgt etwa 4 mg/t. Im Meerwasser ist Gold in Konzentrationen um 0,01 mg/m3 enthalten. Das meiste Gold kommt gediegen vor (meist sind die Goldflitter mikroskopisch klein)und es ist fast immer mit Silber legiert. Daneben findet man in der Natur auch einige Gold-Minerale (vor allem Telluride), beispielsweise Calaverit, Sylvanit, Nagyagit. Das in Siebenbürgen und am Altai gefundene Elektrum ist ein lichtes Gold mit 15–30% Silber.


Verwendung

Gold xx (gediegen)
Aufrufe (Bild: 1104169778): 9749

Gold xx (gediegen)

Kristalle bis 1,5 mm; Fundort: Mount Kare, Papua Neuguinea

Sammlung:

berthold

Copyright:

berthold

Beitrag: Mineralienatlas 2004-12-27

Zusatzinfo    

Das meiste Gold (rd. 30% der jährlichen Erzeugung) wird in Form von Goldmünzen und Goldbarren gehortet. In den Tresoren goldreicher Staaten (bes. USA) sind große Mengen Gold festgelegt. Gold war jahrhundertelang das wichtigste internationale Währungsmetall. Die technischen Verwendungsweisen des Goldes sind begrenzt und für die meisten Verwendungen gibt es Austauschstoffe, so dass der Besitz von Gold keine technische Notwendigkeit darstellt. Für Schmuck (rd. 75% der industriellen Verwendung) und Gebrauchsgegenstände wird Gold wegen seiner geringen Härte mit Silber, Kupfer oder auch Platin-Metallen legiert. Aufgrund seiner Duktilität kann man Gold z.B. zu Blattgold von 0,1 mm Dicke auswalzen oder ausschlagen. Solche dünnen Goldfolien lassen grünes Licht durchtreten. Aus 1 g Gold lässt sich ein 3 km langes Drähtchen ziehen. Ein beachtlicher Teil (rd. 10%) des Gold-Verbrauches geht in die Elektrotechnik und Elektronik . Zahnärzte verarbeiten verschiedene zusammengesetzte Gold-Legierungen. Gold dient weiterhin zur Herstellung von Thermoelementen, elektrischen Kontakten, Ultrarot-Reflektoren für Satelliten, als Blattgold für dekorative Zwecke usw. Das prächtig rot gefärbte Goldrubinglas (Rubinglas) enthält wie der Cassiussche Goldpurpur kolloidales Gold. Einlagerung von Gold-Atomen in Platin-Schichten verbessern deren katalytische Eigenschaften wesentlich . Gold ist als Färbemittel für Kosmetika und, eingeschränkt, auch für Lebensmittel zugelassen.


Gewinnung und Förderung von Gold

Aus dem Auflesen von glänzenden, mit bloßem Auge sichtbaren Goldkörnchen aus Flusssanden entwickelte sich das Goldwaschen, bei dem man ebenso wie bei der heute gebräuchlichen Schwerkraftaufbereitung die hohe Dichte der Goldkörner zur Abtrennung von der leichteren Gangart nutzt. Bei der Amalgamierung lassen sich auch unsichtbar kleine Goldkörnchen in Quecksilber auflösen und nachher abscheiden. Aus dem gebildeten Gold-Amalgam wird das Quecksilber bei ca. 600°C abdestilliert und in den Prozess zurückgeführt. Noch ergiebiger arbeitet die heute allg. praktizierte, meist mit der Schwerkraftaufbereitung kombinierte hydrometallurgische Cyanid-Laugerei, bei der das Gold mittels einer alkalischen Kalium- oder Natriumcyanid-Lsg. ausgelaugt wird. Die gebildeten komplexen Cyanide werden an Zink oder Aluminium zersetzt.
Erhebliche Gold-Mengen erhält man – neben anderen Edelmetallen – auch aus dem Anodenschlamm bei der elektrolytischen Raffination von Kupfer, Silber usw.

Bei der Gewinnung/Förderung von Gold wird zwischen Berggold und Seifengold unterschieden.

Berggold

Gold
Aufrufe (Bild: 1091297324): 9494

Gold

blechförmig um Quarz herum ausgebildete Partien von Gold; Fundort: Porcupine Area, Ontario, Kanada; Bildbreite: 6 mm

Sammlung:

Peter K. (McSchuerf)

Copyright:

Peter K. (McSchuerf)

Beitrag: Mineralienatlas 2004-07-31

Zusatzinfo   MF 

Das Berggold findet sich meist in Quarzgängen, oft begleitet von Pyrit FeS, und anderen Sulfiden. Berggold-Lagerstätten bezeichnet man als primäre (ursprüngliche) Lagerstätten. Die Quarzgänge weisen in der Regel einen Goldgehalt von etwa 0,001 % auf. Ein Abbau der Goldvorkommen ist in der Regel bei einer Goldkonzentration >2,5 g/t wirtschaftlich sinnvoll. Eine Goldkonzentration von maximal 5 - 25 g/t erreicht man, indem man das Gestein um die Quarzbänder mit abbaut.

Große primäre Goldvorkommen findet man in:

  • Australien
  • USA
  • Rußland
  • Rhodesien (Zimbabwe)
  • Mexiko
  • Neuguinea
  • Südafrika



Seifengold

Seifengold, kleines Nugget
Aufrufe (Bild: 1153610400): 9367

Seifengold, kleines Nugget

Fundort: Ayama, Bolivien; Stufengröße: 3 mm Länge

Sammlung:

Torben

Copyright:

Torben

Beitrag: Torben 2006-07-23

Zusatzinfo    

Seifengold entsteht bei der Verwitterung von primären Goldvorkommen. Durch die naturbedingten Witterungseinflüsse wird das Geröll hauptsächlich durch Wasser weggespült und lagert sich entweder in reiner Form oder in Verbindung mit anderen Substanzen in Bächen und Flüssen ab. Seifengold-Lagerstätten bezeichnet man als sekundäre Lagerstätte. Goldseife oder Waschgold sind zwei weitere Bezeichnungen für Seifengold. Seifengold findet sich in Form von Staub oder Körnern sog. "Nugget" oder "Goldnugget" vor.

Durch sog. Goldwaschen wird vielerorts auch von Hobbygeologen Gold aus Gewässern geborgen. Hierbei wird das deutlich höhere Gewicht des Goldes gegenüber dem Restgestein ausgenutzt und durch Ausschwemmen in Goldwaschpfannen oder mit Rüttelsieben von diesem getrennt.

Bekannte Goldnuggets sind:

  • "Holtermann Nugget" aus Australien mit 214,32 kg
  • ein Nugget aus Chile mit über 153 kg

Große Vorkommen von Seifengold:

  • Alaska (Clondike-Distrikt)
  • Rußland (Sibirien, Ural)
  • Australien
  • ehemals Rhein
  • ehemals Sacramento (USA).

In Südafrika (Transvaal) wird eine Sonderform des Seifengoldes gefunden. Konglomerate aus Geröll und Goldablagerungen haben sich zu neuem Gestein verhärtet, ein Abbau ist nur bergmännisch möglich.


Astronomisches zu Gold

Einst zerbrachen sich die Alchemisten über die Herkunft von Edelmetallen den Kopf. Heute sind es die Astrophysiker: Obwohl ihnen die kern- physikalischen Prozesse bei der Entstehung der Elemente weitgehend bekannt sind, gibt es auf die Frage nach dem Ursprung von Gold und Platin noch keine befriedigende Antwort.

Nach der gängigen Theorie enthielt das Universum kurz nach dem Urknall nur Wasserstoff und Helium. Aus diesen Gasen bildeten sich später Sterne, in denen durch Kernfusion schwerere Atome zusammengeschmiedet wurden. Noch schwerere Elemente, aus denen zum Teil auch die Erde besteht, wurden vermutlich bei der Explosion besonders massereicher Sterne erzeugt und weit ins All geschleudert.

Allerdings ist umstritten, ob durch solche Supernovae auch genügend Gold und Platin im Universum verteilt werden konnte. Ein Team von Wissenschaftlern um Stephan Rosswog von der University of Leicester schlägt deshalb ein anderes, exotisch anmutendes Szenario vor: Die Edelmetalle könnten beim Zusammenstoß von Neutronensternen - ultrakompakte, nur etwa 20 Kilometer große Überreste von Supernova-Explosionen - entstanden sein.

Rosswog und seine Kollegen erprobten ihr Modell mit einem Supercomputer, der die Kollision zweier Neutronensterne simulierte. Die virtuelle Katastrophe, bei der auch quantenphysikalische Effekte und Einsteins allgemeine Relativitätstheorie berücksichtigt werden mussten, forderte eine enorme Rechenleistung: Die letzten Millisekunden beschäftigten die 128 Prozessoren des Computers für Wochen.

Wenn das fatale Doppel aufeinander stürzt, wird eine ungeheure Energie freigesetzt, die irdisches Leben im Umkreis von einigen tausend Lichtjahren vernichten könnte. Augenblicke nach der Kollision kollabieren die Neutronensterne zu einem Schwarzen Loch, zugleich werden Trümmerteile ins All geschleudert. Bei Temperaturen um eine Milliarde Grad Celsius schließen sich in diesen Auswürfen Atomkerne und Neutronen zu schweren Elementen wie Gold und Platin zusammen - die kosmische Alchemie ist damit perfekt.

Die Wucht des Zusammenpralls befördert die abgekühlte Sternenasche tief ins Universum. Auf dieser Reise, so spekuliert Rosswog, könnte sich die goldhaltige Wolke mit interstellarem Gas und Staub vermengen und so vielleicht eine kosmische Ursuppe bilden, aus der neue Sterne entstehen. Der Wissenschaftler stützt seine Theorie auf den vom Computer errechneten Elementenmix der Kollisionsreste: Er stimmte mit dem in unserem Sonnensystem überein.

Derart wüste kosmische Karambolagen passieren vermutlich zu selten, um das Universum gleichmäßig mit Edelmetallen zu versorgen. Doch allein die rechnerische Möglichkeit, dass irdische Preziosen ihren Ursprung in Neutronensternen haben könnten, begeistert die Wissenschaftler: "Es ist eine faszinierende Vorstellung, dass das Gold in Eheringen weit entfernt bei der Kollision von Sternen entstanden ist", schwärmt Rosswog.


Biologisches zu Gold

Mikroben der Art Ralstonia metallidurans scheinen in der Lage zu sein, aus giftigen und im Boden gelösten Goldverbindungen ungiftiges Gold zu gewinnen. Die als Biofilm vereinigten Bakterien wurden um Goldkörnchen herum gefunden. Dies entdeckten Geomikrobiologen um Frank Reith vom Forschungszentrum für Mineralienexploration in Bentley. (Quelle: Science, Bd. 313, S.233, 2006). Untersuchungsgrundlage waren kleinste Goldkörnchen von sekundären Goldvorkommen (Ablagerungen in Flüssen, Abraumhalden etc.). Vermutlich spielen Bakterien bei der Entstehung vieler Goldnuggets eine wichtige Rolle.


Quellangaben

  • Beitrag: "Astronomisches zu Gold" Peter McSchuerf, Spiegel-online, 06.04.2001
  • Elementinformationen: Römpp-Chemielexikon; 10. Auflage (1996), S. 1586
  • Verfasser: Hg (Elementinformationen)

Bildertabelle (130 Bilder insg.)

Gold
Aufrufe (Bild: 1265307902): 183

Gold

Größe: 4 x 3,1 x 0,8 cm, Fundort: Williams Creek, Barkerville, Cariboo, British Columbia, Kanada.

Copyright:

Rob Lavinsky

Beitrag: thdun5 2010-02-04

Zusatzinfo   MF 
ged. Gold
Aufrufe (Bild: 1264540872): 148

ged. Gold

Fundort: Radhausberg (nord), Gasteinertal, Österreich; FUnd: sommer 2008; Bildbreite: 3,5 mm

Sammlung:

Florian

Copyright:

Florian

Beitrag: Florian 2010-01-26

Zusatzinfo   MF 
Gold
Aufrufe (Bild: 1264071902): 123

Gold

Kristallgröße: 4 mm; Fundort: Morro Velho, Nova Lima, Minas Gerais, Brasilien

Copyright:

Paul Bongaerts

Beitrag: slugslayer 2010-01-21

Zusatzinfo   MF 
Gold
Aufrufe (Bild: 1264755558): 329

Gold

Größe: 5,4 mm; Fundort: Ouro Preto, Minas Gerais, Brasilien

Copyright:

Matteo Chinellato

Beitrag: Hg 2010-01-29

Zusatzinfo   MF 
Gold
Aufrufe (Bild: 1264496679): 149

Gold

Größe: 1,04 mm; Fundort: Lavagninasee, Lerma, Alessandria, Provinz, Piemont (Piemonte), Region, Italien

Copyright:

Matteo Chinellato

Beitrag: Hg 2010-01-26

Zusatzinfo   MF 
Gold
Aufrufe (Bild: 1263981403): 110

Gold

Größe: 40x33x27 mm; Fundort: Sunnyside Mine, Ouray Co., Colorado, USA

Copyright:

Rob Lavinsky

Beitrag: slugslayer 2010-01-20

Zusatzinfo   MF 
Altait (dunkelgrau) und Gold
Aufrufe (Bild: 1264712519): 71

Altait (dunkelgrau) und Gold

Größe: 34x34 mm; Fundort: Browns Flat, Bald Mt, Calaveras Co., Kalifornien, USA

Copyright:

Rock Currier

Beitrag: slugslayer 2010-01-28

Zusatzinfo   MF 
Gold
Aufrufe (Bild: 1264189889): 194

Gold

Größe: 16,27 x 8,29 mm; Fundort: Fluss Cervo, Biella, Provinz, Piemont (Piemonte), Region, Italien

Copyright:

Matteo Chinellato

Beitrag: Hg 2010-01-22

Zusatzinfo   MF 
Gold
Aufrufe (Bild: 1263967932): 72

Gold

Größe: 65x30x27 mm; Fundort: Idarado Mine, Telluride, Ouray (Uncompahgre) District, San Miguel Co., Colorado, USA

Copyright:

Rob Lavinsky

Beitrag: slugslayer 2010-01-20

Zusatzinfo   MF 

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