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Iridium

Einleitung

Weitere Funktionen

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Chemismus

Chemische Formel

(Ir,Os,Ru)

Chemische Zusatzinformation

Chemische Zusammensetzung

Iridium, Osmium, Ruthenium

Strunz 8. Auflage

I/A.14-30

Klasse/Gruppierung (Strunz 8)

I: Elemente
A: Metalle und intermetallische Verbindungen
14: Platin Serie

Strunz 9. incl. Aktualisierungen

1.AF.10

Klasse/Gruppierung (Strunz 9)

1: Elemente (Metalle, intermetallische Legierungen, Metalloide u. Nichtmetalle, Carbide, Silicide, Nitride u. Phosphide)
A: Metalle und intermetallische Legierungen
F: Platin-Gruppen-Elemente (PGE)
10:Rhodium-Gruppe

Hey's Index

1.77

Dana 7. Ausgabe

1.2.1.2

Dana 8. Ausgabe

1.2.1.2

IMA Status

Neudefinition von der CNMNC anerkannt

Mineralstatus

anerkanntes Mineral

Varietät / Polytyp von

Optische Eigenschaften

Farbe

weiß, silber mit gelben Farbton

Strichfarbe

weiß

Opazität

undurchsichtig

Glanz

Metallglanz

Pleochroismus

Brechungsindizes

Lumineszenz

keine Fluoreszenz

Optische Daten

Kristallografische Daten

Kristallsystem

kubisch

Kristallklasse

m3m

Raumgruppen-Nummer

225

Raumgruppe

Fm3m

Gitterparameter (in Å)

Z

4

Kristallstruktur

Röntgenstrukturanalyse

2.217(100), 1.920(50), 1.357(40), 1.157(40), 1.108(10), 0.881(40), 0.859(40), 0.784(40)

chart

Errechnet aus dem d-Spacing und Intensität bei 0.1541838 nm (Cu)

Morphologie

Physikalische und chemische Eigenschaften

Mohshärte

6 - 7

VHN (Härte n. Vickers)

297-645

Spaltbarkeit

fehlt

Bruch

Dichte (g/cm³)

22,6 - 22,8 (gemessen), 22.65 (berechnet

Tenazität

Radioaktivität

Schmelzpunkt °C

Schmelzpunkt K

Chem. Eigenschaften u. Tests

(Co-)Typlokalität

(Co-)Typlokalität

(Co-)Typlokalität

Typmaterial

Sammlungsnummer Typmaterial

Paragenese Typmaterial

Allgemeines

Vorkommen

Bildungsbedingungen

Paragenese

Seltenheit

Name nach

Referenzen

USA National Bureau of Standards Circular 539, 4 (1955), 9.

Acta Crystallographica 24A (1968), 469.

Canadian Mineralogist 12 (1973), 104.

Handbook of Mineralogy (Anthony et al.), 1 (1990), 239.

Canadian Mineralogist 29 (1991), 231.

Canadian Mineralogist 40 (2002), 435,463.
Lehrbuch der Mineralogie/Rösler (1991)

Entsprechender Autor (Name, Jahr)

Hausmann, 1813

Bedeutung, Verwendung

Sammler Info

Zusatzinformationen

Manipulation/Imitation

Andere Sprachen

Russisch

Иридий

Russisch

Осмистый иридий

Spanisch

Iridio

Deutsch

Iridium

Französisch

Iridium

Englisch

Iridium

alternativer Name

Japanese

自然イリジウム

Ir

Osmiridium

Osmiridium (of Zvyagintsev)

Platiniridium

Rutheniridium

Ruthenosmiridium

Verwandte Mineralien (Strunz 8. Auflage) [Mineral | Formel | Kristallsystem | Raumgruppe | Kristallklasse | Ordnungsnummer]

Rhodium

(Rh,Pt)

kubisch

Fm3m

m3m

I/A.14-10

Palladium

Pd

kubisch

Fm3m

m3m

I/A.14-20

Iridium

(Ir,Os,Ru)

kubisch

Fm3m

m3m

I/A.14-30

Platin

Pt

kubisch

Fm3m

m3m

I/A.14-70

Yixunit

Pt3In

kubisch

Pm3m

m3m

I/A.14-80

Damiaoit

PtIn2

kubisch

Fm3m

m3m

I/A.14-85

Skaergaardit

PdCu

kubisch

Pm3m

m3m

I/A.14-88

Hongshiit

PtCu

hexagonal (rhombohedral)

I/A.14-90

Nielsenit

PdCu3

I/A.14

Verwandte Mineralien (Strunz 9. Auflage) [Mineral | Formel | Kristallsystem | Raumgruppe | Kristallklasse | Ordnungsnummer]

Iridium

(Ir,Os,Ru)

kubisch

Fm3m

m3m

1.AF.10

Palladium

Pd

kubisch

Fm3m

m3m

1.AF.10

Platin

Pt

kubisch

Fm3m

m3m

1.AF.10

Rhodium

(Rh,Pt)

kubisch

Fm3m

m3m

1.AF.10

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Ausführliche Beschreibung

Iridium als Element - Technische Daten

Ordnungszahl:

77

Dichte (g/cm3):

22,650

Härte:

6,5

relat. Atommasse (amu):

192,217

Atomradius (berechnet) in pm:

135 (180)

Oxidationszahlen:

2, 3, 4!, 6

Elektronegativität (Pauling):

2,2

Elektronenkonfiguration:

[Xe]4f145d76s2

Schmelzpunkt:

2466°C (2739 K)

Siedepunkt:

4428°C (4701 K)

natürl. Häufigkeit:

0,0001 ppm


Chemische Eigenschaften

Iridium ist ein metallisches Element in der 8. Nebengruppe des Periodensystems. Von Iridium existieren zwei natürliche Isotope (191Ir und 193Ir). Außerdem sind die künstlichen Isotope (182Ir bis 198Ir) mit Halbwertszeiten zwischen 4,9 Sekunden und 74 Tagen bekannt. Iridium tritt in der Hauptsache in den Oxidationsstufen +3, +4 und 0, seltener +1, +2, +5 und +6 auf. Iridium ist ein silberweißes, sehr hartes, sprödes, zu den Platin-Metallen gehörendes Edelmetall, das vielfach sogar Platin an Korrosionsbeständigkeit übertrifft. Es wird selbst durch Salzsäure-Salpetersäure-Gemische kaum angegriffen. Pulverisiertes Iridium reagiert bei Rotglut mit Sauerstoff und Chlor. Mit Fluor wird das leichtflüchtige gelbe Iridiumhexafluorid gebildet.


Vorkommen

Iridium gehört zu den sehr seltenen Elementen. Nur in etwa ein Milliardstel der festen, obersten Erdkruste dürfte aus diesem Metall bestehen. Es ist hauptsächlich im Erdinnern konzentriert Als Edelmetall der Platin-Gruppe kommt Iridium nicht in Form von Verbindungen, sondern nur gediegen vor, und zwar ist es öfters im Rohplatin oder mit Osmium legiert. Daneben findet man Iridium auch in Form von kleinen, runden Körnern. Hauptfundstellen sind Westsibirien, Kanada, Südafrika, Tasmanien, Borneo und Japan. Spuren von Iridium wurden auch in einigen natürlichen Gold-Vorkommen und im Meteor-Eisen.


Herstellung und Verwendung

Iridium gewinnt man zusammen mit den anderen Platin-Metallen.

Wegen seiner großen Sprödigkeit wird Iridium nur legiert eingesetzt, z.B. zur Herstellung von Füllfederspitzen, in Legierungen mit 70% Platin zu sehr harten und korrosionsbeständigen Injektionsnadeln, Kontakten für Flugzeug- und Automobilmotoren, Zündkerzen für Flugzeug-Kolbenmotoren, Dental-Legierungen, Instrumententeilen, hochwertigen Juwelierwaren (hier wird Platin z.B. durch Zusatz von 10% Iridium gehärtet), Normalstäben (das „Urmeter“ in Paris besteht aus einer Leg. von 90% Platin und 10% Iridium), zu Laboratoriumstiegeln, zu Thermoelementen (diese ermöglichen Temperaturmessungen bis zu 2200°), Echolotausrüstungen, Katalysatoren. Kristalle, die aus Iridiumtiegeln gezüchtet wurden, zeigen oftmals einen Braun- oder Gelbton durch eine Iridiumdotierung. In der unbemannten Raumfahrt dient reines Iridium wegen seiner außerordentlichen mechanischen, thermischen und Korrosions-Beständigkeit als Hüllmaterial für den Kernbrennstoff in Radionuklid-Batterien. Das Iridium-Isotop 192Ir (β- und γ-Strahler) hat Bedeutung für Werkstoffprüfungen mittels Gammagraphie, z.B. von Stahlblechen auf Schweißfehler usw., sowie als Radionuklid in der Strahlentherapie von Krebs.


Geschichtliches

Iridium wurde 1804 von Tennant zusammen mit Osmium bei der Analyse von Rohplatin entdeckt. Der Name von Iridium leitet sich ab von griech.: iris = Regenbogen. Das Element wurde so benannt wegen der verschiedenen Farben seiner Salze.


Zusätzliche Bilder und Informationen in diesem Lexikon

Die Theorie, warum die Dinosaurier vor ca. 60 Mio Jahren ausstarben, beruht auf der Erkenntnis eines gewaltigen Meteoriteneinschlages im Bereich des Golf von Mexiko. Die Beweislage hierzu beruht auf einer Schicht der Erdoberfläche, dem Grenzton, in der Wissenschaftler einen abnormal hohen Iridiumgehalt fanden.


Quellangaben

  • Quelle: Römpp-Chemielexikon; 10. Auflage (1996), S. 1986
  • Verfasser: Hg

Bildertabelle (1 Bilder insg.)

Iridium
Aufrufe (Bild: 1155590926): 763

Iridium

Fundort: Goldlagerstätte bei Newjansk, Ekaterinburg, Ural, Russland

Copyright:

Andreas Schröer (Andi_Y)

Beitrag: Andi_Y 2006-08-14

Zusatzinfo   M 

Fundstellen (20)





 
 
 
 
 

 
 
 
 
 
 

 
 



 
 
 
 
 


 
 
 
 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 







 
 
 
 
 





 
 
 
 
 

 

 
 


 
 
 
 


 
 
 
 
 
 

 
 





 
 
 

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