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Lapis Lazuli

Einleitung

auch Lasurstein, Lapislazuli oder nur Lapis

Ein tiefblaues bis graublaues, seltener schwärzliches Mineralgemisch (bei manchen Autoren auch falsch als Gestein bezeichnet), welches primär aus Calcit, Lasurit, Diopsid besteht (oder nur aus Calcit und Lasurit oder aus Lasurit, Sodalith und Diopsid). Assoziiert sein können: Pyrit, Hauyn, Sodalith, Nephelin, Schwefel, Tremolit, Granat, Turmalin, Dolomit, Phlogopit, Forsterit, Diopsid, Apatit, Skapolith und/oder Afghanit.

Weitere Funktionen

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Chemismus

Chemische Formel

Chemische Zusatzinformation

Chemische Zusammensetzung

Strunz 8. Auflage

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Hey's Index

Dana 7. Ausgabe

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IMA Status

Mineralstatus

Gemenge/Gemisch/Mischkristall

Varietät / Polytyp von

Optische Eigenschaften

Farbe

tiefblaue, graublau

Strichfarbe

Opazität

Glanz

Pleochroismus

Brechungsindizes

Lumineszenz

Optische Daten

Kristallografische Daten

Kristallsystem

Kristallklasse

Raumgruppen-Nummer

Raumgruppe

Gitterparameter (in Å)

Z

Kristallstruktur

Röntgenstrukturanalyse

Morphologie

Physikalische und chemische Eigenschaften

Mohshärte

VHN (Härte n. Vickers)

Spaltbarkeit

Bruch

Dichte (g/cm³)

Tenazität

Radioaktivität

Schmelzpunkt °C

Schmelzpunkt K

Chem. Eigenschaften u. Tests

(Co-)Typlokalität

(Co-)Typlokalität

Typmaterial

Sammlungsnummer Typmaterial

Paragenese Typmaterial

Allgemeines

Vorkommen

Bildungsbedingungen

Paragenese

Seltenheit

Name nach

Referenzen

Barriand, P., 1972; Lapis Lazuli from Afghanistan; Min. Digest, Vol. 4

Boetus de Boodt, A., 1636; Gemm. Lapid. Hist., S. 273

Cuitiño,L., 1986; Mineralogia y génesis del yacimiento de lapilázuli Flor de los Andes, Coquimbo, Norte de Chile. Rev. Geol. de Chile : 27, 55-67

Desautels, P.E., 1978; The Gem Kingdom

Ianiszewski,J., El Lapislázuli de los Andes Chilenos; Geomundo 393-405

Polo, M. (Marco Polo), 1271; Reise um die Welt

Scalisi, P., Cook, D., 1983; Classic Mineral Localities of the World

Entsprechender Autor (Name, Jahr)

Bedeutung, Verwendung

Sammler Info

Zusatzinformationen

Manipulation/Imitation

Ausführliche Beschreibung

Namensherkunft

Aus dem latein. "lapis = Stein" und dem persischen "lazhward = blau". Lasurit wird oft fälschlicherweise als Lapis Lazuli bezeichnet.


Geschichte

Lapis Lazuli wurde schon vor 50.000 Jahren als Schmuckstein verwendet. In der Bibel wird er als einer der 12 Steine der Brusplatte von Aaron erwähnt; im alten Ägypten wurde er mit Isis und Venus assoziiert und war ein königlicher Stein (u.a. auch als Skarabäus aus Lapis Lazuli im Grab von Tut-ench-Amon gefunden). In der legendären Stadt Ur am Euphrat war Lapis schon ein begehrtes Handelsgut (4.000 Jahre v.Chr.). In der gleichen Epoche auch in gepulverter Form als Augen-Make-Up und als Malerfarbe benutzt. Alexander der Große brachte als erster Lapis Lazuli nach Europa.

In der Antike von China über Indien bis Chile ebenfalls als Heilmittel bekannt. Wegen seines tw. hohen Schwefelgehaltes als Remedium gegen Hautkrankheiten, aber auch gegen Epilepsie, Anämie und Gallenleiden sowie als Potenzmittel benutzt.

Chilenische Stämme unter der Hoheit der Inkas (Chimu-Epoche) stellten Ornamente aus Lapis her und benutzten pulverisierten Lapis als Heilmittel. Sehr fein gemahlener Lapis Lazuli war viele Jahrhunderte als Ultramarin eine geschätzte Malerfarbe; wurde aber 1834 durch synthetische blaue Farbe abgelöst).


Vorkommen und Lagerstätten

Lapis Lazuli kommt meist in kontaktmetamorphen Lagerstätten vor (Gneise, Marmor) (wie in Afghanistan in Kontakt mit Amphiboliten, Pyroxeniten und Peridotiten). Die bekanntesten Vorkommen sind Sar-e-Sang (Badakhshan, Afghanistan), wo Lapis Lazuli mit Unterbrechungen seit über 6.000 Jahren abgebaut wird, sowie die Mina Morita Gil im Ovalle-Tal in Chile (wo wegen der großen Höhe nur in den Sommermonaten gearbeitet wird).


Quellangaben

Andere Sprachen

Deutsch

Lapis Lazuli

Englisch

Lapis Lazuli

Spanisch

Lapis Lazuli

alternativ genutzter Name

青金石

Deutsch

Lapislazuli

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Lapis Lazuli
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Lapis Lazuli

Lapis Lazuli-Kristall auf Quarz; Fundort: Salak, Provinz Kunar, Nuristan, Afghanistan -; Größe: 3,5 x 2,5 x 2 cm

Sammlung:

Mineralroli

Copyright:

Mineralroli

Beitrag: Mineralroli 2008-12-14

Zusatzinfo   MF 

Fundstellen (2)