Lapis Lazuli |
Einleitung
auch Lasurstein, Lapislazuli oder nur Lapis Ein tiefblaues bis graublaues, seltener schwärzliches Mineralgemisch (bei manchen Autoren auch falsch als Gestein bezeichnet), welches primär aus Calcit, Lasurit, Diopsid besteht (oder nur aus Calcit und Lasurit oder aus Lasurit, Sodalith und Diopsid). Assoziiert sein können: Pyrit, Hauyn, Sodalith, Nephelin, Schwefel, Tremolit, Granat, Turmalin, Dolomit, Phlogopit, Forsterit, Diopsid, Apatit, Skapolith und/oder Afghanit. |
Weitere Funktionen
Vorkommen (2) | Übersichtskarte | Bilderrolle | Bilderkarussell | Bilder (geordnet) | Bildertabelle |
Chemismus
Gemenge/Gemisch/Mischkristall |
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Optische Eigenschaften
tiefblaue, graublau |
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Kristallografische Daten
Physikalische und chemische Eigenschaften
(Co-)Typlokalität
(Co-)Typlokalität |
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Allgemeines
Barriand, P., 1972; Lapis Lazuli from Afghanistan; Min. Digest, Vol. 4 Boetus de Boodt, A., 1636; Gemm. Lapid. Hist., S. 273 Cuitiño,L., 1986; Mineralogia y génesis del yacimiento de lapilázuli Flor de los Andes, Coquimbo, Norte de Chile. Rev. Geol. de Chile : 27, 55-67 Desautels, P.E., 1978; The Gem Kingdom Ianiszewski,J., El Lapislázuli de los Andes Chilenos; Geomundo 393-405 Polo, M. (Marco Polo), 1271; Reise um die Welt Scalisi, P., Cook, D., 1983; Classic Mineral Localities of the World |
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Ausführliche Beschreibung
NamensherkunftAus dem latein. "lapis = Stein" und dem persischen "lazhward = blau". Lasurit wird oft fälschlicherweise als Lapis Lazuli bezeichnet. GeschichteLapis Lazuli wurde schon vor 50.000 Jahren als Schmuckstein verwendet. In der Bibel wird er als einer der 12 Steine der Brusplatte von Aaron erwähnt; im alten Ägypten wurde er mit Isis und Venus assoziiert und war ein königlicher Stein (u.a. auch als Skarabäus aus Lapis Lazuli im Grab von Tut-ench-Amon gefunden). In der legendären Stadt Ur am Euphrat war Lapis schon ein begehrtes Handelsgut (4.000 Jahre v.Chr.). In der gleichen Epoche auch in gepulverter Form als Augen-Make-Up und als Malerfarbe benutzt. Alexander der Große brachte als erster Lapis Lazuli nach Europa. In der Antike von China über Indien bis Chile ebenfalls als Heilmittel bekannt. Wegen seines tw. hohen Schwefelgehaltes als Remedium gegen Hautkrankheiten, aber auch gegen Epilepsie, Anämie und Gallenleiden sowie als Potenzmittel benutzt. Chilenische Stämme unter der Hoheit der Inkas (Chimu-Epoche) stellten Ornamente aus Lapis her und benutzten pulverisierten Lapis als Heilmittel. Sehr fein gemahlener Lapis Lazuli war viele Jahrhunderte als Ultramarin eine geschätzte Malerfarbe; wurde aber 1834 durch synthetische blaue Farbe abgelöst). Vorkommen und LagerstättenLapis Lazuli kommt meist in kontaktmetamorphen Lagerstätten vor (Gneise, Marmor) (wie in Afghanistan in Kontakt mit Amphiboliten, Pyroxeniten und Peridotiten). Die bekanntesten Vorkommen sind Sar-e-Sang (Badakhshan, Afghanistan), wo Lapis Lazuli mit Unterbrechungen seit über 6.000 Jahren abgebaut wird, sowie die Mina Morita Gil im Ovalle-Tal in Chile (wo wegen der großen Höhe nur in den Sommermonaten gearbeitet wird). Quellangaben
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Andere Sprachen
Deutsch |
Lapis Lazuli |
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Englisch |
Lapis Lazuli |
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Spanisch |
Lapis Lazuli |
alternativ genutzter Name
青金石 |
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Deutsch |
Lapislazuli |
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Fundstellen (2)