Mineralienatlas
Opal |
Einleitung
Opal / Edelopal / Feueropal |
Weitere Funktionen
Bilder (195 Bilder gesamt)
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| Weitere Bilder | ||||||||||||||||||||||
Chemismus
Chemische Formel |
SiO2·n H2O |
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Chemische Zusammensetzung |
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Strunz 9. incl. Aktualisierungen |
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4: Oxide, Hydroxide (Oxide, Hydroxide, V~[5,6]-Vanadate, Arsenite, Antimonite, Bismutite, Sulfite, Selenite, Tellurite, Iodate) |
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Lapis-Systematik |
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IV: OXIDE |
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Hölzel-Systematik |
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4: OXIDES |
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Hey's Index |
7.8.8 |
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Dana 8. Ausgabe |
75.2.1.1 |
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IMA Status |
Erstbeschreibung vor CNMNC-Gründung (1959), als Mineral meist anerkannt |
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Mineralstatus |
anerkanntes Mineral |
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IMA-Klassifizierung
IMA-Klassifizierung |
Optische Eigenschaften
vielfarbig - darunter: farblos (Hyalit), weiß, gelb, rot, braun, grün, blau, violett, schwarz, gelegentlich mit Farbspiel als Edelopal; gelb- orange bis feuerrot als Feueropal |
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weiß |
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durchsichtig, durchscheinend, auch undurchsichtig |
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Glasglanz, Fettglanz, Wachsglanz, Mattglanz |
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Brechungsindizes |
1,42 - 1,45 (abhängig von Porosität u. Wassergehalt) |
Optische Daten |
optisch isotrop (Volumenmaterial), pseudo-doppelbrechend in dünnen Schichten |
Kristallographie
Sinterüberzüge, Tropfsteine, Knollen, Konkretionen, Krusten, Pseudomorphosen, traubige, tropfsteinartige, nierige, kugelige und erdige Aggregate, Oolithe |
Physikalische Eigenschaften
(Co-)Typlokalitäten
(Co-)Typlokalität |
Allgemeines
auf Klüften, Spalten und Blasenhohlräumen vulkanischer Gesteine (Rhyolithe, Dacite, Phonolithe und Tephrite); in Sedimentgesteinen (v.a. Sandsteine, Süsswasserquarzite) und als Bestandteil von Flint (Feuerstein); biogener Opal in Radiolarien, Diatomeen uns Schwammskleren, diese fossil als Radiolarite, Diatomite (Kieselgur); in verkieselten Hölzern; selten in Erzlagerstätten; seltenes Mineral in Pegmatiten |
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Bildungsbedingungen |
In Vulkaniten aus Fluiden (Thermalwässer, hydrothermale Fluide), die mit dem Gestein wechselwirkt, Opal entsteht aus dem SiO2-Gehalt des Gesteinsglases und kann auch bei der hydrothermalen Zersetzung des Olivins frei werden; in den Sedimenten kann SiO2 vor allem durch Lösung biogenen Opals mobilisiert werden, Fällung dieser Lösungen an geochemischer Barriere (H2S aus verwesenden Lebewesen) oder Gesteinswechsel führt zu SiO2-Fällung, daher auch gern Opal als Versteinerungsmittel neben Chalcedon und neben diesem Bestantteil von Flint und Hornstein ; ebenso kann SiO2 auch durch Drucklösung gelöst werden (Diagenese); in Erzgängen und Skarnen als seltenere tiefthermale Bildung; in Drusen und Klüften in Pegmatiten als späte, wohl hydrothermale Bildung (hier aber selten). |
Seltenheit |
Edelopale sind sehr selten |
Referenzen |
Dana's System of Mineralogy, 7th edition, 3 (1962), 287. Nature 204 (1964), 1151. American Mineralogist 60 (1975), 749. Journal of the Geological Society of Australia 18 (1971), 57. American Mineralogist 79, 622-632. Lapis Extra No. 10, Opal (1996). Neues Jahrbuch für Mineralogie, Monatshefte (2003), 177. Röntgenamorph und lichtkristallin - Optische Eigenschaften opaliner Materialien, Zeitschrift der Deutschen Gemmologischen Gesellschaft (2010), 59/1-2. |
Bedeutung, Verwendung |
Als Schmuckstein |
Manipulation/Imitation |
Slocum-Stone (Imitation), Gilson-Opal (synthetischer Edelopal) |
Ausführliche Beschreibung
Entstehung u. VorkommenIn GesteinenOpal wird bei niedrigen Temperaturen aus silikathaltigen Wässern abgesetzt und kommt in Spalten, Adern und Hohlräumen in vulkanischer Gesteine (Rhyolithe, Andesite, Trachyte) sowie in Verwitterungskrusten ultrabasischer Gesteine vor. ThermalwässerOpal wird nicht selten von heißen Quellen und Geysiren in vulkanischen Gebieten in Form von Krusten (Kieselsinter, Geyserit) abgesetzt, manchmal in weißen, durchscheinenden Fließformen mit Perlmutt-Farbenspiel. SedimentärMeist wird Opal unter exogenen Bedingungen bei der Zersetzung von Silikaten (Verwitterung verschiedener Gesteine) gebildet. Die Kieselsäure der Silikate geht bei dem Zerfall der Kristallgitter in ein Sol über, bei dessen Koagulation Opal in der Eluvialzone in fließförmigen Konkretionen ausfällt. BiogenOpal wird als silikatisches Sekret von Schwämmen (Spongilit), Radiolarien (Radiolarit) und Diatomeen (Diatomit) ausgeschieden. Hierzu gehört auch Tripel. Diatomit kommt in ausgedehnten Lagerstätten weltweit vor. Kieselsäure-Kolloide bewirken die Verkieselung von Pflanzen, insbesondere von Baumstämmen unter Bildung von Holzopal. ZusatzinformationenDer Name Opal soll laut ständig voneinander abschreibender Autoren aus dem altindischen Sanskrit-Wort "Upala = Edelstein" stammen; dies ist nicht korrekt, da "upala" für viele Edelsteine und nicht für Opal gebraucht wurde (andere Bezeichnungen für edle Steine waren ratna, vasu und mani). Etymologisch akzeptabel wäre jedoch das lateinische Wort "Opalus" = kostbarer Stein. (Quelle: Garbe, R.,1974; Die indischen Mineralien, ihre Namen und die ihnen zugeschriebenen Kräfte) Aus gewissen Quellen geht hervor, dass Opal aus Cristobalit-Kugeln aufgebaut sein soll. Diese Aussage konnte aber bisher aus keiner verläßlichen Quelle bestätigt werden. Man sollte sich daher auf die aktuell verbindliche Definition beschränken, dass Opal aus SiO2-Kugeln aufgebaut ist. Das Farbspiel des Edelopals ist im Gegensatz zu vielen anderen Mineralen nicht chemisch bedingt, sondern eine sogenannte Strukturfarbe, verursacht durch die Kombination von Streuung und Interferenz (Beugung) des sichtbaren Lichts an den in einer Dichtestpackung vorliegenden Silica-Kügelchen. Opal-Doubletten bestehen aus einem Plättchen aus Potch (austral. Bezeichnung f. Opal ohne Farbenspiel) und einem darübergeklebten Edelopal; Opal-Tripletten bestehen aus drei Platten. Zuunterst i. d. R. ein Onyx-Plättchen, darüber der Opal und obendrauf als Schutz ein Quarz-Plättchen (Bergkristall), um den Opal vor Austrocknung zu schützen. Gefärbte Opale werden aus Tränken von porösem Muttergestein (hauptsächlich Matrixopalen aus Andamooka/Australien) mit Zuckerlösung oder Honig und anschließender Behandlung mit Schwefelsäure hergestellt. Die dadurch entstehende graue bis schwarze Grundfarbe führt zu einem intensiveren Farbspiel. Die Edelopal-Lagerstätten in AustralienDie Edelopale Australiens (90 % der Weltvorkommen) liegen im Großen Artesischen Becken, einem ehemaligen Binnenmeer. Während der Kreidezeit wurden durch Verwitterung der umliegenden Gebirge enorme Schuttmassen, welche sich alluvial in diesem Binnenmeer absetzten, zu Sedimenten verfestigt; das Binnenmeer verschwand und es entstand eine Wüsten- und Steppenlandschaft. Das opalführende Muttergestein besteht aus Sedimenten, vorwiegend Tongesteine (Mergel) und Sandstein. Das weltgrößte Edelopalvorkommen erstreckt sich über eine riesige Fläche W von Brisbane/N von Adelaide und konzentriert sich auf drei Bergbaugebiete:
Fundstellen der Edelopale
Lagerstätten opalhaltiger Sedimentgesteine
Weitere WeblinksDeutsche SeitenGewerblicher LinkQuellangaben
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SiO2·n H2O |
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SiO2 |
C2221 |
222 |
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SiO2 |
P3121, P3221 |
32 |
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SiO2 |
C2221 |
222 |
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SiO2 |
P41212, P43212 |
422, 422 |
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SiO2 |
I2/a |
2/m |
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46SiO2 ·6(N2,CO2) ·2(CH4, N2) |
P42/nbc |
4/mmm |
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SiO2 |
C2/c |
2/m |
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SiO2 |
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SiO2 |
P42/mnm |
4/mmm |
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SiO2 |
amorph |
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SiO2·n H2O |
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SiO2·nH2O |
amorph |
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SiO2·n H2O |
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(H3O)[Si7O13(OH)3]·?H2O |
Varietäten
Als Forcherit wird eine Opal-Varietät bezeichnet, die Orpiment- und Realgareinschlüsse enthält. |
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Wasserklare Varietät von Opal. Kein Opalisieren. |
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Der Hydrophan ist ein matter, poröser meist weiß bis grau-bläulicher, trüber Opal. Im Wasser eingelegt ändert sich die matte Oberfläche in nahezu durchsichtig und er zeigt oftmals ein dem Edelopal vergleichbares Farbenspiel |
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Ein traubig, nierenförmiger, als Überzug, derb, milchrötlichweiß, gelblichweiß, wenig glänzend bis matter, undurchsichtig Opal der als Schmuckstein verwendet wird. |
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Andere Sprachen
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Опал |
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Lateinisch |
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Common Opal |
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