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Tantal (Tantalum)

Einleitung

Tantal

Weitere Funktionen

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Chemismus

Chemische Formel

Ta

Chemische Zusatzinformation

möglicherweise Tantalcarbid

Chemische Zusammensetzung

Tantal

Strunz 8. Auflage

I/A.06-07

Klasse/Gruppierung (Strunz 8)

I: Elemente
A: Metalle und intermetallische Verbindungen
6: Chrom Serie, Titan - Chromferid

Strunz 9. incl. Aktualisierungen

1.AE.10

Klasse/Gruppierung (Strunz 9)

1: Elemente (Metalle, intermetallische Legierungen, Metalloide u. Nichtmetalle, Carbide, Silicide, Nitride u. Phosphide)
A: Metalle und intermetallische Legierungen
E: Eisen-Chrom-Familie
10:Taenit-Gruppe

Hey's Index

Dana 7. Ausgabe

Dana 8. Ausgabe

IMA Status

Diskreditiert von der CNMNC 1964, natürliches Vorkommen nicht bestätigt

Mineralstatus

Varietät / Polytyp von

Optische Eigenschaften

Farbe

grau-weiß

Strichfarbe

Opazität

undurchsichtig

Glanz

Metallglanz

Pleochroismus

Brechungsindizes

Lumineszenz

Optische Daten

Kristallografische Daten

Kristallsystem

kubisch

Kristallklasse

m3m

Raumgruppen-Nummer

229

Raumgruppe

Im3m

Gitterparameter (in Å)

a = 3.31Å

Z

2

Kristallstruktur

Röntgenstrukturanalyse

2.34(100), 1.654(20), 1.349(80), 1.171(30), 1.046(50)

chart

Errechnet aus dem d-Spacing und Intensität bei 0.1541838 nm (Cu)

Morphologie

Physikalische und chemische Eigenschaften

Mohshärte

4

VHN (Härte n. Vickers)

Spaltbarkeit

Bruch

Dichte (g/cm³)

16.44 (berechnet)

Tenazität

Radioaktivität

Schmelzpunkt °C

Schmelzpunkt K

Chem. Eigenschaften u. Tests

(Co-)Typlokalität

(Co-)Typlokalität

(Co-)Typlokalität

Avrorinkskii Mine, Solov'eva Berge, Nizhniy Tagil, Ural, Russland (unsicher)

Typmaterial

Sammlungsnummer Typmaterial

Paragenese Typmaterial

Allgemeines

Vorkommen

Bildungsbedingungen

Paragenese

Seltenheit

Name nach

Referenzen

Walther (1909), Nature 81, 335.

Bulletin de la Société Française Minéralogie et de Cristallographie 87 (1964), 291

Transactions (Doklady) of the USSR Academy of Sciences, Earth Science Sections 361 (1998), 642

American Mineralogist 84 (1999), 992.

Strunz Mineralogical Tables 9. Edition (2001), 41.

Entsprechender Autor (Name, Jahr)

Walther, 1909

Bedeutung, Verwendung

Sammler Info

Zusatzinformationen

Manipulation/Imitation

Ausführliche Beschreibung

Tantal als Element - Technische Daten

Ordnungszahl:

73

Dichte (g/cm3):

16,650

Härte:

6,5

relat. Atommasse (amu):

180,9479

Atomradius (berechnet) in pm:

145 (200)

Oxidationszahlen:

5

Elektronegativität (Pauling):

1,5

Elektronenkonfiguration:

[Xe]4f145d36s2

Schmelzpunkt:

3017°C (3290 K)

Siedepunkt:

5458°C (5731 K)

natürl. Häufigkeit:

1 ppm


Chemische Eigenschaften

Tantal ist ein metallisches Element aus der 5. Nebengruppe des Periodensystems. Als anisotopes Element besteht Tantal zu 99,988% aus dem Isotop 181Ta und zu nur 0,012% aus 180Ta. Daneben kennt man noch künstliche Isotope (159Ta bis 186Ta) mit Halbwertszeiten zwischen 0,6 Sekunden und ca. 1,8 Jahren. In seinen Verbindungen tritt Tantal in den Oxidationsstufen +1, +3, +4 und +5 auf, wobei letztere am beständigsten und am häufigsten ist.
Tantal kristallisiert kubisch-raumzentriert. Es ist ein Platin-graues, hartes, sehr zähes, elastisches, dehnbares Metall, das man walzen und schmieden kann. Geschmolzenes Tantal ist die höchstsiedende, bei Normaldruck noch existenzfähige Flüssigkeit. Tantal ist ein unedles Metall, doch überzieht es sich an der Luft mit einer schützenden Oxidschicht. Tantal ist chemisch dem Niob so ähnlich, dass die beiden Elemente erst spät getrennt werden konnten. Tantal ist wegen seiner Oxidschicht gegen chemische Angriffe außerordentlich widerstandsfähig. Es wird nur von Flußsäure, heißer rauchender Schwefelsäure, heißem Chlor, Fluor, Schwefel und geschmolzenen Alkalihydroxiden angegriffen.


Vorkommen

Tantal gehört zu den seltenen Elementen. Man schätzt seinen Anteil an der obersten Erdkruste auf nur 2,1*10–4%. Damit steht es in der Häufigkeitsliste der Elemente zwischen Thorium und Cäsium. Es ist somit seltener als Lanthan, Blei, Gallium, Bor und mehr als 10mal seltener als Niob. Man findet Tantal in den verschiedensten, über die ganze Welt zerstreuten Lagerstätten mit Niob vergesellschaftet in Niobaten und Tantalaten. Tantalit als Endglied der Columbit-Reihe enthält 53–84% Ta2O5. Weitere Tantal-Mineralien sind Tapiolit, Wodginit, Thoreaulith, Mikrolith, Strüverit sowie die Reihe der radioaktiver Komplexerze (u.a. Tanteuxenit-(Y)).


Herstellung

Die Aufarbeitung der Tantal-Erze erfolgt durch Aufschluss auf nasschemischem Weg mit Flußsäure, mit Hilfe von Salzschmelzen oder durch Chlorierung. Die Gewinnung des reinen Metalls erfolgt aus den Tantal-Chloriden bzw. -Fluoriden durch Reduktion mit geschmolzenem oder dampfförmigem Natrium, selten durch Schmelzflußelektrolyse.


Verwendung

Tantal wird im chemischen Apparatebau als korrosionsfester Werkstoff für Behälterauskleidungen, Wärmetauscher und Pumpenteile verwendet. Ein großer Anteil wird in der Elektronik zur Herstellung von Tantal-Elektrolyt-Kondensatoren eingesetzt. Weitere Anwendung findet das Metall zur Herstellung von Spinndüsen, Laborgeräten und von Kathoden in Röntgen- und Elektronenröhren. In der Chirurgie wird Tantal als Werkstoff für Knochennägel, Knochenersatzstücke, Gelenkimplantate, Klammern, Kiefernschrauben u.a. Instrumente verwendet. Ta/Nb-Legierungen werden als Hochtemperatur-feste Komponenten im Triebwerkbau eingesetzt. Ta/W-Legierungen mit Hf-, Zr- und/oder Nb-Zusätzen werden in der Raumfahrt verwendet. TaC dient zur Herstellung von Hartmetallen, Tantaloxid für optische Gläser, Glaskeramik und elektrotechnische Bauteile.


Geschichtliches

1802 wurde aus Columbit-ähnlichen finnischen Mineralien das Oxid eines neuen Elementes abgetrennt, das Tantal genannt wurde, weil das äußerst beständige Oxid (Ta2O5) mit Säuren kein Salz bildet und daher unter der Säure "schmachten muss und seinen Durst nicht löschen kann, wie Tantalus in der Unterwelt". Der Name Niob stammt von Niobe, der Tochter des Tantalus. Die erste Isolierung des Elements gelang im Jahre 1903 .


Quellangaben

  • Quelle: Römpp-Chemielexikon; 10 Auflage (1996), S. 4392
  • Verfasser: Hg

Verwandte Mineralien (Strunz 8. Auflage) [Mineral | Formel | Kristallsystem | Raumgruppe | Kristallklasse | Ordnungsnummer]

'Titan'

Ti

hexagonal

P63/mmc

6/mmm

I/A.06-05

'Tantal'

Ta

kubisch

Im3m

m3m

I/A.06-07

'Wolfram'

W

kubisch

Im3m

m3m

I/A.06-08

Chrom

Cr

kubisch

Im3m

m3m

I/A.06-10

Ferchromid

Cr3Fe1-x

kubisch

Pm3m

m3m

I/A.06-20

Chromferid

Fe3Cr1-x (x=0.6)

kubisch

Pm3m

m3m

I/A.06-30

Verwandte Mineralien (Strunz 9. Auflage) [Mineral | Formel | Kristallsystem | Raumgruppe | Kristallklasse | Ordnungsnummer]

Taenit

(Ni,Fe)

kubisch

Fm3m

m3m

1.AE.10

'Tantal'

Ta

kubisch

Im3m

m3m

1.AE.10

Tetrataenit

FeNi

monoklin

Pm

m

1.AE.10

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Тантал

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Tantal

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Tantalio

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Tantalum

alternativer Name

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自然タンタル

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Tantal
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Tantal

Tantalstück gefunden beim Goldsuchen in Bolivien (ca. 450 g); Maße: 60 x 55 x 33 mm

Sammlung:

Franz Krüger (Franz123)

Copyright:

Franz Krüger (Franz123)

Beitrag: Franz123 2009-02-15

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Tantal-Stabstück
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Tantal-Stabstück

Größe: 4,3 cm, Gewicht: 200,1 g; 3N

Sammlung:

scheidewasser

Copyright:

scheidewasser

Beitrag: slugslayer 2006-02-08

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