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Kupfer

Artefakte aus der Bronzezeit
Artefakte aus der Bronzezeit

Knieender Mann (Hammurabi) aus Bronze und Gold;
Mesopotamien, 2. Jahrtausend v.Chr;
Louvre, Paris

Jarsow

Geschichte

Die Geschichte des Kupfers




Die Wiege der eurasischen Metallurgie

Einige russische Archäologen vertreten die Auffassung, dass Kupfer bereits vor über 40.000 Jahren erstmals erschmolzen und verarbeitet worden sein könnte (SPIRIDONOV, A., 1982). Dise Annahme stützt sich auf Funde von Feuerstätten auf russischem Territorium aus der Jüngeren Altsteinzeit (50.000 – 10.000 v.Chr.) Von dieser Auffassung abgesehen, bleibt weiterhin die Annahme, dass die Nutzbarmachung von Kupfer vor etwa 10.000 Jahren begann. (PIERSIG, W.).

Kupfer im Neolithikum (11.000 - 5.500 v.Chr.)

Der Beginn des Neolithikums (Jungsteinzeit) wird heute über den Übergang von der aneignenden zur produzierenden Wirtschaftsweise (neolithische Revolution) definiert, also dem Beginn von Viehhaltung und Ackerbau. Dieser Übergang erfolgte zu sehr unterschiedlichen Zeitpunkten, beginnend in Mesopotamien um 11.000 v. Chr., aber in Mitteleuropa erst um 5.500 v. Chr. (Manche Bewohner entlegener Regionen befinden sich noch heute technologisch in der Jungsteinzeit)

Die ersten von den Menschen bearbeiteten Metalle waren die gediegen vorkommenden Elemente Kupfer, Gold und Silber. Für Werkzeuge oder Waffen waren diese weichen Metalle ohne Legierungen nicht geeignet.

Die ältesten datierbaren Kupferfunde stammen aus dem 8. Jtsd. v.Chr. und stammen aus dem vorderasiatischen Raum von Anatolien bis zum Kaukasus. Aus dieser Zeit sind keine anderen Kupferfunde in Europa bekannt. Kupfer ist der Menschheit bereits seit über 10.000 Jahren bekannt und nimmt die Stellung des ältesten Gebrauchsmetalls ein. Die ältesten Kupferfunde stammen aus Çatalhöyük (auch Çatal Höyük, Çatal Hüyük oder Chatal-Hayouk), einer in der heutigen Türkei ausgegrabenen Siedlung aus der Jungsteinzeit. Sie liegt knapp 40 Kilometer südöstlich der Stadt Konya auf der Hochebene Anatoliens und hatte mehrere tausend Einwohner. Bei den Funden handelt es sich um Rohkupferperlen und Bleianhänger aus dem 7. Jahrtausend v. Chr., die als Schmuck getragen wurden. Das Rohmaterial für Kupfergegenstände wurde zu dieser Zeit an bis zur Erdoberfläche reichenden Kupfervorkommen gewonnen. Die erste Verhüttung von Kupfererz war aller Wahrscheinlichkeit nach zufällig. Eine Annahme ist, daß gelegentlich Erzstücke in Töpferöfen gerieten, die seit etwa 7.000 v. Chr. bekannt sind. Die Verhüttungsmethoden sind jdoch nicht endgültig nachgewiesen. Vermutlich wurde das Kupfer mit in den Boden vertieften Lehmkuppelöfen geschmolzen (Schmelzpunkt bei 1100° C). Für das Giessen kommen mehrere Varianten in Frage: so z.B. der Schalenguß, das Wachsausschmelzverfahren oder der Guß in Formsand (Quelle: MASSARI, 2012). Das Kupfererz wurde in tönernen Schmelzöfen bei fast 1.000oC geschmolzen und das flüssige Metall in Stein- oder Lehmformen gegossen , deren beide Hälften Negativabdrücke des Endproduktes aus Lehm oder Ton enthielten.

Catalhöyük
Catalhöyük

Çatalhöyük in Anatolien; Omar Hoftun

Omar Hoftun

Kupfer im Chalkolithikum (ca. 5.500 - 2.200 v. Chr.)

Als Kupfersteinzeit oder Kupferzeit (Chalkolithikum, Äneolithikum) wird in Teilen Europas und Vorderasiens, nicht jedoch in der deutschsprachigen Vorgeschichtswissenschaft, ein Zeitabschnitt zwischen der Jungsteinzeit und der frühen Bronzezeit bezeichnet, in dem der Kupferbergbau und grundlegende Techniken der Metallurgie erfunden wurden.

Die früheste Zeit, in welcher Menschen Kupfer im Schmelzverfahren verarbeiteten, wird als Kupferzeit oder als Kupfersteinzeit (Chalkolithikum, von griech. „chalkos“ (χαλκὀς) oder als Aneolithikum) bezeichnet, welche vom ausgehenden Mesolithikum (ca. 5.500 v. Chr.) bis etwa 2.200 v. Chr. reicht. Bis heute gibt es jdoch keinen einheitlichen Namen für den Zeithorizont der frühen Kupferverarbeitung, was an der regional sehr unterschiedlichen Einführung der Kupferverarbeitung liegt. Der Zugang zum Rohmaterial Kupfer war von lokalen Vorkommen und dem unterschiedlichen Zugang zu Handelsnetzen abhängig. Die Archäologie definiert den Beginn der Kupferzeit vor allem über die wirtschaftliche Bedeutung des Metalls, was meist mit dem Kupferbergbau einhergeht, in Einzelfällen aber auch über die lokale Verarbeitung importierten Kupfers definiert wird. In der mitteleuropäischen Gliederung des Neolithikums von Jens Lüning entsprechen die Unterstufen Jungneolithikum, Spätneolithikum und Endneolithikum der Kupferzeit. Die Zeithorizonte für kulturelle Veränderungen sind für Europa, Asien und Afrika bisher nicht einheitlich. Gründe dafür sind die unterschiedlichen Betrachtungen der Bedeutung des Kupfers und der Zugang zum Kupfer in Form von Rohstoffen. Bekannt jedoch sind die Endprodukte Waffen und Werkzeuge sowie die Zugänge zu den frühen Handelswegen. Geht man von der wirtschaftlichen Bedeutung des Kupfers aus, so begann die Kupferzeit um ca. 5500 v. Chr., betrachtet man die kulturelle Entwicklung ganzheitlich, so weiß man, dass erste Objekte aus Kupferblech, Glockenbecher als mit metallischem Schmuck gefüllte Grabbeigaben , sogar Äxte und Beile bereits 8.000 v. Chr. gefertigt wurden.

Kupfer kann leicht bearbeitet werden und kommt gelegentlich als natürliches Metall in ziemlich großen Massen vor. Da das Metall jedoch relativ weich ist, ist es gediegen für die den Gebrauch als Waffen und Werkzeuge unbrauchbar.

Als die ersten Kupfergegenstände erarbeitet wurden, war die Stein- und Keramiktechnik des Neolithikums bereits so weit fortgeschritten, dass Steinwerkzeuge weitaus brauchbarer als die Erzeugnisse aus weichem Kupfer waren. Da das Metall jedoch eine schöne rote Farbe hat und außerdem glänzt, wenn es poliert wird, wurde Kupfer anfangs mehr für ornamentale Gegenstände als für Gebrauchsgüter benutzt.

Ein dauerhafter oder saisonaler Bergwerksbetrieb setzt eine Landwirtschaft mit Überschüssen und Handel voraus, da die Bergleute ernährt werden müssen, ohne selbst Nahrung produzieren zu können und selbst mehr Produkte erzeugen, als die Gemeinschaft verwerten kann. Die Voraussetzungen dafür waren in der Regel erst in der Kupfersteinzeit gegeben (Naqada-Kultur/ Kupferminen von Timna in Ägypten). Irans Kupferbergwerke sind bereits steinzeitlich und über 6500 Jahre alt. Die Blütezeit der zyprischen Minen beginnt vor 4.000 Jahren. In Europa haben die Archäologen zwei Arten prähistorischer Minen untersucht.

Wahrscheinlich gab es gegen 3.000 v. Chr. schon Erzgruben in Indien und China. Ein auf 3.000 v. Chr. datiertes Goldbergwerk ist in Georgien belegt. Um 2.500 v. Chr. begann die Kupferförderung in Mitteldeutschland.

Die ersten zweckgerichteten Schmelzöfen werden bereits für die frühe Kupfersteinzeit (4.500–3.500 v. Chr.) nachgewiesen . Aus der frühen Kupferzeit (ca. 4.000 v. Chr.) stammen Metallspiegel in Knossos, Beile aus Kupfer, Grabbeigaben in Form von Kupferdolchen und Goldschmuck (sowie erste Gegenstände aus Eisen). In Catal Höyük in Anatolien fand man kleine Kupfertafeln, die zur Dekoration dienten; im alten Ägypten gab es Kupferperlen, Armbänder und Ringe aus Kupfer, in Virginia Ohrringe, während der Mound-Kultur in Ohio wurde Kopfschmuck hergestellt und in British Columbia fand man Armschmuck aus dem roten Metall.

Die ersten Metallkulturen Südosteuropas – dort meist als Äneolithikum bezeichnet – sind neben der Vinča-Kultur (Serbien, Westbulgarien) die Cucuteni-Tripolje-Kultur (Ostrumänien, Ukraine) und die Theiß-Kultur in Ungarn. Frühe Kupferverhüttung ist bereits in der frühen Vinča-Kultur des späten 6. vorchristlichen Jahrtausends nachgewiesen. In den letzten Jahren bei Ausgrabungen geborgene Kupferwerkzeuge (Äxte und Meißel) sowie Schlacken der serbischen Fundplätze Pločnik (Okrug Toplica) und Belovode (Okrug Braničevo) gelten als die frühesten verhütteten Kupferobjekte in Europa. Der zugehörige Bergbau wurde anhand von spezifischen Blei-Isotopen im Kupfer in der Region um Rudna Glava identifiziert. Die Objekte sind bis zu 800 Jahre älter als die Kupfer- und Goldobjekte aus dem Gräberfeld von Warna und gehören zur Warna-Kultur, (4.600 - 4.200 v. Chr.). Bei 57 der Warna-Gräber handelte es sich um symbolische Bestattungen (Kenotaph), sie enthielten keine Skelettreste, sondern nur Grabbeigaben. In den symbolischen Gräbern wurden die meisten Artefakte gefunden. Die Fundstücke belegen, dass die Warna-Kultur Handelsbeziehungen mit weit entfernten Gebieten, möglicherweise bis zur unteren Wolga und den Kykladen unterhielt. Als Handelsgut diente Salz aus dem Salzbergwerk Prowadija. Das Kupfererz in den Artefakten stammt aus den Kupferlagerstätten von Ai-Bunar nördlich von Stara Sagora in Bulgarien.

Im Vorderen Orient reicht das Äneolithikum von der späten Halaf-Zeit bis zur Obed-Zeit. Gegenstände aus kalt gehämmertem, gediegenem Kupfer sind jedoch bereits aus dem Präkeramischen Neolithikum bekannt. Auf der Iberischen Halbinsel ist die erste Kupferverhüttung in der Siedlung Cerro Virtud (Almería, Südostspanien) belegt. Hier wurden verziegelte Reste der Ofenwandung eines Schmelzofens gefunden, was auf ein Reduktionsverfahren hindeutet. Der Befund datiert ins frühe 5. vorchristliche Jahrtausend, ebenso wie die meisten Fundplätze Südosteuropas. Die Los Millares-Kultur führt die metallurgische Tradition in Spanien fort.

In Mitteleuropa kommen erste importierte Gegenstände aus Kupferblech in Gräbern der Rössener Kultur in der ersten Hälfte des 5. Jahrtausends v. Chr. vor, die jedoch keine wirtschaftliche Bedeutung haben. Objekte wie Äxte und Beile treten erst mit der westlichen Lengyel-Kultur in Mähren und Österreich auf, was sich auch in süd- und mitteldeutschen Kulturen (Münchshöfener Kultur, Gaterslebener Kultur, Baalberger Kultur) in Form von Importen niederschlägt. Eigenständige Kupferverarbeitung von importiertem Metall gibt es um 4.200 v. Chr. in der schlesischen Jordansmühler Kultur, was durch einzelne noch erhaltene Gussformen im Fundplatz Jordansmühl belegt ist.

Der erste nachweisbare Kupferbergbau Mitteleuropas wurde von der Bevölkerung der Mondseekultur (3.770 - 3.200 v. Chr.) betrieben, da deren Kupfergegenstände teilweise aus Kupferkiesvorkommen am Mitterberg bei Mühlbach am Hochkönig (Österreich) stammen.

Bisher geheimnisvoll ist, warum die Schöpfer der großen Steinbauten auf der Insel Malta kein Kupfer verwendeten. Während der Blütezeit der maltesischen Kultur zwischen 4.000 und 2.000 v. Chr. wurden beim heutigen Dorf Tarxien gewaltige Megalithbauten errichtet; auch in Hagiar Kim, Mnaidra und Gigantia gab es beeindruckende Steinkammern, welche, obwohl es schon Kupfer- und Bronzeguss gab, ohne jegliches Metall konstriert wurden und deren Steinplatten allle nur mit Steinwerkzeugen bearbeitet wurden. Es ist unbekannt, ob diese Vermeidung von Kupfer (oder anderen Metallen) religiöse Gründe hatte.




Prähistorischer Kupferbergbau in Anatolien und im Nahen Osten

Zu den wohl ältesten Kupferrevieren der Welt gehört Ergani Maden (Provinz Diyarbakir in Zentralanatolien), wo bereits vor 5.000 Jahren sulfidisches Kupfererz gefördert wurde und welches in den 1930er Jahren wieder in Betrieb genommen wurde. Ergani-Maden ist u.a. berühmt für bis zu 1 m lange Chalkantit-Stalagtiten, welche sich aus Kupfersulfatlösungen in den alten Abbauräumen bilden. Die drei bekannten Kupfererz-Lagerstätten Ana Yatak-, Weiss- und Kısa Bekir sind von der Genese her gleich. Weitere bekannte spätchalkolitische bis frühbronzezeitliche Kupferbergbaue gab es in Alacahöyük, Alişar, Büyük Güllücek und Resuloğlu.

Im Rahmen eines montanarchäologischen Projektes wird die Kupferlagerstätte Derekutuğun in der Provinz Çorum in Anatolien ausgegraben. Analysen deuten auf einen Abbau von Kupfererz in der ersten Hälfte des 3. Jtsd.v.Chr., könnten jedoch bereits 5.000 J.v.Chr. begonnen haben. Das gediegene Kupfer tritt angereichert in den Spalten und Rissen der miozänen Konglomeratschichten auf. Der Abbau fand untertage statt. (YALCIN, Ü., 2013)



Kupferbergbau in Feinan und Timna

Timna - Alter Schacht
Timna - Alter Schacht

Einer der 10.000 alten Schächte des Kupfer-Bergbaureviers Feian-Timna; Autor: שומבלע

Archiv: Peter Seroka (Collector)

Das wohl bedeutendste Kupfer-Montanreviere des Chalkolithikums bis zur mittleren Bronzezeit sind die Lagerstätten von Feinan im Wadi Arabah im heutigen Jordanien und Timna in der israelischen Negev-Wüste, ca. 30 km N des Golfes von Aqaba und der Stadt Eilat in Israel.

Das Wadi Arabah ist Teil des jordanischen (palästinensischen) Rift Valley (Großer afrikanischer Grabenbruchs) und zieht sich vom Toten Meer ca. 140 km bis in den Süden bis nach Aqaba am Golf von Akaba (auch Golf von Eilat), einem Seitenarm des Roten Meeres. Das Wadi Arabah trennt die Wüste Negev vom Süden Jordans und markiert den heutigen Grenzverlauf zwischen Jordanien und Israel; in der späten Bronzezeit verlief hier die Grenze zwischen den Königreichen von Judah und Edom. Auf beiden Seiten des Wadi Arabah war Kupfer von den Bergbaurevieren Feinan und Timna das bedeutendste Wirtschaftgut über mehr als 3.000 Jahre. 150–160.000 to von 4.500–2.000 Jahren alter Schlacke wurden auf den Abraumhalden rund um die Verhüttungsplätze im Wadi Arabah gefunden. Auf beiden Seiten des Wadi Arabah war Kupfer von den Bergbaurevieren Feinan und Timna das bedeutendste Wirtschaftgut über mehr als 3.000 Jahre. Heute sind diese beiden Kupferlagerstätten etwa 107 km auseinander, was genau der Drift, bzw. Bewegung der arabischen gegen die afrikanische Platte entspricht und deshalb anzunehmen ist, dass ursprünglich Feinan und Timna eine einzige zusammenhängende Lagerstätte gewesen sind.



Schmelzofen in Timna
Schmelzofen in Timna

Schmelzofen-Relikte im chalkolithischen Kupferbergwerk Timna in der Wüste Negev, Israel.

Chmee 2

Timna - Stollen
Timna - Stollen

Stollen im Kupfer-Bergbaurevier Feian-Timna; Autor: שומבלע

Archiv: Peter Seroka (Collector)

Kupfererz aus Timna
Kupfererz aus Timna

Kupfererz (Chrysokoll) in kambrischem SAndstein;
Timna, Israel

Mark A. Wilson



Feinan, am Fuße des Wadi Dana (nördliches Wadi Arabah in Jordanien) war eines der wichtigsten Kupferbergbau- und Verhüttungsreviere des Mittleren Ostens, fast gleichbedeutend mit dem nahegelegenen Timna in der Wüste Negev (südwestliches Wadi Arabah in Israel), wo auch heute noch Kupfererz abgebaut wird. Die unterirdische Grube Umm el-Amad (Mutter aller Säulen) im jordanischen Kupferzentrum von Feinan zeigt heute noch deutlich die Spuren der vorzeitlichen Erzgewinnung In Feinan gab es an die 200 Gruben und viele Schmelzöfen ; manche der riesigen Schlackehaufen wurden bis 4.500 Jahre v.Chr. (Chalkolithikum) datiert. Das Bergbaurevier war von 4.500 bis 1.500 v.Chr. (Kupferzeit bis Bronzezeit) sowie in der Eisenzeit und der persischen und römischen Periode (800 bis 332 v.Chr) in Betrieb. 150–160.000 to von 4.500–2.000 Jahren alten Schlacken wurden auf den Abraumhalden rund um die Verhüttungsplätze im Wadi Arabah gefunden. Die Kupferminen waren während der Eisenzeit I (1200-1000 v. Chr.) in Betrieb, ehe bis zur Eisenzeit IIC (700-587 v. Chr.) kein Kupferabbau erfolgte. Der Hauptteil der alten Schlacke stammt dabei aus der Eisenzeit IIC. Der Kupferbergbau von Fenan war während der Eisenzeit IIC gleichbedeutend mit jenem auf Zypern. Während der Eisenzeit wurden 6.500 bis 13.000 to Kupfer gefördert, mehr als in jedem anderen vergleichbaren Zeitraum. Es wird angenommen, das Kupfererz bis ins 13. Jh. n.Chr. – mit Unterbrechungen – abgebaut wurde. Seitdem gab es nur sporadische Bergbauaktivitäten. Es gab Pläne zu einem Neustart des Kupferabbaus, diese wurde jedoch nicht realisiert.

In Timna wurde - ähnlich wie in Feinan - seit dem 4. Jahrtausend v. Chr. Kupfererz abgebaut und verhüttete. Nach einer Lücke von mehr als einem Jahrtausend setzte im 14. Jahrhundert v.Chr. die Kupfergewinnung und -verarbeitung erneut ein. Im 12. Jahrhundert v.Chr. zeigten die Ägypter außerordentliches Interesse an Timna, doch die Minen kamen alsbald unter die Kontrolle der Midianiter, die laut Bibel durch Moses' Heirat mit der Tochter des midianitischen Priesters Jitro Verbindungen zu den Israeliten hatten. Die Ägypter errichteten trotz midianitischer Gegenwehr in Timna einen Tempel ihrer Göttin Hathor, den die Midianiter in ein Zeltheiligtum umwandelten, das Ähnlichkeit mit der israelitischen Stiftshütte aufwies und in dem eine teilvergoldete Schlange aus Kupfer gefunden wurde. Die Ausgrabungen der Jahre 1964–1970 brachten verschiedene Schmelz- und Schmiedeöfen zutage, die sich als dem 12. Jahrhundert zugehörig herausstellten. Ursprünglich glaubte man, die in der Bibel beschriebenen berühmten Kupferminen Salomos (1. Könige 7,46 EU) gefunden zu haben, jedoch gab es aus dem 10. Jahrhundert hier keine Funde, die auf eine nennenswerte Kupferproduktion hinweisen. Nach einer Lücke von mehr als einem Jahrtausend setzte im 14. Jahrhundert die Kupfergewinnung und -verarbeitung erneut ein. 1955 wurde die Kupfergrube Timna im heutigen Israel wiedereröffnet, 1976 geschlossen und seit 1980 ein drittes Mal mit dem Abbau begonnen.

Über die 5.000 Jahre des Bestehens hinweg entwickelten sich unterschiedliche Bergbau- und Schmelztechniken. Im Vergleich zu den alten Bergleuten, welche die reichen Erze der Oberfläche abbauten, mussten die Römer schon immense Stollen graben, um an ergiebiges Erz zukommen oder alte Schlacken aufarbeiteten und Mangan als Fussmittel importierte

Das Bergbaurevier von Timna, wenngleich niemals größere Mengen Kupfererz gefördert oder verhüttet wurden, ist charakteristisch für die damaligen Wüsten-Bergbau- und Schmelzreviere. Als Kupfererz wurde knollenförmiger Malachit in weichem Sandstein abgebaut. Die Gruben waren meist vertikale Schächte, welche durch Strebe miteinander verbunden waren; die Gänge folgten planlos dem Verlauf der Kupfermineralisation, bis diese erschöpft war

Das Erz wurde in Steinmörsern zerklopft und gemahlen, dann in Schmelzöfen, welche der besseren Winde wegen auf Anhöhen errichtet wurden, geschmolzen. Als Brennmaterial diente das Holz von Wüstenakazien in der Region, welches jedoch nur spärlich vorhanden war und dies wahrscheinlich der Grund dafür ist, dass nur wenig Kupfer produziert wurde. Durch Experimente wies man nach, dass die Ofentemperaturen zwischen 1180 und 1350oC lagen, was durch die starken Winde , aber auch durch Blasebälge aus Ziegenhaut ermöglicht wurde. Das in Timna erzeugte Rohkupfer bestand aus verunreinigten metallischen Massen, welche in weiteren Arbeitsgängen nochmals erhitzt oder mittels Hämmern bearbeitet und dadurch verfeinert wurden. In Feinan wurde Kupfererz ebenfalls seit dem Chalkolithikum gefördert; die Abbaue erstreckten sich untertage bis 20 m Teufe und waren bis zu 55 m lang. Die erzhaltigen Gesteinsschichten wurden im Kammer-Pfeiler-Bau abgebaut, das Erz untertage vorsortiert, und der Abraum als Versatz der ausgeräumten Schichten benutzt. Die Untertagegrube Umm el-Amad (Mutter aller Säulen) von Feinan zeigt heute noch deutlich die Spuren der vorzeitlichen Erzgewinnung.

Der Tall Hujayrat al-Ghuzlan (‏ تل حجيرة الغزلان‎ / Tall Hujayrat al-Ghuzlan, Ort der Gazellen) im Wadi Araba ist ein Ausgrabungshügel im südlichen Jordanien bei Aqaba. Im Chalkolithikum wurde dort Kupfer aus der 30 Kilometer entfernten Erzlagerstätte Timna verarbeitet. Das Dorf war nach heutigen Maßstäben eine Industriestadt der Kupfersteinzeit.

Anmerkung:
Die Minenanlage kann heute noch besichtigt werden und ist vermutlich die älteste der Welt. Die unterirdische Grube Umm el-Amad (Mutter aller Säulen) im jordanischen Kupferzentrum von Fenan (auch Feinan oder Faynan) zeigt heute noch deutlich die Spuren der vorzeitlichen Erzgewinnung.



Der Schatz von Nachal Mishmar

Nachal Mischmar (hebräisch:נחל משמר; arabisch:مَحْرَس) ist ein Tal am Toten Meer. Es liegt ungefähr auf halben Weg zwischen En Gedi und Masada. Bei einer Expedition der Hebräischen Universität Jerusalem im Jahr 1960 wurden in der Höhle Nr. 1 drei Papyri, eines davon in hebräischer/aramäischer, eines in griechischer Schrift, und ein drittes sowohl aramäisch wie griechisch beschriebenes gefunden. Schriftvergleiche legen eine Datierung in die Zeit des Bar-Kochba-Aufstandes nahe. Es dürfte sich dabei, ebenso wie bei den Schriftfunden im Nachal Ze’elim, um Vertragstexte oder Zensus-Listen handeln. Die Höhle wurde als Scouts' Cave bezeichnet.

Der Schatz von Nachal Mismar
Der Schatz von Nachal Mismar

Kunstgegenstand aus Kupfer aus dem Schatz von Nachal Mishmar in Israel

Hanay

Der Schatz von Nachal Mismar
Der Schatz von Nachal Mismar

Bronzeperlen aus dem Schatz von Nachal Mishmar in Israel

Hanay



In einer zweiten Expedition im März 1961 stießen die Archäologen in derselben Höhle zunächst auf Funde aus der Römerzeit, darunter auch Tonscherben, Textilien und Halbedelsteine. Dann in einer geräumigen Grube hinter einem dicken Felsbrocken entdeckten sie einen sensationellen Kupferhortfund, der 6.000 Jahre unbeachtet worden war: einen Schatz von 442 Gegenständen, die sorgfältig in Binsenmatten gehüllt waren und der Kultur des Ghassuliens zuzurechnen ist. Es fanden sich 429 Kupferobjekte, sechs bestanden aus Hämatit, eines aus Stein, eines aus Elfenbein und fünf aus Flusspferd-Elfenbein. Die Kupferobjekte wogen allein 140 Kilogramm, für einen Einzelfund eine sehr große Menge. Die Höhle wurde danach umbenannt in Cave of the Treasure.

Anhand von 14C-Daten von Proben der Binsenmatten wird der Schatz auf etwa 3.500 v. Chr. und somit in die Kupfersteinzeit datiert.

Viele der Kupferobjekte sind in komplexen Gussformen aus verlorenem Wachs hergestellt worden, was auf ein noch nicht erkanntes Vorstadium technischer Fertigkeiten schließen lässt. Die prachtvollsten Stücke, die Kronen, Standarten, Zepter und Keulenköpfe, sind aus der hellen, silbrig schimmernden Arsenkupfer gegossen. Ein hoher Anteil an Arsen im Kupfer führt einerseits zu besonders gute Gießeigenschaften und läßt andererseits das Metall härter werden. Sie gehören damit zu den ältesten bekannten Objekten in dieser Technik und gelten weltweit als Spitzenleistung des Chalkolithikums. Und der spektakuläre Beweis, wie perfekt die Menschen im Vorderen Orient die Technik der Kupferverarbeitung beherrschten. Die schlichteren Arbeitsgeräte (wie die Flachbeile) sind aus fast reinem Kupfer gefertigt. Möglicherweise stammt ein Teil des Kupfers dieser Funde aus den Bergbauregionen am Wadi al-Araba (Timna, Fenan).

Es wird vermutet, dass es sich um einen Tempelschatz handelte, der dort versteckt worden war. Bei En Gedi wurde ein Tempel aus dieser Zeit ausgegraben, aus dem die Objekte stammen könnten. Dies ist jedoch nur eine Vermutung.



Zambujal in Portugal

Zambujal (auch Castro do Zambujal) ist eine befestigte Siedlung der Kupferzeit (3. und 2. Jahrtausend v. Chr.) auf der Iberischen Halbinsel. Sie liegt auf einem Bergsporn in der Nähe von Torres Vedras in Portugal. Durch geologische Analysen wurde festgestellt, dass die mit der Glockenbecherkultur assoziierte Siedlung einst nur etwa einen Kilometer von einem heute verlandeten Meeresarm entfernt lag. Zambujal gehört zu einer Reihe von Fundorten, in der die früheste Kupfer-Metallurgie auf der Iberischen Halbinsel nachgewiesen wurde.

Zambujal in Portugal
Zambujal in Portugal

Chalkolithische Siedlung Zambujal in Portugal

Wikipedia User: JuTa



Die Kupferaxt des Ötzi

Aus der Kupfersteinzeit stammt auch der als Gletschermumie erhaltene "Ötzi", der ca. 3.300 v. Chr. lebte. (Das Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen verwendet die Bezeichnung "Der Mann aus dem Eis" oder "Mumie von Similaun"). Die Mumie wurde 1991 beim Tisenjoch nahe dem Hauslabjoch in den Ötztaler Alpen oberhalb des Niederjochferner in 3210 m Höhe gefunden. Ötzi hatte typische Gerätschaften aus der späten Jungsteinzeit bei sich; darunter ein Kupferbeil, welches vollständig erhalten ist. Die gegossene Klinge besteht zu 99 % aus Kupfer, das laut Analysen aus dem Salzburger Land stammt. Während kupferne Beilklingen aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. in einiger Zahl bekannt sind, ist Ötzis Beil das einzige, das geschäftet und ähnlich , wie bei aus Stein geschliffenen Beilen geformt ist.

Kupferaxt des Ötzi
Kupferaxt des Ötzi

Originalgetreue Rekonstruktion der Axt des Ötzi (Mann vom Hauslabjoch). Rekonstruktion angefertigt von ArchäoTechnik Wulf Hein, Dorn-Assenheim, Deutschland.

Bullenwächter



Prähistorisches Kupfer in Nordamerika

Wenngleich Kupfer im prähistorschen Nordamerika seit ca. 5.000 v. Chr. bekannt war, gab es keine Schmelz- und keine Legierungstechniken. Das Kupfer kam in unvorstellbar großen Mengen gediegen vor und wurde, um Gegenstände daraus herzustellen, warm und kalt mittels Hämmern verformt.

Im Gebiet der Großen Seen Nordamerikas gab es um 3.000 v. Chr. eine regelrechte Schmuck- und Kunstgewerbe-Industrie, welche die unvorstellbar reichen Vorkommen gediegenen Kupfers der dortigen Vorkommen nutzte. Bis heute hat man mehr als 10.000 unterschiedliche Ausgrabungsstätten der frühen Amerikaner identifiziert, wobei diese Kupfer-Nuggets bis zu 100 kg bargen; man geht davon aus, dass in dieser frühen chalkolithischen Epoche wahrscheinlich tausende Tonnen Kupfererz gefördert wurden. Das Kupfer wurde mit primitiven Hämmern abgebaut; da es jedoch keine technologischen, bzw. Verhüttungs- oder Schmelzkenntnisse gab, blieb die Bearbeitung des Kupfers auf das gediegene Metall beschränkt.

Nebenstehend ein Diorama, welches einen Kupferbergmann des noramerikanischen Chalkolithikums zeigt. Von ca. 3.000 bis 1.500 v.Chr. förderten die Ureinwohner Amerikas natürliches (gediegenes) metallisches Kupfer auf der Isle Royale im Lake Superior sowie auf der Halbinsel Keewenaw. Die Bergleute benutzten große Steine als Werkzeuge, um die kupferhaltigen Erz-Gesteinsbrocken zu zerschlagen. Einige dieser bis zu 5.000 Jahre alten Steinbrüche, bzw. Schächte kann man noch heute erkennen.

Kupferbergbau der Anishanabe-Indianer
Kupferbergbau der Anishanabe-Indianer

Kupferbergbau am Lake Superior (Michigan, USA) zwischen 3.000 und 1.500 v.Chr;
Dioramas in the Exhibit Museum of Natural History created by Dr. Robert S. Butsch, a zoologist and museum preparat...

Ellenm 1






Die Bronzezeit (ca. 3.300/2.200 - 800 v. Chr)

Bronze ist eine Legierung. Sie entsteht, wenn Kupfer mit Zinn "legiert", also vermischt wird. Bronzen aus Kupfer und Zinn beginnen bei ca. 850 ºC zu schmelzen. Bei etwas mehr als 1000ºC erreichen sie ihre sogenannte Liquidustemperatur und werden flüssig. Damit ist die Legierung aus Kupfer und Zinn härter und vielfältiger anwendbar als Kupfer, was sich besonders bei der Verwendung von Bronzeschwertern bemerkbar machte. Bronze wurde besonders wegen dieser Eigenschaft zu einem begehrten Produkt. Hinzu kam, dass Bronze korrosionsbeständiger ist als Kupfer sowie einen goldenen Glanz besitzt, welches die neue Legierung sehr attraktiv machte. Nachdem mit dem weniger härteren Kupfer in Europa nur kleine Dolche hergestellt wurden, fertigten Handwerker aus Bronze eine Vielzahl neuer Waffen an. Kupferschwerter sind bisher nur aus dem Anatolien bekannt. Die Zusammensetzung der frühesten Bronzen war jedoch oft noch von den eingesetzten Erzen abhängig; es ergaben sich Legierungen mit Arsen, deren negativer Einfluss auf die mechanischen Eigenschaften heute bekannt ist. (In Vorderasien (e.g. heutiges Anatolien) wurde eine andere Bronze entwickelt, welche aus Kupfer und Arsen bestand, die sogenannte Arsenbronze. Aus Arslantepe sind mehrere Schwerter aus Arsenbronze bekannt. Diese Arsenbronze war jedoch der Kupfer-Zinn-Bronze wegen der fehlenden Härte weit unterlegen und konnte sich deshalb auf Dauer nicht durchsetzen.)

Auch bleihaltige Bronzen und – durch das verarbeitete Erz bedingt – solche mit Antimon wurden verarbeitet.

Bronze gilt damit als eine der ersten, von Menschen erstellten und genutzten Legierungen, härter als reines Kupfer, aber im Vergleich niedrigerer Schmelzpunkt, eine Feststellung, die bereits ein grundlegendes metallurgisches Wissen voraussetzte.

Der bereits im griechischen bekannte Begriff wird auch mit Brundisium in Verbindung gebracht, dem lateinischen Namen des heutigen süditalienischen Brindisi, das in der Antike, zu Neugriechenland gehörend, eine Art Zentrum der Bronzeverarbeitung und des Bronzehandels war. Die heutige Bezeichnung für die Legierung wurde im 17. Jahrhundert zuerst aus dem italienischen bronzo, später auch über das französische bronce erneut entlehnt. Die Vorgeschichte ist etymologisch unklar. Das Wort wurde aber zuerst im 14. Jahrhundert aus dem Orient ins Italienische übernommen. Vermutlich kommt es vom persischen Wort birinj (birindsch), was einfach Kupfer bedeutet.

Die Bronzezeit ist die Periode in der Geschichte der Menschheit, in der Metallgegenstände vorherrschend aus Bronze hergestellt wurden. Diese Epoche umfasst in Mitteleuropa etwa den Zeitraum von 2200 v. Chr. bis 800 v. Chr.

Die Bronzezeit ist die mittlere Stufe des von Christian Jürgensen Thomsen entwickelten Dreiperiodensystems, das die europäische Ur- und Frühgeschichte in die Steinzeit, die Bronzezeit und die Eisenzeit unterteilt. Die Dreiteilung nach dem verwendeten Werkstoff ist (lokal durch kurze Kupferzeiten unterbrochen) weitgehend auf Europa, Westasien und Nordafrika zu beschränken.

Bronze-Beile
Bronze-Beile

Bronze-Beile aus dem Burnham Hoard (Schatz); burnham, Essex, England

Portable Antiquities Scheme

Vorderasien gilt als Ausgangspunkt der europäischen Bronzetechnologie. Von dort aus wurde das neue Material und auch das notwendige Know-How exportiert. In Palästina kann die Bronzeherstellung bereits für 3300 v. Chr. nachgewiesen werden, in Ägypten um 2700 v. Chr., in Mitteleuropa um 2200 v. Chr. und in Nordeuropa um 1800 v. Chr. Die Bronzezeit stellt somit keine einheitliche Entwicklungsstufe dar. Es ergeben sich vielmehr eine Vielzahl archäologischer Kulturen und gebietsabhängige Gliederungen der Bronzezeit. Im Allgemeinen erfolgt eine Aufteilung in eine „Frühe Bronzezeit“, eine „Mittlere Bronzezeit“ und eine „Späte beziehungsweise Jüngere Bronzezeit“, deren absolute Zeitepochen jedoch wie gesehen regional stark differieren.

Den Hauptunterschied zwischen den europäischen und vorderasiatischen Bronzezeitkulturen stellt die Entwicklung der ersten Schriften dar. In Ägypten (Hieroglyphen), im Vorderen Orient (Keilschrift), aber auch am Mittelmeer mit der Mykenischen Kultur (Linearschrift B) war man bereits fähig zu lesen und zu schreiben. Die archäologischen Befunde können somit erstmals mit Schriftquellen ergänzt, korrigiert und bewertet werden.

Zinnbronze ist ab der Mitte des 4. Jtsd. v. Chr. zwischen mittlerer Donau und Kaspischem Meer belegt, z. B. für die Kura-Araxes-Kultur (Transkaukasien), 3.600 v.Chr.: Beginn Frühbronze I auf dem Balkan.

Die Frühe Bronzezeit setzt gegen Ende des 3. Jahrtausends v. Chr. ein und geht aus der Glockenbecherkultur bzw. der späteren Schnurkeramik hervor. In ihrem älteren Abschnitt (2200 v. Chr. bis 2000 v. Chr.) herrschten noch endneolithische Kulturverhältnisse vor. Die „bronzenen“ Waffen und Geräte sind anfangs vielfach noch aus Kupfer. Echte Bronze setzt sich erst später (2.000 v. Chr. bis 1.650 v. Chr.) durch. Mit der bereits mittelbronzezeitlichen Stufe (ab 1.650 v. Chr.) werden die Gesellschaften der Frühbronzezeit dann von gänzlich anders strukturierten Kulturgruppen abgelöst, die sich vor allem in ihrer Bestattungsweise, aber auch im Hinblick auf die Deponierung von Bronzegegenständen (Hort- bzw. Depotfunde) deutlich von den frühbronzezeitlichen Verhältnissen unterscheiden.

Die gewerbsmäßige Herstellung von Bronze dürfte zwischen 2.500 und 2.000 v. Chr. in Vorderasien begonnen haben. In China ist ebenfalls die Verwendung im 3. Jahrtausend v. Chr., spätestens während der Xia-Zeit dokumentiert.

Die Bronzezeit, als Nachfolgerin der Kupferzeit, die ihrerseits die Jungsteinzeit ablöste, brachte Bronzewaffen, Gerätschaften und Schmuck (Bronzefibeln) in der Aunjetitzer Kultur und der alpinen Bronzezeit. Abgelöst wurde sie allmählich von der frühen Eisenzeit (Urnenfelder Kultur, Lausitzer Kultur) und schließlich wird mit der Hallstatt-Kultur die Antike eingeleitet. Bronze und Eisen wurden je nach Aufgabenstellung noch nebeneinander verwendet. Empirisch gelangte man jedoch zu kohlenstoffarmem Schmiedeeisen. Damit verlor die Bronze zunehmend an Bedeutung für die Herstellung von Handwaffen. Mit den Griechen und Römern erlebte die Waffentechnik eine bis dato nie gesehene Güte und entwickelte sich im Bauwesen. Auch Denkmäler aus Bronze belegen die große Erfahrungen in der (Antike). Das frühe Mittelalter verlieh neuen Auftrieb, Glocken- und Stückgießer unterstützten die kirchliche und weltliche Herrschaft für einige Jahrhunderte, bis die Eisenverhüttung und der Eisenguss die Bronze ablösten.

Vorderasien gilt als Ausgangspunkt der europäischen Bronzetechnologie. Von dort aus wurde das neue Material und auch das notwendige Know-How exportiert. In Palästina kann die Bronzeherstellung bereits für 3.300 v. Chr. nachgewiesen werden, in Ägypten um 2.700 v. Chr., in Mitteleuropa um 2.200 v. Chr. und in Nordeuropa um 1.800 v. Chr. Die Bronzezeit stellt somit keine einheitliche Entwicklungsstufe dar. Es ergeben sich vielmehr eine Vielzahl archäologischer Kulturen und gebietsabhängige Gliederungen der Bronzezeit. Im Allgemeinen erfolgt eine Aufteilung in eine „Frühe Bronzezeit“, eine „Mittlere Bronzezeit“ und eine „Späte beziehungsweise Jüngere Bronzezeit“, deren absolute Zeitepochen jedoch wie gesehen regional stark differieren.

Den Hauptunterschied zwischen den europäischen und vorderasiatischen Bronzezeitkulturen stellt die Entwicklung der ersten Schriften dar. In Ägypten (Hieroglyphen), im Vorderen Orient (Keilschrift), aber auch am Mittelmeer mit der Mykenischen Kultur (Linearschrift B) war man bereits fähig zu lesen und zu schreiben. Die archäologischen Befunde können somit erstmals mit Schriftquellen ergänzt, korrigiert und bewertet werden.

Bronzezeitliche Äxte und Ringe
Bronzezeitliche Äxte und Ringe

Spätbronzezeitliche Äxte und Ringe, ca. 1.100 v.Chr; Musee Gallo-Romain, Lyon, Frankreich.

Ursus
Kupfer-Schmelzofen der Minoer
Kupfer-Schmelzofen der Minoer

Ältester bislang entdeckter Schmelzofen der Menschheit (Bronzezeit, minoische Kultur, Kato Zakros, Kreta Markoz)

Gemeinfrei

Bronzezeitliches Schwert
Bronzezeitliches Schwert

Bronzeschwert aus der Bronzezeit;
Stadtmuseum Wels, Oberösterreich

Wolfgang Sauber



Ochsenhautbarren im Mittelmeerraum

Als Ochsenhautbarren werden Rohkupferbarren in der Umrissform getrockneter, gespannter Rinderhäute bezeichnet, eine damals übliche und weit verbreitete Form für den Metall-Transport, die das Tragen bzw. die Befestigung an Tragtieren und auf Schiffen erleichtert haben dürften, die während der mediterranen Spätbronzezeit (zwischen 1.600-1.000 v. Chr.) weit verbreitet waren. Die antiken Barren wiegen zwischen 20–35 kg und bestehen aus fast reinem Kupfer. Ochsenhautbarren kommen in Assyrien (Dur Kurigalzu), Ägypten (Pi-Ramesse), in der Levante, auf Zypern, in Hattuscha, Griechenland (Mykene und Kreta (Hagia Triadha)), in Sosopol in Bulgarien und Illyrien, in Süditalien, auf Sizilien (Cannatello) und Sardinien (Metallhort von Serra Ilixi) bei Nuragus vor. Die Barren von Serra Ilixi waren mit Gussmarken versehen, die einem ägäischen Silbenalphabet entstammen. Wichtige Funde stammen auch von den Schiffswracks von Uluburun und Kap Gelidonya. In Qantir im Nildelta wurde das Bruchstück eines Ochsenhautbarrens gefunden. Die entsprechenden Schichten datieren ins 13. Jh. Nach Analysen der Blei-Isotopen stammt das Metall vermutlich aus der Gegend von Apliki im Nordwesten Zyperns[. Schwerpunkte der Verbreitung sind Sardinien und Zypern. Die frühesten bekannten Barren stammen von Kreta und datieren in Spätminoische Zeit. In der Ägäis kommen die wahrscheinlich auf Zypern produzierten Barren ab dem 11. Jahrhundert v. Chr. nicht mehr vor. In Sardinien wurden diese Barren noch bis ins 10. Jh. genutzt.

Ochsenhaut
Ochsenhaut

Bronzezeitliche Kupferbarren - sogenannte Ochsenhäute;
Herkunft Zypern;
Vom Schiffswrack Uluburun;
Kreta

Martin Bahmann



Uluburun - Frühe Handelskontakte im mediterranen Raum

Als Schiff von Uluburun wird ein gesunkenes spätbronzezeitliches Segelschiff ungeklärter Herkunft vor der Südwestküste der Türkei bezeichnet. 1982 entdeckte ein Schwammtaucher schwere kupferne Gegenstände unter Wasser. Der Fundort liegt in der Nähe des Kap Uluburun (auch Ulu Burun) und der Stadt Kaş im Süden der Türkei (Provinz Antalya). Die ersten gefundenen Gegenstände stellten sich als sogenannte Kupfer-Ochsenhautbarren heraus. Über die Artefakte, insbesondere die Keramik, konnte der Zeitpunkt des Untergangs auf die späte Bronzezeit, (genauer das Späthelladikum III A) datiert werden. Das entspricht in der absoluten Chronologie dem 14. Jh. v. Chr. Das Schiff hatte 354 Kupferbarren in Ochsenhautform und 121 plankonvexe (Brotlaibform) Barren (insg. ca. 10 Tonnen), Zinnbarren (ca. 1 Tonne), Blauglas (ca. 350 kg), Terebinthenharz, Ebenholz, sowie Elfenbein an Bord. Daneben wurden Eicheln, Mandeln, Feigen, Oliven, Granatäpfel, Töpferwaren, sowie Schmuck aus Gold und Silber, Bronzewerkzeuge und Waffen an Bord gefunden. Das Kupfer stammte von Zypern (die Herkunft konnte durch Bleiisotopenanalyse geklärt werden), während die Herkunft des Zinns noch nicht geklärt ist. Das Zinn stellt bisher den ältesten bekannten Barrenfund dar und beweist, dass auch Zinn in der gleichen Form gehandelt wurde wie Kupfer. Altassyrische Quellen legen nahe, dass Zinn bereits seit längerer Zeit damals aus dem Osten eingeführt wurde, vielleicht aus Zentralasien. Andere Forscher denken an das anatolische Taurusgebirge. Interessanterweise wurden die beiden Metalle im Verhältnis 10 Teile Kupfer und ein Teil Zinn gefunden, dem Mischungsverhältnis, das für die Herstellung von Bronze benötigt wird.

Das Schiff von Uluburun
Das Schiff von Uluburun

Original-Replika des Schiffswracks von Uluburun; sehr deutlich zu sehen die Kupfer-Ochsenhautbarren; Museum Bodrum, Türkei

Georges Jansoone (Jojan)



Zypern

Die Bronzezeit auf Zypern, welche aus einer Periode der Kupfersteinzeit (etwa ab 3900 v. Chr.) entstand, begann etwa 2600 v. Chr. Zypern ist reich an Kupfervorkommen und hatte eine besondere Bedeutung im internationalen Handel. In der Mittleren Bronzezeit (ca. 1.900–1.650 v. Chr.) lassen sich zahlreiche Kontakte zu anderen Mittelmeerkulturen belegen. Es gibt Hinweise für einen Handel im östlichen Mittelmeerraum, der sich am Ende der Epoche intensivierte. Kupfer aus Zypern gelangte durch Nordsyrien den Euphrat abwärts bis nach Babylonien. Es gibt Annahmen, dass das Wort „Kupfer“ nach der Insel mit ihren reichen Vorkommen benannt wurde oder dass das Wort Kupfer zur Benennung Zyperns führte.umgekehrt. An der Nordküste wurde Kupfererz (lat. Cuprum, griech. Kypros) abgebaut. Der lateinische Name cuprum für Kupfer ist abgeleitet von aes cyprium („zyprisches Erz“).



Griechische Frühzeit

Im dritten Jahrtausend v. Chr. entwickelten sich mehrere Siedlungen auf Kreta zu zentralen Orten des Handwerks und Handels. Mit der Minoischen Kultur entsteht die erste Hochkultur Europas. Eine wirtschaftlich dominierende Oberschicht entstand, die im Laufe der Jahre monarchische Herrschaftsformen annahm. Bezeichnend hierfür ist die Minoische Palastkultur, welche sich bald auf das griechische Festland übertrug. Dort beginnt die Bronzezeit mit der Helladischen Periode, auf der Inselgruppe der Kykladen in der südlichen Ägäis mit der Kykladenkultur. Die Ausstrahlung der minoischen Palastkultur führte auf dem griechischen Mutterland zur Bildung von Machtzentren, insbesondere zum Herrensitz in Mykene. Die Schachtgräberdynastie prägte als Mykenische Kultur die Späte Bronzezeit Griechenlands. Im westlichen Teil Vorderasiens wird die Frühbronzezeit der Phase Troja I zugeordnet, etwa um 2.800 v. Chr.

Kupferbarren aus Kreta
Kupferbarren aus Kreta

Bronzezeitlicher Kupferbarren aus Kreta

Chris 73

Ägypten

Kupfer ist schon ab etwa 4.000 v. Chr. in der Badari-Kultur belegt, wobei diesem von Anfang an immer ein gewisser Anteil von Arsen beigemischt war. Das folgende Jahrtausend wird in Oberägypten von der Naqada-Kultur und in Unterägypten von der Maadi-Kultur dominiert. Beide Kulturen gehören der Kupfersteinzeit an. Die Bronzezeit beginnt kurz nach dem Beginn der Entstehung des ägyptischen Staates; die erste echte Bronze (Kupfer und 7–9 % Zinn) fand sich in Gefäßen aus dem Grab des Königs Chasechemui. Man kann das Alte Reich (etwa 3.000–2.200 v. Chr.) als Frühe Bronzezeit, das Mittlere Reich (etwa 2000–1650 v. Chr.) als Mittlere Bronzezeit und das Neue Reich (etwa 1.550–1.070 v. Chr.) als Späte Bronzezeit bezeichnen. Erst im Mittleren Reich kommt dabei Bronze wirklich häufiger vor, während vorher Kupfer oder andere Kupferlegierungen als Bronze dominieren. Aufgrund der Rohstoffknappheit Ägyptens waren fast alle Bronzegegenstände importiert. Steinwerkzeuge finden während der gesamten Epoche auch weiterhin Verwendung.

Kupfer in Ägypten
Kupfer in Ägypten

Kupferbüste des Pepi I., Pharao der 6. Dynastie (Altes Reich) 2295 bis 2250 v. Chr.

Jon Bodsworth

Palästina

Die Bronzezeit Palästinas beginnt etwa 3300 v. Chr. Ihr ging eine Kupfersteinzeit mit einem hohen technischen Standard der Metallbearbeitung voraus (siehe Nachal Mischmar). Die Bronzezeit Palästinas ist durch die Entstehung von Stadtstaaten gekennzeichnet. Palästina liegt zwischen den damaligen Hochkulturen von Ägypten, Syrien und Mesopotamien und wurde als Durchgangsland von diesen stark beeinflusst.

Mit der Frühbronzezeit (etwa 3.300–2.000 v. Chr.) wurden viele Dörfer verlassen, und neue Siedlungen entstanden, die durchaus schon städtischen Charakter hatten. Viele von ihnen waren stark befestigt, was auf kriegerische Zeiten hindeutet. Die Töpferei erreichte bereits einen hohen technischen Stand. Die Keramik war teilweise bemalt. Nur wenige Metallobjekte sind aus dieser Periode erhalten, doch zeigen sie gute Legierungskenntnisse, obwohl dem Kupfer noch kein Zinn beigegeben und somit noch keine echte Bronze produziert wurde. Die Toten wurden in direkt in den Fels gehauenen Massengrabanlagen bestattet. Das Land war wohl in Stadtstaaten organisiert. Es fanden sich zahlreiche Belege für weitreichenden Handel, obwohl dieser mit dem Nachbarn Ägypten schon früh nachließ, da die Ägypter Palästina auf dem Seeweg umgingen, um nach Byblos und Syrien zu gelangen. Von 2400 bis 2000 v. Chr. finden sich kaum archäologische Reste aus Palästina.

Ab 2.000 v. Chr. begann die Mittlere Bronzezeit; diese kann als die Blütezeit bezeichnet werden. Zu Beginn dieser Periode lebte die Bevölkerung nomadisch. Ab 1.800 v. Chr. entstanden dann erneut zahlreiche Stadtanlagen. Der Handel mit Ägypten blühte. Aus Jericho stammen zahlreiche gut erhaltene Gräber dieser Zeit, in denen sich vor allem auch Holzobjekte, wie Möbel und Schalen gefunden haben. Von anderen Orten stammt Goldschmuck. Funde von Bronzewaffen zeigen, dass nun echte Bronze produziert wurde.

Ab 1550 v. Chr. wurde Palästina von Ägypten erobert, was den Beginn der Spätbronzezeit in Palästina bedeutet. Die Stadtstaaten bestanden weiter, und mit dem Aufkommen der Schrift trat die Region nun voll ins Licht der Geschichte.

Mesopotamien

Ähnlich wie in Ägypten hatte sich in Mesopotamien bereits die sumerische Hochkultur − seit etwa 3.500 v. Chr. − entwickelt, bevor zum bis dahin schon weit verbreiteten Kupfer das neue Material Bronze hinzukam. Das zur Herstellung notwendige Zinn wurde wahrscheinlich aus den benachbarten Regionen im westlichen Iran und Usbekistan eingeführt. Die Bronzenutzung setzte sich erst im zweiten vorchristlichen Jahrtausend in größerem Rahmen durch. Im gesamten vorderen Orient wurde Bronze dann spätestens um 1.000 v. Chr. durch Eisen als besser geeignetes Material endgültig ersetzt. Das Kupfer stammte wohl zu einem großen Teil aus den Lagerstätten im damaligen Land > Magan (Oman), von wo es über den Handelsplatz Dilmun (Bahrein) nach Mesopotamien gelangte. Es ist auch nicht auszuschließen, dass Kupfer aus den reichen Vorkommen der > Sintashta in der russischen Steppe nach Mesopotamien gelangte.

Becken aus Bronze - 3 Jtsd.
Becken aus Bronze - 3 Jtsd.

Beckenpaar aus Bronze, 3 Jtsd v Chr;
Herkunft: Mesopotamien

Museum zu Allerheiligen, Schaffhausen (CH)



Kupferbergbau in Magan in Oman

Die Vorgeschichte Südarabiens ist bisher erst wenig erforscht. Bis um 3.200 v. Chr. scheint hier noch eine nomadische Lebensweise vorgeherrscht zu haben. Danach tauchen feste Siedlungen, Keramik und der Ackerbau auf. Es lassen sich verschiedene lokale Kulturen unterscheiden, deren Bewohner in Siedlungen, die teilweise mehrere Hektar groß waren, lebten. Der Zeitpunkt der Einführung von Bronze ist umstritten, Kupfer und Kupferlegierungen sind jedoch ab etwa 2500 v. Chr. mit Sicherheit bezeugt. Es wird vermutet, dass die Metalltechnologie von Palästina eingeführt wurde. Die Eisenzeit begann hier im ersten vorchristlichen Jahrtausend ungefähr mit dem Aufkommen einer Hochkultur.

Im südöstlichen Arabien entstanden schon im 3. Jtsd. v. Chr. hochentwickelte Kulturen. Die bedeutendste davon ist die Umm-an-Nar-Kultur (2.700–2.000 v. Chr.) (Dilmun), welche nach einem Fundort bei Abu Dhabi benannt wurde und sich auf den heutigen Gebieten der Vereinigten Arabischen Emirate und Nordoman ausdehnte. Sie pflegte enge Handelskontakte zu den Sumerern in Mesopotamien sowie zur Induskultur im heutigen Pakistan. In der sumerischen Überlieferung wird als wichtiger Handelspartner das Land Magan (auch: Makan, Makkan) genannt, das nach derzeitigem Forschungsstand das Gebiet des heutigen Nordwest-Oman umfasste. Für den Handel zwischen Sumerern und der Induskultur stellte Magan eine wichtige Zwischenstation dar. Magan trug die Beinamen „Kupferberg“ sowie „Stollenproduktberg“ und stellte im Altertum für den Handel zwischen dem Zweistromland und dem Indus-Tal eine wichtige Zwischenstation dar.

Magan liegt im Nordosten von Oman, im Einzugsgebiet des Al-Hajar-Gebirges, nahe der Bergkette des Jebel Al-Akhdar. . Das Hajar-Gebirge entstand während der alpidischen Gebirgsbildung und zählt somit zu den jüngeren Gebirgen der Welt; eine der wenigen Stellen auf der Welt, wo das Aufeinandertreffen von Erdmantel und Erdkruste an der Erdoberfläche sichtbar ist. Die Gesteine sind Ophiolithe und verfestigte Lavaströme, welche vom Mittelozeanischen Rücken stammen.

Um 1981 entdeckte man nahe der Ortschaft Maysar (Al Muyasar), Zeugnisse des bronzezeitlichen Kupferbergbaus in Magan, darunter Erzschächte, Schmelzöfen, Schlackereste und vor allem 22 gegossene Kupferbarren. Das Kupfer aus Magan enthält charakteristisch Nickel, welches in Gefäßen nachgewiesen wurde, welche man in Mesopotamien ausgrub.

Das Kupfererz wurde untertage gefördert; sumerische Texte berichten von 32 Bergbau-Orten, welche entlang der Trockentäler (Wadis) und des Gebirges besiedelt waren. Das Erz wurde bis auf 88 m Teufe abgebaut; Zeugnis davon sind u.a. die Mine Lusail, in welcher auch bis 30 m lange Querstollen getrieben wurden, welche mit Holzstempeln aus Akazien- oder Palmenholz abgestützt waren.

Al Hajar-Gebirge in Oman
Al Hajar-Gebirge in Oman

Das Hajar-Gebirge im Nordosten von Oman, wo die Kupferlagerstätten von Magan lagen.

Philipp Weigell

Eine große Bedeutung im damaligen Handelssystem hatte Magan außerdem wegen seines umfangreichen Kupferbergbaus, da Kupfer ein Grundmetall für die Herstellung von Bronze war. Auf dem Höhepunkt der Kupferproduktion zwischen 2.200 v. Chr. und 1.900 v. Chr. sollen 2.000 bis 4.000 Tonnen Kupfer produziert worden sein. Darüber hinaus wurden aus Magan auch Steine exportiert. So berichtet Gudea von Lagasch von Diorit-Importen aus Magan zur Herstellung von Statuen. Der Handel wurde mit Schiffen abgewickelt, die eine Ladekapazität von bis zu 20 t hatten. Wenn auch über die handelspolitische Bedeutung von Magan einiges bekannt ist, so sind die Kenntnisse über die politische Organisation des Landes gering. Es scheint aber zumindest ein Fürstentum oder Königreich gegeben zu haben, da Naram-Sin von Akkad um 2.200 v. Chr. von einem Sieg über König Manium von Magan berichtet.

Um 1.800 v. Chr. verlor Magan mit dem Untergang der Induskultur und dem Ende direkter Handelsverbindungen nach Mesopotamien seine Bedeutung. Zwar wurde weiter Kupfer abgebaut und exportiert, doch zog Dilmun nun den Zwischenhandel an sich. Zu dieser Zeit verschwindet Magan aus den sumerischen Quellen. Gründe dafür waren wohl, dass der Kupferbedarf Mesopotamiens zunehmend von Zypern gedeckt werden konnte, esentlicher jedoch, dass es im Gebiet des Oman keine der für das Erschmelzen notwendigen Holzvorräte mehr gab. Um 900 nach Christus erlebte die omanische Kupfergewinnung noch einmal einen Höhepunkt, versank aber nach und nach in der Bedeutungslosigkeit.



Bronze vom Ural für Persien und Mesopotamien

Die Sintashta-Kultur (Sintashta-Petrovka-Kultur oder Sintashta-Arkaim-Kultur ist eine archäologische Kultur der Bronzezeit die auf etwa 2100-1800 v. Chr. datiert wird. Sintashta-Siedlungen sind ebenfalls wegen ihres ausgedehnten Kupferbergbaus und der bedeutenden Bronzeherstellung bemerkenswert, da dies für eine Steppenkultur ungewöhnlich ist.

Die ersten Sintashta-Siedlungen erscheinen um 2100 v. Chr in den sumpfigen Tiefebenen um den Ural und am oberen Tobol. Die Wirtschaft der Sintashta drehte sich in erster Linie um Kupfermetallurgie. Kupfererze aus den nahegelegenen Minen, wie Vorovskaya Yama, wurden in die Sintashta-Siedlungen gebracht und zu Kupfer und Arsenbronze weiterverarbeitet. In ausgegrabenen Gebäuden der Fundplätze in Sintashta, Arkaim und Ust'e fanden sich Überreste von Schmelzöfen und Schlacke. Ein Großteil des Metalls war für den Export in die Städte der Oasenkultur Zentralasiens bestimmt. Dieser Metallhandel verknüpfte die Steppenregion erstmals mit den antiken städtischen Zivilisationen des Nahen Ostens: die Reiche und Stadtstaaten Irans und Mesopotamiens waren bedeutende Märkte für Metall. Über diese Handelsrouten gelangten später Pferde, Streitwagen und letztendlich die Indo-Iranisch-sprechenden Menschen von der Steppe in den Nahen Osten.

Streitwagen der Bronzezeit
Streitwagen der Bronzezeit

Flachrelief von Nimrud;
Bild 1852 von Austen Henry Layard 1817-1894
British Museum

Public Domain



Zentralasiatisch-Indisch-Chinesische Bronzezeit

Im vorderen Orient finden sich Bronzen, beispielsweise die eines Königskopfs, aus der Zeit des akkadischen Reichs (Mesopotamien) um 2300 v. Chr. Obwohl die Kenntnisse vorhanden waren, bildeten die nachfolgenden Reiche ihre Herrscher bevorzugt wieder in Stein oder Alabaster ab. Im 2. und 3. Jahrtausend v. Chr. beschränkten sich die herstellbaren Metalle auf Gold, Silber, Kupfer, Zinn und Blei, wobei in den gefundenen Artefakten noch weitere Metalle gefunden wurden, die sich beim Verhütten aus Erzen mit den Hauptmetallen legiert hatten. Bei den Bronzen wurden zwei Legierungen hergestellt und verarbeitet, die Arsenbronze und die Zinnbronze. Eisen fiel zunächst als Nebenprodukt bei der Verhüttung von Kupfer an, wurde dann aber ab dem 1. Jahrtausend v. Chr. immer bedeutungsvoller.

In Teilen des indischen Subkontinents wird gegen Ende des 4. Jahrtausends v. Chr. der Gebrauch von Kupfer und Bronze nachweisbar, zeitgleich mit der Herausbildung „städtischen Lebens“ (Indus-Kulturen). Es entsteht die Indus-Kultur oder Indus-Zivilisation, teilweise auch nach Harappa, einem der Hauptausgrabungsplätze am Ravi (Punjab, Pakistan), Harappa oder Harappa-Kultur genannt. Sie war eine antike Zivilisation, die sich etwa in den Jahren 2.800 v. Chr. bis 1.800 v. Chr. entlang des Indus im Nordwesten des indischen Subkontinents entwickelte. Südostasien kennt Kupfer und Bronze etwa seit 3.000 v. Chr.

Etwa zwischen 2.200 und 1.700 v. Chr. findet sich im heutigen Turkmenistan und Afghanistan die Oxus- oder Oasenkultur in der Wüste Karakum. Das durch seinen Entdecker auch BMAC (Bactria-Margiana Archaeological Complex) nach den antiken Namen genannte Gebiet hatte bereits ein hohes Niveau der Töpferkunst und Metallbearbeitung vorzuweisen. Monumentale Gebäude wurden errichtet, Felder bewässert. Früher noch als in China (ab etwa 2.300 v. Chr.) scheint eine Schrift entwickelt worden zu sein. Der Grund für den Untergang der Oxus-Kultur ist noch nicht geklärt.

In China folgte auf die frühbronzezeitliche Xia-Dynastie (etwa 2.200 v. Chr.–1.800 v. Chr.) die Shang-Dynastie (etwa 1.570–1.066 v. Chr., auch Yin genannt). Aus dieser Zeit stammen auch die ersten Funde von Schriftzeugnissen in China und Bronze wird verarbeitet. Gut bearbeitbare Legierungen (mit erniedrigten Schmelzpunkten) wie goldfarbenes Messing werden erfunden.

Auf die Shang-Dynastie werden die bronzenen Trommeln (Dong-Son-Kultur) zurückgeführt, die um 1.000 v. Chr. zahlreich in den südlichen Provinzen anzutreffen sind. Aus dem 7. Jahrhundert v.Chr. stammt eine Bronzeglocke, die für die Fürsten (Könige) von Qin gegossen wurde. In der Folge wurde Bronze für recht unterschiedlichste Zwecke eingesetzt. Aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. des relativ kurzlebigen Qin-Kaiserreichs wurden Balkenverkleidungen für den Hausbau, Münzen und natürlich Waffen gefunden. Im Reiche der Fürsten (Könige) von Qin wird Bronze jedenfalls nicht mehr nur für Kultgegenstände, sondern vielfältig verwendet.

Bronzekunst aus China
Bronzekunst aus China

Chinesischer Bronzetopf mit Kupfer-Einlegearbeiten;
6 Jh v.Chr. - Größe 19,6 cm

Walters Art Museum

Japan steht kulturell zuerst unter dem Einfluss Chinas und der dort verbreiteten mongolisch-schamanistischen und schintoistischen Kulte. Um 500 n. Chr. fasst der Buddhismus Fuß. Belege für früheres metallurgisches Wirken sind Bronzespiegel aus der Periode zwischen 3.000 und 710 v. Chr. aber auch die Yayoi-Zeit ab 350 v. Chr. wird ebenfalls aus Spiegeln, Glocken und Waffen sichtbar.

In der Gesamtschau steht der asiatische Raum mit seinen metallurgischen Kenntnissen nicht hinter dem europäischen zurück, wenngleich erst seit 600 v. Chr. von einer beginnenden Eisenzeit gesprochen wird. Karawanenwege wie die Seidenstraße, vielleicht mehr noch der Handel auf dem Seewege, begünstigen zunehmend den Austausch von Erkenntnissen und aus solchen entstandenen Produkten. Dazu gehört eine 200 v. Chr. in Europa noch unbekannte, weißglänzende Kupferlegierung, die in China „Packfong“ genannt wird.



Mittel- und Nordeuropäische Bronzezeit

Die Bronzezeit errechte die Mitte und den Norden Europas etwa 2.200 v. Chr.. Für die mitteleuropäische Bronzezeit sind Handelskontakte nach Nordeuropa (Bernstein) und in den Ägäisraum nachgewiesen. Die Bronzezeit wird anhand der unterschiedlichen Bestattungsformen vorwiegend als Hügelgräberbronzezeit und Urnenfelderzeit bezeichnet. Der bedeutendste Fund der Frühen Bronzezeit in Europa ist die > Himmelsscheibe von Nebra. Als besondere Kunstobjekte dieser Epoche gelten die Goldhüte.

Die als Nordische Bronzezeit (etwa 1.800 v. Chr.) bezeichnete Bronzezeit Nordeuropas und Skandinaviens setzte entsprechend der Ausbreitung der Bronzezeit erst verzögert ein. Kupfer und Zinn mussten mangels eigener Lagerstätten importiert werden. Bernstein diente als begehrtes Exportgut und wurde so zum „Gold des Nordens“. Die Metallgegenstände des Nordischen Kreises gehören zu den schönsten erhaltenen Produkten der Bronzezeit. Als Schmuck war die Bronze (Holsteiner Gürtel bis zur Zeitenwende) noch länger verbreitet.

Die Himmelsscheibe von Nebra

Die Himmelsscheibe von Nebra ist eine Bronzeplatte aus der Bronzezeit mit Applikationen aus Gold, die offenbar astronomische Phänomene und Symbole religiöser Themenkreise darstellt. Sie gilt als die weltweit älteste konkrete Himmelsdarstellung und als einer der wichtigsten archäologischen Funde aus dieser Epoche. Gefunden wurde sie am 4. Juli 1999 von Raubgräbern in einer Steinkammer auf dem Mittelberg nahe der Stadt Nebra in Sachsen-Anhalt Die annähernd kreisrunde Platte hat einen Durchmesser von etwa 32 Zentimetern und eine Stärke von 4,5 Millimetern in der Mitte bzw. 1,7 Millimetern am Rand. Das Gewicht beträgt ca. 2,3 Kilogramm. Die Scheibe besteht aus Bronze, einer Legierung aus Kupfer und Zinn, deren Kupferanteil nachweislich vom Mitterberg bei Mühlbach am Hochkönig in den Ostalpen stammt. Das Verhältnis der im Kupfer enthaltenen radiogenen Blei-Isotope ermöglicht diese Ortsbestimmung. Neben einem geringen Zinnanteil von 2,5 Prozent weist sie einen für die Bronzezeit typisch hohen Gehalt von 0,2 Prozent Arsen auf. Sie wurde offenbar aus einem Bronzefladen getrieben und dabei wiederholt erhitzt, um Spannungsrisse zu vermeiden bzw. zu beseitigen. Dabei verfärbte sie sich tiefbraun bis schwarz. Die heutige, von einer Korrosionsschicht aus Malachit verursachte Grünfärbung ist erst durch die lange Lagerung in der Erde entstanden. Die Applikationen aus unlegiertem Goldblech sind in Einlegetechnik gearbeitet und wurden mehrfach ergänzt und verändert. Aufgrund der Begleitfunde (Bronzeschwerter, zwei Beile, ein Meißel und Bruchstücke spiralförmiger Armreife) ist zu vermuten, dass sie etwa um 1600 v. Chr. vergraben wurde, ihr Herstellungsdatum wird auf 2100 bis 1700 v. Chr. geschätzt.

Die Himmelsscheibe von Nebra
Die Himmelsscheibe von Nebra

Himmelscheibe aus Bronze und Gold, eine der bedeutendsten Entdeckungen aus der Bronzezeit

DBachmann



Der Sonnenwagen von Trundholm

Der Sonnenwagen von Trundholm (dänisch Solvognen), ist eine Skulptur aus der älteren Nordischen Bronzezeit (um 1400 v. Chr.) Nordeuropas. Das Original gehört zum Bestand des Dänischen Nationalmuseums in Kopenhagen. Das Motiv des Sonnenwagens ist auch aus der griechisch/römischen, der chinesischen und der keltischen Mythologie bekannt. Die etwa 60 Zentimeter lange Skulptur ist aus gegossenen Bronzeteilen zusammengesetzt: Auf zwei Achsen steht ein Pferd, auf einer weiteren Achse ist eine etwa 25 Zentimeter große, auf einer Seite mit Goldblech belegte Scheibe mit getriebenen, konzentrisch angeordneten Kreis- und Mäandermustern angebracht. Die insgesamt sechs vierspeichigen Räder sind nur fragmentarisch erhalten, trotzdem ist ihre freie Drehbarkeit auf den Achsen nachweisbar. Die Achsen von Scheibe und Pferd sind miteinander verbunden. An der Unterseite des Pferdehalses sowie am vorderen Rand der Scheibe, etwas unter der halben Höhe, sind noch die Reste von Ösen erkennbar, die als Zügelhalter interpretiert werden können, so dass die Scheibe das Pferd lenkt.

Der Sonnenwagen von Trundholm gehört – neben der 1999 gefundenen Himmelsscheibe von Nebra – zu den wichtigsten Funden aus der europäischen Bronzezeit. Das komplizierte Gussverfahren zur Herstellung der filigranen Teile weist auf einen hohen Stand der Fertigungstechnik hin.

Sonnenwagen  von Trundholm
Sonnenwagen von Trundholm

Der berühmte bronzezeitliche Sonnenwagen von Trundholm, Dänemark;
Ca. 1.400 v.Chr.

Reiner Zenz




Kupfer in der Antike (1.200 v. Chr. - ca. 600 n. Chr.)

Antike (von lateinisch antiquus „alt, altertümlich, hergebracht“) bezeichnet die Epoche des Altertums im Mittelmeerraum. Zeitlich reicht die Antike etwa von 1200 v. Chr. bzw. 800 v. Chr. bis ca. 600 n. Chr. und unterscheidet sich von vorhergehenden und nachfolgenden Epochen durch gemeinsame und durchgängige kulturelle Traditionen.

Antike bezeichnet im engeren Sinne die Geschichte des archaischen und klassischen Griechenlands, des Hellenismus und des Römischen Reichs. Insbesondere das Römische Reich vereinte den Mittelmeerraum seit dem 1. Jahrhundert n. Chr. politisch und kulturell. Andere Völker und Kulturen spielen dann nur im Rahmen ihrer Kontakte zu Griechen und Römern eine Rolle. (wikipedia).

Der Großteil des während der ausgehenden Bronzezeit in Europa verwendeten Kupfers stammte aus Zypern. Die Zyprioten belieferten nicht nur die Römer, sondern Griechen, Phönizier und die damalige "Kupferkammer". (KRAUS, M., 2012)

Der größte Produzent und Verbraucher von Kupfer in der Antike war das Römische Reich (8. Jh.v.Chr. und dem 7. Jh.n.Chr.). Heute schätzt man die Jahresproduktion des Römischen Reiches auf etwa 15.000 Tonnen. Es wird deutlich, welch bahnbrechende Entdeckung die Bronze-Legierung bedeutete. Schließlich vermochte es die römische Armee mit den technisch überlegenen Bronzeschwertern und -schilden ausgerüstet, halb Europa unter seine Kontrolle zu bringen.

Im Mittelmeerraum sowie im Vorderen Orient, China und Indien wurde Bronze dann spätestens um 1000 v. Chr. durch Eisen als besser geeignetes Material endgültig ersetzt. Der Anfang der Eisenverhüttung und -bearbeitung zählt in manchen Regionen zur Urgeschichte (z. B. Mittel- und Nordeuropa) und in manchen zur Frühgeschichte.



Messing in Griechenland und im Römischen Reich

Vermutlich entdeckten die alten Griechen die Kupfer-Legierung Messing. Messing wird aus einer Kupfer-Zink-Legierung hergestellt. Es ist bekannt, dass Messing im antiken Griechenland und zurzeit von Aristoteles (384-322 v.Chr.) in Gebrauch war. Der Ursprung des Wortes Messing ist nicht völlig klar, wogegen die Legierung wegen ihres goldähnlichen Aussehens schon ARISTOTELES (384–322 v. Chr.) bekannt war. Einige Erklärungen führen die Bezeichnung noch weiter auf ein Volk in der Kolchis (eine antike Landschaft zwischen Kaukasus und der Ostküste des Schwarzen Meeres)) zurück, das „Mossynoiken“ („Holzturm-Bewohner“) genannt wurde, andere sehen die Verwandtschaft zum lateinischen "massa" und meinen damit einen Metallklumpen auf dem offenen Herd. Fest steht wohl, dass Messing aus Kupfer und Galmei erschmolzen wurde.

Schriftliche Zeugnisse über den Gebrauch von Messing liefert uns zwar unter Anderen CICERO (106 - 43 v.Chr.), der sich in seinem "De officiis" darüber beklagte, dass die Unmoral vieler Händler sie Messing anstelle von Gold verkaufen ließ. Unter anderem durch die Schriften PLINIUS des Älteren (23 - 79 n.Chr.) ist die Verwendung des Wortes Oreichalkos (Aurichalkum) für Messing gebräuchlich. Ebenfalls durch Plinius den Älteren überliefert ist die Herstellung von Messing aus den Komponenten Kupfer und dem zinkhaltigen Mineral Galmei (Smithsonit) sowie dem zur Reduktion des Galmei zugesetzten, angefeuchteten Kohlenstaub. Man vermengte diese Bestandteile und setzte das Gemenge in mehrere Schmelztiegel – meist sieben bis neun pro Brennofen – ein. Das Gemenge wurde dann bis auf Schmelztemperatur (> 900 °C) erhitzt. Durch dieses etwa 12 Stunden dauernde, heute als „Zementation bezeichnete Verfahren“ entstand Rohmessing, auch Arco genannt, das für einen zweiten Schmelzvorgang zusammengeschüttet wurde, um Menge und Qualität zu erhöhen. Dies galt zu jener Zeit sowohl für die griechische Antike als auch im römischen Reich – und das ohne genauere Kenntnis der jeweils goldähnlichen Legierungszusammensetzung. Die Römer praktizierten zwischen dem 1. und 4. Jahrhundert n. Chr. das von Plinius beschriebene Verfahren der Messingherstellung auch in den von ihnen besetzten Gebieten Germaniens.




Kupfer im Mittelalter (600 - 1.500)

Kupfer in Europa

Kupfer in Deutschland

Im Mittelalter gab es einen hohen Bedarf an Kupfer und Messing, was bedeutet, dass Kupfer in erheblich großer Menge gefördert wurde. Man kann davon ausgehen, dass Kupfer für die mittelalterliche Wirtschaft gleich wichtig wie Eisen war. Die wichtigsten Lagerstätten Deutschlands lagen am Nordrand des Harzes am Rammelsberg bei Goslar und Mansfeld, sowie bei Obermarsberg im Sauerland. (STEUER, H., 1993). Südlich von Freiburg ist der Kupferbergbau für das 11. Jh. nachgewiesen. Seit dem 10. Jh. wurden große Kupfermengen für bronzene Glocken, Kirchtüren, Epitaphien, liturgisches Kultgerät, Taufbecken und Tore sowie zu Haushaltsgeräte, wie Töpfen und Pfannen verwendet, ab dem 14. Jh. in zunehmendem Maß für Feuerbüchsen sowie zur Herstellung von Rotguss, Messing und zur Dachbedeckung . Manche Kupferblechdächer großer Kirchen wie St.Simonis et Juda in Goslar (3.500 kg) oder der Bamberger Dom sowie aus Kupfer hergestellte Monumente wie die Hildesheimer Christussäule wogen mehrere 1.000 kg. Im 11./12. Jh. gab es ca. 2.000 Glocken in Deutschland, nachgewiesen sind 50.000 kg Glockenbronze.

Rammelsberg im Harz
Der Bergbau am Rammelsberg wurde erstmals um 968 von Widukind von Corvey in seiner Res gestae Saxonicae erwähnt. Demnach habe Otto der Große „im Sachsenland Silberadern eröffnet“ („in Saxonia venas argenti aperuit“). Am Rammelsberg wurden hauptsächlich die Erzarten Blei–Zink-Erz, Kupfererz, Schwefelerz, Melierterz, Braunerz, Grauerz, Banderz und Kniest mit den Hauptmineralien Bleiglanz, Kupferkies, Zinkblende, Schwerspat, Pyrit sowie Vitriole gefördert. Aus den Erzen wurde unter anderem Silber, Blei, Kupfer und Zink gewonnen, worauf der Reichtum der Stadt Goslar im Mittelalter beruhte

Marsberg im Sauerland
Der Berg Bilstein bei Marsberg war einer der Zentren des mittelalterlichen Kupferbergbaus in der Region Marsberger Kupfererz wurde bereits im 8./9. Jahrhundert gefördert und in der Villa Twesine verarbeitet. Man hat dort 36 Öfen und Röstgruben gefunden, die sich mit Hilfe von Keramikfunden auf die Zeit zwischen 700 und 750 datieren lassen. Wilfried Reininghaus vermutet, dass die karolingische Eroberung der Eresburg neben strategischen Gründen auch die Sicherung der dortigen Erzvorkommen zum Ziel hatte.8

Die karolingische Zeit war förderlich für den Bergbau. Unklar ist, inwieweit die Einfälle der Ungarn sich ausgewirkt haben. Sicher ist, das in ottonischer und salischer Zeit ein erneuter Aufschwung stattgefunden hatte: Für die Zeit zwischen 999 und 1155 finden sich im Felsenmeer bei Hemer zahlreiche Bergbau- und Verhüttungsreste. Die Verhüttung erfolgte in Rennfeueröfen. Die Verleihung der Marktrechte an Niedermarsberg, damals Horhusen, ist nicht zuletzt eine Folge der nahe gelegenen Kupferproduktion. Im Ort wurden Waren aus Kupfer und Eisen produziert und vertrieben. Im Felsenmeer bei Hemer wurde zeitweise intensiv Eisenerzbergbau betrieben

In der Zeit zwischen 1000 und 1350 nahm die Bedeutung des Montangewerbes nicht zuletzt als Folge des Bevölkerungswachstums und der Entstehung neuer Siedlungen zu. In Ramsbeck belegen Radiokohlenstoffdatierungen untertägigen Abbau um das Jahr 1000. Erhebliche Bedeutung für den Aufschwung hatten die Klöster. So war das Kloster Bredelar seit der Gründung 1196 im Montangewerbe aktiv. In dem zum Kloster gehörenden Dörfern Giershagen, Messinghausen und Rösenbeck wurden Kupfer und Eisen gewonnen.

Das Kupfermonopol der Fugger

Nach einer Blütezeit des Kupferbergbaus im 13. Und 14. Jh. ist für die meisten Reviere ein Rückgang oder eine Unterbrechung der Förderung zu verzeichnen, was nicht unwesentlich auf den Bevölkerungsrückgang infolge der Pest zurückzuführen ist sowie bergbautechnisch durch die bis dato fehlende Wasserfördertechnologien. Mit dem ausgehenden Mittelalter waren es die Augsburger Fugger, welche die Kupferproduktion und den Kupferhandel beherrschten

Das enorme Wachstumspotential im Bergbau und Erzhandel nutzte Jakob Fugger in den folgenden Jahren äußerst gewinnbringend. Als Sicherheit für Darlehen, die er den Habsburgern und auch dem König von Ungarn gegeben hatte, ließ er sich Bergwerkserträge in Tirol und Bergwerksrechte in Oberungarn übertragen. Auf diese Weise erwarb das Montanunternehmen schließlich im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation eine dominierende Stellung im Handel mit Kupfer. Mit ihrem Geschäftspartner Hans Thurzó gründeten die Fugger 1494 den „Ungarischen Handel“. Die von den Fuggern finanzierten Bergwerke in Neusohl (Banská Bystrica) gehörten zum Königreich Ungarn. Jakob schuf nun einen regelrechten Montankonzern: Neben einer Schmelzhütte in Neusohl wurden 1495 die Saigerhütte Fuggerau in Kärnten, bald darauf die Saigerhütten in Hohenkirchen (Thüringen) in Thüringen und in Moschnitz (Mostenice in der heutigen Slowakei) gegründet. Verteilt wurde das Kupfer über Faktoreien in Breslau, Leipzig, Krakau und Ofen (im heutigen Budapest). Für den Transport zur Ostsee ließ Jakob Fugger eigens eine neue Straße über den Jablunkapass bauen, über den die Kupferlieferungen zu den Ostseehäfen in Danzig, Stettin und Lübeck transportiert wurden. Von dort wurde das Kupfer aus Oberungarn über Antwerpen nach Lissabon verschifft, wo es die wichtigste portugiesische Handelsware für den Export nach Indien darstellte. Auf den Kupfermarkt in Venedig gelangte Fugger‘sches Kupfer aus Neusohl über Wiener Neustadt und die Adriahäfen Triest und Zengg. In den schlesischen Goldbergbau stiegen die Fugger 1502 ein. Die slowakische Kupferförderung machte knapp 40 Prozent der europaweiten Kupferherstellung aus. Aus Tirol – wo die Fugger den Markt weitgehend beherrschten – stammten 40 Prozent des europäischen Kupfers. Die Augsburger Firma besaß somit in Europa eine marktbeherrschende Stellung im Kupfergeschäft, wenn auch kein Monopol.



Spätes prähistorisches nordamerikanisches und präkolumbianisches Kupfer

Die Mississippi-Kultur war eine Indianerkultur, die ab ungefähr 900 n. Chr. auftrat und aus der Woodland-Periode hervorging. Ihr Zentrum befand sich am mittleren Mississippi-Tal, doch erstreckte sie sich auf den Südosten der heutigen Vereinigten Staaten und damit in etwa auf die Bundesstaaten Tennessee, Ohio, Arkansas, Illinois, Missouri, Michigan, Indiana, Oklahoma und Texas sowie Teile Alabamas und Georgias. In der Mississippi-Kultur entstanden Kunstwerke mit einer ungewöhnlichen Aussagekraft. In den Gräbern fand man Halsschmuck, Steinskulpturen und Keramiken, Kupfergegenstände, Lochperlen sowie Becher aus gravierten Muschelschalen.

Nebenstehend drei Beispiele von Kupferplatten aus der Zeit der Mississippi-Kultur (900-1600 n.Chr.). Rechts eine Spiro-Platte aus Oklahoma, links eine Wulfing-Platte aus Malden, Missouri und in der Mitte eine Wulfing-Platte aus Etowah in Georgia. Beispiele dieser Art gab es zahlreich im gesamten mittleren und Südwesten der USA.

Im Gegensatz zu Nordamerika, verfügten die alten Kulturen in Südamerika über ausreichende Schmelz- und teilweise technologisch anspruchsvolle Legierungstechniken. Es gab zwei Techniken der Verarbeitungen: das Treiben und Hämmern und das Gießen nach dem Wachsausschmelzverfahren. Dieses metallurgische Wissen wurde bis nach Mesoamerika transferiert. Die Verarbeitung von Gold und Kupfer in Südamerika scheint sich in der Andenregion des heutigen Peru, Bolivien, Chile und Argentien entwickelt zu haben. Die frühesten Kupferarbeiten werden auf 1.432-1.132 v.Chr. datiert.

Kupferplatten des prähistorischen Nordamerika
Kupferplatten des prähistorischen Nordamerika

Drei Beispiele von Kupferplatten aus der Zeit der Mississippi-Kultur

Herb Roe



Die alten präkolumbianischen Völker (Maya, Tolteken, Azteken, Chimu, Moche, Inka) kannten und bearbeiteten Kupfer neben Gold und Silber, doch konnten sie nie einen breiteren Grad von metallenen Nutzgegenständen rreichen, mit Ausnahme von Kultgeräten, die allerdings meist aus mehr oder weniger reinen Edelmetallen hergestellt wurden. Werkzeuge waren dagegen überwiegend aus organischem Material und/oder Stein gefertigt.

Für die Chimú-Kultur (um 1270 bis 1470) (bevor sie im Inka-Reich aufging), konnte die Bronzeherstellung durch Funde nachgewiesen werden. Ihre Vorläuferkultur, die Mochica oder Moche (1.–7. Jahrhundert), verarbeitete Kupfer und eine Gold-Kupferlegierung namens Tumbaga (auch Tumbago; für die Herstellung der als Tumi bezeichneten Zeremonial-/Ritualmesser).

Tumbaga-Pectoral
Tumbaga-Pectoral

Pektoral aus Tumbaga. Muisca-Kultur, Kolumbien. 600-1600 n.Chr;
Museo della Biblioteca apostolica Vaticana

Sailko

Tumi aus Bronze
Tumi aus Bronze

Tumi (Ritualmesser) aus Bronze;
Chimu-Kultur, 1100-1550 n.Chr.

Los Angeles County Museum of Art

Tumbaga

Tumbaga ist eine Legierung mit den Hauptbestandteilen Gold und Kupfer. Der Kupferanteil kann hierbei bis zu 70 % betragen. Tumbaga hat einen niedrigeren Schmelzpunkt und eine größere Härte als Gold. Die Legierung war besonders in Altkolumbien und in Mittelamerika verbreitet. Die Oberflächen der Produkte wurden erwärmt und das entstehende Kupferoxid mit Pflanzensäure entfernt. Übrig blieb reines Gold. Viele Gegenstände der Indios wurden so hergestellt, z. B. das Tumi und die Tunjos. Auf diese Weise arbeiteten die Völker der Muisca, die Tairona und die Sinu. .

Kupfer in Japan

Kupfer und Bronze waren in Japan schon seit dem 3. Jh. v.Chr , etwa zur Zeit der Yayoi-Kultur bekannt. Allerdings war dies kein Kupfer aus eigener Erzeugung, sondern in Form importierter Gegenstände aus China. Der nachweislich erste Kupferbergbau in Japan begann im Jahr 697 in den heutigen Provinzen Tottori und Yamaguchi. Im Jahr 701 wurde das erste japanische Bergrecht erlassen. Nachdem Anfang des 8. Jh. in der Präfektur Saitama große Kupferlagerstätten entdeckt wurden, ließ die die damalige Kaiserin Gemmein-Tenno die Ära Wado (i..ü.S. "japanisches Kupfer) ausrufen, einhergehend mit der Prägung erster Kupfermünzen. Die Gießtechnik entwickelte sich rasch und in der Folge des 8. Jh. entstanden nicht nur ein 16 m hoher Bronzebuddha in Nara, sondern auch ungezählte Glocken, Spiegel, Laternen und Gebrauchsgegenstände.

(s.a. in diesem Portrait > Kupferlagerstätten in Asien/Japan)

Präkoloniale Bronzen von Ife und Benin

Bronze casting, mainly by the cire perdue process, first developed into an art in West Africa during the period corresponding to the Middle Ages in European history. At a time when West Africa had only the slenderest links with the outside world, mainly through Arab slave-traders, the peoples of Benin and Ife and other regions in what is today modern Nigeria began to produce beautiful bronzes, some of which still rank with the masterpieces of world sculpture. Knowledge of the development of this separate African culture is far from complete but some of the earliest objects excavated so far date from the 12th and 13th Centuries, while others, notably those attributed to the Benin Kingdom, appear to have been cast between the 15th and 17th Centuries. A tomb recently excavated at Igbo in Eastern Nigeria contained a hoard of bronze objects including a number of highly decorated bowls and vases, pendants, amulets and ornaments which had been buried with the priest-king as part of his ritual regalia. Also recovered at the same site were examples of pottery, specimens of textiles and pieces of calabash. In this respect it is worth noting that the preservation of these organic materials is almost certainly due to the presence of copper in the bronzes which inhibited the action of white ants and bacteria. The most highly valued examples of West African bronze work are undoubtedly the cast heads, one of which is shown in Fig. 13. These have an almost classical style and show a mastery of technique which has rarely been surpassed.

Bronze-Kunst in Westafrika
Bronze-Kunst in Westafrika

Gegossene Bronzeplatte aus Benin, von 1897-1898 ins Britische Museum verbracht

Andreas Praefcke




Kupfer von der Renaissance bis zur industriellen Revolution (15. Jh. - ca. 1850)]

Schwaz in Tirol

Bereits in der Bronzezeit wurde in den Bergen zwischen Schwaz und Kitzbühel Kupfer abgebaut, das in Verbindung mit Zinn zur Herstellung von Bronze benötigt wurde.

Um 1420 wurden erstmals reichhaltige Erzgruben am Falkenstein aufgetan, und die Zuwanderung von bergmännischem Fachpersonal aus Böhmen und Sachsen begann. Innerhalb weniger Jahre wurde die Schwazer Metallproduktion ein europäischer Wirtschaftsfaktor, und der Falkenstein wurde zur Geldquelle der Habsburger. Die Augsburger Handelsfamilien Fugger und Paumgartner waren über den Zeitraum des Silberbergbaus präsent. In den erzreichen Bergen und Hängen der Stadt Schwaz wurde in einem Zeitraum von 1420 bis 1827 Metall abgebaut. Die Ausbeute an Silber (2.571 Tonnen) und an Kupfer (190.999 Tonnen) verdeutlicht den wirtschaftlichen und weltpolitischen Einfluss von Schwaz.

Radmer in der Steiermark

Im Radmertal in der österreichischen Steiermark wurde Kupfererz bereits in der Bronzezeit abgebaut und erschmolzen, was durch Schlackenreste am Neuburgsattel zwischen der Hinterradmer und dem Johnsbachtal bewiesen ist.

Der eigentliche quasi-industrielle Radmerer Kupferbergbau begann 1547; die ersten Gewerke wurden 1559 errichtet. Radmer zählte in seiner Blütezeit von 1590 bis 1620 zu den vier bedeutendsten Kupfer-Bergbaustandorten in Mitteleuropa und bestand aus etwa 60 Stollen. Die höchste erzeugte Rohkupfermenge betrug im Jahre 1596 480 to. Im Jahr 1634 fand in diesem Bergwerk eine der ersten Sprengungen mit Schwarzpulver in den Alpenländern statt. Im 16. und 17. Jahrhundert war das Kupferbergwerk im Besitz der Äbte des Stift Seitenstetten in Niederösterreich.

Falun in Schweden

Die Stadt Falun in der schwedischen Provinz Dalarna entwickelte sich im Zuge des Kupferbergbaus, der ab dem 10. Jahrhundert am Tiskasjöberg nachgewiesen ist. Der Bergbau wurde anfänglich von Bauern betrieben. Im 14. Jahrhundert wurden am Unterlauf des Flusses Faluån regelmäßig Märkte abgehalten und rund um den Marktplatz entwickelte sich eine kleine Siedlung.

Mit der zunehmenden Bedeutung des Bergwerkes wuchs die Siedlung und 1641 erhielt Falun die Stadtrechte. Zu dieser Zeit war Falun mit ungefähr 6.000 Einwohnern eine der größten Städte Schwedens. Die Kupferbergwerke zu Falun standen im 17. Jh. für etwa 2/3 der Weltproduktion. Der Abbau erfolgte planlos, und 1687 stürzte ein großer Teil der Grube ein. Dies signalisierte auch das Ende der Blütezeit, und der Niedergang des Bergwerkes begann

Falun
Falun

Kupfergrube Katharineberg in Falun;
Stahlstich aus dem Jahr 1839
Meyers Konversationslexikon;
Stahlstich aus der Sammlung alter Bergwerksansichten Peter Seroka

Gemeinfrei

Mit dem Zeitalter der Aufklärung kehrte das technische Fortschrittsdenken nach Europa zurück. Entdeckungen zur Elektrizität und dem Magnetismus durch Wissenschaftler wie Ampère, Faraday und Ohm brachten nicht nur neue Verwendungsmöglichkeiten und steigenden Verbrauch für und von Kupfer mit sich. Diese Verwendungsmöglichkeiten und der steigende Verbrauch halfen die Industrielle Revolution anzukurbeln und schoben das Kupfer in eine neue Ära der Bedeutung.




Kupfer im Industriezeitalter (Anfang 19. Jh. bis heute)

Im Mitteleuropa gab es (global gesehen kleinere) Vorkommen vor allem in Mitteldeutschland im Mansfelder Land und am Rammelsberg im Harz, in Niederschlesien und in den Zentralalpen Österreichs (Schwaz, Kitzbühel, Mitterberg erst wieder ab der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts), die geologisch überwiegend mit Gesteinen des Paläozoikums zusammenhängen. Ihr Abbau war zu Beginn der Neuzeit bedeutsam, im Weltmaßstab spielten skandinavische Lagerstätten (zum Beispiel Falun) in dieser Zeit eine mindestens ebenso große Rolle. Die Produktion sank bis zum 20. Jahrhundert stark ab und war seit etwa 1930 oft nur noch mit staatlichen Beihilfen lebensfähig (von Polen nach 1945 abgesehen).

Historisch lag der europäische Kupferbergbau – wie bei den meisten Erzen – überwiegend in der Verantwortung der Landesherrn. Teilweise war er ein traditionell lokales Recht (etwa in Tirol), und fast immer förderte er die Entwicklung wohlhabender Städte (zum Beispiel Kitzbühel, Goslar, Eisleben, Hettstedt, Mansfeld, Schwaz).

Weltweit hat sich die Gewinnung von Kupfer seit 1900 etwa alle 20 Jahre verdoppelt und stieg in den 100 Jahren auf das 40-fache (etwa 15 Mio. Jahrestonnen), was vor allem auf den Bedarf der Elektroindustrie zurückgeht. Das weiche und zähe Buntmetall ist ein sehr guter Strom- und Wärmeleiter und wird für hochwertige Stromkabel, für galvanische Elemente und für verschiedene Legierungen wie Bronze, Messing und Neusilber oder Tombak, Lager- und Leichtmetalle (zum Beispiel Duraluminium) benötigt. Die Kupferschmiedearbeit ist bis heute im Orient ein handwerklich bedeutender Wirtschaftszweig. Kupfer ist ein Metall, das die Menschheit aufgrund seiner Eigenschaften zu Recht, lange begleitet und mit Sicherheit noch lange begleiten wird.

Heute ist Kupfer mit Abstand eines der wichtigsten (wenn nicht das wichtigste) Industriemetall und aus unserem Alltag nicht mehr weg zu denken. Obwohl der Mensch seit 10.000 Jahren Kupfer und seine Legierungen nutzt, werden nach wie vor weitere innovative Nutzungsmöglichkeiten für das Metall gefunden, wie zum Beispiel in der Halbleiterindustrie.

Je etwa 20 % der heutigen Weltvorräte an Kupfererzen liegen in Afrika (Sambia, Kongo und Namibia), in Südamerika (Chile und Peru) und in den USA (Abbau seit etwa 1840), gefolgt von Kanada, Indonesien, Australien, der Mongolei und den Nachfolgestaaten der Sowjetunion. An der Jahresförderung hält Chile über 30 %, USA und Indonesien etwa 10 %, Russland, Peru, Australien und China je 5–8 Prozent. An der Jahresförderung hält Chile über 30 %, USA und Indonesien etwa 10 %, Russland, Peru, Australien und China je 5–8 Prozent. Weltweit hat sich die Gewinnung von Kupfer seit 1900 etwa alle 20 Jahre verdoppelt und stieg in den 100 Jahren auf das 40-fache (etwa 15 Mio. Jahrestonnen), was vor allem auf den Bedarf der Elektroindustrie zurückgeht. Das weiche und zähe Buntmetall ist ein sehr guter Strom- und Wärmeleiter und wird für hochwertige Stromkabel, für galvanische Elemente und für verschiedene Legierungen wie Bronze, Messing und Neusilber oder Tombak, Lager- und Leichtmetalle (zum Beispiel Duraluminium) benötigt. Die Kupferschmiedearbeit ist bis heute im Orient ein handwerklich bedeutender Wirtschaftszweig.

Industrieller Kupferbergbau in den USA

Copper in the USA: Bright Future Glorious Past US History The large-scale mining of copper had its origins in the late 1800's, primarily in the American West. Small mines existed around the country, particularly in the Upper Peninsula of Michigan and in Arizona, but they were able to extract copper only from high-grade ores. The development of efficient flotation processes ¹ around the turn of the century opened up the exploitation in Arizona, Montana, and Utah of large porphyry ore deposits in which the copper-bearing minerals are widely dispersed throughout the host rock. Open-pit mining techniques were developed for these low-grade porphyry deposits and the United States quickly became the world's largest producer of copper. The US brass mill industry has a longer history, beginning in the early days of the Republic. The industry was heavily concentrated in the Naugatuck Valley in Connecticut over a 40 mile stretch from Torrington through the center of the industry-Waterbury-south to Ansonia and Derby. The early mills made such objects as brass buttons and copper vessels, and later pins and clock brass, and developed melting and rolling techniques. Only since World War II has the brass mill industry been dispersed widely throughout the eastern half of the United States, and little of it remains in Connecticut. The electrical wire mill industry started in 1877, when a Connecticut brass mill man named Thomas Doolittle developed hard-drawn copper wire strong enough to be strung overhead. Prior to that time, iron wire had been used in the telegraph system. The telephone system was commercialized quickly after its discovery in 1876 and both it and the growing electric power grid began to consume large quantities of copper wire. While these events were transpiring in the USA, similar developments in copper production and in the consumption of copper mill and foundry products were occurring also in the rest of the industrialized world. Annual growth rates over these periods have ranged from a high of 5.8% at the dawning of the electrical and telecommunication ages (late 1800's-early 1900's) to a low level of 1.3% in the period since the mid 1970's. Over this time period, annual world consumption has grown by about a factor of 30. In fact, despite copper's 10,000-year history of continuous use (and re-use), about three-quarters of all copper ever consumed has been produced in the period since World War II.

Kolonialer Kupferbergbau im Kongo und in Sambia

Der Copperbelt (englisch; deutsch: Kupfergürtel) ist eine Industrieregion in Sambia und der Demokratischen Republik Kongo. Er ist das bedeutendste Kupferabbaugebiet Afrikas und das größte Industriegebiet in Afrika südlich der Sahara außerhalb Südafrikas. Neben Kupfer werden auch Kobalt und weitere Metalle abgebaut. Der Copperbelt zeichnet sich durch das Vorkommen von Kupfererzen aus. Er liegt auf einer Hochebene etwa 1200 bis 1300 Meter über dem Meeresspiegel im Zentrum Sambias und im Südosten der Demokratischen Republik Kongo und ist ein etwa 800 Kilometer langes und 250 Kilometer breites Gebiet. Der sambische Teil gehört überwiegend zur Provinz Copperbelt, der kongolesische Teil zur ehemaligen Provinz Katanga. Mehr als ein Zehntel der weltweiten Kupfervorkommen befinden sich im Copperbelt. Sambia erzielte 1988 über 90 Prozent seiner Außenhandelserlöse durch den Export von Kupfer, die Demokratische Republik Kongo bis zu 40 Prozent.1 Die DR Kongo ist Weltmarktführer bei der Produktion von Kobalt. Rund 53 Prozent des weltweit exportierten Kobalts stammten 2006 aus dem Copperbelt, davon fast drei Viertel aus der DR Kongo.2 Die Einwohner im Gebiet des heutigen Copperbelts hatten schon seit Jahrhunderten die Fähigkeit, Kupfer aus den Erzen zu gewinnen und mit den daraus gefertigten Gütern Handel zu betreiben. 1895 stellte der US-Amerikaner Frederick Russell Burnham im Rahmen eine Expedition fest, dass es in dem Gebiet große Kupfervorkommen geben müsse. Damals gehörte der Nordteil des Gebiets zu Belgien, der Südteil zum Vereinigten Königreich. Die British South Africa Company übernahm die Ausbeutung dieser Vorkommen im südlichen Teil. Unter anderem entstanden ab Beginn des 20. Jahrhunderts Eisenbahnstrecken, die ein Verschiffen des Kupfers bis zu den Häfen am Atlantischen und Indischen Ozean ermöglichten. Von 1960 bis 1963 war das damalige Katanga nach einem Sezessionskrieg faktisch unabhängig. In den 1960er Jahren wurden in Sambia rund 750.000 Tonnen Kupfer gewonnen. Von 1971 bis 1999 hieß die DR Kongo Zaïre; die Provinz Katanga wurde Shaba genannt. Der Verfall der Kupferpreise auf dem Weltmarkt ab 1974 und besonders ab Ende der 1990er Jahre traf den Copperbelt besonders hart. 2000 betrug die Fördermenge in Sambia nur noch 256.900 Tonnen Kupfer. Zusätzlich schaffte die einseitige Abhängigkeit vom Kupferbergbau schwerwiegende Umweltprobleme. So werden beim Raffinieren der Kupfererze große Mengen an Arsen und Kohlenmonoxid frei. Auch wurde die Landschaft durch den Tagebau großflächig zerstört. Von 2003 bis 2007 vervierfachte sich der Kupferpreis, so dass die Fördermenge erhöht wurde. 2006 wurden in Sambia 497.000 Tonnen Kupfer gewonnen.4 2009 wurde mit der Lumwana Mine bei Solwezi die größte sambische Kupfermine in Betrieb genommen.



Die Freiheitsstatue in New York

Die Freiheitsstatue (englisch Statue of Liberty, offiziell Liberty Enlightening the World, auch Lady Liberty; französisch La Liberté éclairant le monde) ist eine von Frédéric-Auguste Bartholdi geschaffene neoklassizistische Kolossalstatue bei New York. Sie steht auf Liberty Island im New Yorker Hafen, wurde am 28. Oktober 1886 eingeweiht und ist ein Geschenk des französischen Volkes an die Vereinigten Staaten. Das übermächtige Frankreich wollte mit diesem Geschenk sich das Wohlwollen des zu dieser Zeit aufstrebenden Amerika sichern. Die Statue ist seit 1924 Teil des Statue of Liberty National Monument und seit 1984 als Weltkulturerbe der UNESCO klassifiziert.

Die Statue stellt die in Roben gehüllte Figur der Libertas, der römischen Göttin der Freiheit, dar. Die auf einem massiven Sockel stehende bronzierte Figur reckt mit der rechten Hand eine vergoldete Fackel hoch und hält in der linken Hand eine Tabula ansata mit dem Datum der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung. Zu ihren Füßen liegt eine zerbrochene Kette. Die Statue gilt als Symbol der Freiheit und ist eines der bekanntesten Symbole der Vereinigten Staaten. Mit einer Figurhöhe von 46,05 Metern und einer Gesamthöhe von 92,99 Metern gehört sie zu den höchsten Statuen der Welt, bis 1959 war sie die höchste. Das Gewicht der Statue beträgt 225 to.

Die siebenstrahlige Krone symbolisiert die die Anzahl der Weltmeere und die 25 Fenster unterhalb der Krone die Edelsteine dieser Welt. Mit einem Fuß steht die Freiheitsstatue auf zerbrochenen Ketten, die das Ende der Sklaverei symbolisieren. Ein weiters Symbol ist der erhobene Arm mit der vergoldeten Fackel in der Hand, das ein Zeichen für Aufklärung ist. In Frankreich existieren zwei etwa zwölf Meter hohe Kopien. Eine steht seit 1885 recht nahe des Eiffelturms und die zweite in der Stadt des Bildhauers in Colmar.

Freiheitsstatue
Freiheitsstatue

Die Freiheitsstatue in New York

US National Park Services (NPS)




Literatur

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