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Tsumeb

Steckbrief

Land

Namibia

Region

Oshikoto (Otjikoto), Region / Tsumeb

GPS-Koordinaten

Tsumeb

Verkürzte Mineralienatlas URL:

http://www.mineralienatlas.de/?l=3290
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

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Geologische Karte
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Geologische Karte

Tsumeb Mine und Tsumeb West, Region Oshikoto, Namibia

Copyright: Archiv: Philip Blümner (slugslayer)
Beitrag: slugslayer 2010-11-06

Mineralien (Anzahl: 288)

Adamini


Als formelreines Mineral ist [Adamin] in Tsumeb selten; die meisten Kristalle enthalten unterschiedliche Mengen an [Kupfer], was sich in der grünen Farbe der Kristalle niederschlägt. Adamin bildet Mischkristalle mit [Olivenit], wobei alle Zwischenstufen in Tsumeb auftraten. Reiner Adamin ist farblos, beige oder gelb. Es sind gelbe, bis 3,7 cm große Kristalle bekannt, die auf [Smithsonit] sitzen. Eine auf den tiefsten Sohlen gefundene Rarität ist weißer Adamin in kleinen, nadeligen Kristallen, die von [Legrandit] und [Leiteit] begleitet werden. Adamin-Kristalle variieren im [Habitus] von rhombisch-pseudooktaedrisch bis gestreckt prismatisch, oft in Form divergentstrahliger Kristallbüschel.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)

Tsumeb eine deutsch-afrikanische Geschichte; Georg Gebhard (Verlag Christel Gebhard-Giesen, 1991, ISBN 3-925322-02-7)
2 BM
Fornacit2M
Ojuelaiti


[Ojuelait] trat in Tsumeb in Form von seidenglänzenden, blassgelben bis olivgrünen Fasern und dünnen Kristallen bis zu 2 mm Größe auf. Das Mineral wurde in kleinen Hohlräumen zusammen mit [Goethit] und [Smithsonit] gefunden (KELLER 1984).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
Adular (Var.: Orthoklas)1 BM
Fraipontiti


[Fraipontit] wurde in Tsumeb in kleinen, weißen, perlmuttglänzenden Schuppen und schuppigen Aggregaten gefunden. Begleiter waren hier [Willemit], [Cerussit] und [Gebhardit] (MEDENBACH et al. 1983, KELLER 1984).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
Oliveniti


[Olivenit], prismatisch, nadelig oder faserig, gewöhnlich in parallelen Verwachsungen arrangiert. Die Färbung dunkeloliv- bis schwärzlichgrün, smaragdgrün bei ansteigendem Zink-Gehalt und es werden dann deutlichere Kristalle gebildet als bei reinem Olivenit. Der kupferfreie Adamin bildet farblose oder gelbe bis braune Kristalle. Fast schwarzgrüne Kristalle enthalten [Eisen] und werden deshalb als Eisenolivenit bezeichnet. Bei einer Größe bis zu 5 cm gelten diese Kristalle als die weltweit besten ihrer Art. Olivenit kam in Tsumeb als eine lückenlose Mischkristallreihe zwischen Olivenit und [Adamin] vor, aber auch reiner Olivenit trat auf. Typisch für die reinen Olivenit-Stufen ist die parallele Anordnung der Kristalle zu einem Kristallrasen, aus dem die Kristallköpfe nur wenig herausragen. Als Begleiter fand man mindestens 30 verschiedene Mineralien. Am häufigsten waren [Konichalcit], [Malachit] und [Azurit]. Einige Stufen vom Pfeiler E9 auf der 31. [Sohle] hatten [Keyit], [Odanielit] und [Johillerit] als Begleiter mit Adamin-Olivenit.

[Pseudomorphose] nach [Bayldonit]
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)

Tsumeb eine deutsch-afrikanische Geschichte; Georg Gebhard (Verlag Christel Gebhard-Giesen, 1991, ISBN 3-925322-02-7)
2 BM
Agardit-(Ce)i


[Agardit-(Ce)] ist aus Tsumeb beschrieben worden (KELLER 1986). Bei den Kristallen handelt es sich um typische gelbgrüne Nadeln aus der zweiten [Oxidationszone], die in Hohlräumen zusammen mit [Quarz] und zinkhaltigem [Dolomit] auftraten. Ähnlich, aber größer (bis 1 cm) waren die 1992 auf der 44. [Sohle] gefundenen Kristalle (GEBHARD 1999). Diese waren gelbgrün und befanden sich auf einer Calcitmatrix, die wiederum mit Manganoxiden bedeckt war. Dabei handelte es sich um gut ausgebildete und nicht verfilzte Kristalle wie bei vielen bisher bekannten Vorkommen.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)

Agardit-(Ce) aus Tsumeb; Georg Gebhard, Jochen Schlüter (Christan Weise Verlag, Lapis 4/95)
2 BM
Furutobeit2 BM
OrthoklasM
Akanthiti


In der Tsumeb Mine wurde [Akanthit] erzmikroskopisch im Erz identifiziert.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
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Gaitit (TL)i


[Gaitit] war in Tsumeb sehr selten, kam dort auf der 31. [Sohle] am Pfeiler E9 vor. Das Mineral trat in Form von farblosen bis weißen Krusten auf [Adamin]-[Olivenit] und [Prosperit] Kristallen auf. Des weiteren fand man einige wenige kleine Kristalle (KELLER 1984). Benannt wurde das Mineral nach Robert Irwin Gait, Kustos für Mineralogie am Royal Ontario Museum in Toronto, Kanada.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
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Otavit (TL)i


[Otavit] war das erste aus der Tsumeb Mine neu beschriebene und 1906 von SCHNEIDER vorgestellte Mineral. Gefunden wurden grauweiße bis gelblichweiße, perlmuttglänzende, oft leicht gekrümmte rhomboedrische Kristalle. Otavit ist sehr selten, die meisten Kristalle, zu denen die obige Beschreibung passt, erwiesen sich als [Zink]-haltiger [Dolomit] (KELLER 1984). Analytisch bestätigte Otavite werden auf den entsprechenden Stufen von [Rosasit] begleitet (GEBHARD 1991). Das Mineral wurde nach der Otavi-Region benannt.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
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Alamositi


Farblose bis weiße, glänzende, bis 4 cm große, nadelige Kristalle mit plattigen Terminierungen, die zu radialen Aggregaten zusammentreten, stammen aus Tsumeb und stellen die weltweitbesten Vertreter dieser Mineralart dar. Es sind ca. 60 bis 80 Stufen bekannt, die in den frühen 1970er Jahren in der zweiten [Oxidationszone] geborgen worden sind. Sie können leicht mit [Aragonit] verwechselt werden, unterscheiden sich jedoch durch ihre höhere [Dichte].
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2 BM
Galeniti


Die aus der Tsumeb Mine stammenden Galenit-Kristalle sind meist korrodiert. Sie können bis zu 6 cm aufweisen.
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3 BM
Otjisumeit (TL)i


[Otjisumeit] kommt nur in Tsumeb vor, von wo ihn KELLER et al. 1981 als neues Mineral beschrieben hat. Es wurden zwei Stufen gefunden, auf denen bis zu 1 mm große, farblose bis weiße Kristalle mit sechsseitigem Umriss sitzen, die von [Chalkosin] und [Siderit] begleitet wurden. Auf der zweiten Stufe trat zu den vergesellschafteten Mineralien noch [Schaurteit]. Das beschriebene Mineral ähnelt [Willemit]. Es wurde nach der [Typlokalität] Otjisume, später zu Tsumeb verschliffen, war der Name des Fundortes in der Sprache der Lokalen Bevölkerung.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
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Albit2 BM
Galliti


[Gallit] wurde erstmals aus der Tsumeb Mine beschrieben und nach seiner Zusammensetzung benannt (enthält [Gallium]). Es trat dort in Form von kleinen, grauen, metallglänzenden Körnern im [Germanit]-Erz sowie mit [Sphalerit] auf (STRUNZ et al. 1958a; STRUNZ et al. 1958b).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
Ovamboit (TL)2M
AlgodonitM
Gallobeudantit (TL)i


[Gallobeudantit] wurde aus der Tsumeb Mine erstmals beschrieben und nach seiner Zusammensetzung mit [Gallium] und der Verwandtschaft mit [Beudantit] benannt. Dort bildete es sehr kleine, blassgelbe bis leicht grünliche [Rhomboeder]. Begleiter waren [Renierit], [Tennantit], [Chalkosin], [Hämatit], [Stolzit], [Silber] und [Otjisumeit] (JAMBOR et al. 1996).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
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Oxyplumboroméiti
Als gelbes Umwandlungsprodukt eines unbekannten Minerals in blätterigen Massen bis zu mehreren Zentimetern Größe, fand sich [Bindheimit] in der Tsumeb Mine (PINCH & WILSON).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
1M
Almandin2M
Galloplumbogummit (TL)i
Zweite Oxidationszone, Tsumeb Lagerstätte, Tsumeb, Namibia
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How to cite: Schlu¨ter, J. and Malcherek, T. (2011) Galloplumbogummite, IMA 2010-088.
CNMNC Newsletter No. 9, August 2011, page 2537; Mineralogical Magazine, 75, 2535-2540
1M
Palygorskiti


[Palygorskit] ist aus den Nebengestein der mineralischen Erzkörper von Tsumeb bekannt.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
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Amalgam (Var.: Quecksilber, Silber)M
Gartrelliti


[Gartrellit] kam in der Tsumeb Mine in Form von kleinen, gelbgrünen Kristallgruppen mit [Beudantit], [Duftit] oder [Bayldonit] vor (GEBHARD 1999).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
Paradamini


[Paradamin] kam in Tsumeb in Form von weißen, tafeligen in Größen bis 3 mm (KELLER 1984) zum einen und bis 1 cm (GEBHARD 1991) zum anderen vor. Das sehr seltene Mineral wurde hier von [Wulfenit], [Kobalt]-haltigem [Smithsonit], [Adamin] in tafeligen beigefarbenen Kristallen, nadeligen [Köttigit] sowie [Reinerit] und [Legrandit] begleitet.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
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Anatasi


[Anatas] wurde eindeutig in Tsumeb identifiziert, aber nicht weiter beschrieben.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
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Gebhardit (TL)i


[Gebhardit] wurde als neues Mineral aus Tsumeb beschrieben. Es handelte sich hierbei um monokline, braune, nach (010) gestreckte Kristalle bis 3 mm, teilweise zu büscheligen Aggregaten verwachsen, manchmal kommen auch gekrümte Individuen vor. Begleiter waren [Mimetesit], [Renierit], [Hämatit], [Smithsonit], [Willemit], [Fraipontit] und [Quarz] (MEDENBACH et al. 1983).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
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Parnauiti


[Parnauit] wurde in Form von blauen Überzügen und Krusten im [Tennantit]-reichen Erz gefunden (KELLER 1984).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
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Andyrobertsit (TL)i


[Andyrobertsit] ist in Verwachsungen mit [Calcioandyrobertsit] als neues Mineral von Tsumeb von COOPER et al. (1999) beschrieben worden, wobei die Erstbeschreibung an der damals einzig bekannten Stufe erfolgte. Er fand sich auf zinkhaltigem [Olivenit] und [Cuproadamin] in tiefblauen Kristallen, die zu bis 1,5 cm langen, garbenförmigen Aggregaten zusammentreten. In der Zwischenzeit wurden einige weitere Stufen bekannt; auf ihnen sitzen sehr kleine Kristalle zusammen mit ein wenig [Stranskiit] in Rissen und Spalten im massiven [Tennantit]-[Germanit]-Erz. Das Mineral wurde nach dem Mineralogen beim Geological Survey of Canada, Andrew C. Roberts benannt.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
Gerdtremmelit (TL)i


Das sehr seltene Mineral [Gerdtremmelit] wurde als neues Mineral aus Tsumeb beschrieben. Benannt wurde es nach dem Mineraliensammler Gerd Tremmel. Es kam hier in Form von hell- bis dunkelbraune, knollige Aggregate bildenden Mikrokristallen vor. Vergesellschaftet war es mit: [Hämatit], [Quarz], [Kaolinit], [Skorodit], [Powellit], [Wilhelmkleinit] und [Betpakdalit] (SCHMETZER & MEDENBACH 1985).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
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Patróniti


[Patronit] ist erzmikroskopisch aus Tsumeb nachgewiesen (KELLER 1984).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
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Anglesiti


Tsumeb hat die mit bis 50 cm größten bekannten [Anglesit]-Kristalle geliefert. Kristalle sind in beiden Oxidationszonen gefunden worden. Diese sind gewöhnlich dicktafelig (blockig), gelegentlich dünntafelig nach (001) oder nach (001) gestreckt und bilden dann dipyramidale Kristalle. Zahllose weitere Ausbildungen und Formen existieren; Zwillinge sind jedoch nicht beobachtet worden. Die Farbpalette reicht von weiß über gelb, dunkel honig-farben und braun bis schwarz. Selten fanden sich blassgrüne oder blassblaue Kristalle.

[Pseudomorphose] nach [Schultenit]
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
Germanit (TL)i


Germanit-Kristalle waren in der Tsumeb Mine sehr selten. Er wurde meist in massiven, metallischen Aggregaten von etwa Faustgröße gefunden. Germanit ist graubraun mit einem rosa bis lila Farbstich. Viele Klumpen sind von einer Rinde aus [Renierit] überzogen. Das Mineral fand sich ferner in kleinen Kornaggregaten in [Tennantit], [Galenit] und [Sphalerit]. [Germanit] fand man besonders zwischen der 20. und 26. Sohle (140-180 m). Kristalle von 5 mm Größe sind aus der 26. Sohle bekannt und ein [Tetraeder] von 3 cm von der 45. Sohle, welches zum Teil von [Luzonit]-Kristallen bedeckt war.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)

Slg. thdun5
3 BM
Perrouditi


[Perroudit] wurde in Form von sehr kleinen roten Kristallen gefunden. Das Mineral trat mit [Arsentsumebit] und [Azurit] auf. Beschrieben wurde es von KELLER et al. 2005.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Anhydriti


[Anhydrit] kam in Tsumeb als tafelige Kristalle bis 3 mm Größe vor. Es fanden sich xenomorphe Hohlraumfüllungen aus der 35. [Sohle] (KELLER 1984). Als Begleitmineral trat [Chalkanthit] auf.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Germanocolusiti


[Germanocolusit], das [Vanadium]-haltige [Germanit]-Mineral, wurde von Bruno Geier unbenannt aus Tsumeb 1970 beschrieben.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Pharmakosideriti


[Pharmakosiderit] trat in Form von gelben bis olivgrünen, würfeligen, glänzenden Kristallen auf, die von [Beudantit], [Karminit] und [Mimetesit] begleitet wurden (GEIER et al. 1971, KELLER 1984).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Ankeriti


Kleine cremefarbene Kristalle wurden im Material der Tsumeb Mine als [Ankerit] identifiziert.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Gipsi


[Gips] kam in der Tsumeb Mine in Form von klaren, prismatischen Kristallen bis zu mehreren Zentimetern Größe vor.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
Philipsborniti


[Philipsbornit] trat in Form von 0,1 mm großen, farblosen, pseudowürfeligen bis pseudooktaedrischen Kristallen auf [Tsumcorit] auf (KELLER 1984).
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2M
Antimon2M
Glaukodot2M
Phlogopit2M
'Apatit-Gruppe'r
Lithothek der Münchener Micromounter, aus der Sammlung Melanie Albert
1 BM
Goethiti


[Goethit] kam in der Tsumeb Mine in Form von nierigen Massen vor.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
Phosgeniti


[Phosgenit] kam in Tsumeb in Form von kurzprismatischen, durchsichtigen, braunen Kristallen bis zu mehreren Zentimetern Größe vor und wurde von [Anglesit], [Arsentsumebit], [Mimetesit] und [Cerussit] begleitet (PINCH & WILSON). Wobei 1993 einige der größten und besten bekannten Phosgenit-Kristalle geborgen werden konnten, darunter korrodierte Kristalle bis 30 cm und schleifwürdige Kristalle bis 11 cm Größe (GEBHARD 1999). Es gibt einige Unsicherheiten über den Fundpunkt der Phosgenite von 1993; gerüchteweise stammt das Material aus der Kombat Mine.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Aragoniti


[Aragonit] kommt in drei Varianten vor. Gewöhnlicher Aragonit wurde in bis zu einigen Millimetern dicken, nadeligen Kristallen gefunden, die selten bis zu 20 cm Länge erreichen. Die Kristalle sind farblos oder weiß bzw. bläulich bis grünlich gefärbt. Viel häufiger ist Aragonit mit bis zu 3 % [Blei] - bekannt als ,,Tarnowitzit’’- und zinkhaltiger Aragonit mit bis zu 10 % [Zink] - bekannt als ,,Nicholsonit’’ . Die Tarnowitzit- und Nicholsonit-Kristalle sind kurz- bis langprismatisch, pseudohexagonal und verjüngen sich zur Basis.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
Goldi


[Gold] fand man in der Tsumeb Mine in Form von Körnern in [Quarz]-Gängen und im Nebengestein.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Plancheiti


[Plancheit] trat in Tsumeb in Form von leuchtend blauen pulverigen Überzügen in Vergesellschaftung mit [Dioptas] auf.

[Pseudomorphose] nach [Azurit]
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
Arsenbrackebuschit (TL)i


[Arsenbrackebuschit], das Arsen-Analogon von [Brackebuschit], wurde auf der 30. [Sohle] (ca. 960 m) in Tsumeb auf Zink-haltigem [Dolomit] gefunden. Das auffallend [Tsumcorit] ähnelnde Mineral bildet kleine, honiggelbe, durchscheinend bis opake, plattige, verzwillingte Kristalle. Für die Erstbeschreibung wurde sowohl Material von Tsumeb als auch von der Grube Clara im Schwarzwald benutzt (HOFMEISTER & TILLMANNS 1976, 1978, ABRAHAM et al. 1978).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
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Graphiti


[Graphit] ist in millimetergroßen Kristallen im [Calcit] eingewachsen gefunden worden.
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Tsumeb eine deutsch-afrikanische Geschichte; Georg Gebhard (Verlag Christel Gebhard-Giesen, 1991, ISBN 3-925322-02-7)
2M
Plattneriti


[Plattnerit] kam in Tsumeb in Form von schwärzlichen Krusten auf [Cerussit] und [Massicotit] vor, sowie auch in kleinen nadeligen Kristallen. Gefunden wurde das Mineral in beiden [Oxidationszone]n (KELLER 1984).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Arsendescloizit (TL)i


Die zweite [Oxidationszone] von Tsumeb ist die Typlokalität für gelbe, durchscheinende, zu dichten radialen Gruppen zusmmentretende und von farblosen [Willemit] begleitete [Arsendescloizit]-Kristalle (KELLER & DUNN 1982).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
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Gratoniti


[Gratonit] kam in metallglänzenden, grauen, mikroskopisch kleinen Massen auf der 30. [Sohle] vor.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Plumbojarositi


[Plumbojarosit] trat als seltenes gelblichbraunes Mineral mit [Mimetesit] und [Fleischerit] in Tsumeb auf (GEBHARD 1991).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
Arseniosideriti


Goldgelbe bis dunkelbraune, halbmetallisch glänzende, radiale und körnige [Arseniosiderit]-Aggregate sind in Tsumeb auf Stufen aus der zweiten [Oxidationszone], Sektion 49E auf der 30. [Sohle], gefunden worden.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Greenockiti


[Greenockit], ein Mineral das in Tsumeb als ockergelbe Beläge in Einschlüssen und Spaltenfüllungen in [Sphalerit] und anderen Erzmineralien vorkam, trat selten auch in kleinen orangefarbenen Kristallen bis zu 1 mm auf.
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2 BM
Plumboselit (TL)r
Anthony R. Kampf, Stuart J. Mills and William W. Pinch: Plumboselite, Pb3O2(SeO3), a new oxidation-zone mineral from Tsumeb, Namibia. Mineralogy and Petrology
Volume 101, Numbers 1-2 (2011) S.75-80.

Kampf, A.R., Mills, S.J. and Pinch, W.W. (2010) Plumboselite, IMA 2010-028. CNMNC Newsletter, August 2010, page 800; Mineralogical Magazine, 74, 797-800
1M
Arsenogoyaziti


[Arsenogoyazit] bildete in Tsumeb milchig weiße , rhomboedrische Kristalle. Wobei mehrere Individuen derart subparallel verwachsen waren, daß würflige, stark parkettierte Aggregate entstanden. Die Aggregate waren auf [Quarz] oder [Hämatit] aufgewachsen und kamen auf einer einzigen bekannten Stufe nur in einem kleinem Hohlraum vor.
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Neue Minerale von Tsumeb; Paul Keller, John Innes (Christian Weise Verlag/Lapis 09/86)
2M
Hämatiti


[Hämatit] trat in der Tsumeb Mine in Form von schwarzen Krusten auf [Mimetesit] und als Farbgeber in roten [Calcit]-Kristallen auf.

[Pseudomorphose] nach [Magnetit]
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Plumbotsumit (TL)i


[Plumbotsumit] wurde aus Tsumeb erstmals beschrieben. Das Mineral trat dort in Form von blassgelben, wasserklaren, pseudohexagonalen Kristallen von 1 mm Größe auf (KELLER & DUNN 1982, KELLER 1984). Es wurde von [Alamosit] und [Melanotekit] begleitet; später traf man auch Kristalle bis zu 1 cm Größe an (GEBHARD 1991).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
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Arsenohopeit (TL)r
Neuhold, F., Kolitsch, U., Bernhardt, H.-J. and Lengauer, C.L. (2011) Arsenohopeite, IMA 2010-069. CNMNC Newsletter No. 8, April 2011, page 291; Mineralogical Magazine, 75, 289-294.
1M
Hedyphani


[Hedyphan] wurde in einer Tiefe von 860 m in der Tsumeb Mine gefunden. Es bildete dort Kristalle bis zu 1 mm auf [Calcit] (PINCH & WILSON 1977). Des weiteren fand man einige wenige Stufen mit Kristallen bis zu 3 cm Größe die von der 46. [Sohle] stammten. Begleitmineral war hier [Stolzit].
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Posnjakiti


[Posnjakit] das Mineral, das in Form von kleinen, grünlichblauen bis blassblaue, korrodierte Kristalle in Tsumeb gefunden wurde, trat hier als Überzug auf [Tennantit]-[Pseudomorphose]n nach [Enargit] auf. Begleitet wurde das Mineral von [Cerussit], [Malachit], [Brochantit], [Devillin]-[Serpierit] und [Smithsonit] (BARTELKE 1976).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
Arsentsumebit (TL)i


[Arsentsumebit] ist das [Arsen]-Analogon von [Tsumebit] (BIDEAUX et al. 1966). Es fand sich in smaragdgrünen (die Farbe variiert von strahlend grün bis dunkelgrün) Krusten aus selten bis 1 mm großen, plattigen bis tafeligen, leicht gebogenen, oft verzwillingten Kristallen, in Tsumeb auf Stufen aus beiden Oxidationszonen. Viele ursprünglich als Tsumebit oder [Bayldonit] beschrifteten Stufen sind tatsächlich Arsentsumebit.

[Pseudomorphose]n nach [Schultenit], [Cerussit], [Anglesit], [Mimetesit],[Azurit]
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
Helmutwinklerit (TL)i


[Helmutwinklerit] wurde von SÜSSE & SCHNORRER 1980 als neues Mineral mit Erstfundort Tsumeb beschrieben. Es wurde nach dem deutschen Mineralogen Helmut Winkler (1925-1980) benannt. Das Mineral trat in Form von tafeligen, blassgrünen bis blassblauen Kristallen bis zu 5 mm Größe auf der 30. [Sohle] auf. Es war dort vergesellschaftet mit: [Warikahnit], [Koritnigit], [Adamin], [Olivenit] und [Willemit].
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Powelliti


[Powellit] trat in Form von gelben tafeligen Kristallen bis 3 mm Größe auf [Skorodit] und [Gerdtremmelit] auf (PINCH & WILSON 1977, GEBHARD 1991).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Ashoveritr
SEM EDS und XRD analysiert
1M
Hemimorphiti


[Hemimorphit] trat in der Tsumeb Mine in Form von körnigen bis radial aggregierte, farblose, gelbliche oder blassblaue Massen auf, sowie selten, tafelige Kristalle. Man fand das Mineral in der ersten -und in geringer Verbreitung - auch in der zweiten [Oxidationszone] (KELLER 1984). Begleitmineralien waren: [Smithsonit] und [Hämatit]. Man fand Hemimorphit auch vom ursprünglichen [Ausbiss] des Erzkörpers an der Tagesoberfläche, in Verbindung mit [Aurichalcit] und [Hydrozinkit].
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Prosopiti


[Prosopit] fand man in Form von wasserklaren, radial angeordneten, halbkugeligen [Aggregat]en aus prismatischen Kristallen aufgebaut auf der 32. [Sohle], zusammen mit [Quarz], [Siderit] und [Tsumcorit] (GEBHARD 1991).
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Neue Minerale von Tsumeb; Paul Keller, John Innes (Christian Weise Verlag/Lapis 09/86)

Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Atacamiti


Aus der ersten [Oxidationszone] in Tsumeb sind dunkel- bis schwärzlichgrüne prismatische [Atacamit]-Kristalle bis zu 1 cm Größe bekannt, die zu divergentstrahligen Gruppen zusammentreten.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
Hermannroseit (TL)r
CNMNC Newsletter, June 2010.

Mineralogical Magazine, 74, 577–579.
1M
Prosperit (TL)i


[Prosperit], ein neues Mineral aus Tsumeb wurde in Form von farblosen bis weißen, nadeligen Kristallen bis zu 1 cm Größe von GAIT et al. 1979 beschrieben. Begleitet wurde das Mineral von [Odanielit], [Koritnigit] und [Adamin]-[Olivenit] (KELLER 1984), sowie von [Konichalcit], [Gaitit], [Austinit] und [Baryt] begleitet (GEBHARD 1999). Benannt wurde das Mineral nach dem Mineralienhändler Prosper J. Williams.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Aurichalciti


In hell himmelblauen oder türkisblauen Krusten bzw. Schichten aus nadeligen Kristallen fand sich [Aurichalcit], oft in Begleitung von [Hemimorphit], in der oberen [Oxidationszone].

[Pseudomorphose] nach [Azurit]
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
HeterogenitM
'Psilomelan'2M
Austiniti


[Austinit] bildet eine Mischkristallreihe mit [Konichalcit]. Blassgrüne oder blassblaue, mikroskopisch kleine nadelige Kristalle wurden aus der [Adamin]-[Olivenit]-[Paragenese] von Tsumeb beschrieben. Ebenfalls aus Tsumeb stammender kupferhaltiger Austinit bildet grüne bis dunkelgrüne kugelige Gruppen aus gebogenen Kristallen (PINCH & WILSON 1977).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
Heterogenit-2H (Poly.: Heterogenit)i
[Heterogenit-2H] fand man in Form von schwarzen, traubigen Massen bis zu mehreren Kilogramm Gewicht sowie glänzende, schwarze Überzüge auf [Calcit]-Kristallen (PINCH & WILSON 1977).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
1 BM
Pyriti


[Pyrit] kam in Tsumeb nur in geringen Mengen vor. Es traten stark verzerrte Kristalle bis zu 3 cm auf, die mit [Galenit] und [Tennantit] überzogen sind.
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Tsumeb eine deutsch-afrikanische Geschichte; Georg Gebhard (Verlag Christel Gebhard-Giesen, 1991, ISBN 3-925322-02-7)
2 BM
Azuriti


[Azurit] aus Tsumeb stellt die weltbesten Vertreter dieser Mineralart dar - allenfalls einige der besten marokkanischen Azurite reichen an die Azurite von Tsumeb heran. Azurit war in der ersten [Oxidationszone] verbreitet; die meisten der großen und spektakulären Azurite stammen aus diesem Bereich. die Kristalle sind komplex und ihr [Habitus] ist blockig, tafelig oder langprismatisch. Viele Drusen weisen kennzeichnende Merkmale auf und Azuritstufen können leicht auf eine bestimmte Druse zurückgeführt werden. Die Größe der Azurite variiert von mikroskopisch klein bis zu 25 cm - obwohl es Berichte gibt, in denen von schlecht ausgebildeten Azurit-Kristallen bis 50 cm Größe die Rede ist. Die Farbe der Azurite ist meist dunkelblau, sie kann aber bis nahezu schwarz erscheinen. Dünnere Kristalle sind hellblau und sind gelegentlich fälschlicherweise für [Linarit] gehalten worden. Die Umwandlung in [Malachit], die gewöhnlich an fast jedem Kristall zu sehen ist, sollte aber für eine Diagnose als Azurit ausreichen. Azurit bildete sich unter hohem CO2 -Partialdruck, was sein meist spätes Erscheinen in der paragenetischen Sequenz erklärt. der für die Bildung von Malachit benötigte geringere CO2 -Partialdruck erklärt die relative Häufigkeit von Malachit in Erzlagerstätten, die Carbonate meist nur als untergeordnet-akzessorische Komponenten führen. In der Kategorie sehr gut sind tausende von Stufen bekannt, die in anderen Lagerstätten als außergewöhnlich bezeichnet werden würden. Diese letztere Kategorie ist in Tsumeb auf möglicherweise nicht mehr als 50 Azurit-Stufen beschränkt. Die letzte bedeutende Druse war das Easter Pocket von 1994.

Azurit Stufen des Easter-Pocket Fundes erreichten Größen von 2 bis 30 cm Durchmesser, wobei kleinere Stufen meist als [Schwimmer] ausgebildet waren. Die Kristalle dieser Stufen waren wegen der geringen Anwachsflächen fast komplett ausgebildet. Die übliche [Matrix], auf der die Kristalle sitzen, ist hier nur selten zu finden. Den Kern der Stufen bildete Azurit oder [Anglesit]. Wegen ihrer fremdartigen [Tracht] wirken die Azurite wie blaue [Wulfenit]e. Anwachstellen können wie Beschädigungen wirken. Auffällig war, das nur wenige Azurite zu Malachit umgewandelt waren und dabei die partiellen Veränderungen durch ein intensiveres Grün als bei den sonstigen [Pseudomorphose]n zu beobachten waren. Die Kristalle waren meist tafelig, an der schmalen Kante angewachsen, und fast isometrisch. Azurite des Easter-Pocket Fundes beeindruckten nicht durch ihre Größe, maximal 5 cm - sondern durch die reiche Besetzung der Stufen mit meist 2-3 cm großen Individuen. Viele Kristalle waren nur wenige Millimeter dick, wodurch die Kristalle im Gegenlicht blau strahlen. Wegen der tafeligen Ausbildung, sind auch dickere Kristalle teilweise durchscheinend und zeigen insbesondere im Sonnenlicht ihre violettblaue Farbe. Auffallend ist der hohe Glanz der Kristalle, der den Oberflächen ein poliertes Aussehen verleiht, diese perfekten Flächen hat es sonst kaum zuvor an Azuriten gegeben. Das Herzstück des Pockets war eine rundherum unbeschädigte, ca. 30 cm messende Stufe von etwa 5 kg Gewicht, die aus Hunderten von 1-3 cm großen Azuritkristallen besteht. Es handelt sich wohl um den bemerkenswertesten Fund von Azurit in der Geschichte aller bisherigen Vorkommen. Als Paragenesen traten hier weißer [Cerussit] auf, der manchmal als herzförmiger Zwillingskristall bis 2 cm Größe auf der Spitze des Azurit zu finden war. Andere Azurite wirken wie bestäubt von kleinen, diamantglänzenden Cerussiten. Anglesit war das älteste Mineral, das häufig als millimetergroße Kristalle unter Azurit sitzt. Häufig überwächst [Arsentsumebit] in perfekt ausgebildeten, bis 1 mm großen Kristallen Anglesit und Azurit. [Smithsonit] trat in Form von schneeweißem, perlmuttglänzendem Rasen auf, der den Untergrund bildete. [Beudantit] in Form von mikrokristallinen [Aggregat]en in Nachbarschaft zu Anglesit runden die Paragenesen ab.

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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)

Die Oster-Azurite von 1994: Ein Jahrhundertfund aus Tsumeb; Georg Gebhard (Christian Weise Verlag, Lapis 01/95)
3 BM
Hidalgoiti


[Hidalgoit] kam sehr selten in Form von gelbgrünen Massen in der Tsumeb Mine vor.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
Pyrolusiti


[Pyrolusit] als Mineral in Tsumeb ist als schwarzbrauner Überzug auf [Arsenat]en nachgewiesen.
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Tsumeb eine deutsch-afrikanische Geschichte; Georg Gebhard (Verlag Christel Gebhard-Giesen, 1991, ISBN 3-925322-02-7)
2M
Baileychlori
Das Material aus der Tsumeb Mine hat eine weißliche bis grünlichbeige Farbe. Das Mineral hat anscheinend blättrige Kristalle, die Anhäufungen und pustelige Aggregate auf Quarz-Kristallen bilden, oder teilweise Zwickel zwischen ihnen füllen. Als Begleiter tritt [Galenit], [Greenockit], [Quarz] und [Smithsonit] auf.
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Mineralien Welt 05/09, Bode Verlag, Neues von der Tsumeb Mine, Günter Blaß, Fred Kruijen, Rainer Seyb
1M
Hörnesiti


[Hörnesit] trat in der Tsumeb Mine selten auf. Das Mineral bildet eine Mischkristallreihe mit [Erythrin] und ähnelt chemisch [Köttigit], von diesem kann Hörnesit visuell nicht unterschieden werden. Das Mineral bildet rosafarbene, kugelige Aggregate (KELLER 1984).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Pyromorphiti


[Pyromorphit] war in Tsumeb während der ersten Bergbauperiode ein ziemlich häufiges Mineral und wurde von SCHNEIDER 1906 beschrieben.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Bartelkeit (TL)i


KELLER et al. (1981) und KELLER (19849 beschrieben [Bartelkeit] als neues Mineral aus Hohlräumen im [Germanium]-reichen Erz der zweiten [Oxidationszone] von Tsumeb in form von farblosen bis blassgrünen, monoklinen, tafelig-nadeligen Kristallen, die oft gezähnte kanten aufweisen und bis zu 1 mm Größe erreichen. Das Mineral wurde nach dem deutschen Mineraliensammler Wolfgang Bartelke benannt.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Hydrocerussiti


[Hydrocerussit] wurde erst 1977 in Tsumeb entdeckt, aber vermutlich früher übersehen worden. Die besten Hydrocerussit-Stufen fand man 1991 in der dritten [Oxidationszone], wo sie [Pseudomorphose]n nach [Cerussit] bildeten. Auffällig war, daß dieser Fund nur aus Cerussit-Drillingen bestand, die durch die Umwandlung ein porzellanartiges Aussehen hatten. Hydrocerussit trat in Tsumeb ebenfalls in mikroskopisch kleinen, weißen, tafeligen Kristallen oder als weißer Belag auf Cerussit auf.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)

Tsumeb eine deutsch-afrikanische Geschichte; Georg Gebhard (Verlag Christel Gebhard-Giesen, 1991, ISBN 3-925322-02-7)
2 BM
Quarzi


[Quarz] wurde in Form von zumeist opaken, weißen Kristallen, daneben aber auch von [Cuprit] rot gefärbte Kristalle gefunden.

[Pseudomorphose] nach [Azurit]
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
Barytr
Bartelke - Fahle: Tsumeb - List of Minerals (München, 1977)

Gebhard, G. (1999): Tsumeb II. A Unique Mineral Locality. GG Publishing, Grossenseifen
2 BM
Hydrozinkiti


[Hydrozinkit] kam als weiße bis graue, pulverige Kruste auf [Smithsonit], sowie in kleinen, tafeligen Kristallen vor. Vom [Ausbiss] des Erzkörpers sind Stufen bekannt, auf denen das Mineral von [Hemimorphit] und [Aurichalcit] begleitet wird (PINCH & WILSON 1977).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
Queitit (TL)i


[Queitit] wurde erstmals von KELLER et al. 1979 aus Tsumeb beschrieben. Das blassgelbe Mineral, bestehend aus plattige und gestreckte Kristalle, fand man auf einer einzigen Stufe. Zu den Begleitmineralien zählen: [Melanotekit], [Larsenit], [Willemit] und [Quarz], die Matrix besteht aus korrodiertem [Tennantit]-Erz. Nach der Erstbeschreibung wurden noch einige weitere Stufen mit Queitit gefunden, wobei zu den vergesellschafteten Mineralien noch [Leadhillit] dazutrat (GEBHARD 1999). Das Mineral wurde nach dem Mineralienhändler Clive S. Queit benannt.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Bayldoniti


[Bayldonit] kam in feinen pulverigen Krusten von apfelgrüner farbe in der oberen [Oxidationszone] von Tsumeb vor. Bayldonit war in der zweiten Oxidationszone wesentlich seltener als in der ersten Oxidationszone. Viele Stufen stellen Pseudomorphosen von Bayldonit nach [Mimetesit] dar. Insbesondere in älteren Sammlungen befinden sich viele als Bayldonit etikettierte Stufen mit pulverigen oder krustigen Aggregaten, die sich nach Analysen als [Arsentsumebit] oder - seltener - als [Tsumebit] herausstellten. Um 1973 wurden in der zweiten Oxidationszone dunkelschwärzlichgrüne, tafelige Kristalle bis 1 cm Größe zusammen mit [Cuproadamin], [Keyit] und [Schultenit] gefunden. Funde von Kristallen bis 5 mm Größe und perfekten sechsseitigen Tafeln gelangen im Jahr 1980. Der sechseitige Umriß entstand durch Zwillingsbildung.

[Pseudomorphose]n nach [Dolomit], [Azurit], [Mimetesit], [Wulfenit]
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)

Tsumeb eine deutsch-afrikanische Geschichte; Georg Gebhard (Verlag Christel Gebhard-Giesen, 1991, ISBN 3-925322-02-7)
2 BM
Ianbruceit (TL)r
Cooper, M.A., Abdu, Y., Ball, N., Back, M., Hawthorne, F.C. and Tait, K. (2011) Ianbruceite, IMA 2011-049. CNMNC Newsletter No. 10, October 2011, page 2560;


M. A. Cooper, Y. A. Abdu, N. A. Ball, F. C. Hawthorne, M. E. Back, K. T. Tait, J. Schlüter, T. Malcherek, D. Pohl, G. Gebhard, Sergey Krivovichev: Ianbruceite, ideally ~[Zn2(OH)(H2O)(AsO4)](H2O)2, a new arsenate mineral from the Tsumeb mine, Otjikoto (Oshikoto) region, Namibia: description and crystal structure. Mineral. Mag. 76 (2012) S. 1119-1131.
1M
Realgari


[Realgar] ist als sehr seltenes, rotes Mineral aus Tsumeb bekannt.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Beaverit-(Cu)i



Eine am Ausbiss des Erzkörpers Tsumeb gefundene gelbe [Beaverit] Stufe wurde von WILHELM MAUCHER (1908) als ,,gelbes Eisenerz² etikettiert (GEBHARD 1999).
Es fanden sich einige Stufen von Beaverit in Tsumeb in der Nähe der 1000-m-Sohle, in Form von pulverigen, kanariengelben Krusten,
zusammen mit [Beudantit], [Adamin], [Malachit], [Tennantit] und [Leadhillit] (PINCH & Wilson 1977). Beaverit trat ferner mit Beudantit, [Karminit], [Anglesit], [Mimetesit], [Arseniosiderit] und [Pharmakosiderit] am Pfeiler 49E auf der 30. Sohle auf (GEIER 1971).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Idaiti


[Idait], das kupferrote, Zerfallsprodukt des [Bornit]s, trat in der Tsumeb Mine auf der 20. [Sohle] (PINCH & WILSON) auf.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Reinerit (TL)i


[Reinerit] wurde in der Tsumeb Mine in mehreren Vorkommen in der zweiten [Oxidationszone] in Form von blauen, blassgrünen und farblosen, rhombisch-pseudohexagonalen Kristallen bis zu 5 cm Größe gefunden. Als [Paragenese]n wurden [Smithsonit], [Gebhardit], [Legrandit], [Leiteit] und [Adamin] beschrieben (GEIER & WEBER 1958, KELLER 1984, GEBHARD 1991). Das Mineral wurde nach dem Chemiker Willy Reiner benannt.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
Bergkristall (Var.: Quarz)1M
Ilmenit2M
Renieriti


[Renierit] trat in Tsumeb in Form von braunrötlichem, massivem, metallischem Mineral auf, das mit [Germanit] verwachsen war und diesen zum Teil schalenförmig verdrängte. Bis zur 24. [Sohle] liegt hauptsächlich Germanit vor, unterhalb der 24. Sohle steigt der Anteil an Renierit in dem Germaniumerz an. Renierit ist magnetisch. Begleitmineralien waren hier [Chalkopyrit] und [Bornit].
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Tsumeb eine deutsch-afrikanische Geschichte; Georg Gebhard (Verlag Christel Gebhard-Giesen, 1991, ISBN 3-925322-02-7)

Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
Betechtiniti


In einer Tiefe von 700 m bis 1000 m kam [Betechtinit] in der Tsumeb Mine vor. Das Mineral war sehr selten und man fand es in Hohlräumen im [Chalkopyrit]-[Bornit]-[Galenit]-Erz in Form von mikroskopisch kleinen, bleigrauen, nadeligen Kristallen. [Silber]-reicher Betechtinit mit bis zu 11 % Silber könnte ein eigenständiges Mineral sein (PINCH & WILSON 1977).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Itoit (TL)i


[Itoit] erstmals aus der Tsumeb Mine beschrieben, bildete dort eine weiße, dünne Umwandlungskruste auf [Fleischerit] (FRONDEL & STRUNZ 1960). Das Mineral wurde nach dem Mineralogen und Kristallograph an der Universität Tokio, Professor Tei-ichi Ito (1898-1980) benannt.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Rhodochrositi


[Rhodochrosit] kam in Form von rosa Massen vor (PINCH & WILSON 1977).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Betpakdalit-CaCai


[Betpakdalit] wurde in drusigen [Chalkosin]-Erz in grüngelblichen körnigen Massen und - in einem einzigen Hohlraum - in kleinen pseudorhomboedrischen Kristallen bis 0,5 mm Größe gefunden (KELLER 1984).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
Jamesit (TL)i


[Jamesit] erstmals aus der Tsumeb Mine beschrieben, trat dort als submillimetergroße, rotbraune, durchscheinende Kristalle auf, die zu radialen Aggregaten zusammentreten. Begleiter waren dort: [Duftit], [Tsumcorit] und [Goethit] (KELLER et al. 1981). Benannt wurde das Mineral nach dem Grubeningenieur Christopher James, der den ersten Erkundungsbergbau in Tsumeb durchführte.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
Romanèchit ?i
[Romanechit] wurde nur ein einziges mal aus Tsumeb erwähnt (GEBHARD 1991). Das Auftreten des Minerals ist dort deshalb nicht gesichert.
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Tsumeb eine deutsch-afrikanische Geschichte; Georg Gebhard (Verlag Christel Gebhard-Giesen, 1991, ISBN 3-925322-02-7)

Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
1M
Betpakdalit-CaMg (TL)r
Kampf, A.R. and Mills, S.J. (2011) Betpakdalite-CaMg, IMA 2011-034. CNMNC Newsletter No. 10, October 2011, page 2556
1M
Jamesonit2M
Rosasiti


[Rosasit] wurde in blaugrünen, kugeligen Aggregaten, die aus radial angeordneten, faserigen Kristallen bestehen gefunden.

[Pseudomorphose] nach [Azurit]
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
Beudantiti


[Beudantit] war in der zweiten Oxidationszone ein relativ häufiges Mineral. Es kam dort in Form von tafeligen, pseudokubischen bis pseudooktaedrischen Kristallen und kristallinen Massen von brauner, grünlichgelber, bernsteinartiger sowie roter bis schwärzlichbrauner Farbe vor. Wobei die Kristalle eine Größe von bis zu 1,5 cm erreichten. Auffallend ist der sehr starke Glanz. Der schönste Fund, bei dem nur wenige Stufen aus einer kleinen Druse geborgen wurden, bestand aus durscheinenden, hochglänzenden braunen Kristallen von 5 mm Durchmesser, die auf einem Rasen von rotem [Lepidokrokit] aufgewachsen sind. Sie gelten als die weltweit besten Vertreter ihrer Spezies. Die bernsteinfarbenen, tafeligen Kristalle mit sechsseitigem Umriss wurden als [Germanium]-reich beschrieben (GUTZMER & CAIRNCROSS). Begleitmineralien sind: [Karminit], [Anglesit], [Arsentsumebit], [Mimetesit], [Arseniosiderit] und [Chenevixit].
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)

Tsumeb eine deutsch-afrikanische Geschichte; Georg Gebhard (Verlag Christel Gebhard-Giesen, 1991, ISBN 3-925322-02-7)
2 BM
Jarositi


Jarosit kam in der Tsumeb Mine in Form von braunen, [Pseudomorphose]n nach [Azurit] vor (WEBER 1977).

[Pseudomorphose]n nach [Azurit], [Tennantit]
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
Roselith-Betai
[Roselith-Beta] wurde auf einer Einzelstufe aus der zweiten [Oxidationszone] in Tsumeb in Form von kleinen, rosaroten bis bräunlichrosafarbenen Aggregaten aus dicktafeligen Kristallen identifiziert, die von [Calcit] begleitet wurden (KELLER 1984, GEBHARD 1991).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
1M
Biehlit (TL)i


In Tsumeb fand man 1989 in Form von filzigen Massen aus faserig-nadeligen Kristallen bis zu 1 cm Länge zusammen mit farblosen [Anglesit]- und braunen [Wulfenit]-Kristallen etwa zwischen der 42. und 48. [Sohle] das sehr seltene, erstmals beschriebene Mineral [Biehlit]. Es wurde nach dem Mineralogen Karl Biehl aus Münster, Deutschland benannt, der 1919 seine Doktorarbeit über Sekundärmineralien aus Tsumeb vorlegte (SCHLÜTER et al. 2000).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
Johillerit (TL)i


[Johillerit] wurde aus Tsumeb an Hand einer einzelnen [Druse] beschrieben (KELLER et al. 1982). Es handelte sich hierbei um radialstrahlige, faserige, kristalline Massen, intensivblauvioletter Farbe. Als Begleiter traten [Adamin]-[Olivenit] und [Konichalcit] auf. In den tiefsten Bereichen der zweiten Oxidationszone wurden zwei weitere Vorkommen angetroffen, diese waren mit [Calcit] und [Cuproadamin] vergesellschaftet. Das Mineral wurde nach dem Mineralogen Johannes E. Hiller benannt.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Roxbyit1M
'Biotit'2M
Kaolinit2M
Rutil2M
Borniti


[Bornit] kam in Tsumeb in Form von derben [Aggregat]en vor.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
3M
Karminiti


[Karminit] trat in Form von durchscheinenden, radialen Aggregaten, bestehend aus bis 1 cm großen Kristallen auf. Sie fand man in der zweiten [Oxidationszone]. Die schönsten Stufen kamen in Form von bis zu 5 cm Durchmesser erreichenden Verwachsungen von rotem Karminit mit gelbem [Beudantit] vor. Karminit kam aber auch in einzelnen, sehr kleinen aber durchsichtigen roten Kristallen als einziges Mineral auf [Calcit] vor. Weitere Begleiter waren: [Anglesit], [Corkit], [Arseniosiderit], [Pharmakosiderit], [Beaverit] und [Gartrellit].
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)

Tsumeb eine deutsch-afrikanische Geschichte; Georg Gebhard (Verlag Christel Gebhard-Giesen, 1991, ISBN 3-925322-02-7)
2 BM
Schaurteit (TL)i


[Schaurteit] wurde aus Tsumeb erstmals beschrieben, wo das Mineral in Form von weißen, faserigen Massen und farblosen, seidenglänzenden, nadeligen Kristallen auftrat (KELLER 1984). Das Mineral ähnelt [Fleischerit]. Einige der Mitte der 1980er Jahre auf der zweiten [Oxidationszone] gefundenen Kristallmassen wiesen Größen bis zu mehreren Zentimetern auf. das Mineral kam in Hohlräumen im [Germanium]-reichen Erz vor (GEBHARD 1991). Es wurde nach dem Chemiker Werner T. Schaurte benannt.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
Brianyoungiti


[Brianyoungit] wird von Tsumeb ohne weitere Details angeführt.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Kasoliti


[Kasolit] kam in der Tsumeb Mine in Form von kleinen, gelben, kurzprismatischen, von [Goethit] überzogenen Kristallen bis 2 mm Größe vor. Vergesellschaftet war das Mineral mit: [Arsendescloizit], [Linarit] und Goethit. Kasolit wurde auch in sehr kleinen, orangefarbenen Kristallen auf Linarit vom [Ausbiss] des Erzkörpers an der Oberfläche identifiziert (GEBHARD 1999). Kasolit wurde von MEDENBACH 1982 beschrieben.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
ScheelitM
Briartiti


Das neue Mineral [Briartit] wurde aus Tsumeb (sowie aus Kipushi, Zaire) durch FRANCOTTE et al. (1965) aus den [Renierit]-[Germanit]-[Tennantit]-[Sphalerit]/[Chalkopyrit]-Erzen von Tsumeb beschrieben. Dabei handelte es sich um kleine, matte, eisengraue Einschlüsse mit schwach lila Farbstich, sowie dunkelgrauem Strich. Briartit aus Tsumeb ist nicht magnetisch.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
Kegelit (TL)i


[Kegelit] bildete in Tsumeb kleine, weiße, glänzende, plattige Kristalle mit sechsseitigem Umriss, die zu Rosetten Aggregaten zusammentreten. Begleitmineralien waren: [Anglesit], [Alamosit], [Fleischerit], [Leadhillit] und [Susannit] (GEBHARD 1999). MEDENBACH & SCHMETZER beschrieben Kegelit 1976 als neues Mineral aus der Lagerstätte. Es wurde nach dem Grubendirektor und Manager Friederich Wilhelm Kegel benannt.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
Schneiderhöhnit (TL)i


[Schneiderhöhnit] wurde 1973 aus Tsumeb erstmals beschrieben. Das Mineral kam hier in Form von schwarzen, glänzenden Kristallen bis zu einer Größe von 1,5 cm vor, (nach GEBHARD 1991, ist ein einzelner Kristall von 3 cm Größe bekannt). Als [Paragenese]n traten [Brunogeierit] und [Zink]-haltiger [Stottit] dazu (KELLER 1984). Schneiderhöhnit wurde nach dem Geologen Hans Schneiderhöhn benannt (OTTEMANN et al. 1973).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
Brochantiti


[Brochantit] wurde in Tsumeb in zwei verschiedenen Ausbildungsarten gefunden. Häufig als samtgrüne Überzüge, aber auch in Form von grünen bis schwarzgrünen, nadeligen Kristallen bis 4 cm Länge, sitzen auf [Anglesit] und durchspießen diesen teilweise. Die schönsten Exemplare dieser Ausbildung stammen aus der dritten [Oxidationszone]. Selten sind einzeln aufgewachsene, fast modellartig ausgebildete, gedrungene Kristalle bis zu 2 mm. Die Größe der Kristalle macht die Brochantite von Tsumeb zu den weltweit größten je angetroffenen Vertretern dieser Mineralspezies (GEBHARD 1999). Weitere Begleitmineralien waren hier: [Arsentsumebit] und [Linarit].

[Pseudomorphose] nach [Azurit]
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)

Tsumeb eine deutsch-afrikanische Geschichte; Georg Gebhard (Verlag Christel Gebhard-Giesen, 1991, ISBN 3-925322-02-7)
2 BM
Keyit (TL)i


[Keyit] trat in der Tsumeb Mine in Form von leuchtend blaue bis dunkelgrünlichblaue, gestreckt-tafelige Kristalle bis 1 mm Größe auf. Vergesellschaftet war das Mineral mit [Adamin]-[Olivenit] auf der 31. [Sohle], Pfeiler E9. Des weiteren bestanden [Paragenese]n mit [Schultenit] und [Metazeunerit]. Erstmals beschrieben wurde das neue Mineral aus Tsumeb von EMBREY et al. 1977 und nach dem Mineralienhändler und Tsumeb-Spezialisten Charles Locke Key benannt.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
Schultenit (TL)i


[Schultenit], ein erstmals aus Tsumeb beschriebenes Mineral, das hier in Form von farblos-klaren, [Gips] ähnlichen Kristallen bis zu 15 cm Größe vorkam. Das Mineral wurde hier von [Cuproadamin] begleitet. Dieses Mineral wurde nach dem schwedischen Chemiker Professor an der Universität von Helsinki Baron August Benjamin de Schulten (1856-1912) benannt, der die entsprechende künstliche Verbindung synthetisierte und beschrieb, bevor sie in der Natur nachgewiesen wurde (SPENCER 1926).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
BrucitM
Kintoreit1M
Schwefeli


[Schwefel] wurde als gelber Überzug auf Oxidatiosmineralien identifiziert.
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Tsumeb eine deutsch-afrikanische Geschichte; Georg Gebhard (Verlag Christel Gebhard-Giesen, 1991, ISBN 3-925322-02-7)
2M
Brunogeierit (TL)i


[Brunogeierit], benannt nach Bruno Geier, Chefmineraloge der Tsumeb Mine, wurde von OTTEMANN & NUBER im Jahr 1972 erstmals beschrieben. Das Mineral trat in Form von kleinen, schwarzen, oktaedrischen Kristallen auf. Es handelt sich hierbei um einen sehr seltenen, ferromagnetischen Vertreter der Spinellgruppe. Die Kristalle sind im Allgemeinen kleiner als 0,1 mm, jedoch existiert auch ein bis 5 mm großer Kristall. Brunogeierit wurde in der zweiten [Oxidationszone], unterhalb der 29. [Sohle] (930 m), gefunden. Seine Begleiter sind: [Zink]-haltiger [Stottit] und [Schneiderhöhnit]. Ebenfalls wurden Krusten auf [Tennantit], die von Stottit umhüllt waren und selbst [Renierit] einschlossen, gefunden.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
Klinochlor2M
Segnitit1M
'Calcioandyrobertsit-1M' (TL)i


s. Andyrobertsit
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
Klinoklasi


[Klinoklas] wurde durch MAUCHER 1908 in der Tsumeb Mine identifiziert, jedoch konnten aber keine weiteren Stufen gefunden werden.
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Seligmanniti


[Seligmannit] wurde aus Tsumeb erzmikroskopisch in dunkelbleigrauen bis schwarzen, selten auftretenden Einschlüssen nachgewiesen (BARTELKE 1976).
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2M
Calciti


[Calcit] in exzellenten Kristallen war sehr häufig, wobei häufig auch mit großen Kristallen ausgekleidete Hohlräume angetroffen wurden. Einer der letzten war der Kristallpalast, er hatte eine Ausdehnung von 8 Metern Länge, 5 Metern Breite und 3 Metern Höhe und befand sich in 1440 Metern Tiefe. Diese Höhle war ein vollständig mit klaren, bis zu 4 cm großen Calcit - Kristallen ausgekleideter Hohlraum. Die meisten Calcit - Kristalle waren rhomboedrisch, gelegentlich enthielten die Drusen auch [Skalenoeder]. Der größte Teil der Kristalle war wasserklar bis milchigweiß, viele wiesen orientierte Einschlüsse aus [Duftit], [Dioptas], [Konichalcit], [Goethit], [Mottramit] oder [Wulfenit] auf, was zu schönen zonaren Färbungen führte. Rote, braune, grüne, blaue oder graue Farben waren der Normalfall; selten fanden sich Einschlüsse von [Cuprit] und gediegenem [Kupfer]. Calcit ist generell das jüngste Mineral und fand sich in Begleitung der meisten Sekundärminerelien. Rosa cobalthaltiger, grüner Kupferhaltiger und weißer, seidenglänzender bis gefrosteter Plumbocalcit wurden ebenfalls gefunden.

[Pseudomorphose] nach [Mimetesit]
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Tsumeb eine deutsch-afrikanische Geschichte; Georg Gebhard (Verlag Christel Gebhard-Giesen, 1991, ISBN 3-925322-02-7)
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Kobaltdolomit (Var.: Dolomit)1 BM
Serpieriti


[Serpierit] trat in Form von winzigen, glänzenden, weißen bis blauen, dünnen zu Gruppen arrangierten Schuppen aus Serpierit-[Devillin] in Tsumeb auf. Als [Paragenese] fand man: [Posnjakit], [Brochantit] und [Malachit] (KELLER 1984).
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2M
Caledoniti


[Caledonit], ein relativ seltenes Mineral, fand sich auf den ersten am Ausbiss des Erzkörpers von Tsumeb gefundenen Stufen, die MAUCHER (1908) vorstellte. Das Mineral trat in weniger als 1 mm großen, blaugrünen Kristallen aus der ersten [Oxidationszone] auf. Diese wurden von [Linarit] begleitet.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Kobaltsmithsonit (Var.: Smithsonit)r
Gebhard, G. (1999): Tsumeb II. A Unique Mineral Locality. GG Publishing, Grossenseifen, Germany
1 BM
Sewardit (TL)i


[Sewardit] wurde in Tsumeb auf der 31. [Sohle] der zweiten [Oxidationszone] auf einer einzigen Stufe gefunden. Das sehr seltene [Calcium]-[Eisen]-[Arsenat] bildet das [Calcium]-Analogon von [Karminit], von dem es visuell nicht zu unterscheiden ist. Als [Paragenese] traten [Ferrilotharmeyerit] und [Zink]-reichem [Lukrahnit] (?) auf. Benannt wurde das Mineral nach dem Professor für Geochemie Terry Maxwell Seward (Roberts et al. 2002).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Calvertit (TL)r
Jambor, J.L., Roberts, A.C., Groat, L.A., Stanley, C.J., Criddle, A.J., Feinglos, M.N. (2007): Calvertite, Cu5Ge0.5S4, a new mineral species from Tsumeb, Namibia. Canadian Mineralogist, 45, 1519-1523.
M
Konichalciti


[Konichalcit] kam in Tsumeb häufig in kugeligen, schmutziggrünen bis hellgrünen Massen sowie selten in kleinen, isometrischen, vielflächigen Kristallen, daneben auch in prismatischen Kristallen bis 3 mm Größe vor. Konichalcit bildet mit [Duftit] bzw. [Austinit] zwei Mischkristallreihen; in Ersterer wird das [Calcium] durch [Blei], in Letzterer das [Kupfer] durch [Zink] ersetzt. Die häufigsten Begleiter sind [Calcit] und [Dolomit], weniger häufig ist [Cerussit]. Sehr selten sind Begleiter wie [Wulfenit] und - auf der 43. [Sohle] - auch [Cuprit] und Silberamalgam. Bleihaltiger Konichalcit kam als Parabayldonit etikettiert in den Handel (DALTRY 1992).

[Pseudomorphose]n nach [Cuprit], [Chalkosin], [Wulfenit], [Calcit]
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2 BM
Shattuckiti


[Shattuckit] trat selten in dunkelblauen, faserigen bis körnigen Massen in Tsumeb auf (PINCH & WILSON 1977).
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2M
Carrolliti


[Carrollit] ist erzmikroskopisch aus Tsumeb bekannt.
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2M
Koritnigit (TL)i


[Koritnigit] wurde 1979 aus Tsumeb als neues Mineral erstmals beschrieben und nach dem Göttinger Professor für Petrologie Sigmund Koritnig von KELLER et al. benannt. Es fand sich im drusigen [Tennantit]-Erz auf der 31. [Sohle] und später noch einmal auf den tiefsten Sohlen. Das Mineral ähnelt in seiner Ausbildung [Gips], [Claudetit] und [Schultenit]. Es ist zumeist farblos, oder durch geringe [Mangan]-Gehalte auch blassrosa. Charakteristisches Merkmal ist die gute Spaltbarkeit parallel (010). Gut ausgebildete Kristalle sind selten und erreichen lediglich einige Millimeter Größe. Es sind jedoch Spaltstücke bis zu mehreren Zentimetern Größe bekannt (KELLER 1984). Als Begleitmineral
trat [Adamin]-[Olivenit] auf.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Sideriti


[Siderit] fand sich in Form von durchsichtigen, gelben bis rotbraunen, nadeligen sowie skalenoedrischen und rhomboedrischen Kristallen, letztere oft [Zink]-haltig, des weiteren einige kleine, grüne, [Nickel]-reiche Kristalle.
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2 BM
Cerussiti


Das Bleicarbonat [Cerussit] ist das verbreitetste sekundäre Bleimineral in Tsumeb. Tausende exzellenter bis außergewöhnlicher kristallisierter Stufen, die hinsichtlich der Qualität die Stufen aus den meisten anderen Lokalitäten übertreffen, wurden geborgen. Die besten Cerussite aus der ersten [Oxidationszone] wurden zwischen 150 m und 250 m Tiefe gefunden. Gewaltige Mengen fanden sich auch in der zweiten Oxidationszone. Von hier kamen wunderschöne große Kristalle, angeblich bis zu 60 cm Größe, in Einzelkristallen sowie mehrfach verzwillingt, Drillingen sowie gitter- und wabenförmigen Zwillingen. Durch Wachstumsstörungen entstandene Phantomkristalle, lassen sich beim Cerussit besonders gut beobachten. Im allgemeinen waren die Kristalle klar und durchsichtig, kamen jedoch in allen Farbschattierungen von gelb bis schwarz vor.

[Pseudomorphose] nach [Anglesit], [Mimetesit]
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)

Tsumeb eine deutsch-afrikanische Geschichte; Georg Gebhard (Verlag Christel Gebhard-Giesen, 1991, ISBN 3-925322-02-7)
3 BM
Köttigiti


[Köttigit] bildete in der Tsumeb Mine kleine, weiße bis rosafarbene, nadelige Kristalle, die kugelige Aggregate bilden und von kobalthaltigem [Smithsonit], [Adamin] oder [Dolomit] begleitet werden (KELLER 1984). Auf der 45. [Sohle] fand man tiefblaue Kugeln auf [Leiteit] (GEBHARD 1999). Des weiteren wurden vom Mineral weiße kugelige Aggregate entdeckt, die visuell praktisch nicht von [Hörnesit] zu unterscheiden sind.
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2M
Sidpietersit (TL)i


[Sidpietersit] ein Mineral das auf einer [Smithsonit]-Stufe zwischen der 40. und 44. [Sohle], 1990 oder 1991 gefunden wurde, konnte als neues Mineral identifiziert werden. Das Mineral trat auf dieser Stufe neben [Zinkit], [Galenit], [Sphalerit], [Greenockit] und [Quarz] in Form von kleinen, knolligen [Aggregat]en bis 3 mm Größe, sowie gelegentlich auch in plattigen, farblosen bis beige-weißen Kristallen bis 0,3 mm auf. Benannt wurde es nach Sid Pieters, Mineralienhändler (ROBERTS et al. 1999).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Chalkanthiti


[Chalkanthit] fand sich in der Tsumeb Mine in beiden Oxidationszonen. In der zweiten [Oxidationszone] auch in Form von Hohlraumfüllung.
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2 BM
Krieselit (TL)2M
Silberi


[Silber] trat in Form von kleinen dendritischen Kristallaggregaten innerhalb der ersten [Oxidationszone] sowie in kleinen glänzenden Kristall-Bäumchen mit [Cuprit] auf den tiefsten [Sohle]n in der zweiten Oxidationszone auf. [Quecksilber]-reiches Silber wurde auf den tiefsten Sohlen angetroffen.
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2 BM
Chalkophaniti


[Chalkophanit] ist erzmikroskopisch in Tsumeb identifiziert worden.
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2M
Kupferi


[Kupfer] kam nur in Ausnahmen in Form von Kubooktaedern bis 5 cm in der Tsumeb Mine vor. Allgemein wurden kleine Kristalle und Kristallaggregate gefunden. Die häufigsten Paragenesen waren hier [Calcit], [Cerussit], [Cuprit], [Dolomit] und [Malachit].
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3 BM
Skoroditi


[Skorodit] trat in Tsumeb in Form von blauen bis blaugrünen Kristallgruppen mit Einzelkristallen bis 5 cm Größe auf der zweiten [Oxidationszone] auf. In den meisten Fällen sitzen die Kristalle auf [Tennantit], selten in Paragenese mit [Powellit] und [Betpakdalit]. Des weiteren wurden auch [Gallium]-reiche, blassblaue sowie grünlichblaue, [Aluminium]-reiche, Varietäten gefunden, letztere stammen aus den tiefen Sohlen. Mit dem Al-reichen Skorodit sind [Gerdtremmelit] und [Wilhelmkleinit] vergesellschaftet, auf einer Stufe fand man [Mawbyit].
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2 BM
Chalkophylliti


[Chalkophyllit] wurde von MAUCHER (1908) auf Stufen aus Tsumeb nachgewiesen, ist aber seitdem nicht wieder beobachtet worden. Wahrscheinlich haben Maucher fehletikettierte Stufen vorgelegen.
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Lammeriti


[Lammerit] trat in Begleitung von [Chalkanthit] in Tsumeb in Form von prismatischen bis tafeligen, dunkelgrünen Kristallen bis 2 mm Größe auf (KELLER 1981, 1984). Lammerit lässt sich von den ähnlichen [Adamin]-[Olivenit]-Mischkristallen und Olivenit durch die monoklinen Kristalle sowie die [Paragenese] unterscheiden.
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2M
Smithsoniti


[Smithsonit] war in der Tsumeb Mine das häufigste sekundäre Zinkmineral, mit vielen variierenden attraktiven Stufen, die auch bis heute in der Kristallgröße einmalig geblieben sind. Aus einer Druse wurden farblose prismatische Kristalle bis 15 cm Größe geborgen (jetzt Sammlung des Houston Museums/Texas). In den späten 1960er und den frühen 1970er Jahren wurden in der zweiten [Oxidationszone] zahlreiche Hohlräume mit Smithsonit angetroffen. Die Kristalle traten in Form von rhomboedrischen oder skalenoedrischen [Habitus] auf. Traubige Aggregate traten selten auf. In der Färbung von farblos, gelb, grün, blau, von rosa bis nahezu rot, bis hin zu schwärzlich. Die Farbe wird durch den Einbau verschiedener Elemente hervorgerufen: rosa bis rötlich durch [Mangan] und [Kobalt], gelb durch [Cadmium] und grün durch [Kupfer].

[Pseudomorphosen|Pseudomorphose] nach [Aragonit], [Azurit], [Calcit], [Cerussit].
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2 BM
Chalkopyriti


[Chalkopyrit] wurde in Tetraedern bis 1 cm Größe zwischen der 45. und 47. [Sohle] gefunden.
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Langiti


[Langit] kam in Tsumeb in Form von hell- bis grünlichblauen, dicktafeligen Kristallen vor, die sich auf [Tennantit]-[Pseudomorphose]n nach [Enargit] befanden. Weitere Begleiter waren: [Brochantit] und [Devillin] (KELLER 1984). Die Beschreibung ergab sich aus einem Einzelfund.
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2M
Söhngeit (TL)i


[Söhngeit] ein Mineral für das Tsumeb die Typenlokalität ist. Es fand sich dort in blassgelben, bräunlichen, gelblichgrünen und weißen Kristallen und massigen Kristallaggregaten, selten bis zu 1 cm Größe, in Hohlräumen im korrodierten [Germanit] (KELLER 1984). Benannt wurde das Mineral nach dem südafrikanischen Geologen Gerhard Söhnge (1913-2006), zuerst Chefgeologe in Tsumeb und später Professor für Geologie an der Universität Stellenbosch (STRUNZ 1965).
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2 BM
Chalkosini


Von hier kamen gelegentlich Kristalle, in kleiner, dicker, tafeliger und/oder pseudohexagonaler Form. Aus kleinen Hohlräumen wurde Mitte der 1980er Jahre nadeliger [Chalkosin] geborgen. Aus dem Bereich zwischen der 44. und der 47. [Sohle] kamen große Kristalle bis zu 5 cm Größe (GEBHARD 1999). In der [Zementationszone] war Chalkosin in derb-massiven Aggregaten weit verbreitet. In großen Teufen bildete er Verdrängungskrusten auf Primärsulfiden und trat auch in Form von Füllungen von Rissen und Spalten auf.

[Pseudomorphose]n nach [Tennantit], [Enargit]
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3 BM
Larseniti


[Larsenit] kam in Form von bis zu 1mm Größe, die zu radialen [Aggregat]en gruppiert sind und auf [Willemit] sitzen in Tsumeb vor. Beschrieben von KELLER 1984.
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2M
Spertiniiti


[Spertiniit] wurde in Form von kleinen, tiefblauen, tafeligen bis nadeligen Kristallen, die zu halbkugeligen bis nierigen [Aggregat]en verwachsen waren, auf der 30. [Sohle] gefunden (KELLER 1986). Das Mineral trat in kleinen Rissen im [Tennantit]erz auf und wurde gelegentlich von [Tsumcorit], [Keyit], [Adamin]-[Olivenit] und [Gips] begleitet.
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Neue Minerale von Tsumeb; Paul Keller, John Innes (Christian Weise Verlag/Lapis 09/86)

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2M
Chalkotrichit (Var.: Cuprit)i


[Chalcotrichit], bildete in Tsumeb sehr attraktive Stufen, bei denen die dünnen Kristalle wie ein Gespinst weißen [Calcit] überzogen. Das Mineral war in Tsumeb sehr selten, die schönsten Stufen kamen zu Beginn der siebziger Jahre vor und wurden aus der zweiten [Oxidationszone] geborgen.
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Tsumeb eine deutsch-afrikanische Geschichte; Georg Gebhard (Verlag Christel Gebhard-Giesen, 1991, ISBN 3-925322-02-7)
2 BM
Lavendulani


[Zink] haltiger [Lavendulan] kam in Form von kleinen rhombischen Kristallen vor und wurde von STRUNZ 1959 aus Tsumeb beschrieben. Von der 36. Sohle kamen tiefblaue Krusten und Überzüge von Lavendulan auf [Tennantit]-reichem Erz (KELLER 1984).
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2 BM
Sphaleriti


[Sphalerit] war in Tsumeb eher selten. Es gab braune Kristalle bis 3 cm Größe, einige in Schlamm-[Druse]n im Bereich der 28. und 29. [Sohle], in tieferen Schichten wurden kleine, rote Kristalle auf [Dolomit] geborgen.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
Chenevixiti


[Chenevixit] fand man in gelblichgrünen faserigen Massen in der ersten [Oxidationszone] der Tsumeb Mine. Bei einigen Stufen der frühen 1990er Jahre war Chenevixit vergesellschaftet mit [Konichalcit], gediegenem [Silber] und [Ferrilotharmeyerit] (KRAUSE 1995).
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Leadhilliti


[Leadhillit] aus der Tsumeb Mine stellt mit seinen perfekten, weiß bis grau gefärbten, dicktafeligen oder steilpyramidalen Kristallen bis 13 cm die beste Fundstelle für das Mineral dar. Die meist ohne Muttergestein vorkommenden Kristalle hatten einen starken Perlmuttglanz und waren oft weiß überzogen. Sie bilden perfekte, rauchfarbene Prismen. Die Begleiter waren: [Kegelit] und [Alamosit]. Des weiteren wurde eine oberflächliche Umwandlung der Kristalle zu [Cerussit] beobachtet.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)

Tsumeb eine deutsch-afrikanische Geschichte; Georg Gebhard (Verlag Christel Gebhard-Giesen, 1991, ISBN 3-925322-02-7)
2 BM
Stannit2M
Chrysokolli


[Chrysokoll] ein sehr häufiges Mineral der Tsumeb Mine fand man in beiden Oxidationszonen und Huterzen

[Pseudomorphose] nach [Azurit]
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Legranditi


[Legrandit] kam in der Tsumeb Mine in Form von orangeroten Kristallen bis 2 cm Größe von der 44. [Sohle] und wurde hier von [Leiteit], [Köttigit] und [Adamin] begleitet (GEBHARD 1991).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
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Stibiconit (TL) (Var.: Roméit-Gruppe)i


[Stibiconit] kommt in [Antimonit] aus Tsumeb in gelben Körnern vor (KELLER 1984).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
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Chudobait (TL)i


[Chudobait] ist ein aus Tsumeb erstmals beschriebenes Mineral, welches nach dem deutschen Mineralogen Professor Karl F. Chudoba (1898-1963) benannt wurde. Es trat hier auf der 100-m-[Sohle] in klaren, violett-rosa gefärbten, pseudorhomboedrischen Kristallen in Vergesellschaftung mit [Konichalcit] in der [Adamin]-[Olivenit]-[Paragenese] auf (KELLER 1984). Später wurden einige Stufen mit farblosen Kristallen gefunden.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
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Leightoniti


[Leightonit] trat in Tsumeb in Form von bis zu 1 mm große, prismatische, weiße bis blass grünlichblaue Kristalle auf, die mit [Chalkanthit] vergesellschaftet waren (KELLER 1981, 1984).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
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Stibioclaudetit (TL)i
Das Mineral bildet in einem 3 cm großen Hohlraum im massiven [Tennantit] bis zu 6 mm große, blätterige Kristalle, deren trachtbestimmende Form das seitliche Pinakoid {010} und das Prisma {110} sind . Untergeordnet treten {111} und {%style=text-decoration:overline%1%%01} auf. Begleiter sind bis 3 mm lange [Quarz]-Kristalle, ein blätteriger, 7 x 20 mm großer [Leiteit]-Kristall, rote [Ludlockit]-Fasern sowie [Smithsonit] . Dies stellt bisher den einzigsten Fund dar (Stand März 2010) , es ist jedoch sehr wahrscheinlich, dass sich andere, bisher als [Claudetit] angesprochene Kristalle ebenfalls als Stibioclaudetit erweisen werden.
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Mineralien Welt 02/10, Steffen Jahn, Neue Mineralien (Bode Verlag)
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Cinnabariti


[Cinnabarit] trat in kleinen roten Kristallen und pulverigen Krusten im drusigen [Cerussit]-Erz auf. (STRUNZ & TENNYSON 1967)
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
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Leiteit (TL)i


[Leiteit] wurde erstmals 1977 aus der Tsumeb Mine beschrieben (GESBORN et al. 1977). Das [Gips]-artige Mineral kannte man ursprünglich nur in Form von Spaltstücken. Man fand dann 1991 bis zu 5 cm große Kristalle (GEBHARD 1991). Des weiteren wurden auf der 44. [Sohle] Kristalle bis zu 17 cm Größe gefunden (GEBHARD 1999). [Paragenese]n waren: [Ludlockit], [Reinerit] und [Legrandit]. Benannt wurde das Mineral nach dem Archäologen und Mineralienhändler Luis Antonio Bravo Teixeira-Leite.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
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Stibnit1 BM
Claudetiti


[Claudetit] aus Tsumeb kam in kleinen, flexiblen, gipsartigen Schuppen vor und wurde 1977 von PINCH & Wilson als sehr seltenes Mineral beschrieben.
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Lepidokrokiti


[Lepidokrokit] wurde in Tsumeb in Begleitung von [Beudantit] angetroffen.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
Stolziti


[Stolzit] trat in Tsumeb in Form von bis zu 6 cm großen Kristallen auf, wobei die größten Exemplare von der 44. [Sohle] stammen, womit sie zu den weltweit größten Vertretern dieser Mineralart gehören. Als [Paragenese]n konnten [Beudantit] und [Tsumcorit] identifiziert werden.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
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Clausthaliti
[Clausthalit] wurde in kleinen Kristallen zusammen mit [Dolomit] und einem unbekannten [Selen]-Mineral in Tsumeb gefunden.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
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Linariti


[Linarit] wurde bereits im [Ausbiss] des Erzkörpers von Tsumeb gefunden. Hier traten tafelige, leuchtendblaue Kristalle bis zu einer Größe von 2 cm auf. Aus der zweiten [Oxidationszone] kamen wesentlich kleinere Kristalle, die von [Posnjakit], [Langit], [Serpierit]-[Devillin] und selten von [Arsentsumebit] begleitet wurden (KELLER 1984, GEBHARD 1991).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
Stottit (TL)i


[Stottit] wurde von STRUNZ et al. 1958 als neues Mineral aus Tsumeb beschrieben. Es wurde in Hohlräumen im [Tennantit] gefunden, wo es glänzende, klar-durchscheinende, auf der Oberfläche bräunliche, pseudooktaedrische Kristalle bis zu 1 cm Größe bildete. Es sind [Zink]-reiche und [Mangan]-reiche Varietäten bekannt, die jedoch nicht als eigenständige Mineralien angesehen werden. Eine rote Farbe kennzeichnet Zink-haltigen Stottit, der von [Brunogeierit] und [Schneiderhöhnit] begleitet wurde. Einige der besten Kristalle kamen aus einem 950 m tiefen Bereich der 31. [Sohle], Pfeiler E9. Das Mineral wurde nach dem amerikanischen Geologen und Generaldirektor der Tsumeb Mine Charles E. Stott (1896-1978) benannt.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
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Colusit2M
Linneiti


[Linneit] wurde erzmikroskopisch im Material aus der Tsumeb Mine identifiziert.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
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Stranskiit (TL)i


[Stranskiit] bildete in Tsumeb als Typmineral, Hohlraum ausfüllende, blaue, kristalline Massen bis zu 1 cm Größe, die eine gute Spaltbarkeit nach (010) aufweisen. Es sind nur sehr wenige Stufen bekannt. Auf der Originalstufe wird das Mineral von [Cuproadamin] und [Adamin] begleitet (KELLER 1984). Das Mineral wurde nach dem Physiker und Chemiker Professor Iwan N. Stranski (1897-1979) benannt.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
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Connelliti


Ein in hell- bis dunkelblauen, rundlichen Aggregaten, die zusammen mit [Konichalcit], [Brochantit] und [Linarit] auftretendes Mineral von KELLER (1986) beschrieben.
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Neue Minerale von Tsumeb; Paul Keller, John Innes (Christian Weise Verlag/Lapis 09/86)

Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
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Lithargiti
[Lithargit] wurde in Form von roten Körnern im Randbereich einer [Druse] mit [Schaurteit] in Tsumeb gefunden (KELLER 1986).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
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Stromeyeriti


[Stromeyerit] trat in Tsumeb in Form von metallglänzenden, dunkelstahlgrauen Körnern im Erz auf. In einigen Fällen in Form von nadeligen Kristallen in Spalten.
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Corkiti


[Corkit] wurde von PINCH & WILSON (1977) aus der zweiten [Oxidationszone] von Tsumeb beschrieben. Das Mineral trat in gelblichbraunen, pseudokubischen, von [Karminit] begleiteten Kristallen auf. Einige der besten bekannten Corkit-Kristalle befinden sich in der Sammlung des British Museum of Natural History, London.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
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Ludlockit (TL)i


[Ludlockit] wurde erstmals 1968 auf der 30. [Sohle] gefunden, aber erst 1972 als neues Mineral aus Tsumeb beschrieben. Das Mineral trat dort in Form von unelastisch biegsamen, roten, abgeplattet-prismatischen Kristallen bis zu 4 cm Größe auf. Das Mineral fand sich im [Tennantit]-Erz oder war - zumindest bei den ersten Funden - mit zinkhaltigem [Siderit] vergesellschaftet. Ludlockit wurde noch einmal auf der 44. Sohle gefunden, hier etwas gelblicher. Das Mineral bildete meist verfilzte Massen und haarbürstenartige Bündel aus dünnen, plattig-faserigen Kristallen. Die [Matrix] der ersten Funde auf der 30. Sohle bestand aus Tennantit, [Chalkosin], [Pyrit], [Bornit], [Germanit] und [Quarz]. Des weiteren traten [Beudantit], [Karminit] und [Stromeyerit] als Begleiter auf (BARTELKE 1976). Die Begleitmineralien der 44. Sohle waren [Leiteit], [Reinerit], [Stolzit] und [Schneiderhöhnit]. Das Mineral wurde nach den auf Tsumeb spezialisierten Mineralienhändlern Frederick Ludlow Smith und Charles Locke Key benannt.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
Sulvaniti


[Sulvanit] war in Tsumeb als seltenes Mineral bekannt. Dort fand man kleine, metallglänzende, gelbe Aggregate bis zu 3 mm Größe.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Cornwalliti
Aus Tsumeb befindet sich eine Einzelstufe, die eine [Quarz] überziehende grüne [Cornwallit]-Kruste aufweist und die von [Malachit], sowie von [Bayldonit] begleitet wird, in der Sammlung des Mineralogischen Instituts der Universität Hamburg (GEBHARD 1999).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
1M
Lukrahnit (TL)i


[Lukrahnit] dessen Typlokalität die Tsumeb Mine darstellt, kam dort in Form von kleinen, rundlichen, gelben Aggregaten bis 0,5 mm Größe vor. Das Mineral wurde von [Beudantit], [Cuproadamin], [Konichalcit], [Wulfenit], [Quarz] und [Chalkosin] begleitet. Zum Teil bildet das Mineral [Blei]-reiche Überzüge auf Lukrahnit im engeren Sinn. Lukrahnit, Teil der [Tsumcorit]-Gruppe bildet gleichzeitig das Ca-Analogon von [Gartrellit]. Bis heute sind aus Tsumeb lediglich zwei Stufen bekannt; das Mineral ist aber auch vom Pucherschacht in Schneeberg, Sachsen, bekannt. Das Mineral wurde nach dem Geologen und Mineraliensammler Ludger Krahn benannt (KRAUSE et al. 2001).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
Talk2M
Coronaditi


[Coronadit] kam in Tsumeb in massiven grauen bis schwarzen, rußigen Krusten vor. Vergesellschaftet mit [Calcit] und [Azurit].
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
Luzoniti


[Luzonit] kam in Form von gelblich metallisch graue Einschlüsse in komplex zusammengesetzten Erzen aus den oberen, [Sulfid]-führenden [Sohle]n der Tsumeb Mine vor (KELLER 1984). Auf der 45. Sohle fand man Luzonit in Form von kleinen, glänzenden, bronzefarbenen Kristallen, die einen [Germanit]-Kristall überzogen (GEBHARD 1999).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Tennantiti


[Tennantit] bildet in der Tsumeb Mine ausgezeichnet entwickelte, tetraedrische Kristalle bis über 30 cm. Die Oberfläche ist jedoch meist rau und erscheint korrodiert. Ausnahmen bilden die glänzenden 1-1,5 cm großen Kristalle von der 6. Sohle.

[Pseudomorphosen|Pseudomorphose] nach [Azurit], [Enargit]
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
3 BM
Covellini


[Covellin] fand man in der ersten [Oxidationszone] zwischen der 44. und 45. [Sohle] in kleinen millimetergroßen Kristallen (GEBHARD 1999).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Macphersoniti
[Macphersonit], ein Mineral das in Tsumeb als hell bläulichgraue, transparente, Perlmuttglanz aufweisende Kristalle bis 6 cm Durchmesser auftrat, wurde ursprünglich fälschlicherweise als [Leadhillit] bestimmt (GEBHARD 1999).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
1M
Tenoriti


[Tenorit] trat in Form von matten, schwarzen Krusten, aber auch in dünnen, unelastisch biegsamen Täfelchen auf (PINCH & WILSON).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Cubaniti


[Cubanit] ist erzmikroskopisch als goldgelbe Massen in Erzen aus Tsumeb identifiziert worden.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Maghemiti


[Maghemit] fand sich in Tsumeb in Form von kleinen, modifizierten Würfeln auf einer Einzelstufe mit [Duftit]-[Willemit] (KELLER 1984). Das Mineral ist magnetisch.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Tetraedrit2M
Cupriti


Cuprit ist aus der Tsumeb Mine von der 44. Sohle bekannt und kam bis zu einer Größe von 5 cm vor. Die Kristalle sind meist als durch das [Oktaeder] modifizierte Würfel und Rhombendodekaeder ausgebildet, selten sind Oktaeder und Würfel. In beiden Oxidationszonen sind große Mengen kleiner Kristalle und kristalline Massen geborgen worden. Aus der zweiten [Oxidationszone] kamen nadelige Cuprite ([Chalcotrichit]) zusammen mit [Calcit] und gediegenem [Kupfer] vor. Oft waren die Cuprit Kristalle von grasgrünem [Konichalcit] überzogen. Zu weiteren Begleitmineralien gehören [Dolomit], [Malachit], [Mimetesit] und aus den tieferen Sohlen der zweiten Oxidationszone auch [Rosasit] und gediegenes [Silber], letzteres in Kristallen.

[Pseudomorphose] nach [Kupfer]
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)

Tsumeb eine deutsch-afrikanische Geschichte; Georg Gebhard (Verlag Christel Gebhard-Giesen, 1991, ISBN 3-925322-02-7)
3 BM
Magnesit2M
Thaumasiti


[Thaumasit] wurde in Tsumeb in Form von Krusten aus sehr kleinen, farblos-durchsichtigen, nadeligen Kristallen auf [Germanit]-[Renierit]-Erz bekannt (KELLER 1976).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Cuproadamin (Var.: Adamin)i
[Cuproadamin] war wesentlich häufiger als formelreiner [Adamin]. Er trat intensiv grün und mitunter sogar mehrfarbig auf. Die Farbe schlägt mit steigendem Kupfergehalt von gelb nach grün um. Kristalle bis 5 cm Größe, die aus einer 1986 gefundenen Druse aus der 30. Sohle stammen, stellen die besten bekannten Cuproadamin-Kristalle dar. Vergesellschaftet ist gelber, pulveriger [Ferrilotharmeyerit]. Ein weiteres exzellentes Vorkommen war die 44. Sohle, aus der scharfkantige, glänzende, grüne Kristalle ebenfalls in Vergesellschaftung mit Ferrilotharmeyerit geborgen wurden.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)

Tsumeb eine deutsch-afrikanische Geschichte; Georg Gebhard (Verlag Christel Gebhard-Giesen, 1991, ISBN 3-925322-02-7)
1 BM
Magnetiti


[Magnetit]-Kristalle bis 1 cm Größe sind aus Tsumeb bekannt. Jedoch in der Form von [Hämatit] als [Pseudomorphose] nach Magnetit.
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Tsumeb eine deutsch-afrikanische Geschichte; Georg Gebhard (Verlag Christel Gebhard-Giesen, 1991, ISBN 3-925322-02-7)
2M
Thometzekit (TL)i


[Thometzekit] wurde aus Tsumeb erstmals beschrieben. Es bildete dort sehr kleine, tafelige Kristalle und xenomorphe Massen - entweder allein oder mit [Gips] verwachsen - und wies eine intensive milchige, blaugrüne bis grüne Farbe auf (SCHMETZER et al. 1985, KELLER 1986). Benannt wurde das Mineral nach Wilhelm Thometzek, Grubendirektor in Tsumeb zwischen 1912 und 1922.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Davidlloydit (TL)r
Cooper, M.A., Ball, N., Abdu, Y., Back, M., Tait, K. and Hawthorne, F.C. (2011) Davidlloydite, IMA 2011-053. CNMNC Newsletter No. 10, October 2011, page 2561
1M
Maikainiti


[Maikainit] trat in Form von winzigen, körnigen Aggregaten auf (SPIRIDONOV 2003). Begleitet wurde das Mineral von: [Colusit] und [Ovamboit].

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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Titanit2M
Descloiziti


[Descloizit] kam in Tsumeb in Form von dunkelbraunen Kristallaggregaten und stalaktitischen Bildungen vor.
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Tsumeb eine deutsch - afrikanische Geschichte; Georg Gebhard (Verlag Christel Gebhard - Giesen, 1991, ISBN 3-925322-02-7)
2 BM
Malachiti


Tsumeb bedeutet in der Sprache der Eingeborenen Grüner Hügel. Diese Bezeichnung bezog sich auf die Farbe der Gesteine, die auf den hohen [Malachit]-Gehalt zurückzuführen ist. Malachit war in Tsumeb in Form nadeliger Kristalle ausgesprochen häufig und trat in Vergesellschaftung mit mindestens 30 verschiedenen Mineralien auf. Zu den häufigsten Begleitern gehören [Azurit], [Cerussit], [Duftit], [Wulfenit], [Mimetesit] und [Calcit]. Malachit wurde weiterhin in kurzprismatischen, gewöhnlich nach (100) verzwillingten Kristallen, in grobspätigen Massen bis 3 cm Größe, in krustenförmigen Aggregaten sowie in kleinen, blockigen Kristallen von 2-3 mm Größe (Claus Hedegaard, pers. Mitt., 2005) gefunden. Verbreitet waren Pseudomorphosen von Malachit nach ehemaligen Azurit-Kristallen bis mindestens 10 cm Größe. Gelegentlich traten auch Pseudomorphosen nach anderen Mineralien wie [Cuprit] und Wulfenit auf. Diese Pseudomorphosen, die alle Stadien von beginnender bis hin zu vollständiger Pseudomorphosierung umfassen können, haben Weltruhm erlangt. Malachit hatte in Tsumeb derartige Verbreitung, dass er zumindest in Andeutungen auf fast allen Tsumeb-Stufen vorhanden ist. Er ist ganz ohne Zweifel das verbreitetste [Sekundärmineral] dieser Lagerstätte.

[Pseudomorphose]n nach [Azurit], [Aragonit], [Kupfer], [Cuprit], [Enargit], [Tennantit], [Wulfenit]
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
3 BM
Tremolit2M
Devillini


[Devillin] war in Tsumeb sehr selten. Das Mineral trat in Form von weißen bis bläulichen, filzigen Massen auf [Tennantit]-Pseudomorphosen nach [Enargit], sowie in himmelblauen Krusten auf [Smithsonit] auf. BARTELKE (1976) sah diese Krusten als zinkhaltigen [Serpierit] an.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
Markasit2M
Tsumcorit (TL)i


[Tsumcorit] ein typomorphes Mineral, fand sich dort in Form von kleinen, tafeligen bis prismatischen, leuchtendgelben bis gelbbraunen Kristallen bis zu 3 mm Größe, die oft zu Krusten zusammentreten. Das Mineral trat mit mindestens 20 unterschiedlichen [Paragenese]n auf. Die häufigsten waren: [Mimetesit], [Duftit], [Rosasit], [Wulfenit] und [Goethit] (GEIER et al. 1971, Keller 1984). Das Mineral wurde nach dem Betreiber der Grube zum Zeitpunkt der Entdeckung, der Tsumeb Corporation benannt.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
Digeniti


In Tsumeb wurde [Digenit] als blau angelaufenen Massen und kleinen Kristallen zusammen mit [Chalkosin] gefunden (PINCH & WILSON).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Massicotiti


[Massicotit] wurde in Form von pulverigen, gelben bis ockerfarbenen Massen und Überzügen auf den oberen [Sohle]n von Tsumeb gefunden (KELLER 1984).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Tsumebit (TL)i


[Tsumebit], das zweite neue Mineral aus den oberen [Sohle]n, das 1912 von BUSZ beschrieben wurde, fand sich dort in Form von kleinen, hell smaragdgrünen, tafeligen bis blockigen Kristallen bis 2 mm Größe. Tsumebit hat gegenüber [Arsentsumebit] charakteristische Merkmale, die eine Unterscheidung mit einfachen optischen Hilfsmitteln ermöglichen. Tsumebit aus Tsumeb zeigt immer eine an [Dioptas] erinnernde smaragdgrüne Farbe. Seine bis millimetergroßen, miteinander verwachsenen Kristalle sind beständig verzwillingt. Dabei entsteht durch die Zwillingsebenen zwischen den Kristallindividuen meist ein auffälliger einspringender Winkel. Dessen Schenkelflächen vermitteln infolge einer charakteristischen oszillierenden Flächenkombination häufig den Eindruck einer Flächenstreifung. Begleiter waren: [Smithsonit], [Malachit] und [Azurit].

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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)

Tsumebit oder Arsentsumebit aus Tsumeb?; Jochen Schlüter, Georg Gebhard, Gerd Wappler (Christian Weise Verlag, Lapis 10/94)
2 BM
Dioptasi


Mitte der 1960er bis Mitte der 1970er Jahre wurden in Tsumeb große Mengen außergewöhnlich schöner Dioptas-Stufen gefunden. Die Sohlen 29-32 im Bereich der zweiten Oxidationszone waren besonders reich an Dioptas. Hier gab es begehbare mit Dioptas-Kristallen ausgekleidete Hohlräume. Einige der besten Dioptase wurden 1975 auf der 830 m-Sohle gefunden. Zu den schönsten Kombinationen gehörten Dioptas-Kristalle bis zu 5 cm Größe, die mit gelbem [Wulfenit] und weißen [Cerussit]-Kristallen zusammen auf [Calcit] aufgewachsen waren. Da [Dioptas] in den frühen Sammlungen mit Material aus der ersten [Oxidationszone] charakteristischerweise fehlt, gibt es keine Gewissheit über sein Auftreten auf den oberen Sohlen. Die glänzenden, durchscheinenden Kristalle weisen kurzprismatischen, rhomboedrischen [Habitus] auf, sind gleichbleibend dunkelgrün mit bläulichem Stich und reichen von Mikrokristallen bis hin zu 5 cm Größe. Ein häufiger Begleiter des Minerals war [Konichalcit], sehr selten kam auch [Molybdofornacit] vor
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)

Tsumeb eine deutsch-afrikanische Geschichte; Georg Gebhard (Verlag Christel Gebhard-Giesen, 1991, ISBN 3-925322-02-7)
2 BM
Mathewrogersit (TL)i


[Mathewrogersit], ein Mineral das in der Tsumeb Mine als sehr kleine, farblos-klare, weiße, grünlich bis gelblich gefärbte, plattige Kristalle mit sechsseitigem Umriss vorkam, saß auf einer [Chalkosin]-[Hämatit]-[Quarz]-Erzmatrix. Als [Paragenese]n traten [Kegelit], [Alamosit], [Queitit], [Larsenit] und [Melanotekit] auf. Des weiteren waren [Anglesit], [Leadhillit], [Willemit] und [Mimetesit] die Begleiter. Einige Stufen sind vom Pfeiler E9 auf der 31. [Sohle] bekannt. Beschrieben wurde das neue Mineral von KELLER & DUNN 1986. Benannt wurde es nach dem Pionier Mathew Rogers.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Tsumgallit (TL)i


[Tsumgallit] wurde 2003 als sehr seltenes neues Mineral aus Tsumeb erstmals beschrieben (SCHLÜTER et al. 2003). Das Mineral wurde in der zweiten [Oxidationszone] entdeckt und kam dort in Form von kleinen (<0,04 mm), blass grünlichgelben bis beigefarbenen, plattigen, glimmerähnlichen Kristallen vor, die in Hohlräumen im [Germanit]-[Tennantit]-Erz zusammentraten. Als [Paragenese]n traten [Söhngeit]-Kristalle zinkhaltigen [Dolomit]s, [Quarz] und [Chalkosin] auf.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Djurleiti


[Djurleit] wurde von MORIMOTO 1962 als neues Mineral beschrieben, wobei die Stufen aus Tsumeb den Cotype darstellen. Visuell lässt sich Djurleit nicht von [Chalkosin] unterscheiden, mit dem das Mineral auch oft verwachsen ist.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
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Mawsoniti


[Mawsonit] war ein seltener Bestandteil der Erze der Tsumeb Mine. Er fand sich in magnetischen, gerundeten Massen und Sprenkeln als Einschluss von ähnlicher Färbung wie [Bornit] in Bornit.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
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Tungsteniti


[Tungstenit] ist erzmikroskopisch im Material aus Tsumeb identifiziert worden (GEIER & OTTEMANN 1970).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Dolomiti


Von hier kamen gewöhnlicher [Dolomit], zinkreicher grüner Dolomit, sowie kobalthaltiger rosa Dolomit. Es wurden weiterhin bleihaltige mit bis zu 5 % Blei enthaltende Dolomit-Kristalle gefunden.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
Melanotekiti


[Melanotekit], schwärzlichgrüne, zu kleinen kugeligen [Aggregat]en zusammengefasste Nadeln, als [Paragenese]: [Plumbotsumit], [Fleischerit], [Plumbojarosit], [Queitit] und [Mathewrogersit].
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
Umangiti


[Umangit] stellt das erste in Tsumeb gefundene [Selen]-Mineral dar. Es trat in Form von dunkelrötlichen, metallglänzenden Einschlüssen in [Dolomit] auf (GEIER 1974, zitiert in PINCH & WILSON 1977).
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2M
Dufrénit2M
Metacinnabariti


[Metacinnabarit] wurde erzmikroskopisch in Tsumeb identifiziert (BARTELKE 1976).
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2M
'unbestimmt'1 BM
Duftit (TL)i


Ursprünglich von BIEHL (1919) als Parabayldonit beschrieben, dann von PUFAL (1920) die formale Beschreibung eines neuen Tsumeb-Minerals, des grünen Blei-Kupfer-Arsenates [Duftit]. GUILLEMIN (1956) unterteilte den Duftit in Duftit-alpha und Duftit-beta, wobei [Calcium] im letzteren das [Blei] zum Teil ersetzt - allerdings nicht in einem Maß, das zu einem neuen Mineral führen würde. Duftit war in der ersten [Oxidationszone] zwischen 50 m und 100 m recht häufig - es handelte sich hier praktisch immer um a-Duftit. Der Großteil des Duftits von der zweiten Oxidationszone war hingegen b-Duftit. Visuell existiert zwischen beiden kein Unterschied. Duftit war besonders auf der 35. Sohle verbreitet und fand sich hier in Form von Krusten und radial-traubigen Aggregaten. Auf der 43. Sohle ist er in hellgrünen radialen Büscheln aus prismatischen Kristallen bis 5 mm Größe geborgen worden. Gewöhnlich sind die Kristalle [isometrisch], mit gebogenen Flächen, glänzend und bis zu 3 mm groß. Prismatische bis nadelige Kristalle bis zu 5 mm Größe sind hingegen ungewöhnlich. Die Farbe der Duftite ist gelb- bis apfelgrün in hellen bis dunklen Farbschattierungen.

[Pseudomorphose]n nach [Dolomit], [Mimetesit]
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2 BM
MetazeuneritM
Vanackerit (TL)r
CNMNC Newsletter No. 13, June 2012, page 808; Mineralogical Magazine, 76, 807-817
1M
Duftit-Alpha (TL) (Var.: Duftit)2M
Milleriti


[Millerit] wurde aus Tsumeb mikroskopisch identifiziert (PINCH & WILSON 1977).
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2M
Vanadiniti


[Vanadinit] trat in Form von bräunlichroten Kristallen bis zu wenigen Millimetern Größe in Tsumeb auf.
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2 BM
Dundasiti


[Dundasit] bildete in der zweiten [Oxidationszone] kleine Büschel aus weißen bis blassbläulichen, nadeligen Kristallen, begleitet von [Azurit] und [Smithsonit] (PINCH & WILSON 1977).
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2 BM
Mimetesiti


In Tsumeb kamen sowohl große Quantitäten als auch die weltbesten und -größten [Mimetesit]-Kristalle vor. Diese erreichen bis 11 cm Größe. Man fand in einer [Druse] glänzende, edelsteinartig-klare Kristalle bis zu 5 cm Größe. Es wurden in beiden Oxidationszonen Mimetesit-Kristalle gefunden. Die Kristalle bestanden immer aus hexagonalen Prismen mit der Ausbildung mehrerer möglicher Pyramiden und unterschiedlicher Entwicklung des Basispinakoids. Der [Habitus] der Kristalle reichte von langprismatisch über nadelartig bis flachkurzprismatisch. Die Prismen sind horizontal d.h. parallel (0001), gestreift. Die Kristallgröße variiert von mikroskopisch klein bis zu - in einer Druse - 12 cm. Größere, bis 30 cm lange Kristalle wurden in der ersten [Oxidationszone] als [Bayldonit]-Pseudomorphosen nach Mimetesit geborgen. Es wurden auch große, gelbe, garbenartige Aggregate bis 37 mm Größe sowie gelbe Krusten auf [Cerussit] gefunden. Die Farben variieren von blassgelb über gelb, orange, braun, grün, grau bis zu schwarz.

[Pseudomorphose] nach [Cerussit]
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2 BM
Warikahnit (TL)2 BM
Ekatit (TL)i


[Ekatit] kam aus der zweiten [Oxidationszone]. Bisher sind aber nur zwei Stufen aus Tsumeb bekannt. Es bildet braun-schwarze, nadelige Kristalle bis zu 1 cm Größe, die zu radialstrahligen Bündeln zusammentreten. Begleitmineralien: [Chalkosin] und [Quarz]. Benannt wurde das Mineral nach Dieter Ekat, dem Grubenmanager des Lithiumpegmatits von Rubikon (KELLER et al. 1999 and KELLER 2001).
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2M
Miniumi


[Minium], matte, rote Überzüge wurden auf [Cerussit] aus Tsumeb bereits 1919 als [Mennige] identifiziert (KELLER 1984).
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2M
Wilhelmkleinit (TL)i


[Wilhelmkleinit], erstmals aus Tsumeb beschrieben (bekannt sind nur zwei Stufen), wurde auf der 44. [Sohle] gefunden. Als [Paragenese]n traten [Gerdtremmelit], [Adamin] und Al-reicher [Skorodit] auf. Das Mineral bildet monokline, lanzenförmige, dunkelgrüne Kristalle bis 5 mm, wovon einige Penetrationszwillinge darstellen (SCHLÜTER et al. 1998). Das Mineral wurde nach dem Betriebsleiter der O.M.E.G.-Gruben in Südwestafrika von 1916-1939, Wilhelm Klein benannt.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Elyiti


Das Mineral wurde von KELLER (1984) als selten auftretendes Mineral aus Tsumeb beschrieben. Es handelte sich um filzige Massen aus kleinen, violetten Kristallen, die von [Hydrocerussit] begleitet werden.
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2M
Minrecordit (TL)i


[Minrecordit] wurde als neues Mineral aus Tsumeb beschrieben, welches in Form von rhomboedrischen, milchigweißen Kristallen bis 0,5 mm Größe auf [Dioptas] auf der 34. [Sohle] gefunden wurde. Als Begleiter traten zinkhaltiger [Dolomit], [Malachit] und [Duftit] auf (KELLER 1984). Mit einfachen Mitteln ist das Mineral von Dolomit und zinkreichem [Calcit] nicht zu unterscheiden. Minrecordit wurde nach der in Tucson, Arizona, erscheinenden Zeitschrift Mineralogical Record benannt.
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2 BM
Willemiti


[Willemit] kam in der Tsumeb Mine häufig in blaugrünen oder rotbraunen traubigen Massen vor. Die rotbraune Varietät ist als Troostit bekannt. In kurzwelligem UV-Licht fluoreszieren anscheinend alle Stufen in unterschiedlicher Intensität von Gelb bis Grün.
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2 BM
Enargiti


[Enargit] war ein wichtiger Bestandteil der Erze, insbesondere auf den oberen 150 m, wo man bis zu 8 cm große Kristalle fand. Auf den tiefren Sohlen waren Enargit Kristalle in [Tennantit] umgewandelt.

[Pseudomorphose]n nach [Tennantit], [Azurit]
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2M
Mixiti


[Mixit] wurde in Tsumeb auf einer Einzelstufe bestehend aus weißen Garben aus dünnen Kristallen auf [Azurit] identifiziert (PINCH & WILSON 1977).
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2M
Witheriti


[Witherit] ein Mineral das in Tsumeb in Form von kleinen, weißen, flachen, pseudohexagonalen, dipyramidalen Kristallen, die in der zweiten [Oxidationszone] gelegentlich auftraten (PINCH & WILSON 1977, von GEBHARD aber 1999 angezweifelt).
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2M
Epidot2M
'Mo-haltiger Stolzit'1 BM
Wulfeniti


[Wulfenit] war in Tsumeb ein sehr verbreitetes [Sekundärmineral], mit verschiedenen Ausbildungen in Farben, Größen und Vergesellschaftungen. Die Kristalle traten in Form von flachtafelig bis scheinbar dipyramidal und prismatisch-pyramidal auf. Der [Habitus] variiert mit den vergesellschafteten Mineralien; bei Anwesenheit von [Duftit] sind die Kristalle extrem dünntafelig, [Mimetesit] tafelig und mit [Smithsonit] oder [Cerussit] dicktafelig. Wulfenit kann farblos, weiß, grau, blassgelb, hell- bis dunkelgelb, orange, blassbraun, kastanienbraun und blau sein. Die 1977 beschriebenen blauen Kristalle (EMBREY et al.), weisen prismatisch-pyramidalen Habitus auf und enthalten etwas [Wolfram]. Die Kristallgröße lag allgemein im Zentimeterbereich, obwohl in einem Fall in einer 1968 gefundenen Druse graue, dünntafelige, miteinander verwachsene Kristalle bis 60 cm Größe entdeckt wurden. Zusammen mit Wulfenit traten etwa 20 verschiedene Mineralien auf.
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2 BM
Erikapohlit (TL)i
Level 44, Tsumeb deposit, Tsumeb, Namibia
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Schlüter, J., Malcherek, T. and Georg Gebhard, G. (2011) Erikapohlite, IMA 2010-090. CNMNC Newsletter No. 9, August 2011, page 2538; Mineralogical Magazine, 75, 2535-2540
1M
Molybdäniti


[Molybdänit] trat in der Tsumeb Mine in Form von typisch metallgrauen Spaltstücken und einem Kristall von 3 cm Größe auf, der zusammen mit [Stottit] und [Schneiderhöhnit] auf der 30. [Sohle] entdeckt wurde (PINCH & WILSON 1977). Diese Stufe befindet sich heute in der Kahn-Sammlung der TU Braunschweig.

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Tsumeb eine deutsch-afrikanische Geschichte; Georg Gebhard (Verlag Christel Gebhard-Giesen, 1991, ISBN 3-925322-02-7)

2M
Wurtziti


[Wurtzit], ein Mineral das in Tsumeb in Form von orangefarbener, brauner und grüner Massen oder auch mikroskopisch kleiner Kristalle auftrat, wurde zwischen der 18. und 19. [Sohle] gefunden (PINCH & WILSON 1977).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Eyselit (TL)i


Im Jahr 2004 wurde [Eyselit] von ROBERTS et al. als neues Mineral aus Tsumeb beschrieben. Das Material stammte von einer einzigen Erzstufe. Das Mineral tritt in feinkörnigen [Aggregat]en in [Druse]n im massiven [Tennantit]-[Germanit]-[Renierit]-Erz auf. Weitere Begleiter fehlen. Das Mineral trat in Form von hypidiomorphe bis sehr gut entwickelte, plattige bis dünnprismatische, beige bis gelbe Kristalle, die weniger als 20 µm Länge aufweisen auf. Es wurde nach dem Professor für Kristallographie an der Ruprecht-Karls-Universität, Heidelberg, Walter H. Eysel benannt.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2M
Molybdofornacit (TL)i


[Molybdofornacit] wurde aus Tsumeb erstmals von MEDENBACH et al. 1982 beschrieben. Das Mineral trat in Form von gelbgrünen, gestreckt-leistenförmigen, mit scharfkantigen getrennten Endflächen auf. [Paragenese]: [Calcit], [Duftit], [Wulfenit] und [Dioptas].
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2 BM
Zinkdolomit (Var.: Dolomit)1M
Fahleit (TL)i


[Fahleit] kam in Tsumeb in Form von gelbbeigefarbige bis grüne Fasern bis 1 cm lange Kristalle vor und wurde von [Gips], [Lavendulan], [Cuproadamin], [Konichalcit], [Tsumcorit] und [Calcit] begleitet. Das Mineral wurde von MEDENBACH et al. (1988) an Hand einer einzelnen Calcit-Stufe beschrieben und nach dem Mineraliensammler Rolf Fahleit benannt. Die Typ-Stufe fand man auf den tiefsten Sohlen im [Chalkosin]-[Tennantit]-Erzkörper.
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2M
Montmorillonit2M
Zinkgartrellit (TL)i
[Zinkgartrellit] ein neues Mineral aus Tsumeb, fand sich dort in Form von bis zu 0,5 mm großen, grünlichgelben Aggregaten aus halbdurchsichtigen, sehr kleinen (bis 0,1 mm), tafeligen Kristallen auf [Chalkosin]. Es wurde 1975-80 gefunden. Begleitmineralien waren, [Wulfenit], [Duftit], [Konichalcit], [Cuproadamin] und [Olivenit]. Das Mineral ist visuell von [Gartrellit] nicht zu unterscheiden (EFFENBERGER et al. 2000).
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
1M
Famatiniti


[Famatinit] trat in Tsumeb in Form von grauen, metallglänzenden Komponenten in komplex zusammengesetzter Erze auf.
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2M
Mottramiti


[Mottramit] war in der oberen [Oxidationszone] sehr häufig. Gewöhnlich fand er sich auf [Calcit], oft in attraktiven, gelbgrünen bis grasgrünen dendritischen bis moosartigen Aggregaten. Tief olivgrüne Kristalle mit nadeligem [Habitus] waren hingegen selten.

[Pseudomorphose]n nach [Wulfenit], [Tennantit], [Calcit]
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3 BM
Zinklavendulan (TL) (Var.: Lavendulan)2M
Feinglosit (TL)i


[Feinglosit] wurde von CLARKE et al. 1997 durch einige wenige Stufen aus Tsumeb beschrieben und nach dem Mineraliensammler Mark N. Feinglos benannt. Feinglosit bildet blass olivgrüne bis gelbe Kristalle bis 1 mm Größe. Vergesellschaftet war das Mineral am Fundort mit: [Wulfenit], [Anglesit], [Goethit], [Gips], [Arsendescloizit]. Die Stufen stammen aus den tiefsten Bereichen der zweiten Oxidationszone, obwohl die erste Stufe bereits 1970 in einem wesentlich höheren Bereich gefunden wurde.
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2M
Muskovit2M
ZinkolivenitM
Ferrilotharmeyerit (TL)i


[Ferrilotharmeyerit] trat auf der 32. [Sohle], Abbauort W40 auf. Dort bildete es keilförmige Kristalle bis 0,2 mm Größe und in subparallelen Aggregaten bis 3 mm Größe. Seine Farbe ist gelb bis bräunlichgelb (ANSELL et al. 1992). Unmittelbar nach der Erstbeschreibung traf man das Mineral in pulverigen Aggregaten vergesellschaftet mit [Cuproadamin] an. Das Mineral wurde nach seiner chemischen Zusammensetzung und der Verwandtschaft [Lotharmeyerit] benannt.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
Nadoriti


[Nadorit] bildete in der Tsumeb Mine beigefarbene, tafelige, achtseitige oder quadratische Kristalle, die zu Rosetten verwachsen sind, gemeinsam mit [Chalkosin] (KELLER 1986).
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Neue Minerale von Tsumeb; Paul Keller, John Innes (Christian Weise Verlag/Lapis 09/86)
2M
'Zinkrosasit' (TL)2M
Fleischerit (TL)i


[Fleischerit] trat in der Tsumeb Mine in Hohlräumen der ersten [Oxidationszone] zwischen der 6. und 8. [Sohle] in Germaniumsulfiden auf. Bildete dort weiße bis rosa gefärbte nadelige Kristalle bis 1 cm Länge, die zu subparallelen Aggregaten verwachsen sind (FRONDEL & STRUNZ 1960). Begleiter waren dort [Plumbojarosit] und [Kegelit]. Das Mineral wurde nach dem Mineralogen Michael Fleischer (1908-1998) benannt.
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Namibia Mineralien und Fundstellen; Ludi von Bezing (Bode Verlag, 2007, ISBN 978-3-925094-88-0)
2 BM
NamuwitM
Zinkroselith (TL)i


[Zinkroselith] wurde als neues Mineral erstmals beschrieben und trat dort in Form von gestreckten bis tafeligen, farblosen mit einem schwachen grünlichen Stich und bis zu 2 cm Länge auf. Begleiter waren: [Quarz], [Zink]-haltiger [Dolomit] und [Tsumcorit] (KELLER et al. 1986, GEBHARD 1991). Zinkroselith war in der Tsumeb Mine extrem selten.
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2M
Fluoriti
Tsumeb lieferte bis 2 mm große [Fluorit]e, die aus den tiefsten Bereichen der zweiten [Oxidationszone] stammten (GEBHARD 1999). In einigen wenigen Fällen auch als Einschluss in [Calcit].
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1M
O'Danielit (TL)i
[Odanielit] wurde von KELLER et al. 1981 als neues Mineral aus Tsumeb beschrieben. Es trat in Form von blass violetten, körnigen Massen zusammen mit [Koritnigit], [Prosperit], [Olivenit] und [Konichalcit] auf. Das Mineral wurde nach dem Professor für Mineralogie Herbert O Daniel benannt.
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1M
Zirkon2M
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Mineralbilder (23 Bilder gesamt)

Malachit
Aufrufe (Bild: 1379160158): 262
Malachit

Malachit; Tsumeb Mine/Namibia; etwa 3,5 cm breit.

Sammlung: Jan Hartmann
Copyright: Jan Hartmann
Beitrag: Alcest 2013-09-14
Dioptas, Calcit
Aufrufe (Bild: 1366115386): 405
Dioptas, Calcit

Dioptas, Calcit, 4,3 x 3,7 x 3,0 cm, XX bis 1,5 cm, Tsumeb, Namibia.

Sammlung: si-sucher
Copyright: kraukl
Beitrag: si-sucher 2013-04-16
Azurit
Aufrufe (Bild: 1360693433): 379
Azurit

Fundort: Tsumeb, Namibia; Fundjahr: 1929; Größe: ca. 7x4,5x2cm

Sammlung: Michelser
Copyright: Michelser
Beitrag: Michelser 2013-02-12
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Referenz- und Quellangaben, Literatur

Literatur

  • Strunz, H. (1959): Tsumeb, seine Erze und Sekundärminerale, insbesondere der neu aufgeschlossenen 2. Oxydations-Zone. Fortschr. Mineral., 37, S.87-90.
  • Keller, P. (1984). Tsumeb. Lapis, 9 (7/8), S.13-64.
  • Keller, P. & Innes, J. (1986): Neue Minerale von Tsumeb. Lapis, 11 (9), S.28-32.
  • Gebhard, G. (1992). Tsumeb: Namen und Geschichten. Aktuelle Geo-Information. Messe-Katalog Mineralientage München. S.33-47.
  • Gebhard, G. and Schlüter, J. (1995). Tsumeb, Namibia: Interessante Neufunde und Neubestimmungen. Lapis, 20 (10), S.24-32.
  • Jambor, J.L., Roberts, A.C., Groat, L.A., Stanley, C.J., Criddle, A.J., Feinglos, M.N. (2007): Calvertite, Cu5Ge0.5S4, a new mineral species from Tsumeb, Namibia. Can. Miner., 45, 1519-23.
  • Zindel, J. (2010). Erstnachweis von Klinoklas für Tsumeb. Min.-Welt, Jg.21, Nr.4, S.36-41.

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