Steckbrief
| Niederschlesien (Dolnoslaskie) / Reichenstein (Zloty Stok) | ||
Reichenstein (Złoty Stok) ist eine Stadt am Nordrand des Reichensteiner Gebirges (Złote Góry) unmittelbar an der Grenze zu Tschechien gelegen, im Kreis Ząbkowice Śląskie der Woiwodschaft Niederschlesien mit etwa 2.900 Einwohnern. |
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Tagebaue, Stollen, Schächte und Halden. |
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Arsen-, Gold- und Silbervererzung. |
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Das meiste ist verstürzt; der Gertrud-Stollen ist als Besucherbergwerk befahrbar. |
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Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden. |
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Weitere Funktionen
Ausführliche Beschreibung
Auf dem Gebiet der heutigen Stadt befanden sich zahlreiche Goldvorkommen und bereits im 10. Jahrhundert soll eine erste Siedlung entstanden sein. 1334 erhielt der Ort das Stadtrecht. Eine Kirche ist bereits 1217 nachweisbar. Zunächst im Besitz des Klosters Kamenz, gehörte Reichenstein in der Folgezeit verschiedenen lokalen Herren. Seine Blütezeit erlebte die Stadt im 16. Jahrhundert, da hier zahlreiche Gruben und Stollen betrieben wurden, die den reichsten Geschlechtern Europas wie den Fuggern und den oberungarischen Magnaten der Thurzós gehörten. Der bekannteste Schacht war der so genannte „Goldene Esel“. Blütezeit war das 15. und 16.Jhd. Die fast 200 Reichensteiner Gruben lieferten ca. 8% des europäischen Goldes. Verschiedene Bergwerksunglücke und illegale Grabungen beschädigten den Ruf der Stadt, so dass der Abbau im 17. Jahrhundert vorübergehend eingestellt werden musste. Gegen Ende dieses Jahrhunderts begann dafür die Ausbeutung der Arsenik-Vorkommen. Noch bis 1962 wurde neben Arsen ca. 20 - 30 kg Gold gefördert. Insgesamt wurden in den 700 aktiven Abbau-Jahren fast 16 t Gold gefördert. In dieser Zeit wurden 300 km Stollen aufgefahren. Der Gertrud-Stollen diente dazu, das Erz verschiedener Gruben wie dem "Goldenen Esel" und dem "Reichen Trost" abzufördern. Nach der Eroberung Schlesiens durch Preußen wurde der darniederliegende Bergbau wieder aufgenommen und Reichenstein wurde am 31. März 1769 zum ersten Sitz des neuerrichteten schlesischen Oberbergamtes. |
Mineralien (Anzahl: 7)
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Gesteine (Anzahl: 0)
Fossilien (Anzahl: 0)
Referenz- und Quellangaben, Literatur
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