(griech.: pegma = Bindung, Rahmenwerk)
Pegmatite sind plutonische Ganggesteine, die durch Grob- bis "Riesenkörnigkeit" (im Zentimeter bis Meter-Bereich) gekennzeichnet sind und in der Endphase der Tiefengesteins-Kristallisation aus Restschmelzen entstanden sind.
Pegmatite bestehen hauptsächlich aus Feldspat, Quarz und Glimmer.
Neben den häufigen Granitpegmatiten werden auch - je nach Abstammung - andere Pegmatite wie Syenit-, Diorit, und Gabbropegmatite unterschieden. Der Mineralbestand variiert entsprechend.
Da die Restschmelzen oft seltene Elemente enthalten, die aufgrund von ungangbaren Ionenradien nicht in die Hauptmineralien eingebaut werden können, werden in den Pegmatiten oft seltene Mineralien (z.B. Phosphate) angereichert. Man kann die Pegmatite nach ihrem Mineralgehalt (Phosphatpegmatite, Turmalinpegmatite, Granatpegmatite, Beryllpegmatite, ...) oder nach ihrer Form (Pegmatitstöcke, Pegmatitgänge) gliedern. Pegmatite können zoniert sein, also beispielsweise einen Quarzkern enthalten. Metamorph überprägte Pegmatite bezeichnet man als Metapegmatite. Pegmatite wie Metapegmatite können wichtige Lagerstätten für Industrie-Rohstoffe oder Edelsteine sein.
In der Rohstoffwirtschaft werden auch Quarz- und Feldspatreiche Sedimente wegen ihres ähnlichen Mineralgehalts als Pegmatite bezeichnet. Besser sollte man hier von Pegmatitsanden und entsprechend von Pegmatitsandgruben sprechen.
Ursprünglich war Pegmatit ein von Haüy vorgeschlagener Begriff als Synonym für Schriftgranit, wurde jedoch später für grobkörnige Fazies magmatischer Gesteine benutzt.
Beispiel
Der Pegmatit von Hagendorf-Süd in Bayern / Oberpfalz stellt den größten Pegmatitstock Mitteleuropas dar, weist einen zonaren Aufbau mit Quarzkern auf und gilt wegen seiner Phosphatmineralien als Phosphatpegmatit.
Weitere deutsche Vorkommen: vergesellschaftet mit Plutoniten: Bayerischer Wald, Erzgebirge, Fichtelgebirge, Harz, Odenwald, Schwarzwald, Thüringer Wald, Vogtland.
Links
s.a. Magmatische Gesteine
Quellenangaben:
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