'._('einklappen').'
 

Särna-Tinguait

Einleitung

Der Särna-Tinguait stellt, wie alle Tinguaite, das Gangäquivalent eines Phonoliten dar. Er zählt als Ganggestein somit zu den Vulkaniten/Subvulkaniten. Die Definitionen der IUGS (International Union of Geological Sciences), welche auch für Geschiebe bindend ist, führt zu einem Widerspruch der Namengebung, indem Tinguaite als eine Varietät von Phonoliten bezeichnet werden, welche immer extrusive Gesteine darstellen. Für den fachlich kompetenten Hinweis an dieser Stelle, den besten Dank an Peter Seroka. Vom Chemismus ist das oben gezeigte Gestein ein Nephelin-Syenit (Intrusivgestein) mit den Foiden Nephelin und Cancrinit. Das Foto zeigt einen Geschiebefund aus Hanstholm/Hamborg. Größe: 11 X 9,5 cm. Alter: 287 +/- 14 Millionen Jahre. Herkunft: Region Dalarna, Schweden.

Weitere Funktionen

Bilder (5 Bilder gesamt)


Aufrufe (Bild: 1314443464): 502
Särna-Tinguait

Vom Chemismus ein Nephelin-Syenit mit den Foiden Nephelin und Cancrinit. Ganggestein/Subvulkanit. Geschiebefund aus Hanstholm/Hamborg. Größe: 11 X 9,5 cm. Alter: 287 Millionen Jahre. Herkunft: Regi...

Sammlung: Jörg
Copyright: Jörg
Beitrag: Jörg 2011-08-27

Aufrufe (Bild: 1315513431): 403
Särna-Tinguait

Geschiebefund aus Hanstholm/Hamborg. Größe ca. 20 cm. (Särna-Tinguait1).

Sammlung: Jörg
Copyright: Jörg
Beitrag: Jörg 2011-09-08

Aufrufe (Bild: 1315513534): 425
Särna-Tinguait

Geschiebefund aus Hanstholm/Hamborg. Größe ca. 20 cm. (Detailaufnahme zu Särna-Tinguait1).

Sammlung: Jörg
Copyright: Jörg
Beitrag: Jörg 2011-09-08
Weitere Bilder

Gruppierung

Zugehörig zu

Gesteine  ⇒ Magmatische Gesteine  ⇒ Ganggesteine (Subvulkanite)

Andere Sprachen

Englisch

särna tinguaite

Dänisch

Särna-tinguait

Deutsch

Särna-Tinguait

Ausführliche Beschreibung

Gefüge

Särna-Tinguait

Detailaufnahme, Ausschnitt ca. 4 cm. In der Vergrößerung werden die Calcitmandeln, und die feinen Aegirinnadeln welche für dieses Gestein obligatorisch sind, sichtbar. Ganggestein/Subvulkanit. Gesc...

Jörg
Der Särna-Tinguait ist der Exot unter den Porphyren. Das Magma, aus welcher er hervorgegangen ist, muss sehr arm an Kieselsäure gewesen sein, wodurch die Bildung von Quarz verhindert wurde. Stattdessen konnten sich in dem basischen Milieu Foide (Feldspatvertreter) bilden. Diese zeigen sich als braun-rote Kristalle (Cancrinit) und Nephelin. Die kleinen schwarzen Nadeln bestehen aus Aegirin und sind zum Nachweis dieses Gesteins zwingend erforderlich. Als weißes Mineral kommt Calcit im Gestein vor, mitunter als Mandelausbildung. Die typische grau-grüne Färbung erhält dieser Porphyr durch eingeschmolzenes Epidot und das ebenfalls grüne Chlorit. Deutlich grüne Grundmassen sind seltener anzutreffen als die grau-grüne Variante. Die Einsprenglinge folgen manchmal einer fluidalen Einregelung. Der Särna-Tinguait ist ein Subvulkanit, im oberen Magma-Schlot ausgekühlt.

Alter

Das Alter dieses Gesteins beträgt 287 Millionen Jahre.

Herkunft

Das bekannte Anstehende befindet sich als 3 Meter breite Gänge im Nordwesten der Schwedischen Region Dalarna, südlich der Stadt Särna gelegen. Der Särna-Tinguait zählt zu den klassischen Leitgeschieben. Das Anstehende der Särna-Tinguaite befindet sich an mehreren Stellen rund um Särna, sowohl innerhalb der anstehenden Särnaite. Aufgrund der zum Teil häufigen Funde im Norden Jütlands wird vermutet, dass es noch weitere anstehende Muttergesteine geben kann. Z.B. im Särna-Porphyr und dem Dala-Sandstein (Hjelmqvist 1966, Magnusson 1923). Lundqvist 1951, diskutiert Möglichkeiten zu weiteren Anstehenden (s. Literaturhinweise) Einen recht herzlichen Dank für die Hinweise zu Anstehenden und zur Literatur an Henrik Arildskov vom Vendsyssel Sten Club in Dänemark.

Verwechslungen

Eine Verwechslungsgefahr besteht zum morphologisch ähnlichen Grorudit mit Herkunft des Stadtteils Grorud in Oslo. Als grüne Porphyre sind nur diese zwei Varianten bekannt. Entweder ist es ein Särna-Tinguait oder ein Grorudit. Anders als beim Särna-Tinguait, kommt im Grorudit Quarz vor, ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal, und grünliche, mit bloßem Auge gut sichtbare Feldspäte. Besonders Särna-Tinguaite aus dem südlichsten Teil des Anstehenden, können mit Apotroctolit aus dem norwegischen Sörkedal verwechselt werden.

Quellenangaben

Literaturhinweise

  • Hjelmqvist, Sven,1966: Beskrivning till berggrundskarta över Kopparbergs Lan.

    Sverigas geologiska Undersökning Ser.Ca. Nr. 40

  • Magnusson, Nils, 1923: The alkaline rocks of Siksjöberget and Ekorråsen in Särna.

    Geol.Fören.Förhandl. Bind 45 side 295 - 334.

  • Lundqvist, Jan, 1951: Särnatinguaiterna och deras blockspridning.

    Geologiska Föreningens Förhandlingar. Bind 73 Häfte 1. side 15 - 50.

Gesteinszuordnungen (0)

Fundstellen (1)

Liste aktualisieren | Anzeigeebene: 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - Alles aufklappenAktualität: 26. Sep 2014 - 10:48:28