Schweden/Örebro, Provinz/Hällefors/Grythyttan/Sjö Mine

 
 

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Sjö Mine

Steckbrief

Land

Schweden

Region

Örebro, Provinz / Hällefors / Grythyttan / Sjö Mine

GPS-Koordinaten

Sjö Mine (N 59° 50', E 15° 32')

Topographische Karte

Anfahrtsbeschreibung

Ca. 5km SO der Grythyttan-Kirche, an einer kleinen Bucht am S-Ufer des Sees Halvtron liegt die kleine aufgelassene Mn-Grube. Von G. aus fährt man zunächst gut 7,5 km auf der R 244 nach S bis zur Gehöftgruppe Lilla Krakvik ( 600-700m S der Abzweigung nach Älvestorp-Loka Brunn), auf dem man von dort nach N-NO führenden Fahrweg gelangt man nach 2,2 km an das S-Ende des Sees Ingfasten, wo man den Wagen zurückläßt. Zu Fuß gehts auf gutem Weg etwa 1,5 km weiter bis kurz vor Halvtron, durch die ein schmaler Trampelpfad nach N in den Hochwald und an den Uferhängen des Sees hinab zur Grube führt. Erneut ca. 10 min.

Aufschlussart

Geologie

Mn-reiches Kalk-Skarn-Erzvorkommen am S-Rand des Halvtron. An K-reichen Hälleflint gebunden. Der Mn-Oxid-Erzkörper (analog Langban, Jakobsberg mit As,Sb, Pb und Ba-Anteilen) liegt im dolomitischen Kalkstein. Von ihm getrennt ein eigener Hämatit-Erzkörper.

Zugangsbeschränkungen

Letzter Besuch

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

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Ausführliche Beschreibung

Die Mine ist durch den Mineralogen Igelström bekannt geworden, der hier eine Vielzahl seltener und nur hier vorkommender Arsenit-, Arsenat- und Antimonat-Mineralien fand. Allerdings hielten die wenigsten den modernen Untersuchungsmethoden als eigene Mineralienn stand. Die meisten waren bekannte Spezies oder auch Gemenge bzw. Varitäten.

Sjögruvan, in der Übersetzung "See-Mine" baute auf einer kleinen Lagerstätte. Die Paragenese ist dieselbe wie bei Langban. Der Abbau begann 1643; weitere offizielle Erwähnungen 1673 und 1698. 1697 wurde erwähnt, dass sich die Mine in 4,5 m Tiefe befindet, "wobei alles Erz überflutet ist, so dass man nicht mehr abbauen könne." Weitere Erwähnung fand die Mine im 18. Jh., dass sie aufgelassen war. Wiedereröffnung durch L. J. Igelström um 1860, der sie wegen der Selten-Erd-Mineralien betrieb, die er dort fand.

Von 1886-1889 produzierte die Mine 330.000 kg Mangan-Erze und 85.000 kg Eisen-Erz. Die Erze fanden sich in dolomitischem Carbonat-Gestein. Das Eisenerz war hauptsächlich Hämatit, das Mangan-Erz bestand aus Hausmannit, Braunit und Rhodonit.

Mineralien (Anzahl: 57)

Legende: Mineral -> anerk. Mineral; Mineral (TL) -> Mineral Typlokalität; (TL) kursiv -> Typl. vererbt aus Teilfundstelle; 'Mineral' -> kein anerk. Mineral; B -> Bilder vorh.; 5 -> Anz. Fundst. d. Region in denen das Mineral vorkommt; M -> Verweis zur Mineralseite; i -> Informationen etc.; r -> Referenzangaben; Mineral ? -> Vorkommen zweifelhaft, fragwürdig

Allaktit M
Ganophyllit M
Örebroit (TL) B M
Andradit M
Hämatit M
Pektolith M
Arseniopleit (TL) B M
Hausmannit M
Phlogopit M
Baryt M
Hedenbergit M
Piemontit M
Berzeliit M
Hedyphan M
Plumboferrit M
'Biotit' M
Hyalophan M
Pyrit M
Blei M
Inesit M
Pyrochroit M
Braunit M
Jakobsit M
Pyroxmangit M
Bustamit M
Karyinit M
Rhodonit M
Calcit M
Katoptrit M
Richterit M
Cerussit M
Kutnohorit M
Roméit M
Diopsid M
Långbanit M
Sarkinit M
Dolomit M
Magnetit M
Scheelit M
Eisenkiesel (Var. v.: Quarz) M
Malachit M
Sillimanit M
Epidot M
Manganberzeliit M
Spessartin M
Feitknechtit M
Manganit M
Sphalerit M
'Feldspat' M
Melanostibit (TL) M
Talk M
Friedelit M
Muskovit M
Tephroit M
Galenit M
Neotokit M
Tremolit M

Gesteine (Anzahl: 3)

Dolomitgestein G
Kalkstein G
Skarn G

Fossilien (Anzahl: 0)

Mineralien-Bildertabelle (2 Bilder insg.)

braune Arseniopleit-Ader in Dolomit
Aufrufe (Bild: 1240083530): 205

braune Arseniopleit-Ader in Dolomit

Größe: 65x35 mm; Fundort: Sjö Mine, Grythyttan, Västmanland, Schweden

Copyright:

Pavel Kartashov

Beitrag: slugslayer 2009-04-18

Zusatzinfo   MF 
rotes Örebröit-Korn
Aufrufe (Bild: 1208253886): 203

rotes Örebröit-Korn

Bildgröße: 3.5 x 2.5 mm; Fundort: Sjögruvan, Grythyttan, Västmanland, Schweden

Sammlung:

Pavel Kartashov

Copyright:

Pavel Kartashov

Beitrag: slugslayer 2008-04-15

Zusatzinfo   MF 

Referenz- und Quellangaben, Literatur

  • Sundius, N (1923) Grythyttefältets geologi. SGU ser C 312.
  • Tegengren, F.R. (1924) Sveriges ädlare malmer och bergverk. SGU ser Ca 17.
  • Geijer, P. and Magnusson, N.H. (1944) De mellansvenska järnmalmernas geologi. SGU ser Ca 35.
  • Palache, C., Berman, H. & Frondel, C. (1944), The System of Mineralogy of James Dwight Dana and Edward Salisbury Dana, Yale University 1837-1892, 7th. edition, Volume I: 640.
  • Palache, C., Berman, H., & Frondel, C. (1951), The System of Mineralogy of James Dwight Dana and Edward Salisbury Dana, Yale University 1837-1892, Volume II. John Wiley and Sons, Inc., New York, 7th edition, revised and enlarged, 1124 pp.: 844, 845, 857, 1025, 1030, 1041.
  • Moore, P.B. (1970) Mineralogy and Chemistry of Långban-type Deposits in Bergslagen, Sweden. Mineralogical Record: 1: 4.
  • Wilke, H-J (1976) Mineralfundstellen in Skandinavien. München.
  • Mineralium Deposita: 36(7): 641-657.
  • http://www.geonord.org/langban/sjo_eng.htm

Einordnung