Schweden/Västmanland, Provinz/Sala/Silbergruben

 
 

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Silbergruben

Steckbrief

Land

Schweden

Region

Västmanland, Provinz / Sala / Silbergruben

GPS-Koordinaten

Silbergruben (N 59° 54' 28", E 16° 34' 44")

Topographische Karte

Anfahrtsbeschreibung

Sala liegt 120 Km NW von Stockholm. Die gut erhaltenen Anlagen der "Sala Gruva" (Storgruva) im SW der Stadt an der R 67 und im O der R 256 sind von beiden Straßen her gut zu erreichen. Die Glasgruvan liegt in einem kleinen Waldstück an der R 67, ca. 400m S des Parkplatzes an der S Zufahrt zur Sala Gruva (N des Weges nach Hammarby).

Aufschlussart

Besucher-Bergwerke (aufgelassen). Halden.

Geologie

Grundgebirge um Sala besteht aus grobkörnigem weiß- dunkelgrauem und rötlichem Carbonat-Gestein, meist porphyrischen Hälleflinten, dunkelgrauem Quarzitporphyr, graubräunlichem Granophyr und rötlichem Granit.

Die Sulfiderz-Gruben lagen in einem Dolomit-Stock. Die Erzzone hatte eine Länge von 800m und eine Breite von 100m. Erz wurde bis zu einer Tiefe von 300m abgebaut. Erzlager ist von bedeutenden Skarnmassen begleitet.

Zugangsbeschränkungen

Letzter Besuch

Wichtig: Vor dem Betreten dieser wie auch anderer Fundstellen sollte eine Genehmigung des Betreibers bzw. Besitzers eingeholt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass während des Besuches der Fundstelle die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und eingehalten werden.

Weitere Funktionen

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Ausführliche Beschreibung

Bedeutendste schwedische Silber-Grube. Gustav Wasa nannte sie "Schatzkammer des schwedischen Reiches" und Karl XI "mein schönstes Kleinod". Die Stadt ist deshalb eine bedeutende Touristenattraktion.

Abbau-Zeit von 1480(?) bis 1908. Verglichen mit Falun ist sie nur national bedeutend. Das Silbererz war außergewöhnlich Ag-reicher Galenit mit bis zu 4% Ag. Sphalerit war das andere wichtige Fördergut. In der 400-jährigen Förderzeit wurden aus 30.000t Blei 500t Silber gewonnen. Davon 2/3 aus Galenit und 1/3 aus Akanthit. Gediegen Silber und Silberamalgam kamen nur selten vor.

Fundmöglichkeiten: Auf den zahlreichen und ausgedehnten Halden trifft man immer noch viele der angegebenen Mineralarten an. Sulfide und Skarnminerale sind leicht zu finden. Der berühmte "Salit" kann auf der Halde der Glasgruvan gefunden werden. Besuchergerechte Spazierwege erleichtern die Orientierung und die Information. Sehenswert die alten Grubengebäude, das Museum m it umfangreicher Gesteins- und Mineralien-Sammlung, die teils gewaltigen Abbaue und das kunstvoll angelegte Wassersystem. "Anfarten" in der Nähe des Königin Christina Schachtes. Man kann hinunter zur 40- und 60m- Sohle steigen.

Mineralien (Anzahl: 83)

Legende: Mineral -> anerk. Mineral; Mineral (TL) -> Mineral Typlokalität; (TL) kursiv -> Typl. vererbt aus Teilfundstelle; 'Mineral' -> kein anerk. Mineral; B -> Bilder vorh.; 5 -> Anz. Fundst. d. Region in denen das Mineral vorkommt; M -> Verweis zur Mineralseite; i -> Informationen etc.; r -> Referenzangaben; Mineral ? -> Vorkommen zweifelhaft, fragwürdig

Akanthit M
Epidot M
Muskovit M
Aktinolith M
Eugenit M
Nickelin M
Alabandin M
Fluorit M
Orthoklas M
Albit M
Freibergit M
Palygorskit M
Allargentum M
Freieslebenit M
Paraschachnerit M
Amalgam (Var. v.: Quecksilber, Silber) M
Galenit M
Proustit M
Andradit M
Geokronit (TL) M
Pyrargyrit M
Anhydrit M
Gips M
Pyrit M
Antigorit M
Grossular M
Pyrrhotin M
Antimon (TL) M
Gudmundit M
Quarz M
Arsenolith M
Hämatit M
Quecksilber M
Arsenopyrit M
Hessit M
Rutil M
Baryt M
'Hornblende' M
Schachnerit M
'Biotit' M
Humit M
Scheelit M
Boulangerit M
Ilmenit M
Schörl M
Breithauptit M
Jamesonit M
Schwefel M
Calcit M
Klinochlor M
Silber M
Chalkopyrit M
Kongsbergit (Var. v.: Silber) M
Sphalerit M
Chrysotil M
Luanheit M
Stibnit M
Cinnabarit M
Magnetit M
Talk M
Cobaltit M
Malachit M
Tetraedrit M
Costibit M
Marialith M
Titanit M
Cubanit M
Massicotit M
Tremolit M
Diaphorit M
Mejonit M
Twinnit M
Diopsid M
Miargyrit M
Ullmannit M
Dolomit M
Mikroklin M
'Wollastonit' M
Dravit M
Molybdänit M
Zoisit M
Dyskrasit M
Moschellandsbergit M

Gesteine (Anzahl: 4)

Dolomitgestein G
Quarzit G
Granitporphyr G
Skarn G

Fossilien (Anzahl: 0)

Referenz- und Quellangaben, Literatur


Einordnung