Geschichtliches:
Das Erzrevier bei Kupferberg (Medenec) mit Preßnitz (Prisecnice) und Weipert (Vejprty) gehört zu den ganz frühen in Böhmen. Schriftliche Zeugnisse datieren ins 14.Jhd. (Preßnitz 1339) und dokumentieren einen bedeutenden Silber und Kupferbergbau. Die Kupferlieferungen in die Saigerhütte Grünenthal im benachbarten Sachsen waren für Letztere existenznotwendig.
Schon 1432 wurde bei Preßnitz eine Münze gegründet, die die sog. "Bremsiger" prägten.
Noch vor der Silbergewinnung aber stand die von Eisenerzen, welche die Bedeutung des Silberabbaus sogar noch überflügelte. Ende des 15.Jhd. allerdings gewichtete das Silber wieder stärker. Aus den polymetallischen Erzgängen im Skarn wurden zuerst nur die Silber- und Kupfer-Erze gewonnen, nach 1540 aber auch Kieserze mit Kupferkies und Pyrit zur Gewinnung von Kupfer- und Eisenvitriol. Und Letzteres blieb im 17.Jhd. der einzigste Zweck des Bergbaus.
Anfang des 18.Jhd. kam es wieder zu einer Belebung des Bergbaus. Aber nicht lange. Ende des 18.Jhd. waren die meisten Gruben verlassen.
Eine Renaissance des Bergbaus begann Mitte der 50er Jahre letzten Jhds. Hierbei entdeckte man neben einer Magnetit-Lagerstätte noch Uran. Nachdem man aber die Nicht-Bauwürdigkeit des Urans feststellte, wurde nur noch auf Magnetit gearbeitet. Ca.50.000t Konzentrat mit 65-67% Fe jährlich wurden hier gefördert. Ab 1982 gewann man wieder Silber und Kupfer aus Chalkopyrit.
In Preßnitz war bis zum Ende des Bergbaus der 2.Betriebspunkt des Magnetit-Abbaus.
In der Nähe sind mehrere interessante kleinere Vorkommen
- Blahunov: Grüner und dunkler Fluorit, Karneol, Chalcedon
- Hradiste: Hämatitaggregate
- Vykmanov: Bunter Fluorit mit Baryt in rotem Chalcedon
- Kovarska und Cibousov: Schutzgebiet. Früher bedeutendes Vorkommen von Jaspis und Amethyst, was man aber auch außerhalb des Schutzgebietes finden kann.
- Domasin und Petlery: Jaspis und roter Achat.
- Horni Halze: Schön strukturierter und farbiger Achat mit Hämatit und Amethyst.
- Jeleni Hora und Prisecnice: Kleine Amethyst-Adern in Hornfels.
- Mytinka: Amethyst- und Quarz-Pseudomorphosen nach Baryt.
- Ahnikov: Weißer, lila und brauner Chalcedon, grüner Aventurin, Opal.
Der Maria-Hilf-Stollen (früherer Malachit-Stolln), ein Bergwerk aus dem 16. Jhd. kann besichtigt werden. Öffnung von Juli- August Di- So 10 - 16 Uhr. Im Mai, Juni, September, Oktober samstags und Sonntags von 10 - 16 Uhr. 60 CZK, Kinder, Rentner: 30 CZK.
T. 00420732105158, KPSGOETHE@SEZNAM.CZ
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