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Rheingrabenverwerfung
emil:
Hallo, hier ist Emil
habe vor einiger Zeit ein paar Aufnahmen vom Rheingraben per Fernsehvideokamera gedreht....wollte nun wissen, wie die "Story" dieser Verwefungszone die ja bekanntlich bis Norwegen geht ihren weiteren Verlauf nimmt. Angenommen wird auch (Diskussion Prof.Franke Uni Frankfurt) das sich hier eine neue Riftzone entwickelt, mit der Folge, dass sich ein neuer Kontinent bildet bzw. Ozean.
Wer kennt diese These genauer und kann mir erklären, was für und was gegen diese These spricht ?
McSchuerf:
Hallo emil,
willkommen im Forum. :)..ich habe Dir zu Deiner Anfrage erst mal eine PM geschickt. Die Antwort liegt momentan bei mir zu Hause; bin aber zur Zeit im Büro und komme nicht dran. Dr. Kirnbauer (Geologe und Experte für Taunus und Rheingraben) hat hierzu jedenfalls wohl die meisten Veröffentlichungen geschrieben und dürfte die Antwort kennen. ;)..wenn ich die Antworte habe, zitiere ich gerne daraus. :)
Gruß Peter
smoeller:
Hallo,
Willkommen erstmal hier im Forum.
Der Rheingraben ist Teil einer Dehnungszone, die vom Golf von Lyon (Frankreich) über die burgundische Pforte (F), den Oberrheintalgraben bis zum Oslograben reicht. Es handelt sich um eine Zone der Krustendehnung. Ähnlich ist der Ostafrikanische Graben, nur dass hier der Grabenbruch schon einen Schritt weiter ist und auch bis zum Ozean gehen wird. Der Rheingraben ist im Anfangs- (Initial-) stadium stehen geblieben und wird nicht zum Ozean führen. Zumindest deuten die heutigen Daten darauf hin. Es könnte aber in der näheren oder ferneren Zukunft ein weiteres Aufreißen erfolgen.
Noch heute finden sich im Rheingraben Relativbewegungen (Absenkungen) von 1-2 mm/Jahr. Es kommt zu Erdbeben, das vernichtendste war am 18.10.1356 in Basel (Magnitude 9.0 auf der Richterskala).
Über den Vulkanismus im Kaiserstuhl kann ich dir gern weitere Infos geben, sonst empfehle ich dazu meinen Artikel hier im Lexikon.
Weitere Infos auch unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Oberrheinische_Tiefebene
http://www.oberrheingraben.de
http://www.freiburg-schwarzwald.de/geologie.htm
http://www.lgrb.uni-freiburg.de/lgrb/Produkte/schriften/online-publikationen/informationen_12
Insbesondere letzterer Link ist sehr informativ.
Ich denke, dass dies erst einmal helfen sollte. Bei weiteren Fragen stehe ich gern zur Verfügung.
Ab übermorgen und ab 3.10. bin ich jeweils für 14 Tage im Schwarzwald. Bei Interesse kann ich durchaus auch mal eine kleine Führung zum Rheingraben durchführen. Badenweiler (wäre im Oktober drin) ist ganz gut.
Glück Auf!
Smoeller
Impaktus:
Hallo Emil,
die Bildung des Rheingrabens könnte mit den Asteroideneinschlägen in Chesapeake Bay (Virginia-USA, 90km Durchmesser) und Popigai (Russland, 100km Durchmesser) in Zusammenhang stehen.
Beide sind ca. 35,5 mio Jahre alt, was sich mit dem ersten vulkanischen Maximum des Oberrheingrabens in etwa deckt.
Zumindest das Ende der zweiten vulkanischen Periode (vor 18-14 mio Jahre) könnte durch den Riesimpakt vor ca. 15,4 mio Jahren induziert worden sein.
Das ist jedoch reine Hypothese, richtig beweisen läßt sich das nicht.
Gruß
Impaktus
berthold:
Hallo,
--- Zitat ---die Bildung des Rheingrabens könnte mit den Asteroideneinschlägen in Chesapeake Bay (Virginia-USA, 90km Durchmesser) und Popigai (Russland, 100km Durchmesser) in Zusammenhang stehen. Beide sind ca. 35,5 mio Jahre alt, was sich mit dem ersten vulkanischen Maximum des Oberrheingrabens in etwa deckt.
--- Ende Zitat ---
Wer behauptet denn sowas? :o
Die meisten Vulkanite sind um die 40 Millionen Jahre alt.
Passives Rifting ist die derzeitige Lehrmeinung.
Gruß
Berthold
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