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Bitte um Hilfe bei der Bestimmung von Mineralien

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geologe:
Hallo,

Bitte nochmals bei der Bestimmung von 2 Mineralien. Vom Gottlob in Friedrichroda  stammt eine kleine Stufe die einen schwarzen Strich aufweißt. Somit würden Hämatit und Hausmannit  entfallen da diese einen roten Strich haben. In der Mineralienliste vom Gottlob würde somit nur noch Pyrolusit  in Frage kommen. Habe dieses Mineral schon oft gesehen aber nie ohne die typischen radialstrahligen Kristalle. Meine Stufe hat davon keinerlei Spuren. Die Frage wäre also ob es trotzdem Pyrolusit sein kann oder ob es ein anderes Mineral ist.
Aus Oberhof habe ich einen Rhyolith mitgebracht auf dem ein blaugrünes Mineral, mit der Härte 3 zu sehen ist. Ich vermute ein Tonmineral. Allerdings kann ich die Strichfarbe nicht genau ausmachen.
Kann mir Jemand etwas sagen?
Z:\manganmineral1.jpg

geologe:
Noch ein Bild von dem vermuteten Tonmineral. Glanz würde ich als wachsglänzend bezeichnen.
Z:\R1.jpg

MM-Bär:
Moin,
Hämatite mit hohen Anteilen an Mn-Oxiden haben schnell mal einen braunen bis schwarzen Strich, so jedenfalls einige meiner Funde aus dem Frankenwald bzw. Bayr. Vogtland. Hämatit würde ich deshalb nicht gleich ausschließen, allerdings auch nicht bestätigen!  8)

Das Bestimmen von (derben) Mn-Oxiden ist kein Zuckerschlecken, meist lasse ich diese - auch wegen der optischen Unattraktivität - am Fundort liegen  ;D

MM-Bär

grauwacke:
Hallo Geologe,

Manganoxide müssen nicht unbedingt als kristalliner Pyrolusit vorliegen, es können auch glaskopfartige bis erdige Manganomelane sein. Im positiven Fall ist es glänzender Schwarzer Glaskopf, auch als Schichten, nicht unbedingt nur kugelschalig, im weniger schönen als intensiv schwarz färbendes, erdartiges Material.
Zum grünen Mineral aus dem Rhyolith fällt mir Seladonit ein, das, was bei den Rhyolithkugeln die grünen Beläge bewirkt.

Gruß

Grauwacke

smoeller:
Hallo,

Das Manganmineral lässt sich eindeutig nur mit der Röntgendiffraktometrie bestimmen. Könnte Pyrolusit, Manganomelan oder sonstwas sein. Es gibt allein in Deutschland etwa 20-30 verschiedene Manganoxidverbindungen. Könnte was neues für den Gottlob sein, weil bislang einfach noch nicht untersucht wurde. Will dir da aber keine Hoffnung machen, die Analyse ist zeit- und kostenintensiv. Habe im Moment einfach keine Zeit für Analysen irgendwelcher Erze.

Das Mineral auf Rhyolith könnte auch Chlorit sein, für Tonminerale ist 3 schon recht hart.

Glück Auf!
Smoeller

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