Hallo Grauwacke,
da, kann ich Dir in großen Teilen zustimmen. Nur sollte nicht der Eindruck (Varietäten) entstehen Astrophyllit, Zirkophyllit und Kupoletskit würden Mischreihen bilden, können sie auch nicht - da unterschiedliche Gitter. Zweifelsohne ist eine große Ähnlichkeit vorhanden, aber Zr muss im Astrophyllit als gelegentliche, geringe diadoche Verunreinigung betrachtet werden. Dass statt Zr ähnlich große Metallionen (Thorium und Uran) eingebaut werden können ist mir auch schon klar. Ich behaupte nur, im Astrophyllit werden das immer sehr geringe Mengen sein.
Übrigens sind chemische Analysen von "radioaktivem" Astrophyllit mit sehr viel Vorsicht zu betrachten. So gehen die (im Klockmann auch genannten) radioaktiven Höfe (Halos) im Astrophyllit auf radioaktive Fremdmineraleinschlüsse zurück, die Strahlung kommt also nicht vom Astrophyllit selbst. Auch ist es mit dem von Dir erwähnten Columbit ähnlich. Im "radioaktiven" Columbit (etwa von Hagendorf) sind (epitaktisch) winzige, selten auch mm-große, Uraninitkristalle eingewachsen, die führen dazu, dass der Zähler pfeift.
Gruß
Berthold
PS: Nachtrag: "Ein Th- und U-Gehalt macht den Zirkon zum Hauptträger der Radioaktivität in den Gesteinen", da möchte ich entschieden wiedersprechen: K-40 ist in den Gesteinen vor Radon, Uran und Thorium der Hauptträger der geogenen Radioaktivität.