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DMF - Ein Zeichen für Qualität und Ehrlichkeit ??
Ralf:
@ Berthold und Stefan
Eine Bewertung kann eigentlich nur im Nachhinein erfolgen. Man weiß ja vorher nicht, was einen erwartet. Organisatorische Auskünfte hingegen sind in diversen Börsenkalendern abgelegt. Und selbstverständlich sind Angaben, wie z.B. die Parkmöglichkeuiten für viele irrelevant, nicht jedoch z.B. für den Gehbehinderten oder älteren Mitmenschen. Denen ist´s nicht egal, ob sie einen Kilometer laufen müssen. Gastronomie gehört auch dazu, zumindest wenn sie gut gemacht und auch noch preiswert ist, z.B. in Freisen. Immerhin legen die Leute sich da mächtig ns Zeug um den Besuchern eine Freude zu bereiten. Das ist doch auch anerkennenswert. Und GPS hat auch nicht jeder.
Klar sind das keine Ko-Kriterien, drum schrieb ich ja auch von gewichteten Punkten.
Um ein Gütesiegel zu erstellen ( find ich gut ) braucht man ja eben irgendein Bewertungsschema. Im übrigen hab ich ja nur einen kleinen Teil der mir eingefallenen Kriterien aufgeschrieben. Klar gibts da eine Menge, auch die von Berthold genannten.
Das Qualitätssiegel oder was auch immer dabei rauskommen sollte, dient ja nicht nur der Orientierung der Sammler. Es kann, richtig eigesetzt, auch für den Veranstalter ein wertvoller Hinweis sein. Möglicherweise nutzt es der eine oder andere, um seine Verabstaltung zu verbessern.
In keinem Fall sollte dabei eine Art " schwarze Liste " herauskommen. Schlechte Börsen bekommen halt kein oder ein schlechteres Gütesiegel. Und was die Händler angeht kann ich nur nochmal davor warnen hier irgendeine Bewertung vorzunehmen. Loben kann man natürlich, anprangern kann nach hinten losgehen.
Also nochmal mein Angebot. Wenn mir einer sagt, wie ich wo eine Excel-Datei einfügen kann, mach ich das gerne. Uber die Inhalte kann ja gerne diskutiert werden.
Wenn nicht, auch nicht schlimm, dann lassen wir´s halt.
Gruß
Ralf
P.S. Ich freu mich schon auf Hamburg. Werde den DMF-Stand sicher des öfteren aufsuchen.
Geomaxx:
Hier mal die Antwort von einem, dem die Münchner Börse seit ca. 3 Jahren so gewaltig auf den S... geht, daß er halt einfach nicht mehr hingeht
Hallo alle,
erstmal find ich's gut, daß sich viele Sammler über die permanenten Betrügereien einzelner Händler aufregen und gewillt sind, was dagegen zu tun.
Punkt 1:
Meiner Rechtsauffassung nach ist für Händlertätigkeiten mit nachgewiesen betrügerischer Absicht immer noch unser gutes altes Strafgesetzbuch anhängig. Hier ist es also, nach dem Papier zumindest, ein Leichtes, dageben einzuschreiten. Wohl gemerkt: "auf dem Papier".
Punkt 2:
Verantwortlich für die Händlergeschäfte ist meiner persönlichen Rechtsauffassung nach der Veranstalter der Börse, das heißt, der Veranstalter trägt die Verantwortung für das gute Geschäftsgebaren seiner Händler. Ob ich mit meiner Rechtsauffassung richtig liege, weiß ich allerdings nicht, möglicherweise steht in den Händlerverträgen von Börsenveranstaltern mit ihren Ausstellern ja was ganz anderes...
Punkt 3 Folgerung
Wenn einem Sammler betrügerische Machenschaften an den Ständen auffallen, ist der Veranstalter zu informieren, ggf. die Polizei einzuschalten, um den Straftatbestand auzuräumen (d.h. die gefäschte Ware komplett sicherzustellen, ggf. den Stand zu schließen etc.)
Punkt 4 Knackpunkte, an denen Punkt 3 scheitern wird
Der Veranstalter der Börse in München hat jedes Jahr eine enorme Quadratmeteranzahl an Hallenfläche zu füllen, weil es halt mal sehr viele Leute gibt, die sich die Messe anschauen und die's ganz o.k. finden, mal einen Trilobiten aus geformeter Kamelscheiße oder kleingehäckselten Bleiglanz in sonst unansehnlichen Quarzdrusen zu kaufen. Wenn so konsequent gegen Betrug vorgegangen würde wie in Punkt 3 beschrieben, wären schätzungsweise 40 % der Händlerstände geschlossen und der zähfliessende Besucherstrom drängt sich vor den wenigen übriggebliebenen weißen Schafen. Das liegt nicht im Interesse des Veranstalters.
Die netten nordafrikanischen, osteuropäischen und fernöstlichen Tandkrämer wissen von diesem Umstand der wissentlichen Straftatduldung vermutlich ganz genau und können sich weiter auf den DMF-Börsen tummeln
Punkt 5 Was kann man tun?
5.1 Nicht mehr auf die Börse gehen (schade eigentlich, denn es gibt ja noch die 60% weißen Schafe mit manchmal ganz ansprechendem Angebot)
5.2 Jeder Sammler tritt dem Veranstalter so massiv auf die Beine, gegen Betrüger vorzugehen, im Ernstfall bis die Polizei einschreitet (aber welcher Sammler macht das denn wirklich?) Hierbei hätten die zahlreichen Mitglieder dieses Forums wirklich die Masse und Klasse, diesen Betrügern auf die Pelle zu rücken
Punkt 6
...oder sind wir alle nur profi-e-mail-schreiber und couchpotatoes ???
Grüße von
GEOMAXX
berthold:
Hallo Geomaxx,
zu Punkt 1) "ein Leichtes" ist das sicher nicht. Ich bin der Meinung, dass z.B. ölen von Fluorit Betrugsversuch ist, der Chinese erklärt, dass das alle machen ("branchenüblich") und dass man so die Farbe besser sieht. Und was dann?
zu Punkt 2) nein, verantwortlich für sein Angebot ist immer noch der Händler selbst. Dem Veranstalter kommt eine gewisse Mitverantwortung zu, wenn er wissentlich nicht einschreitet - aber dazu müsste die Sachlage erstmal wirklich eindeutig sein, sonst macht kein Veranstalter was. Hat ja unter Umständen einen Rattenschwanz von Gegenklagen (Schadensersatz, üble Nachrede, Geschäftsschädigung) hinten dran, welcher Veranstalter möchte das schon riskieren.
Und Du hast Recht, Punkt drei wird nichts nutzen, aber nicht nur, weil die Veranstalter volle Hallen haben wollen/müssen, nein, auch weil nicht genügend Rechtssicherheit da ist.
Da wären wir wieder am Punkt, was ist zu tun:
- Ja, Beschwerde beim DMF, der darf einfach solche Machenschaften nicht "empfehlen".
- Ja, Beschwerde beim Veranstalter, der soll sich nicht rausreden können, er hätte nichts gewusst.
@alle
Nun hätte ich noch eine Idee, nur mal so in den Raum gestellt: Man könnte doch eine Reihe von Richtlinien aufstellen (Auszeichnungspflicht, zwingende Hinweise auf Behandlung, Bestrahlung, Klebemontagen usw.), die man den Veranstaltern von Börsen gibt. Nur wenn der Veranstalter diese Richtlinien rechtswirksam in seine Aussteller-Verträge reinschreibt darf er mit einem "Mineralienatlas-empfohlen"-Logo werben (und wird auf unseren Seiten mit Logo, Link usw. herausgehoben). Nachdem alles, was nichts kostet auch nichts wert ist, würde ich eine Berbeitungsgebühr (50 Euro ?) zugunsten des Mineralienatlas erheben.
Gruß
Berthold
wolfi:
Servus alle,
mit dem Vorschlag von Berthold könnte ich mich schon eher anfreunden. Konkret gesagt, der Vorschlag ist hervorragend!
Die Zusammenarbeit mit den Veranstaltern, die dann auch noch Kohle in die Kasse bringt. Was will man mehr? Wenn dann auch noch die Veranstalter mitmachen, wäre das eine Super Sache!
Servus + Glück auf
Wolfi
Ralf:
Hallo Berthold,
gute Idee. leider aber zu spät. Die von Dir zu Recht geforderten Punkte stehen bereits heute in den Börsenrichtlinien zumindest der großen Veranstalter wie München oder Hamburg. Nutzen tut es aber nix, da man dort seine eigenen Richtlinien nicht kontrolliert.
Ausnahme: Das Rauchverbot in München wird durch eine Schar Securitys ( das sind die mit der blauen Uniform und dem wichtigen Gesichtsausdruck ) kontrolliert und auch durchgesetzt. Ich würde mir gleiches in puncto Fälschungen wünschen.
Ralf
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