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Strunz-Systematik

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Uwe Kolitsch:
"... and Classification (CNMNC) "
Diese IMA Commission vergibt keine Nummern (außer IMA-Nummern ;-) und hat das auch nie getan.
Allerdings versucht sie, oft extrem komplexe Mineralfamilien, -gruppen, -reihen zu klassifizieren (z.B. Eudialyte,, Amphibole und Epidotgruppe).

Hartmut:
Hallöle zusammen,

nach unendlich vielen Jahren der Karteikarten-Wirtschaft habe ich mir für diesen Winter fest vorgenommen endlich meine Sammlung elektronisch in einer Datenbank zu erfassen. Da ich keine fertiges Produkt kaufen möchte, mache ich mir zur Zeit Gedanken, wie die DB aufgebaut werden soll.

Für die Mineralien-Tabelle kam mir der glorreiche Gedanke, die Mineralien gleich nach der neuen Strunz-Systematik zu erfassen und diese als Primärschlüssel zu verwenden.  Aber wie Stollentroll bereits angemerkt hat: die Strunz-Systematik erfasst nur Gruppen und Reihen und keine einzelnen Mineralarten. Um einen eindeutigen Schlüssel zu erhalten muss ich also die Strunz-Nummern irgendwie erweitern, aber wie? Hier im Mineralienatlas oder bei Mindat werden nochmals 2-stellige Zahlen an die (alte) Systematik-Nummer gehängt. Nur das System verstehe ich nicht. Die Gruppe I/A.01 enthält z. B. 1/A.01-10 Kupfer, I/A.01-20 Silber, I/A.01-40 Gold usw. Aber was ist mit der Nummer I/A.01-30? Warum wurde die nicht vergeben? Warum hat Hunchunit die laufende Nummer 68 und nicht 67, oder 66? Kann mir das jemand erklären?

Und noch eine Frage:  was ist mit allen Mineralarten die seit Erscheinen der neuen Strunz-Systematik erschienen sind? Wer macht die Einordnung in das System? Macht das der Autor der das Mineral publiziert? Oder muss man auf die nächste Auflage des Strunz warten?

Danke für Eure Antworten!

Viele Grüße

Hartmut

stollentroll:
Diese Nummerierung ist ja schon einige Jahre alt, und innerhalb einer Gruppe wurden die Minerale erstmal mit 10er-Nummern versehen um Platz zu haben, wenn dazwischen etwas neues dazu kommt.

Die Gruppe I/A.01 enthält z. B. 1/A.01-10 Kupfer, I/A.01-20 Silber, I/A.01-40 Gold usw. Aber was ist mit der Nummer I/A.01-30? Warum wurde die nicht vergeben?
Das ist eine gute Frage, die nur die Erfinder dieser Nummerierung beantworten können. Denkbar wäre vielleicht, dass die Nummer 30 ursprünglich für Elektrum vorgesehen war, da Elektrum als Legierung aus Silber und Gold aber kein eigenständiges Mineral ist, fiel es weg, aber die Lücke blieb. Ist aber nur eine Spekulation von mir.

Warum hat Hunchunit die laufende Nummer 68 und nicht 67, oder 66? Kann mir das jemand erklären?
Die 65 gibt es vermutlich schon. Ob nun 68 oder 67, ist reine Willkür, nichts anderes. Zur 65 und 70 soll noch eine Lücke bleiben, deshalb nicht die 66 oder 69.
Wenn nun zwei neue Minerale dazu kommen, die in der Systematik zwischen der 68 und der 70 stehen müssten, hat man ein Problem ......

Und noch eine Frage:  was ist mit allen Mineralarten die seit Erscheinen der neuen Strunz-Systematik erschienen sind? Wer macht die Einordnung in das System? Macht das der Autor der das Mineral publiziert?
Zum Teil machen das die Autoren, denn zu den von der IMA geforderten Angaben gehört auch verwandte Minerale. Die Autoren geben nun aber nicht an, das Mineral gehört in die Gruppe 1/AA.10 oder so, sondern es wird beschrieben als Xx-Analogon von Yyyyyy und Vertreter der Zzzzz-Reihe. Natürlich gibt es auch zahlreiche neue Minerale, zu denen es eben keine bekannten Analoga gibt, da lassen sich solche Angaben nicht machen, aber gewisse strukturelle oder chemische Beziehungen zu anderen Mineralen lassen sich meist finden und angeben. 
Die IMA macht die systematische Einordnung auch nicht, und um weiter die echte Strunz-Systematik zu haben, muss man schon auf die nächste Ausgabe warten.

Glück Auf
der Stollentroll

berthold:
Hallo,


--- Zitat ---...muss man schon auf die nächste Ausgabe warten.
--- Ende Zitat ---

Da stellt sich natürlich die grundsätzliche Frage, ob dieses System (von wem ?) überhaupt weitergeführt wird. Sind ja erstens nicht gerade kleine Fußstapfen und zweitens sehe ich Probleme mit dem Urheberrecht.

Gruß
Berthold

guefz:
Da gibt es doch bestimmt Co-Autoren, für die das Urheberrecht kein Problem sein dürfte. Sowas ist schon mit vielen technischen Standardwerken passiert, kann also so schwierig nicht sein...

Günter

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