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Müglitzgeröll

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Gerhard:
Hallo
Ende Oktober hatte ich wieder einmal die Müglitz aufgesucht,der Wasserpegel war so um die 10 cm. Und so konnte man auch mal in den
Flussauspülungen nach Schlottwitz Material suchen. Ein Brocken lockerte ich aus dem Geröll und nahm in mit ,obwohl er nicht vielversprechend
aussah. Erst nach einigen Sägeschnitten dann dieses Achatbild. Es ist mein zweiter Fund dieser Art .
Die Größe kann aus dem Raster (1cm) ermittelt werden

fassi:
HALLO Gerhard mein Freund .
Es ist schön von Dir zu lesen , schön das Du immer noch unterwegs bist .
Und einen interessanten Stein hast du wieder mal ans ufer gefischt !!

Wie ist nur die zeit vergangen , so schnell sind die jahre um .
weist Du noch unsere gemeinsamen Aktionen .. warn das schöne Erlebnisse .

ich erinnere mich gern an Dein Gesicht als wir endlich nach sovielen Nachfragen die Genehmigung bekamen uns nochmal in St.Egidien einzugraben . Und trotz aller negativ Meinungen haben wir das unverritzte Stück Primärlagerung aufgefunden .

Es wäre schön wenn wir nochmal so eine ähnliche Aktion an den Start bekommen würden!

Es Grüßt Mit Glück auf Mario !!

Garmin1978:
Hallo in die Runde!

Gibt es noch Aktivitäten in und um Schlotwitz herum? Wäre schade, wenn dieser schöne Thread zum Erliegen käme.

Glück auf,

CP

Kiru4:
Hallo Sammlerfreunde!

Ich war in den Sommerferien mit Frau und Kind an der Müglitz von Oberschlottwitz bis hinter Mühlbach, 9 h gesucht, aber leider nix Nennenswertes gefunden. Kein Amethyst, kein Achat, nur immer diese teils sehr großen Brocken von, ich nenn es, "strukturierter Quarz". Die Steine sehen aus wie der von Gerhard, nur ohne Achateinschluss. Wie nennt man diese Steine richtig?
Ich hatte den Eindruck die Müglitz ist sehr stark frequentiert. Alle verdächtigen Steine waren bereits umgedreht, teils wurden Steine aufgeschlagen. Da wunderte es uns letztendlich nicht, das wir nix finden konnten. Schön war es trotzdem, tolle Natur!

VG
Thomas

felsenmammut:
Glück Auf!

der Schlottwitzer Gangzug hat eine sehr bewegte Geschichte hinter sich. Vieles kann man an dem Quarz ablesen. Quarz wird hier vereinfachend als Sammelbegriff für die zahlreichen makro- und kryptokristallinen Varietäten (siehe https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Mineralienportrait/Quarz/Klassifikation%20der%20Quarztypen#Moderne_Klassifizierung) verwendet. Das Nebengestein ist im unteren (nördlichen) Abschnitt vor allem Gneis und Glimmerschiefer. im südlicheren Abschnitt kommen Rhyolithe und untergeordnet basaltische Gesteine dazu. In der Nähe des Ganges sind die Nebengesteine stellenweise stark alteriert und silifiziert bis hin zur vollständigen Verquarzung. Alteration beginnt hier mit der Zersetzung der Feldspäte, manchmal folgen dann auch die Glimmer. Bei der Zersetzung bleibt meist was Toniges zurück. Bei der Silifizierung werden diese tonigen Bestandteile auch noch abgeführt und Quarz nimmt deren Platz ein. Manchmal erkennt man noch ein Reliktgefüge von dem ursprünglich vorhandenen Gestein. Die Gesteine sind in der Nähe des Ganges stellenweise auch intensiv brekziiert worden, so dass man völlig regellos orientierte Bruchstücke oder eben deren Relikte vorfindet.
Zeitweise wurden Minerale wie Baryt, Fluorit, Calcit und Andere gebildet und später wieder weggelöst. Doch wurden deren Kristallformen durch Quarz fixiert. Bei der fortschreitenden Pseudomorphisierung wird immer mehr Quarz gebildet und die anderen Minerale werden aufgelöst und abgeführt. Dies geschieht zum Teil zeitlich versetzt, so dass der Quarz frei in Hohlräumen kristallisieren kann, die ursprünglich mit anderer Mineralsubstanz gefüllt waren.
Diese oben genannten Prozesse liefen wiederholt aber auch zeitgleich mit einer starken tektonischen Bewegung ab. Dabei wurden Gangmaterial und Nebengestein immer wieder brekziiert. Die chemischen/mineralischen Umwandlungsprozesse gingen dann an den Bruchstücken weiter.
Es lässt sich nicht immer an einem einzelnen Stück die Entwicklungsgeschichte rekonstruieren. Wenn man viele Stücke betrachtet, zeichnet sich aber ein Gesamtbild ab. Die Quarze, wie von Gerhard gezeigt, sind durch zahlreiche Pseudomorphoseprozesse entstanden. Brekziierung ist häufig mit enthalten. Pseudomorphosenquarz ist eine brauchbar treffende Bezeichnung, die von vielen Sammlern verwendet und verstanden wird.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

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