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Autor Thema: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.  (Gelesen 102870 mal)

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Offline UlrichW

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Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
« Antwort #60 am: 19 Dec 06, 22:32 »
Abend @ all !  8)

also ich finde, wenn man einer Käufer für seine Stufe findet, kann der Preis nicht zu hoch sein.
denn schließlich zwingt niemanden einen eine Stufe zu kaufen, für welchen Preis auch immer !

Glück Auf
Volker


Hallo Volker,

Recht hast Du, keine Frage. Aber geht es Dir nicht oft auch so, wenn Du über die Börsen schlenderst, daß Du Dir laufend an die Stirn tippst und nachher Kopfschmerzen davon hast.

Es ist nicht so, daß jeder der hier diskutiert sich die Topstufen leisten kann oder will. Es geht vielmehr darum, daß Menschen mit einem gewissen Rechtsempfinden, zwar teure Preise akzeptieren können, nicht aber den dauernden Versuch beschis..en zu werden. Das scheint sich in der Volksmentalität langsam einzubürgern. Es geht nicht mehr um ein faires miteinander, um einen fairen Wettstreit um Kunden und Käufer, es geht vielfach nur noch um Abzocke. Wohlbemerkt reden wir hier nicht um Top-Ware, sondern um höchstens Mittelklasse, meist sogar um viel viel weniger Qualitatives. Allein die Anwesenheit eines Kristalls scheint die Preisfantasien zu beflügeln. Das dabei die Unerfahrenen auf der Strecke bleiben wird einfach beiseite geschoben.

Diese Preisinflation spiegelt sich auch in anderen Bereichen unseres Hobbies wieder. Ich denke, geht man mal weg von der reinen Sicht auf "Ich will haben" und "zu teuer" hin zu den Gründen, warum unser Hobby stagniert, dann zeigen die Preise halt doch wieder typische und jahrelang tolerierte Verhaltensmuster auf.

Hier regen sich ja nicht die Leute auf, denen der Preis egal ist, sondern genau die, die langsam aber sicher aus dem Hobby gedrängt werden und es zugleich nicht verstehen, die neuen Freiräume zu nutzen.  Im Geschäft um die "Materialbeschaffung" geht das noch relativ einfach, aber bei der aktiven Feldarbeit haben es Raffgier und Rücksichtslosigkeit schon soweit gebracht, daß für viele der Zugang zu Fundstellen fast unmöglich ist, jedenfalls nicht unter Rücksichtnahme auf die gute Erziehung. Im besten Falle dürfen sie sich an den Krumen laben! Das ist nicht das, was ich unter Amateurtmineralogie als Hobby verstehe.

Die Erfahrenen unter uns haben sich schon längst neue "Arbeitsgebiete" gesucht und halten fleissig den Schnabel. Nochmal wollen sie  nicht erleben wie ihre neuen Gebiete von Raffgeiern überrannt werden oder von Banausen zunichte gemacht werden. So wird Gebiet um Gebiet sozusagen als "Claim" abgesteckt und verteidigt.  Eifel-Mafia und Clara-Mafia sind schon lange keine lokalen Begriffe mehr, daß weis heute jeder in Europa was da abgeht. Das alles ist Zeitgeist geworden, vielleicht war er es auch immer, aber trotzdem sollte man dem begegnen. Das Resultat dieser Entwicklung ist doch, das gerade der Anfänger kaum noch eine wirkliche Chance hat in dem Hobby groß zu werden.

Die Abzockpreise spiegel das alles wieder. Ich spreche jetzt nicht über überzogene Preise, ich spreche für richtige Abzocke. Ein 2*2-Standard-Vanadinit für 35 Euro ist Abzocke, da beist die Maus keinen Faden ab. Und genau die Leute, die solche Abzocke betreiben, und aus Höflichkeit nicht genannt werden dürfen, versauen uns in der regel auch die Fundstellen. Mein Gott, wie oft habe ich frisches Material von Fundstellen gesehen, daß zu Wucherpreisen angeboten wurde mit dem Hinweis, die Fundstelle sei nun erloschen. Das war auch richtig, dafür hatten die Typen gesorgt.

Ich hoffe ich habe das richtig rüber gebracht: Es geht nicht um die Preise, das problem erledigt sich von ganz alleine, es geht um die Einstellung dahinter.

Viele Grüße
Ulrich

Ingo Löffler

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Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
« Antwort #61 am: 19 Dec 06, 23:22 »
Hallo UlrichW.,
na da hast du es mir ja richtig gegeben.Was mögliche Beleidigungen betrifft ist ja jetzt wieder gleichstand.
Warum werden meine Beiträge immer kürzer?Weil ich einfach kein langes ,in meiner unkultivierten Art gesagt,geschisse um so ein unsinniges Thema mache.Wenn mir ein Stein zu teuer ist kauf ich ihn nicht,fertig aus.Und wenn der Händler einen hohen Preis haben will ist das ok,ich muß nicht kaufen.Darüber das ein Mineral zu billig ist,darüber Diskutiert keiner das ist dann ok,Ich wette das du nicht so viel Rückrad hast,das wenn ein Händler zu billig Minerale abgibt,du ihn freiwillig den fairen Preis erstatten würdest.Wenn einer bei mir Stücke für wenig Geld ersteigert hatte,die mehr wert waren kam keiner an und hat mir mehr überwiesen.Also die Wette steht,einsatz eine Flasche guter Französischen Rotwein.Aber ich glaube du möchtest nichts mit unhöflichen und unkultivierten Menschen zu tun haben,du suchst dann lieber in meinen Texten nach Fehlern oder verbreitest wilde Theorien über mich.Aber mach nur wenn es dich befreit und du ruhig schlafen kannst,dann ist das ok.

Zietat:
Das ich so falsch liege, wie Du behauptest, wird schon alleine durch meine michkrige Sammlung, meinem national und internatiuonal fehlenden Freundeskreis und meinen Anfängerstatus nach fast 30jähriger Sammellei bestätigt. Tut mir Leid, mehr als 30 Jahre bekomme ich nicht zusammen, schuld daran sind Pappa und Mamma...die hätten es sich aber wirlich früher überlegen können!

Was willst du mir mit diesen Worten sagen,etwa zoll mir Respeckt ich bin ein alter Hase mit einer super Sammlung,oder was.Dies ist genau das aufgeblasene Verhalten was ich nicht leiden kann und was du bei anderen bemängelst.(so geschreiben in einen Beitrag weiter vorne,den ich teilweise recht gut fand) Ich verstehe nicht warum man immer damit Angibt wie lange man sammelt,soll ich in erfurcht versingken oder was.Und außerdem liegst du immer noch fasch,aber es ist nett das du dir Gedanken über meine Person machst.Übrigens habe ich dir nicht verboten Gras zu rauchen,wieso solltest du also irgendeine Erlaubnis von mir umgehen?Es ist schon interessant wie du versuchst mich lächerlich zu machen,du bist halt so eine richtige tolle Type,die anderen mit anderer Meinung und Einstellung gerne von oben herab niedermacht.Es gibt für solche Personen auch einen Namen den ich aber nicht aufschreibe,nö.So und nun hau wieder zurück,damit die anderen was davon haben.

Gruß vom nicht Arroganten
Calciteminer




Ingo Löffler

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Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
« Antwort #62 am: 19 Dec 06, 23:29 »
Hallo UlrichW.,
mit deinen letzten Beitrag kommen wir uns ein ganzes Stück näher.So hättest du es gleich am Anfang schreiben können dann währe es nicht dazu gekommen.Aber ich bin mir nun mal für keinen Streit zu schade.

Calciteminer

Offline Harjo

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Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
« Antwort #63 am: 20 Dec 06, 00:48 »
Beifall Ingo, genau deiner meineung!
Und Ullrich, wenn Du die preisinflation so gut bemerkt hast hattest Du besser dein geld auf die Borse investiert, hattest Du innerhalb  einandhalb Jahre dein Geld verdoppelt und auch die beliebte teuere Stufen kaufen konnen ;)
Geh doch mal raus und sucht schone steine anstatt hier uber so ein unsinniges Thema herum zu treiben, wie Ich schon am anfang gesagt habe (und viele mit mir), ist halt Marktwirkung, take it or leave it, basta!
Gehst Du auch zum verkaufer in der Mercedes Garage und sagst Du ihm das die Auto's viel zu teuer sind.........der wird lacheln und sagt Du solst vieleicht besser zum Kia dealer gehen.....und das hat nichts zu tun mit qualitat!
OK you had this one coming, Gouda Imperium bwaa......

Gruss

Harjo
 

MM-Bär

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Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
« Antwort #64 am: 20 Dec 06, 09:01 »
Geh doch mal raus und sucht schone steine anstatt hier uber so ein unsinniges Thema herum zu treiben

Moin,
bewahre, Nein, das ist kein unsinniges Thema: Was UlrichW so "blumig" darstellt, ist für unser Hobby elementar geworden - leider. Die Abzocke im Mineralienhandel ist nur ein Aspekt, an welchem Du die derzeitige Lage im Gelände und in den Köpfen vieler Sammler festmachen kannst.

MM-Bär (der sich seinem neuen "Arbeitsgebiet" widmen möchte)

Offline Harjo

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Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
« Antwort #65 am: 20 Dec 06, 09:11 »
Mit unsinnig meine ich das sich da doch uberhaupt nichts andern last.

Grusse

Harjo

MM-Bär

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Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
« Antwort #66 am: 20 Dec 06, 09:16 »
Moin Harjo,
aha, na dann ist es klarer.
Aber ändern lässt sich da wohl Vieles - es liegt nur an der Einstellung von uns Sammlern.

Beste Grüße
MM-Bär

Offline UlrichW

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Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
« Antwort #67 am: 20 Dec 06, 11:00 »
Geh doch mal raus und sucht schone steine anstatt hier uber so ein unsinniges Thema herum zu treiben

Moin,
bewahre, Nein, das ist kein unsinniges Thema: Was UlrichW so "blumig" darstellt, ist für unser Hobby elementar geworden - leider. Die Abzocke im Mineralienhandel ist nur ein Aspekt, an welchem Du die derzeitige Lage im Gelände und in den Köpfen vieler Sammler festmachen kannst.

MM-Bär (der sich seinem neuen "Arbeitsgebiet" widmen möchte)

Hi MM-Bär,

gut ausgedrückt, dafür habe ich ein paar hundert Zeilen benötigt.

Wie schon von Harjo behauptet: "Da lässt ja doch nichts dran ändern" erinnert mich fatal an die Geschichten um die Mitte des vorigen Jahrunderts. Da haben auch Millionen gesagt: Da lässt sich ja nichts dran ändern..und viele Millionen mussten Leiden. Dummerweise hat aber auch fast niemend aus solch einem Verhalten gelernt, am wenigsten die, die Leiden mussten!
Man kann vortrefflich über den Weg streiten, aber man darf, nach meiner Meinung, Grundbegriffe unserer Zivilisation niemals vergessen: Dazu gehören Rücksichtnahme, massvolle Bescheidenheit genauso wie daß man anderen zuhört und versucht seinen Standpunkt zu verstehen. Das ist heute leider komplett reziprok zum Mainstream.

Das fatale an der Sache ist, daß wenn man gegen den Mainstream argumentiert, sich viele Leute massiv auf den Schlips getreten fühlen. Das scheint daran zu liegen, daß es genau diesen Menschen schwer fällt ihr gewohntes Verhalten zu ändern und sogar Verzichtzu üben. Als Beispiel sei mal die Umweltdikussion zu nennen. Nach heutigen Umfragen ist für 70% der Bevölkerung der Umweltschutz eines der wichtigsten politischen Themen, incl. Energie sparen. 25 Jahre zurück, haben wir alle Dinge getan ohne über die Folgen nachzudenken. Erst die aufkommende Bewegung der heutigen Grünen, hat durch lange angefeindete Arbeit das Bewusstsein geändert. Im Punkte Energie sparen beispielsweise, zeigt sich der überhebliche Mainstream sehr deutlich. Sparen ist wichtig, aber das sollen mal die anderen tun, und es darf nichts kosten und muss bequem sein. Ende vom Lied: In jedem Vorgarten sind hunderte Watt an Beleuchtung und Lichtspielen installiert. Man kanns sich ja leisten! Das schlimme daran ist die Diskrepanz zwischen geäußerter Überzeugung (Energie sparen udn Umweltschutz ist wichtig) und der Handlungsweise (was solls, ich kanns mir ja leisten!).

Mineralogisch sind wir heute in den Anfangsjahren der "Grünen". So langsam wird begriffen, daß die masslose Kommerzialisierung unseres Hobbies und mehr schadet als nutzt. Erweitert man den Begriff Kommerzialisierung auf unser Hobby mit Begriffen wie Sammeln im Feld, Materialbeschaffung usw. so wird das Problem schnell klar.

Ein "blumiges" Beispiel, teilweise etwas subjektiv empfunden aber im Sinn der Wahrheit angelehnt.

Tauern, Pinzgau, vor 25 Jahren: trafen sich Sammler gab es immer ein "Berg heil" und "hast dus schon was gefunden" und "zeig mal her". Das waren noch Zeiten, obwohl gefunden hat man auch nicht wirklich mehr, jedenfalls nicht Unsereiner. Aber wir haben auf der Hütte gesessen und die Tische waren voll mit Steinen. Ein Haufen Neid, noch mehr Freude und ein gutes Dutzend Bierchen/Kehle machten viele Abende zu einem Erlebnis. Jeder sammler hat sich mit dem anderen ausgetauscht.

Wir haben auch Mineralien gekauft, aber auch dem Strahler gesagt, das die Stücke zu teuer seien. Das ging viele Jahre gut. Dann kamen immer mehr Menschen in die Tauern, auch viele, die jeden Preis beim Strahler bezahlten. Die Preise stiegen unaufhörlich, was nur zu gut zu verstehen ist. Ein großer Teil der Privatsammler haben aber auch weiterhin Mineralien gesucht. Dann kam der Nationalpark: Sammeln praktisch verboten.
Punkt a) einige auserwählte Einheimische bekamen Sondergenehmigungen, je nach Rang der Person im Ort. Viele Einheimische waren sowas von sauer, das glaubt kein Mensch.
Punkt b) es gab nun nur noch etwas von den Sondergenehmigungsstrahlern zu kaufen, alle anderen hielten ihre Funde unter der Decke.

Jetzt sassen wir wieder auf der Hütte, und alle ehemaligen Steinbegeisterten mutierten zu Blumenfreuden und Wellnesstigern. Konnte man früher durch die Ortschaften wandern und sich Sammlungen anschauen und das eine oder andere Stück kaufen, verschwanden alle "Mineralien"-Schilder von den Gartentüren.
Was war passiert?

Bei der Gründung des Nationalparks gab es drei  Argumente, die seitens der Behörden immer wieder in die Diskussion geworfen wurden:
a) Die Goldgräber rauben Schätze aus unserer Natur , dem muss Einhalt geboten werden. Es kann nicht angehen, daß Touristen wertvolle Kulturgüter aus dem Land schleppen.
    Anmerk: Das diese Touristen deutsches Kulturgut in Millionenhöhe, nämlich die DM, ins Land schleppten wurde schon als naturgegeben angenommen. Umgekehrt war dem Laien die Preissteigerung bei Mineralien aufgefallen, und wenn eine Rauchwuarzspitze schon 150 Euro wert war, wie reich sind dann die Sammler geworden.

b) Ein paar Auserwählte sollen für die Konservierung der Kulturgüter sorgen dürfen. Das diese Auserwählten zu den größten Profiteuren im Mineraliengeschäft gehörten, interessierte keinen. 
    Anmerk: Das nenne ich einen Claim abstecken und noch dazu steuerfinanziert schützen lassen.

c) Die Sammler zerschlagen Quarzbrocken auf Kuhweiden, lösen Berstürze aus und verwüsten die Landschaft.
Anmerk: Wie albern und an den Haaren hebeigezogen solch ein Argument ist, versteht jeder der einaml alpin Mineralien gesammelt hat, mit Verstand! Aber es war ein gefundenes Fressen für die Presse zur Bildung eines Mainstreams. Kärnten: Totales Sammelverbot ist eine weitere Folge. Nicht Sammelverbot am Hocharn, nein, in ganz Kärnten!

Das Resultat war, daß aus einer ehemals blühenden Mineralienregion ein Wellnessparadies mit hohem Geheimniskrämer-Faktor geworden ist. Alleine die Funde der letzten 15 Jahre hätten früher ganze Lapisjahrgänge gefüllt. Wegen Nationalpark kam darüber fast nichts in den mineralogischen Printmedien. Die Preise sind durch die Decke geschossen, da die Konkurrenz ausgeschaltet war. Trifft man heute jemand in den Bergen, versucht man das besser zu vermeiden. Ein "Berg heil" gebietet die Höflichkeit, aber Mineraliensammeln, danach fragt man lieber nicht. Mineralien sammeln ist verkommen zu einer Underground-Tätigkeit und vieles von seinem Reiz verloren. Man fühlt sich als Sammler geradezu als Aussätziger, so stark ist der Mainstream und der neid geworden. Da fühle ich mich nicht mehr wohl. Resultat: Jeder sammelt im Verborgenen und hat, etwas übertrieben gesagt, panische Ängste: Ja nicht als Sammler angesehen zu werden, das gibt Ärger!

Das sind die Auswirkungen von Verständnislosigkeit, Rücksichtslosigkeit, Raffgier, Ungeduld usw., wie auch immer und in welcher Stärke sie auftreten. Jeder von uns macht diese Fehler, aber einige versuchen sich auchj immer wieder einmal zu korrigieren. Das sind die "Grünen" unter den Sammlern!

Viele Grüße
Ulrich




Offline Harjo

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Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
« Antwort #68 am: 20 Dec 06, 11:35 »
-Klar das es sich nicht andern last, marktwirkung hat's immer gegeben, schon in die Urzeit, da wurde auch schon mehr Ware getauscht fur ein fettes stuck fleisch als fur ein mageres.
-Ich weiss aus erster hand wie Menschen gelitten haben durch die lethargie von millionen, dazu kann Ich dir nog einiges erzahlen, aber dafur ist hier nicht der platz und hat auch nichts mit die diskussion zu tun!
-In die siebziger Jahre wurde auch schon belegte Klufte leer geraubt.
-Zu dein gerede uber "Gruner" Sammler.....ein echter "Gruner" Sammler last sich die hande von triviale mineralienstufen und spendiert sein Geld an die millionen und millionen von menschen de heut zu tage leiden.

Gruss

Harjo
« Letzte Änderung: 20 Dec 06, 12:42 von Harjo »

Offline loismin

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Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
« Antwort #69 am: 20 Dec 06, 12:36 »
Hallo Uli.

Was ist nur mit dir passiert?
So verbissen und verbittert habe ich dich nicht kennengelernt.
Auch wir hatten unsere Schwierigkeiten am Anfang des Nationalparks und mußten uns andere Sammelgebiete suchen.
Aber inzwischen hat sich das schon wieder beruhigt und wir und viele andere sammeln auch ohne Schwierigkeiten
wieder in der Kernzone.
Auch in der Rauris.
Und wir brauchen uns nicht verstecken, weil wir für die Neubestimmungen sorgen und einen freundlichen Austausch
mit den Einheimischen haben.
Also nicht den Kopf in den Sand stecken und jammern wie schön  damals alles war und heute nichts mehr geht
sondern neue Wege und Möglichkeiten suchen.
Natürlich sollte man von der alles Mitnehmen Mentalität Abstand nehmen , da bin ich auch deiner Meinung !
Aber auch ich nehme mehr mit als ich brauche zum Tauschen und zum Verkaufen weil ich mir mein Hobby sonst
auch nicht so leisten könnte.
Ich bin leider kein so guter Schreiber und hoffe ,das kommt so gut gemeint rüber wie ich es dachte.

Gruß
Lois

Offline UlrichW

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Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
« Antwort #70 am: 20 Dec 06, 14:44 »
Hallo Uli.

Was ist nur mit dir passiert?
So verbissen und verbittert habe ich dich nicht kennengelernt.

Ich bin leider kein so guter Schreiber und hoffe ,das kommt so gut gemeint rüber wie ich es dachte.

Hi Lois,

keine Angst, Leuten wie Dir kann man nicht böse sein...und muss es auch nicht.
Nur kurz so zwischen uns. Leider haben wir uns lange nicht gesehen, daher ist es schwierig per Schrift zu beurteilen wie jemand drauf ist. Ich bin beileibe nicht verbittert, ich fühle mich pudelwohl in meiner mineralogischen Haut. Ich habe mir geschworen nicht mehr immer nur Ja und Amen zu sagen, sondern auch mal Nein und Kritisches. Und im Zweifelsfalle sehr Deutliches!

 
Zitat
Also nicht den Kopf in den Sand stecken und jammern wie schön  damals alles war und heute nichts mehr geht
sondern neue Wege und Möglichkeiten suchen.

Hi, mein Problem ist eher, daß ich all die Wege gar nicht gehen kann die mir offen stehen! Sammeln ist nicht das Problem, Leute zu finden, wie Du und ich, wie Geni und noch einige Andere ist ein Problem. Es werden immer weniger! Ich werde nie die schönen Tage  vergessen, die wir zusammen mit Herrn Münch, Rolf Poeverlein und wie sie alle heissen hatten. Versuch das mal hier im Norden aufzuziehen, da erlebste aber was, da sind Mentalitätsunterschiede, die sind gravierend. Interessanterweise sind die Briten, so wie ich sie kennen gelernt habe, genau von unserem Schlag. Da hab ich auch die letzten Jahre verbracht, nachdem ich zum verrecken kein griechisch lernen konnte. Ein anderes Problem von mir ist, daß ich so begeisterungsfähig bin. Kaum lese ich etwas über irgendeine Grube oder ein Land, schon acker ich mich in die Thematik rein. Und rums, sind wieder 5 jahre vergangen, und man hat die alten Sammelgebiete bös vernachlässigt. Hier im Norden ist es schwierig kostengünstig seinen Interessen nachzugehen, die Alpen zu weit weg, England auch nicht gerade billig, der schwarzwald weit weg, das Erzgebirge auch nicht gerade nah, mit der Eifelmafia hab ich menen Kampf schon ausgefochten  und Shaba und Arizona will ich mal ganz aussen vor lassen. Aber es geht, langsam, mit Geduld und vor allem mit viel viel Spass an der Sache. Du siehst, meine Birne war nie im Sand.

Zitat
Auch wir hatten unsere Schwierigkeiten am Anfang des Nationalparks und mußten uns andere Sammelgebiete suchen.
Aber inzwischen hat sich das schon wieder beruhigt und wir und viele andere sammeln auch ohne Schwierigkeiten
wieder in der Kernzone.
Auch in der Rauris.
Und wir brauchen uns nicht verstecken, weil wir für die Neubestimmungen sorgen und einen freundlichen Austausch
mit den Einheimischen haben.

Natürlich sollte man von der alles Mitnehmen Mentalität Abstand nehmen , da bin ich auch deiner Meinung !
Aber auch ich nehme mehr mit als ich brauche zum Tauschen und zum Verkaufen weil ich mir mein Hobby sonst
auch nicht so leisten könnte.

Das war von vornherein klar, daß ein Gesetz gegen die Interessen der Bürger auf Dauer aufgeweicht wird. War nur eine Frage der Zeit.  Ich habe damals schon gesagt, lass mal 15 Jahre Gras drüber wachsen, dann sieht die Welt ganz anders aus und die Berge stehen noch immer! Ich war zwar die letzten Jahre nicht mehr hochalpin unterwegs, habe aber meine Interessen nie verloren. Alpin ist nach wie vor ein Hauptschwerpunkt meiner Sammlung.

Nicht das Mitnehmen prangere ich an, sondern die ART und WEISE mit unserem Hobby umzugehen.
Mir ging es um das Thema an sich und um ein Beispiel. Ich wollte weder den Nationalpark diskutieren, noch habe ich mich getraut die Eifel oder den Schwarzwald ins Spiel zu bringen. Dann wären Hyänen scharenweise über mich hergefallen.  Es ging um die "Bebilderung" eines Versuchs eine Entwicklung aufzuzeigen. Das hat z.B. Harjo auch nicht verstanden, daß "Grüne", "III.Reich" und "Nationalpark" Metaphern sind für eine Mainstream-Handlungs- und Denkweise.
Ist man sich dieser "Massendenke" und deren herkunft und Wirkung bewusst, kann man selbst für sich gegenlenken, auch indem man den Mainstream durch Diskussionen versucht zu beeinflussen.

Kritik anbringen wird immer als Zwang zum komplett Gegensätzlichen verstanden. Da werden Sinnzusammenhänge wahllos zerrissen, Argumente aus ihrem Kontext gerissen usw, nur um etwas zu begründen, was nicht begründet werden muss Und wenn das auf zu schwachen Füssen steht, dann wird eine verbal persönliche Schärfe ins Spiel gebracht. Es geht nicht darum, um zum Thema zurückzukehren, ob die zu verkaufenden Stufen nun völlig überteuert sind, sondern darum, daß man das kritisieren darf und daß man Andere vor solchen Gebahren warnen darf. Und es geht darum zu verstehen, wie es dazu gekommen ist, daß jeder ohne Not die Preise in schwindelnde Höhen schraubt. Das sind nach meiner Meinung fehlverhalten, und die muss man anprangern. Das hat nichts mit Marktgesetzen zu tun, denn das Regulativ, das "Umsatz haben zu MÜSSEN" fehlt meistens. Es ist also egal ob ein "Nebenverdienst-Händler" verkauft oder nicht, einen Dummen wird es schon erwischen! Teuer hat nichts mit Verwerflichkeit zu tun, Abzocke und bewusste Täuschung schon! Ein Händler, der von seinem Umsatz leben muss, wird keine Abzocke betreiben, da er ganz genau weiss das es nicht lange gut geht. Die Preissteigerung bei echten Händlern ist daher auch wesentlich geringer ausgefallen als bei den "Nebenerwerbshändlern".  Ein Händler ist  teurer als ein Privatmann, keine Frage. Aber wenn Du Lois, z.B. einen Scheelit vom Sonnblick verkaufst, dann willst Du vermutlich so um die 30 Euro dafür. Ein Abzocker stellt das Teil mit markigen Sprüchen, da verblassen sogar Top-Wesselton-Diamanten gegen, ins Internet und verlangt mal eben 395 Euro, und ob er ihn verkauft oder nicht, es hält seinen Verlust in Grenzen. Wenn dann Sprüche kommen, wie z.B: "wer ihn kauft ist selber Schuld" oder "wenn Du ihn Dir nicht leisten kannst, musst Du ihn nicht kaufen", dann zeigt mir das nur, daß diese Art miteinander umzugehen extrem verroht ist. Mehr noch, man akzeptiert eine unschöne Entwicklung als was ganz natürliches. Umgedreht wird dann aber z.B. gegen Siemens gewettert, nur weil die genau das getan haben, was auch der Abzocker getan hat: Ohne Skrupel Gewinne zu maximieren, die Folgen ihres Handelns interessieren sie nicht..
Dagegen geht dieser Thread, und dafür, diese beim Namen nennen zu dürfen. Wie Du sicher bemerkt hast, habe ich immer versucht in der allgemeinen Form zu sprechen, ohne jemanden dieses oder jenes direkt vorzuwerfen. Verallgemeinerungen dienen dabei der Vereinfachung der Diskussion und setzen vorraus, daß Jeder um die Differenzierungen weis. Dann knallen Leute in den Thraed, die sofort persönlich attackieren, gerade so, als ob man sie gemeint hätte. z:B:...welche Kaffesatzleserei Du betreibst..  ..wenn Du schon Gras rauchst..., soetwas darf nicht ohne Kommentar stehen bleiben. Dem werde ich auch nicht weichen, falls Du das mit verbissen gemeint hast, hast Du recht. Frettchen?

Viele liebe Grüße ins Oberbayrische
Ulrich




Offline poon

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Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
« Antwort #71 am: 21 Dec 06, 19:41 »

hallo zusammen...

was sagt ihr zu diesem angebot bei ebay:

http://cgi.ebay.de/Genialste-Aquamarin-Stufe-Weltklasse-1-6Kg-m-Topas_W0QQitemZ260064655950QQihZ016QQcategoryZ8822QQrdZ1QQcmdZViewItem

ich habe auch schon mineralien von dem verkäufer erworben und war über dessen preise stets begeistert.

gruß daniel...

Offline TT-PP

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Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
« Antwort #72 am: 21 Dec 06, 21:07 »
Na ja, ist ja auch ein1,5 kilo-Aquamarin!!
Zugegeben der Preis ist ziemlich deftig, aber wie viel würdest du denn verlangen???
Außerdem wird der Verkäufer bei diesem Preis auf seinem Aquamarin sitzen bleiben... ;)
Gruß
peter paul
« Letzte Änderung: 21 Dec 06, 21:11 von TT-PP »

Ingo Löffler

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Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
« Antwort #73 am: 22 Dec 06, 10:30 »
Hallo UlrichW,

politisch Gesehen stehen wie uns näher als du denkst,das nur mal kurz dazu.Aber schau mal was Sammler so bereit sind zu zahlen ,das ist in meinen Augen stark übertrieben. Den Rob/oder auch anderen Händlern  ist da kein Vorwurf zu machen. Ich hoffe der Link funktioniert.
http://www.mineralauctions.com/AuctionDetails.asp?AUCTION_ID=23901
Ein Problem ist einfach,das manche glauben eine gute anspruchsvolle Mineraliensammlung innerhalb von 5 Jahren aufbauen zu können.Und dabei ist dann jedes Mittel (meist Geld) recht.Und das hängt wiederum mit der heutigen Mentalität zusammen,das alles gleich und sofort sein muß.Dabei verlieren viele,nicht nur Sammler,das nötige Augenmaß und die entsprechende "Weitsichtigkeit".Es entsteht eine Lebenseinstellung die dann nicht auf Nachhaltigkeit begründet ist sondern auf Gier und Geiz .Schau dir mal den Altersdurchnitt der jenigen an,die du da meist,nicht nur im Mineralbereich.

Gruß Calciteminer

Offline berthold

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Re: Mineralienpreise. Oftmals viel zu hoch.
« Antwort #74 am: 22 Dec 06, 11:47 »
Hallo,

zu dem Link/Angebot: Ein (altes) tolles, unbeschädigtes Stück, ist in dieser Qualität und Größe in München kaum billiger zu bekommen. Aber auf der anderen Seite natürlich auch kein Schnäppchen.

Gruß
Berthold