Mineralien / Minerals / Minerales > Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals
Mineralien einer Blei-Zink-Grube im Bergischen Land (Teil 1)
MichaelP:
Hallo Leute,
vor ein paar Wochen habe ich mir ein Mikroskop geleistet und damit meine Sammelleidenschaft wieder geweckt.
Alle gesammelten Stücke einer Blei-Zink-Grube im Bergischen Land habe ich genau untersucht und viele interessante
Mineralien entdeckt. Die sind allerdings so klein, dass physikalische (Strich, Härte) und chemische Analysen nicht möglich sind.
Ich hoffe auf eure Hilfe bei der Bestimmung.
Den genauen Fundort habe ich absichtlich nicht genannt, denn die Grube ist bisher kaum besucht worden, und da sie im Naturschutzgebiet liegt, soll das auch so bleiben. Bei Bekanntgabe des Fundortes fürchte ich, dass das Gebiet bald wie eine Kraterlandschaft aussieht, wie man es von anderen Fundstellen auch kennt. Ich hoffe, das ist so für euch in Ordnung.
Der Name der Bilddatei enthält am Ende die jeweilige Vergrößerung.
Teil 1 meiner Funde ist eine Siderit-Stufe, auf der andere Mineralien aufgewachsen sind.
Kristalle wie in Bild 1 und Bild 2 findet man auf der Stufe einige Dutzend Mal
Bild 3 sieht ohne Mikroskop wie ein weißer Belag aus
Bild 4 was gediegenes neben einem unbekannten Kristall
kraukl:
Hi,
ich vermute:
Bild 1 - angelaufener Pyrit
Bild2 - entweder angelaufener Pyrit oder Sphalerit (nicht klar erkennbar)
Bild3 - Cerussit
Bild4 - muss ich passen.....
Glückauf
Klaus
smoeller:
Hallo,
Bei den ersten drei würde ich mich kraukl anschließen. Bild 1+2 könnte aber auch Chalkopyrit sein.
Beim vierten würde ich auf eine Pseudomorphose von Goethit nach Chalkopyrit tippen.
Glück Auf!
Smoeller
Philip Blümner:
Bei Bild 4 tippe ich auf Kupfer oder Silber bzgl. des Gediegenen.
MichaelP:
Ich konnte an einem beschädigten Kristall der Sorte von Bild1 und Bild2 mit einem Härtestift die Härte unter dem Mikroskop bestimmen.
Der Stift mit der Härte 4 hat kaum sichtbare Spuren, der Stift mit der Härte 5 deutliche Spuren hinterlassen. Das Mineral dürfte also die Härte 3,5 bis 4 haben. Das abgekratzte Material sieht grünlichschwarz aus. Härte und Strich passen damit zu Chalkopyrit.
Sphalerit von dem Fundort sieht anders aus.
Im Anhang nochmal ein intakter (Bild1) und ein beschädigter (Bild2) Kristall von vermutlich Chalkopyrit.
Bild3 zeigt den dort gefundenen Spalerit. Hat jemand eine Ahnung, was das weiße Zeug auf Bild3 ist, mit dem Sphalerit und Galenit-Kristalle auf dieser Stufe überwachsen sind ? Es ist unter HCl nicht löslich. Gibt es eine Möglichkeit, das zu entfernen ?
Da das Gediegene aus der ersten Mail zusammen mit Chalkopyrit auf der Stufe vorkommt, vermute ich, dass es ged. Kupfer ist.
Gibt es eine Möglichkeit, die Oxydationsschicht vom Kupfer zu entfernen, ohne die Matrix (Siderit) zu beschädigen ?
Dann könnte man ja deutlich sehen, ob es Kupfer oder doch Silber ist.
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