Heptranchias Rainesque 1810
Synonyme:
Heptanchus Müller & Henle 1839
Squalus Gmelin 1798
Arten:
Heptranchias howellii Reed,1946
Heptranchias perlo (=cinereus) Bonaterre,1788
Allgemeines:
Diese Gattung kann leider nur sehr selten in den Aufschlüssen nachgewiesen werden! Vergleiche zur einzigen heute
lebenden Art Heptranchias perlo Bonnaterre,1788 erklären aufgrund seiner Lebensweise diesen Umstand.Als Grundhai
größere Tiefen (bis 500 m) konnten seine Reste nur selten fossil überliefert werden,da es sich bei den meisten Fossillagerstätten
um Ablagerungen des küstennahen Flachmeerbereichen handelt.Heptranchias perlo kommt fast weltweit in tropischen
und suptropischen,seltener in warmtemperierten Meeren vor.Es handelt sich um einen mit einer Größe von knapp 1,4 m
um einen relativ kleinen Vertreter der Hexanchiden.Seine Nahrung besteht hauptsächlich aus Fischen und Tintenfischen.
Als sehr ursprüngliches Merkmal kann man die 7 Kiemenspalten ansehen,die er nur noch mit der Gattung Notorhynchus AYRES 1855
teilt.
Evolution:
In verschiedener Literatur wird angegeben ,das diese Gattung schon in der Kreide (Maastricht) nachgewiesen werden konnte!
Exemplare aus der Kreide von Hornby Island Kanada gehören mit Sicherheit nicht dieser Gattung an,obwohl sie von amerikanischen
bzw.kanadischen Sammlern so bestimmt wurden.Sammler aus Deutschland vermuten schon sehr lange,das diese Zähne eher zur Gattung
Weltonia WARD 1979 gestellt werden müßten.Die ersten sicher bestimmbaren Zähne,stammen aus dem Paläozän von Dänemark die sehr
gut mit der von Reed 1946 beschriebenen Art H.howellii übereinstimmen.Diese Art konnte bis in das ob.Eozän nachgewiesen werden.
Im Oligozän Venezuelas beschrieb Leriche die Art Heptranchias tenuidens,diese Art ist sehr umstritten! Ab dem Miozän konnte die heutige
Art Hepranchias perlo u.a. in Italien bei Parma gefunden werden.
Zahnbeschreibung:(nach Cappetta)
Auf jeder Kieferhälfte gibt es bis zu 5 Reihen Zähne von abnehmender Größe (bis zu 1,5 cm breit).Diese Zähne sind sehr dünn und zeigen eine hervorgehobene
Hauptspitze,die sehr ausgeprägten Zacken auf der vorderen Schneidekante aufweist,welche vorne nach hinten an Größe zunehmen.Hinter der Hauptspitze gibt es 5-7 Nebenspitzen;zuerst größenmäßig nach hinten zunehmend,dann wieder abnehmend.Diese Nebenspitzen sind deutlich kleiner als die Hauptspitze.Die Wurzel ungefähr rechteckig,mit einer geradliniegen Basalkante, einer konkaven vorderen und einer s-förmigen hinteren Kante.Es gibt 10-12 reduzierte Reihen.Im Oberkiefer gibt es keine Symphysenreihe.Die zwei vorderen Reihen haben eine ziemlich stark zurückgebogene Spitze.Die Spitze ist schmal,lang und dünn und hat einen deutlichen s-förmigen Umriß (Verwechslung mit Symphysenzahn von Hemipristis serra!).Die Wurzel ist niedrig und flach.Es gibt 7-8 seitliche Reihen von deutlich größer als die der folgenden Reihen.Vor der gut entwickelten Hauptspitze befindet sich ein Vorsprung,der 1-3 niedrige Zacken trägt,die nach hinten gebogen sind.Die hintere Schneidekante der Hauptspitze ist auf den oberen Teil beschränkt.Die Wurzel ist flach und niedrig.