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Autor Thema: Euer kuriosestes Sammelerlebnis  (Gelesen 52056 mal)

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Reaktor

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Re: Euer kuriosestes Sammelerlebnis
« Antwort #30 am: 01 Feb 07, 15:20 »
Kurios war bei mir fast das ganze Jahr 2006 - von den paar Exkursionen die ich geplant hab hatte ich 5 (!) mal Treibjagden in dem interessanten Gebiet  ::)
Immer in anderen Gebieten und zu unterschiedlichen Jahreszeiten und besonders ärgerlich wenn man über 100km unterwegs ist für nichts.

Das "Beste" war allerdings im Harz: vom Kloster Michaelstein erst zur Höhlenkirche Volkmarskeller und dann in der Nähe Altbergbau anschauen. So war es zumindest geplant. Nach über einer Stunde Wanderung war dann keine 20m vor der Höhlenkirche der Waldweg wegen Treibjagd gesperrt ...

Soviel zum Thema Glück ;)

Offline Kilo

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Re: Euer kuriosestes Sammelerlebnis
« Antwort #31 am: 02 Feb 07, 07:53 »
@steinjäger:
Hast recht es ist Stilbit. Auf der Oberurseler Börse hat TKMineral meine letzten Zweifel beseitigt, danke dafür.
Gruß Kilo

Offline Maulwurf

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Re: Euer kuriosestes Sammelerlebnis
« Antwort #32 am: 02 Feb 07, 19:16 »
Glück Auf ,
ich habe da zwei Geschichten im Angebot.

Nr.1
Im Frühjahr 2003 ging es mit der Jugendgruppe vom Verein zur Caspari bei Arnsberg, vor der Tour rief der Jugendleiter an und sagte, dass wir nur kleines Werkzeug mitnehmen sollten, was nicht so aus dem Rucksack rausguckt, damit wir kein unnötiges Aufsehen erregen. Gesagt, getan, auch sind wir (der Jugendgruppenleiter hatte sich vorher schlau gemacht wo ungefähr der "Grünrock" wohnt) so nach Uentrop reingefahren, dass wir nicht beim Förster vorm Haus durchs Dorf gefahren sind. Als wir aber an der Halde waren dauerte es keine halbe Stunde bis der Förster laut schimpfend  erschien.
An dieser Geschichte kann man folgendes erkennen:
1. Wir sind in Deutschland, wo das Verpetzen  lange Tradition hat.
2. Keine Planung kann sorgfältig genug sein um dem Kommando "Wachsamer Nachbar" zu vorzubeugen.
3. Das nächste Mal nicht in einer Kolonne am frühen Sonntag Morgen in Richtung Caspari fahren, sondern lieber noch unauffälliger sein.


Nr.2
Ein Sammelkamerad und ich wollten unterhalb des Plöger Steinbruchs in Velbert sehen ob es dort alte Halden gibt, welche noch nicht mit Müll bedeckt sind. Wir hatten schon gehört das dort die Fundaussichten gleich null sind und allerhöchstens Belegstücke zu erwarten sind, aber weil wir gerade vorher einen ziemlich derben Rausschmiss von der Halde der Grube Josephine "genossen" hatten, und es noch früh war, machten wir uns also auf den Weg. Nach einiger Zeit stießen wir auf einen ziemlich großen Felsbrocken, auf welchem von außen einige Quarze zu sehen waren. Wir ließen ihn erstmal aber in Ruhe, als wir aber keine Halde eintdeckten, machten wir uns an ihn ran. Wir hatten, weil wir  nicht solche Brocken erwarteten, keinen Vorschlaghammer dabei und, weil wir da noch ziemliche Anfänger waren, wurden dünnte, tote Bäume aus der Schonung, in welcher der Brocken lag als Rammböcke verwendet. Als es dunkel wurde war der Brocken schon zum Großteil zerlegt und einige kleine Stufen mit Calcit und Quarz geborgen. Am nächsten Tag kamen wir mit dem passenden Werkzeug wieder und nahmen den Klotz entgültig auseinander. Was uns da erwartete, hatten wir uns nicht träumen lassen: Eine weit über 20cm. große Druse mit Rauchquarzdoppelendern und Calciten, in der zu allem Überfluss auch noch zwei größere Aragonitschwimmer lagen. Auch hatten wir das Glück, dass sich die Druse genau in zwei gleich große Teile teilen ließ ohne irgendeinen sichtbaren Schaden zu nehmen. Ein Foto meiner Drusenhälfte gibts in meinem Steckbrief: http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/SammlerSteckbriefe/Maulwurf
Fazit dieser Tour: Belegstücken müssen nicht nur MM-Format haben.    ;)


Mit freundlichen Grüßen
Fabian

Offline raritätenjäger

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Lustige Ereignisse im Leben eines Mineraliensammlers
« Antwort #33 am: 01 Mar 07, 20:27 »
Grüezi mitenand,

Ist Mineraliensammeln nicht ein Geschäft geworden? Ein hart umkämpftes Geschäft, geführt von eisernen, verschwiegenen Gestalten, die einander nichts gönnen? Es scheint mir manchmal so. Dabei kann es durchaus lustig sein. Was erlebt man nicht alles für groteske Geschichten im Laufe der Zeit. Ich finde, es ist an der Zeit, in die bierernste Seriosität mal wieder ein kleines Schmunzeln zu zaubern. Her mit Euren Anekdoten! Ich weiß, dass jeder von Euch etwas komisches erlebt hat, dass mit seinem Hobby zu tun hat. Lasst uns zusammen drüber lachen. Ich fang dann mal an...

Meine beiden Erlebnisse fanden beide im Harz statt. Ich war so neun oder zehn Jahre alt und das erste mal im Harz so richtig sammeln. Ja, und da darf natürlich eins nicht fehlen: der Besuch der Sammlung in Clausthal. Mit großen Augen wandert der kleine Steppke mit seinem Vater durch die Vitrinenreihen. Vor einem Stück bleibt er stehen und schaut kritisch. "Das ist aber kein Baryt, das ist Siderit!", schallt es durch den Ausstellungsraum. Mein Vater zischte mir zu, ich solle gefälligst still sein. Das wäre hier eine Universitätssammlung, die Leute wüssten schon, was sie da hin schrieben. Nun hatte der ältere Mann, der in der Ausstellung Wache schob, sich hinzugesellt. Es stellte sich heraus, dass er einst im Harz ein Bergmann gewesen war. "Nein, nein. Ihr Sohn hat schon recht. Ich hab denen schon lange gesagt, dass sie das Etikett endlich austauschen sollen!"...

Die andere Geschichte ereignete sich Luftlinie nur ein paar Hundert Meter entfernt in einem Mineraliengeschäft in Zellerfeld. Ich durfte mir ein paar Stücke aussuchen und wählte ein paar Bad Grunder Stufen. Eine weiteres Mineral fand mein Gefallen, aber da ich schon etliche andere Stücke gekauft bekommen hatte, war dieses Stück nun nicht mehr erschwinglich. Da dachte sich die Verkäuferin wohl, ich erlaube mir mal einen kleinen Scherz. "Wenn Du mir sagen kannst, was das ist", meinte sie, "dann darfst Du das Stück behalten". Sie hatte nicht damit gerechnet, dass der kleine Junge schon seit vier Jahren eifrig damit beschäftigt war, bunt bebilderte Mineralienbücher durchzuforsten und seine Schlüsse daraus zu machen. "Das ist ein Vanadinit!!!". Die Feststellung stand unwiderruflich und korrekt im Raum. Das Stüfchen habe ich heute noch und es bringt mich immer noch zum Grinsen, wenn ich es sehe. Den Laden habe ich zehn Jahre später wieder betreten. Er wird immer noch von den selben Leuten geführt. Ich kam mit ihnen ins Gespräch und erwähnte, dass ich bereits seit dem sechsten Lebensjahr Mineralien sammelte. Die Frau muss ein unglaubliches Gedächtnis haben. Sie meinte, dass vor vielen Jahren mal ein Junge mit seinen Eltern dort gewesen wäre, der mir irgendwie ähnlich gesehen hätte. Man kann sich die Erheiterung vorstellen, als ich die Situation auflöste!

Glückauf
Andreas
« Letzte Änderung: 01 Mar 07, 20:31 von raritätenjäger »

couchmolch

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Re: Euer kuriosestes Sammelerlebnis
« Antwort #34 am: 03 Mar 07, 13:02 »
Hallo, zusammen,

das kurioseste Sammelerlebnis hatte ich am Karnevalsdienstag mit meiner Tochter. Das hat aber eine Vorgeschichte.

Ehemalige Bekannte aus Düsseldorf zeigten mir vor ca. 30 Jahren einige Rauchquarze, so ca. bis 10 cm groß in verschiedenen Ausbildungen( kleine Schaustufen) mit großen Kristallen. Diese hatte der Sohnemann auf einem Schulausflug gefunden, konnte sich aber nur daran erinnern, diese in der Nähe eines Pferdegestütes (in
Heiligenhaus unter einem umgestürzten Baum gefunden zu haben. Nachfragen beim Lehrer scheiterten daran, das dieser schon verstorben war.
Auf der Suche nach den Rauchquarzen fanden die Eltern große Quarzstufen bis zu über einem Meter Durchmesser, verkauften diese auch auf Börsen.
Aber die Stelle mit den Rauchquarzen war nicht wieder aufzufinden.

Diese Geschichte spukte auch bei mir immer wieder im Kopf herum, sa daß ich die Gegend um besagten Reiterhof wirklich in- und auswendig kannte.
Am Karnevalsdienstag fuhr ich denn mit meiner Tochter  Richtung Heiligenhaus, um vielleicht unter umgestürzten Bäumen etwas zu finden (Kyrill).
Und siehe da, auf Anhieb fanden wir unter einer Baumwurzel Rauchquarze, die schon als Morione durchgehen können. Kristallgrößen bis 5cm waren dabei.
Die Freude war natürlich groß. Leider mußten wir durch die Dunkelheit abbrechen, aber die nächste Sammeltour ist schon geplant.

Glückauf

Couchmolch Peter

Offline Krizu

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Re: Euer kuriosestes Sammelerlebnis
« Antwort #35 am: 05 Mar 07, 10:46 »
Hallo,

dann sag doch einfach Bescheid ;-) und ich schliesse mich mit meinem Sohn an!

MfG

Frank

Offline Lausitz

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Re: Euer kuriosestes Sammelerlebnis
« Antwort #36 am: 06 Mar 07, 12:42 »
Ja da gibt es schon kuriositäten die einen beim sammeln widerfahren,von einer möcht ich auch etwas berichten nämlich wie ich meinen letzten Tektit in der Lausitz fand. Da gibt es Sammler die können stundenlang, mit einer Gabel bewaffnet auf einen Schüttkegel sitzen um die Objekte ihrer Begierde aufzuspüren,um dann feststellen zu müssen das Tektite so selten sind das man wieder unverrichteter Dinge und leicht vor sich her schmollend den Heimweg antreten muß. An einen Tag des Jahres 2000 suchte ich im Kieswerk von Pohley, (das liegt am ehem Tagebau Klettwitz-Nord)etwas lustlos nach Achaten.Nachdem ich eine Handvoll kleinster Kleinachate mein eigen nannte ging ich zum auto,welches vorm KW parkte und mußte noch mal für "kleine Männer" stellte mich in Position,fing an und siehe da... im nassen Glanz erstrahlte vor mir ein, man glaubt es kaum, Tektit. Nicht sehr groß aber der Tag erstrahlte im Sammlerglück.
Bernd Janot, Brieske

couchmolch

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Re: Euer kuriosestes Sammelerlebnis
« Antwort #37 am: 07 Mar 07, 19:59 »
Hallo, zusammen,

es geht um die Fundstelle Heiligenhaus/ Rauchquarze.

vielen Dank für die ganzen Zuschriften. Viele von euch möchten natürlich mit auf Sammeltour.
Ich habe lange hin- und herüberlegt, doch die Befürchtung, das größerer Flurschaden angerichtet wird,
hat mich dazu bewogen, die Stelle(n) nicht freizugeben. Ist eben kein Steinbruch, sondern Forstgebiet.
Bitte versteht das. Negative Beispiele in der Vergangenheit haben schon zu vielen Sammelverboten geführt.
Die Gefahr, das ein Fundort kommerziell ausgebeutet wird, ist einfach zu groß. Ansich ist ein kommerzielles Ausbeuten
garnicht schlimm oder verwerflich, aber der Schaden, der durch unvernünftige, raffgierige Naturzerstörer angerichtet wird,
ist nicht wiedergutzumachen.
Wieder einmal sieht man, das die Mehrheit der Sammler durch Unvernunft einiger weniger zurückstecken muß.
Ich bin gerne bereit, mit mir bekannten Sammlern, von denen ich genau weiß, das diese keinen Raubbau treiben, die
Fundstellen abzugrasen.

Grüße aus Haan

Couchmolch


Offline Yoscha

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Re: Euer kuriosestes Sammelerlebnis
« Antwort #38 am: 29 May 07, 22:08 »
Stellt euch vor man ist als Nordeutscher irgendwo in Österreich. Genauer gesagt auf der Steinplatte nicht ganz am Gipfel.
Dort stehen rote Jurakalke an. Stellt euch vor einer dieser Norddeutschen nimmt  einen 4kg Stein mit, weil "da an der Seite, da ist ein kleiner Ammonit, den kann man sicher rausbekommen, wenn wir wieder zu Hause sind." Stellt euch vor diese Person schleppt dieses unhandliche Stück nochmal 50 Höhenmeter nach oben, und anschließend 400 Höhenmeter nach unten (Norddeutsche=50m ist der höchste Berg in der Heimat).

Ich habe den stein bis heute nicht zerkleinert. Nachdem ich mit dem Zerkleinern beginnen wollte musste ich feststellen, dass es nicht ging ohne einen Ammoniten kaputt zumachen. Das Ding bestand praktisch nur aus Ammoniten.

Und oben auf dem Berg bekam ich noch Kommentare, wie "Wegen einem Ammmoniten schlepp doch das Teil nicht mit."

Der Stein hat mich praktisch zum Fossilienchampion der Exkursion gemacht *g*.

Offline triassammler

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Re: Euer kuriosestes Sammelerlebnis
« Antwort #39 am: 30 May 07, 01:25 »
Nachdem sich hier ja schon einige erfreuliche und auch erschreckende Berichte tummeln, habe ich aus der Gemeinde der Fossiliensammler auch noch was beizusteuern:

Vor etlichen Jahren endete eine recht erfolglose Sammeltour mit einem Kollegen durch Keuperaufschlüsse der Hohenlohe in einem abgelegenen Muschelkalksteinbruch. Ziemlich gefrustet und nur mit unseren Hämmern gingen wir den Schutt ab, ohne etwas nennenswertes zu finden. Ein Muschelkalkblock mit einer sichtbaren Trennfuge ließ wenigstens noch eine Schilllage, vielleicht mit dem einen oder anderen Haifischzahn, erhoffen. Da der Rest des Werkzeugs im Auto lag, borgte ich mir den Hammer des Kollegen, um ihn als Meißel zu benutzen. So drosch ich dann also mit meinem Hammer auf den anderen Hammer ein, bis ich mit dem Gefühl "da stimmt was nicht" plötzlich aufhörte. Ein Stahlsplitter war abgeplatzt und hatte mir sauber die Pulsader des rechten Handgelenks durchlöchert. Ein sehr kleines Loch, durch das jedoch aberwitzig viel Blut schoss. Der Kollege reagierte nach einer Schrecksekunde geistesgegenwärtig, drückte mir die Ader ab und half mir zum Auto zurück, wo er aus dem Verbandskasten einen professionellen Druckverband improvisierte. Ich stand so richtig unter Schock, gottseidank war die Blutung sofort gestoppt. Auf einer Autobahnraststätte wurde erst mal das Blut so weit wie möglich abgewaschen (auch meine Klamotten sahen aus...). Die Leute dort haben bestimmt den Schock ihres Lebens erlitten. Dann ging es zum Unfallarzt, dem aber auch nichts weiter einfiel, als einen neuen Druckverband anzulegen und mich mit den Worten "Und nun halten sie Ihren Arm vor allem beim Schlafen mal eine Woche immer höher als das Herz, sonst kann das böse enden" nach Hause schickte.  :o
Was ich draus gelernt habe? Man haut nicht zwei Werkzeuge aus gehärtetem Stahl aufeinander. Und: Zu zweit ins Gelände zu gehen ist sicherer. Dem Kollegen bin ich heute noch dankbar, er hat mir wirklich das Leben gerettet!

Ab und an erlebt man aber auch Positives: Während der Diplomarbeit begleitete ich einen Kommilitonen zur Profilaufnahme in einen meiner Haussteinbrüche. Unter anderem steht dort ein recht mächtiges, ziemlich knochenreiches Bonebed an der Muschelkalk/Keuper-Grenze an. Einziger und großer Nachteil dieses Bonebeds war die gründliche Phosphoritisierung, die das Gestein splitterhart machte und sich bei so manchem Bergungsversuch weniger nachgiebig als die eingebetteten Knochenreste zeigte, sowie das Pech, dass die am besten erhaltenen Knochen auf der Unterseite des Bonebeds meist untrennbar mit dem Liegenden verbunden waren und beim Abheben der Bonebedschicht auseinanderrissen. Wunschtraum war hier immer, einmal eine größere Platte mit zahlreichem Knochenbesatz zu bergen, oder zumindest ein Handstück mit einer Rippe oder Wirbel, die nicht erst wieder aus 20 Teilen zusammengesetzt werden müssen.
An diesem Tag war die Profilaufnahme in besagtem Grenzbereich geplant, und wir suchten nach einem Wandabschnitt, der gut zugänglich sein sollte. Dabei kamen wir an eine Stelle, an der wenige Tage zuvor noch ein größerer Schotterhaufen genau auf dem Bonebed gelagert hatte, und zwar schon seit Jahren, nun aber wohl für eine geplante Sprengung abgeräumt worden war. War es nun die andauernde Feuchtigkeit unter dem Schotter, die davor auffahrenden Bagger und Kipplader - jedenfalls hatte sich das Bonebed hier in großen Platten samt der Knochen auf der Unterseite vom Liegenden abgelöst! Und das auch noch an einer Stelle, wo sich besonders viele Wirbeltierreste in Kolken angereichert hatten! Wir schenkten uns an diesem Tag die Profilaufnahme und stemmten fleißig die Platten hoch, und wurden mit einer reichen Ausbeute an sehr guterhaltenen und optisch attraktiven Rippen, Wirbeln, Armknochen und Haifischzähnen belohnt, von denen die meisten außer kurzem Abbürsten mit Ameisensäure keiner weiteren Präparation mehr bedurften. So einfach wird es einem im Muschelkalk nur höchst selten gemacht!  ;D

Offline Kilo

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Re: Euer kuriosestes Sammelerlebnis
« Antwort #40 am: 31 Dec 07, 17:04 »
Naja kurios... Auf jeden Fall Mordsglück gehabt!!

Ich bin die ganze letzte Woche am Knacken. Ein Kollege hat mir Material von Cornwall mitgebracht. Einen größeren Brocken habe ich am letzten Donnerstag erstmal in der MP5 gespalten, ein Bruchstück davon hatte einen Riss.

Jetzt habe ich versucht, diesen Riss mit einem Schraubendreher aufzuhebeln, die Klinge auf die Spalte, Druck ausgeübt, noch mehr Druck -- Ratsch!  Abgerutscht und genau zwischen Daumen und Zeigefinger gelandet  :-X Die Klinge vom Schraubendreher war nicht mehr zu sehen, der Schaft guckte raus, das Ding war etwa 3 cm tief drin. Aber komisch: Kaum Blut, fast keine Schmerzen, volle Beweglichkeit vom Daumen. Trotzdem bin ich später in die Ambulanz wegen der Tetanus-Auffrischung. Dir Röntgenaufnahme ergab, dass die Klinge um millimeterbruchteile an Blutgefäßen, Sehnen, Nervensträngen und dem Daumengelenk vorbeiging. Gut gezielt eben! Inzwischen gehts wieder, keine Folgen mehr zu befürchten. Was tun? Weiterknacken natürlich!

Ich wünsch euch allen, dass ihr von sowas und anderen Unfällen verschont bleibt und ein erfolgreiches und gesundes Neues Jahr habt!

Gruß Kilo

PS: in dem Brocken war nichts, aber auch gar nichts drin  :P

Offline Anatas

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Re: Euer kuriosestes Sammelerlebnis
« Antwort #41 am: 18 Feb 09, 15:25 »
Themen-Schubs  ....

Winterzeit  -  die Gelegenheit wieder mal ein paar Geschichten loszuwerden !    ;D

Grüße  Gerhard / Anatas   
« Letzte Änderung: 18 Feb 09, 17:35 von Anatas »

Offline Mark77

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Re: Euer kuriosestes Sammelerlebnis
« Antwort #42 am: 18 Feb 09, 17:25 »
Na dann lass ich mich mal Schubbsen.

Hab Anfang Januar einen Survey nach Hirschau-Wurmlingen gemacht, in den dortigen Steinbruch (stillgelegt).
Ich war dort auf der Suche nach Muschelkalkhornsteinen aus dem Neckarschotter, da wir in unserer Vergleichssammlung in Tübingen ein paar Handstücke aus dieser Grube haben.
Nach ungefähr 2 Stunden erfolglose Suche im Nord- und Südabschnitt - sind 2 getrennte Bereiche, die nah beieinander sind - habe ich dann aus lauter Frust mit meinem Hammer auf einen Stein am Boden geschlagen.  :o
Als der aufplatzte, kam eine fossile Muschel zum Vorschein. Hab das kleiner Stück samt Abdruck mitgenommen, die andere Seite war auf Grund der Kälte an den Boden geeist.
Hab das schöne Stück noch nicht bestimmt, da ich grad viel mehr mit meinen Silices zu tun hab, war aber schon ein kurioser Fund.  ;)

Offline Anatas

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Re: Euer kuriosestes Sammelerlebnis
« Antwort #43 am: 28 Apr 10, 10:18 »
muss mal wieder meinen Lieblings-Thread aufleben lassen - mit einer Geschichte die nur indirekt mit Sammeln zu tun hat:


Im Sommer 2001 bin ich mit meiner Frau und einem Freund (auch Mineraliensammler) aus Fürstenfeldbruck und dessen
Frau zum Wandern. Wir machten eine Genusswander-Tour zur Mittenwalder Hütte wo wir nach ca. 1,50 Std. eintrafen.
Das Wetter war an diesem Tag einfach fantastisch und auf der Hütte hatte sich für eine Feier eine "Burschenschaft"
eingefunden die fleissig musizierten und sangen. An so einem Tag "verdunstet" das Weissbier einfach und wir liessen
uns von der tollen Stimmung mittragen und Wolfgang und ich waren auch schon ein bisschen angeheitert ....

Später setzte sich dann ein Paar zu uns mit denen sich im Laufe der Zeit eine nette Unterhaltung ergab. Irgendwann
fragte ich den Mann: "Ihr seit aus dem Schwarzwald - nicht ? "  Ja - war die Antwort und ich fragte nach "woher denn" ?
Er meinte das sei ein kleines Kaff das wir bestimmt nicht kennen ... 
Och - meinte ich, ein bisschen kenne ich mich schon im Schwarzwald aus ...
(und der Dialekt kam mir sehr bekannt vor - mein bester Freund aus Bundeswehrzeiten wohnt nämlich in Kirnbach).

Dann erzählt er uns er sei aus "Oberwolfach" - worauf zwei Leute gleichzeitig "Grube Clara" sagten.
Nun verlor der Mann völlig die Fassung und er wurde ganz blass ....
Wie es sich dann herausstellte arbeitete er tatsächlich in der Grube Clara ... (in der Schmiede)

Natürlich haben wir Ihn dann aufgeklärt dass wir Mineraliensammler sind und die Grube Clara irgendwie der
mineralogische Nabel Deutschlands (jedenfalls damals noch) ist.

Grüße   Gerhard

 
« Letzte Änderung: 28 Apr 10, 12:52 von Anatas »

Offline Bergmeister

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Re: Euer kuriosestes Sammelerlebnis
« Antwort #44 am: 28 Apr 10, 21:53 »
... und die Grube Clara irgendwie der mineralogische Nabel Deutschlands (jedenfalls damals noch) ist.

 ???

 

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