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Euer kuriosestes Sammelerlebnis

<< < (10/18) > >>

Jochen1Knochen:
Kurios ist -wenn man trotzdem lacht!
Da habe ich mich mal in Irfersgrün arg geschindet und ein Loch gemacht ,in dem lauter junge Felsen lagen,aber da sollte es noch was geben.Am Boden angelangt,war da aber nur tauber Feldspat.
Also blieb mir nichts anderes übrig ,als das Loch zu erweitern.Auf einmal gab es ein "Klirr"!!! Da habe ich ein Glas zerhauen-da war noch so ne Art Leberwurst drin!!!!
Diesen Verwesungsgeruch,der mich schlagartig überfallen hat,werde ich niemals vergessen!
Dieser Tag war FÜR MICH  gelaufen!!!
das war einmal ein Tag ohne einen solchen Fund ,wie diesen Citrin von 74,5ct von Irfersgrün-deshalb lach ich auch wieder

flachlandsteini:
Hallo,

ich habe ein paar Stücke in der Sammlung, bei denen weniger der Fund selbst, als der Heimtransport der Funde am aufregendsten war. Während des Studiums hatten wir im September 2001 eine Exkursion nach Südamerika, im Laufe derer einige von uns auch die Gelegenheit nutzten, am Cerro Rico, Potosi, Bolivien zu suchen. Wir fanden auch einige schöne Stufen mit schönen, frei stehenden aber sehr empfindlichen Antimonit-Büscheln.
In Ermangelung besserer Transportbehältnisse nutzten wir aufgeschnittene Plasteflaschen, in die wir die Stücke drapierten und so fixierten, dass sie sich darin nicht bewegen konnten, was nur mit viel Klebeband und Tape ging. Wir konnten uns gut vorstellen, dass die fertigen Verpackungen in den Augen von Flughafensicherheitspersonal nicht sehr vertrauenserweckend aussahen, insbesondere, da der Rückflug nach Deutschland über die USA genau eine Woche nach den Anschlägen vom 11.09.2001 stattfand.
Ihr könnt Euch sicher vorstellen, dass wir bis hinter den Zoll in Frankfurt ziemliche Sorgen um unsere Stücke hatten, die wir vorsichtshalber im Handgepäck mitführten, um sie, wenn nötig, öffnen zu können (was auch mehrmals gemacht werden musste, um das Personal von der Harmlosigkeit zu überzeugen). 
Doch schon bevor es überhaupt an den Rückflug ging, mussten die Stücke einige tausend Kilometer Busfahrt über bolivianische, chilenische und peruanische Pisten, die oft nicht mal die Qualität von Feldwegen hatten, aushalten. Umso froher waren wir, dass die Stücke weitestgehend heil zu Hause angekommen sind.

Glückauf,
Michael

loparit:
Na da will ich mal eine Geschichte von vielen die ich erlebt habe erzählen. Das ganze ist allerdings schon fast 30 Jahre her!

Wir waren mit 4 oder 5 Personen zum Sammeln in der Grube Louise bei Greimerath im Saarland. Da einige der Teilnehmer erst ab 23:00 Uhr Zeit hatten (Mittagschicht), sind wir eben gegen 23:15 in das stillgelegte jedoch nicht verschlossene Bergwerk. 4-5 Stunden später sind wir wieder aus dem Bergwerk herausgekommen, mit einigen schönen Funden von Hämatit. Es handelt sich um einen Abbau auf Hämatit. Da man im inneren stellenweise auf allen vieren kriechen muss sieht man anschließend entsprechend aus. Wir hatten uns schon angewöhnt weiße Einwegschutzanzüge zu benutzen, damit man den Limonit nicht in den Arbeitskleidern stecken hat. Nun wie dem auch sei, wir sind direkt zu unseren Autos, haben uns etwas unterhalb an einem Bach gewaschen, die Kleider gewechselt unsere Autos gepackt und wollten los.
Als die ersten die Auto's anmachten, gingen auf einmal Taschenlampen an, der Waldweg wurde von beiden Seiten mit Autos zugestellt, so dass man nicht wegfahren konnte. Wir waren komplett umstellt. Polizei mit Gewehr im Anschlag (Kein Witz), Taschenlampen in der Hand kamen auf uns zu.
Wir mussten uns wie Schwerverbrecher an die Autos stellen mit gespreizten Beinen und Händen am Autodach und wurden  abgetastet. Dann fragte mich der Polizist was wir hier machen und ich sagte Ihm dass wir in dem stillgelegten Bergwerk auf eigene Gefahr nach Mineralien gesucht haben. Er meinte: mitten in der Nacht es ist doch dunkel. Als ich ihm daraufhin erklärte dass das keine Rolle spiele, da es im Bergwerk auch Tagsüber dunkel ist wurde er richtig wütend. Wir mussten alles wieder auspacken und vorzeigen. Danach durften wir alles wieder einpacken unsere Autokennzeichen und Personalien wurden notiert und das war’s.

Hintergrund war, das hat uns der verärgerte Polizist dann noch erzählt, dass in den Wochen davor dort in der Gegend nachts auf der Weide Kühe erschossen und geschlachtet wurden. Und eben heute Nacht wurde der Polizei gemeldet dass da und da in der Nähe einer Weide auf einem Waldweg seit 23:30 Uhr mehrere Auto’s parkten.
Die Polizei „Dein Freund und Helfer“ hat sich auf die Lauer gelegt und sage und Schreibe mehrere Stunden ausgeharrt bis wir erschienen. Als wir dann auch noch weiße Einweganzüge anhatten, waren die sich eigentlich schon sicher dass wir die gesuchten Viehdiebe sind. Das unglaubliche, wir haben nichts aber auch wirklich nichts bemerkt, bis die Taschenlampen angingen. Die haben gewartet bis wir alles wieder im Auto hatten, gewaschen und umgezogen waren.

Oh ja aus meiner langjährigen Sammletätigkeit könnte ich viele unglaubliche Geschichte erzählen.

Gruß
loparit

Stefan:
Zum Glück hattet Ihr die Kuh bereits zum räuchern im Stollen aufgehängt *lach*  ;)
Besten Gruß
Stefan

Jochen1Knochen:
Hallo!
Wir sind auch mal abends unterwegs gewesen und wollten im Christoph Schacht,Marienberg,nach dem rechten sehen.Da war auch ein Auto im Wald! Die Konkurrenz schläft eben nicht!!!!
Wir sind dann zur Schachtplombe(die war etwas emmenthalerig) und haben unten schon Gemurmel gehört. Da haben wir laut reingerufen ""Polizei -sofort rauskommen"
Drinnen war plötzlich absoolute Ruhe!!!!
Wir riefen wieder:"Sofort herauskommen! Wir wissen,daß Sie da unten sind! Ihr Auto ist beschlagnahmt!!!!
Irgendwann kam dann ein mürrisches "Wir kommen ja schon"
Als sie herauskamen,blendeten wir sie mit Handscheinwerfern und  nach einer Schweigeminute sagten wir "Glück Auf ! "
Denen ist nicht nur ein Stein vom Herzen gefallen,sondern ein Felssturz! Die waren uns aber nicht böse und dann sind wir alle zusammen wieder rein!
Gruß Jens

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