Hallo,
ich habe mir eben einige Bilder, die Stephan Wolfsried mit CombiZ gemacht hat angeschaut (unter mindat.org Beispiel :
http://www.mindat.org/picshow.php?id=32623) Nun habe ich mit (früheren Versionen) CombiZ keine so tollen Erfahrungen gemacht, werde mich aber nun wieder mit dem Tool beschäftigen, die Bilder haben mich überzeugt.
Ich habe übrigens vom Binokular-Foto Abschied genommen, auch bei sehr kleinen Kristallen. Meine Technik sieht so aus:
- Kodak 14n Spiegelreflex
- (im Fall von besonders kleinen Objekten) Kenko Telekonverter
- Automatik-Zwischenringe (maximal 2 Sätze ca. 15 cm Auszugsverlängerung)
- Nikon-Makro-Objektiv (105 mm, geht ohne Auszugsverlängerung bis 1:1 und bis Blende 54)
Durch Testserien habe ich festgestellt, dass ich die beste Bildqualität bei Bildern bis 1:1 immer (nur) mit dem Objektiv bei Blenden 22-54 bekomme, wobei bei 22 die Schärfe vieleicht noch eine kleine Idee höher ist, aber die Schärfentiefe bei 54 in vielen Fällen das absolut wett macht.
Anders ist es bei sehr kleinen Objekten, wo ich Bilddiagonalen von 2-3 mm brauche. Hier hat sich die Reihenfolge Kamera, Telekonverter, Zwischenringe, Objektiv bewährt, allerdings habe ich die beste Schärfe bei Blenden 4-11. Da ist dann zwar nichts mehr viel mit Schärfentiefe aber die 14 Megapixel der Kamera sind nur bei solchen Blenden noch halbwegs nutzbar. Ja, und deswegen denke ich wieder an die Digitale-Fokuserweiterung.
Übrigens bin ich einem systematischen Fehler auf die Spur gekommen: Immer wenn man auf den Auslöser drückt erschüttert man die Kamera, der ganze Aufbau schwingt -> das Bild wird unscharf. Soweit war mir das bekannt, hatte ich durch elektrischen Fernauslöser oder Selbstauslöser (zeitverzögert) gelöst. Nun habe ich aber herausgefunden, dass es immer noch eine Erschütterung gibt, nämlich wenn der Spiegel nach oben schlägt. Abhilfe schafft hier eine Funktion "Spiegelvorauslösung", die ich im Handbuch entdeckt habe. Beim Auslösen (braucht man keine Fernauslösung) geht der Spiegel sofort hoch, dann, nach einigen Sekunden erst geht der Verschluss auf. Man lernt halt immer wieder dazu.
Gruß
Berthold