Hallo,
nun will ich über meine Erfahrungen mit CombineZ5 betrichten. Hintergrund meiner Versuche war/ist, ich möchte (für Posterdruck) ein Makrofoto in bestmöglicher Qualität haben. Folgende Überlegungen:
1.) Aufnahme mit Kodak 14n (14 Megapixel) mit Nikon Makro 105 mm, Maßstab ca. 1:2, d. h. Original-BildBreite ca. 7-8 cm
2.) Testserie bei diesem Maßstab erbrachte größte Schärfe bei ca. Blende 8 (nur hier machen 14 Megapixel wirklich Sinn)
3.) Dateiformat Kodak-Raw -> Tiff (damit keine JPG-Artefakte stören)
4.) Serie mit 5 Aufnahmen - verschiedener Fokus
5.) Vergleichende Testaufnahme mit Blende 38 um die Bildqualität zu beurteilen
Die Bilder waren gleich gemacht. CombineZ5 brachte ich unter Linux nicht zum laufen, unter Windows XP erst nachdem ich eine fehlende dll nachinstalliert hatte. Die 5 Einzelbilder (je 4500 x 3000 Pixel, 38 MByte) wurden von CombineZ5 in ca 15 Minuten importiert, das berechnen des output-Bildes dauerte ca 45 Minuten (Rechner mit 2.66 GHz). Das berechnete Bild hatte überraschenderweise etwas anderes Format: 4608 x 3072 Pixel (seltsam, es ist größer geworden). Output wieder als tiff gespeichert.
Der Vergleich mit dem Blende 38 Bild brachte ein zwiespältiges Resultat:
In einigen Bereichen ist das kombinierte Bild leicht besser, in anderen Bereichen deutlich schlechter. Ich hätte die Ebenen-Anzahl deutlich größer wählen müssen - an die notwendige Verarbeitungszeit möchte ich lieber nicht denken. Natürlich kann ich die Bilder hier nicht in Originalgröße einstellen, deswegen nachfolgend ein verkleinertes jpg des kombinierten Bildes, dann - zum Vergleich - das Bild mit Blende 38, dann ein Ausschnitt (1:1) der als gelungen gelten kann (Vergleich wie beschriftet) und ein Ausschnitt (auch 1:1), der daneben gegangen ist.
Fazit: Schwächen in einzelnen Bereichen des Bildes und besonders die langsame Verarbeitung rechtfertigen für mich den Aufwand mit CombineZ5 in diesem Fall nicht.
Gruß
Berthold