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synthetische Silberlocken ?

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Schluchti:
Sehr eindrucksvoll!  :o

Welche Reagenzien und welche Temperatur hast Du dabei verwendet?

scheidewasser:
Hallo,

Silber + Schwefel + Hitze = Silberlocken
Ofentemperatur ca. 1070°C

Hallo Frank

hoch interessant, Deine Versuche. Könntest Du bitte noch etwas expliziter beschreiben:

*1. Welche Menge Silber ?
*2. Typ Silber (Blech, massives Metall, reines Silber, Silberlegierung ... etc. ?)
*3. Hitze: Welche Temperatur ?
*4. Schwefel: Menge, Art (Schwefelblüte, bzw. ein Sulfid ???)
*5. Verwendete Tiegel

Warum das alles?
Ich schreibe z.Zt. am Portrait Silber.  Arbeite aber auch eng mit Joan Abella aus Spanien zusammen, ein sehr seriöser Sammler, der ein Buch über die Silbermine Balcoll geschrieben hat und selbst Versuche durchführt, aus Akanthit (d.h., nicht aus Silber, sondern direkt von Akanthit) Locken zu züchten -was ihm auch gelungen ist. Ähnlich wie Don Edwards, dessen Foto seiner  Pracht-Synthetic-Stufe Du ja hier eingestellt hast.

Ich habe ein mittleres Labor zur Verfügung. Neben unterschiedlichen Analysen interessieren mich die alten, tw. sehr alten Gewinnungs-/Verhüttungsverfahren, um aus Erzen Metalle zu gewinnen. Neben Eisen, Gold, Blei (deren Herstellverfahren ich bereits nachvollzogen habe), möchte ich Silber aus Akanthit gewinnen. Dass hierbei Locken enstehen (können), ist nur ein interesanter Nebeneffekt, den ich aber genauer nachvollziehen möchte. Daher meine o.a. Anfrage zu Deinen Erfahrungen.

Ich habe den lesenswerten spanischen Bericht zur Lockenzüchtung von Joan Abella ins Englische übersetzt; (Athropogenic Silver);  wenn er Dich interessiert schicke  ich Dir per email eine Kopie. Kannst den Bericht aber auch in mindat.org /message board einsehen, wenn Du als Mitglied registriert bist.

Ich würde mich über eine genaue Versuchsanordnung, genaue Daten etc sehr freuen.

Danke
collector / Peter Seroka



minuwe:
Hallo,


--- Zitat ---Die Silberlocken sind weitestgehend sauber, also ohne anhaftes Argentit
--- Ende Zitat ---
Schon klar, ich meine, wenn jemand solche Züchtung als "natürlich" anbietet, was es zu ächten gilt, wird derjenige ja neben eventuellen anderen Sekundärbildungen auch für den "nötigen" Argentitüberzug sorgen. Nimmt der Fälscher dann noch die richtige Matrix und verunreinigt das Stück noch etwas, lässt womöglich den Sammlungszettel von seiner Oma in altem Deutsch mit Tintenfüller verfassen, ist die "historische Stufe vom Schneeberger Revier" neu geboren  :-\ :P :(.

Man muss also Merkmale finden, die eine Verwechselung erschweren.

Bernhard und Frank, wie ist denn die genaue Erscheinung einer solchen Locke, gleicht die völlig einer natürlichen (Streifung, Querschnitt ec.)?

Glück Auf
Uwe

Goldi85:
Hallo,

Also ungeachtet der frischen Farbe und der Matrix würde man die doch noch recht leicht als gezüchtet erkennen. Irgendwie sind die Locken alle ungefähr gleich groß, recht dünn und sehen viel zu perfekt aus.
Aber ein hübscher Zuchterfolg, sehr interessantes Thema!

Gruß  Daniel

minuwe:

--- Zitat ---Irgendwie sind die Locken alle ungefähr gleich groß, recht dünn und sehen viel zu perfekt aus.
--- Ende Zitat ---
Ja bei dieser Probe schon, hier konnten die Locken ja auch aus dem Vollen schöpfen. Wenn aber auf einer Matrix die Züchtungsbedingungen etwas nätürlicher angepasst sind (Unterbrechungen, Generationen mit Zwischenmineralisierung usw.- da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt), sehen die bestimmt recht natürlich aus.

Glück Auf
Uwe

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