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Lapis kontra Internet
berthold:
Hallo,
nun, man kann zwar Äpfel nicht mit Birnen vergleichen ;) aber es gibt schon einen gewissen Bereich, wo sich das Klientel überschneidet und das - so denke ich - führt zu einer Konkurrenzsituation, letztendlich wohl auch zu dem Lapis-Rundumschlag, den ich hier anprangere. Dass solche Zeitschriften wie Lapis, Aufschluss usw. von Natur aus schon was kosten (oder eben mehr als offene Internetseiten kosten) müssen ist auch klar, ebenso, dass man es inhaltlich nicht jedem Recht machen kann. Ich sehe das so, dass ich mir eine Fachzeitschrift halte, wenn ich mit zuverlässiger Regelmäßigkeit darin Artikel finde, die mir zusagen. Da stehen schon oft Dinge drinnen, die kaum einen Sammler interessieren (siehe Thread zum Aufschluss-Artikel über die Verwitterung deutscher Fliesen in Brasilien...) aber o.k., muss ich ja nicht lesen. Richtig, der Leser entscheidet, ob ihm die Zeitschrift was bringt.
In der "vor-Internet-Zeit" waren Zeitschriften wie Lapis, Aufschluss usw. die einzige Quelle aus der wir Sammler schöpfen konnten. Aber heute? O.k. einige Fachzeitschriften (ich spreche jetzt von wirklichen Fachzeitschriften, nicht von der Bild-Zeitung) etwa "Mineralogy and Petrology", "Mineralogical Magazine" und viele andere mehr haben den Trend der Zeit erkannt und stellen alle Artikel -schon vor der Papierform- ins Internet. Ist ja auch zu einer nicht unerheblichen Einnahmequelle für diese Verlage geworden. So sind die Vorteile vom Internet (Suche, Aktualität, Kontakt mit dem Autor) mit den Vorteilen der Zeitschriften (redaktionelle Bearbeitung, Qualität) zusammengeführt. Unsachlich über Internet-Foren zu poltern wird die eigene Situation nicht zum Positiven wenden, im Gegenteil.
Gruß
Berthold
Schluchti:
Was Berthold zuletzt schreibt, ist meines Erachtens ein wichtiger Punkt. Ich überlege schon seit mehreren Jahren, ob ich mir die LAPIS abonnieren soll oder nicht. Letztlich habe ich es bisher dabei bewenden lassen, mir einzelne ältere Hefte, mit für mich interessanten Artikeln zu kaufen. Zudem auch die letzten beiden Doppelhefte, die wirklich sehr gut gelungen sind und mich thematisch voll ansprachen.
Das Problem ist: sicher interessiert mich manchmal der eine oder andere Artikel in einer neuen Ausgabe. Aber meist ist es so, daß mich der Rest eben nicht anspricht (was keine qualitative Beurteilung der anderen Artikel ist, sondern einfach mit meinen persönlichen Interessen zu tun hat). Deswegen würde ich mir die ganze Zeitschrift wegen nur eines Artikels nicht kaufen, weil mir da etwas das Verhältnis Kosten-Nutzen abhandenkommt und zudem ist es einfach auch ein Platzfrage. Hier wäre es eine echte Chance für den Verlag, einzelne Artikel der Zeitschrift gegen Bezahlung in elektronischer Form anzubieten. Dies dann auch noch für die älteren Ausgaben wäre ebenfalls sehr nützlich. So könnte sich jeder nach seinen Interessengebieten die Artikel kaufen, die er möchte. Bei Fachzeitschriften in der Wissenschaft ist soetwas ja inzwischen Standard. Ich wüßte auf Anhieb mindestens 10 -20 Artikel in der LAPIS, die ich mir auf diesem Wege kaufen würde.
Warten wir es ab, ob sich in diese Richtung etwas entwicklen wird. Zu wünschen wäre es.
Uwe Kolitsch:
Habe heute das Lapis bekommen und mich auch sehr über den Kommentar von Christian Weise gewundert (ich weiß nicht, ob das mit Stefan Weiß - der sicher anderer Meinung ist - vor der Drucksetzung besprochen war). Keine Ahnung, was die Hintergründe sind.
Aber noch was anderes @smoeller (hinsichtlich deines Kommentars zum Aufschluß-Clara-Sonderheft):
"Später dann kam das Aufschluss-Sonderheft. Das war wesentlich besser und beschreibt wenigstens mal alle Minerale. "
Tut mir leid, aber dieses Sonderheft war unter aller Sau - was da an groben Fehlern und haarsträubenden Analyse-Tipps drinstand.... (ich hatte einen Teil des ursprünglichen Textes korrigiert, aber dann entnervt das Handtuch geworfen und verlangt, daß ich nicht bei den Danksagungen drinstehe.)
Allein die Photos waren natürlich einigermaßen brauchbar.
GA, Uwe Kolitsch
smoeller:
Hallo,
@Uwe Kolitsch: Hast du noch deine Korrekturhinweise? Würde mich sehr interessieren. Ist ja leider eine der wenigen recht aktuellen Literaturquellen zur Clara.
Bei den Analysetipps gebe ich dir Recht: Kein Sammler kann das alles in der Küche oder im Keller machen. Selbst im Chemielabor werden sie bei einigen Methoden die Nase rümpfen. Da nehme ich doch lieber EDX, Mikrosonde, RFA oder XRD. Leider komme ich auch da kaum ran.
Glück Auf!
Smoeller
Uwe Kolitsch:
"@Uwe Kolitsch: Hast du noch deine Korrekturhinweise? Würde mich sehr interessieren. Ist ja leider eine der wenigen recht aktuellen Literaturquellen zur Clara."
Nein, ist leider Schmierpapier draus geworden.
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