Mineralien / Minerals / Minerales > Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals
Grüner Überzug
uwe:
Auf dem Foto sieht die Kruste eher gelb aus, dann könnte es Greenockit sein. Kupfer dürfte nicht im Spiel sein, den das wirkt fluoresenzverhindernd. Vieleicht ist es auch Johannit. Uranhaltige Wäser dringen in jede Spalte.
Glück Auf
Uwe
raritätenjäger:
Uran und Cadmium auf Rabgiusa-Material kann ich mir nicht vorstellen. Es gibt dort selten Kupferminerale wie Malachit zusammen mit dem Rhodonit/Braunit-Material. Das wär schon mal ne Erklärung für grün, aber nicht so recht fürs UV. Ich weiß nicht, obs dort Zinkblende gibt. Wenn ja, dann würde der Greenockit natürlich nahe liegen. Auf dem Foto schauts eher gelblich aus, wie irgendwelcher Letten oder was, was nachträglich draufgekommen ist.
Glückauf
Andreas
smoeller:
Hallo,
Mn-Oxide wie Braunit und Hausmannit können Uran aufnehmen. Habe des öfteren über U-haltige Mn-Erze gelesen. Wenn es sich hier wie in Praborna um metamorphe Sedimente handelt, könnte darin durchaus ein geringer U-Gehalt sein.
Aber wahrscheinlicher ist tatsächlich eine Art Letten. Orangerot spricht meines Erachtens auch gegen Uran. Uran führt eher zu neongrüner Fluoreszenz (vgl. Autunit). Mangan könnte verantwortlich sein. Ist oft rosarote Fluoreszenz. Aber auch Cr führt zu orangeroten Fluoreszenz-Farben (vgl. Rubin). Sicher ist das Mineral nur per Analyse bestimmbar.
Glück auf!
Smoeller
Doc Diether:
Halloo,
wie ists mit Powellit - Scheelit oder ähnlichen amorphen, aber UV-aktiven Strukturen. Ich denke an die Situation bei der Sirnitz (Schwarzwald) in der Hämatit-Brekzie.
Doc Diether
smoeller:
Hallo,
@Doc Diether,
1. An der Sirnitz kamen auch gut ausgebildete Scheelit-xx vor. Literaturquelle suche ich dir gern mal raus.
2. Scheelit und Powellit treten nicht so feinkörnig als Krusten auf.
3. Beide fluoreszieren nur unter kurzwelligem UV, Scheelit zudem bläulich, Powellit hellgelb.
4. Passt von den Paragenesen her nicht. Diese Mn-Gesteine sind recht arm an Wolfram. Im Gegensatz zu den Schwarzwälder Gängen (Sirnitz, Schottenhöfen, Eisenbach), die aber als Restlösungen granitischer Gesteine mit höheren W-Gehalten interpretiert werden können.
Glück Auf!
Smoeller
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