hallo an die zwei bernds,
ich glaube, dass man einige Sachen einfach nicht 100%ig bestimmen kann.
Gerade bei den Lausitzfunden sind die Stücke oft relativ klein und wesentliche Erkennungsmerkmale fehlen einfach. Auch bei den böhmischen Funden sind ganze Teile (u.a. Rinde) oft nicht mehr vorhanden, und damit wird das Bestimmen oft zu einem Vermuten "Es könnte doch....sein.".
Habe selbst bei meinen Bärlapp-Funden eigentlich nur ein Exemplar, bei dem ich mir ganz sicher bin, dass er zu dieser Pflanzengruppe gehört.
Man sollte versuchen, soviel Details (Zell-und Gewebeteile, Anatomie Leitgefäße u.ä) wie möglich zu erkennen und dann zu vergleichen. Das funktioniert meist nur per Mikroskop und nur nach einem Foto ist das selten möglich.
Entschuldigt, dass ich das Bestimmen als kompliziert darstelle. Mich ärgern einfach immer jene Leute, die ein Stück nur flüchtig anschauen und dann meinen, es bestimmen zu können.
Wie schwer Holzbestimmung ist, erkennt man auch bei den rezenten Hölzern:
Stellt Euch vor Ihr bekommt ein kleines Holzfragment (ohne Blätter, Früchte, Rinde), wißt nicht aus welcher Region es stammt und sollt die Baumart bestimmen... Auch bei den heut existierenden Hölzern ist das für die Botaniker nicht so leicht !
Uff, trotzdem, wir machen weiter ...!
Grüße
Hartwig