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Autor Thema: Alte Sammlungszettel  (Gelesen 5463 mal)

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Offline Klinoklas

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Alte Sammlungszettel
« am: 16 Mar 07, 13:06 »
Hallo

Ich habe eine Frage bezüglich alter Sammlungszettel.
Lassen sich Sammlungszettel exakt durch Handschriften zeitlich einordnen?

Schnörkel ist wohl nicht gleich Schnörkel ;-)

Kann mir vielleicht jemand sagen wie alt diese Etiketten ungefähr sind?

Gruß
René

Offline Klinoklas

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Re: Alte Sammlungszettel
« Antwort #1 am: 16 Mar 07, 13:10 »
Brookit

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Re: Alte Sammlungszettel
« Antwort #2 am: 16 Mar 07, 13:10 »
ged. Kupfer

Offline Klinoklas

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Re: Alte Sammlungszettel
« Antwort #3 am: 16 Mar 07, 13:11 »
Kupfer pseudomorphose nach Aragonit

Offline Klinoklas

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Re: Alte Sammlungszettel
« Antwort #4 am: 16 Mar 07, 13:12 »
Kupferkies

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Re: Alte Sammlungszettel
« Antwort #5 am: 16 Mar 07, 13:13 »
Cerrusit & Malachit (1922 ?)

Offline raritätenjäger

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Re: Alte Sammlungszettel
« Antwort #6 am: 16 Mar 07, 13:39 »
Hallo,

Ja, da kann ich Dir ein wenig weiterhelfen. Der erste Zettel ist schwer einzuschätzen, aber wenn ich mir die Tinte so anschaue, dann würde ich sagen vor 1900 (um 1880 herum). Der zweite ist ein Etikett der BA Freiberg, beschriftet vom Vorsteher der Mineralienniederlage Edelmann (um 1920). Die beiden folgenden sind auch wieder "harte Nüsse", aber auch hier denke ich vor 1900 (vielleicht auch etwas älter als der erste). Beim letzten Zettel steht es ja auch drauf: 1922.

Glückauf
Andreas

Offline Klinoklas

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Re: Alte Sammlungszettel
« Antwort #7 am: 16 Mar 07, 13:47 »
Hallo Andreas

Vielen Dank für deine Antwort.
Da ist ja irre !

Ganz schön alte Dokumente. Ich werde sie hegen, pflegen und vor allem gut aufbewahren.

Schade das auf sovielen Zetteln nachträglich etwas draufgeschrieben wurde. (Sammlungsnummer usw.)
Das kann man doch nicht machen !!!

Naja jetzt kann ich mir dank deiner Hilfe ein paar Notizen dazu machen.

Gruß
René

Offline stollentroll

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Re: Alte Sammlungszettel
« Antwort #8 am: 16 Mar 07, 13:52 »
Ich stimme da zu. Das Etikett mit der Jahreszahl ist sowieso eindeutig, auch das Freiberger ist gut einzuordnen. Bei den anderen drei würde ich auf auf einen Zeitraum zwischen etwa 1870 und 1900 tippen, das vierte könnte aber auch noch etwas jünger sein.

Noch ein paar allgemeine Bemerkungen:
In den Fällen, wo das Jahr nicht vermerkt ist, kann man in vielen Fällen schon eine ungefähre Eingrenzung vornehmen. Allerdings ist die Schrift kein alleiniges Kriterium, bzw. die Schrift kann einen auch schon mal in die Irre führen.

Die Eingrenzung ergibt sich aus mehreren Faktoren.

- Die Schrift
Sie erlaubt eine gewisse Eingrenzung. Allerdings muss man beachten, dass Handschriften nicht so schnell geändert werden. Jemand, der in der Schule Sütterlin gelernt hat, wird diese Schrift oft auch noch im Alter schreiben. Ein Sütterlin-Ettikett kann also auch relativ jung sein.
Zu beachten ist auch, dass auf Etiketten oft besonders schön geschrieben wird, und das Etikett dadurch älter aussehen kann, als es eigentlich ist.

- Das Papier.
Art und Qualität des Papiers, Herstellungsprozess (sehr altes Papier hat z.B. eine charakteristische Struktur wenn man es gegen das Licht hält)

- Mit was ist geschrieben worden
Tinte, Kugelschreiber, Bleistift, Schreibmaschine

- Rechtschreibung, bestimmte Schreibweisen
Auch hier gibt es Merkmale, die für eine bestimmte Zeit typisch sein können (z.B. Krystall statt Kristall).

- ist das Etikett bedruckt
Handelt es sich z.B. um Etiketten bekannter Händler, Mineralien-Niederlagen usw., wie ist der Druck ausgeführt, gibt es Angaben zur Druckerei usw.

- Mineralnamen
Welche Mineralnamen werden verwendet und wie ist die Schreibweise. Ein Mineralname, der erst z.B. 1920 aufgekommen ist, kann nicht auf einem Etikett von 1880 stehen .....

- Fundorte
Ab wann bestimmte Fundorte (Gruben Steinbrüche) existierten oder ab wann es keine Fundmöglichkeiten mehr gab, kann eine Eingrenzung ermöglichen.


Leider ist die Zusammenstellung alter Etiketten hier etwas eingeschlafen, vielleicht sollte man das doch wieder voranbringen.

Glück Auf


Offline raritätenjäger

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Re: Alte Sammlungszettel
« Antwort #9 am: 16 Mar 07, 13:53 »
Das ist bei solchen alten Zetteln häufig, dass da noch mehr nachträglich raufgeschrieben wird. Bei Deinen sind die Nummern auch schon historisch, sehr viel jünger als aus den 1930ern werden die nicht sein. Spannend ist es immer dann, wenn man die Ergänzungen noch zuordnen kann und den Weg der Stufe über Jahrzehnte hinweg zurückverfolgen kann!

Glückauf
Andreas

Offline Klinoklas

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Re: Alte Sammlungszettel
« Antwort #10 am: 16 Mar 07, 14:12 »
@ Stollentroll

Danke für die Zusammenstellung der Tips/Kriterien.
Auf alle Fälle eine sehr interessante Geschichte.

Ich werde mir das alles mal ganz genau ansehen.

Das mit der Galerie fände ich gut und  dürfte
dem einen oder anderen Sammler auch bei der
zeitlichen Einordnung seiner Etikette helfen.

Gruß
René

Offline Klinoklas

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Re: Alte Sammlungszettel
« Antwort #11 am: 16 Mar 07, 14:15 »
@ raritätenjäger

Ja gut dann sind die Nummern auch schon etwas älter.
Wenn heute jemand darauf rumkritzelt finde ich es nicht so gut.

Das Zuordnen und recherchieren ist schon spannend aber
wahrscheinlich nicht selten unmöglich.

Gruß
René

Offline raritätenjäger

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Re: Alte Sammlungszettel
« Antwort #12 am: 16 Mar 07, 14:31 »
Da hast Du leider Recht. Und auch ich finde es nicht gut, wenn auf die schönen alten Etiketten draufgekritzelt wird. Als erschreckendes Beispiel möchte ich einen Mineralienhändler nennen, der auf mit Füllfederhalter in herrlicher schnörkeliger Schönschrift verfasste Zettel von 1919-1922 überall mit schwarzem Kugelschreiber seine Sammlungsnummern draufgepackt hat (in mieser Handschrift!) und als er seine Sammlung noch zu DM-Zeiten aufgelöst hat, überall mit rotem (!) Kuli auch noch den Preis für den Verkauf. Und als ob das noch nicht genug wäre, hat er bei der Euro-Umstellung die Ecken der Etiketten wo er den Preis hingeschrieben hatte, kurzerhand abgeschnitten...

Glückauf
Andreas

Offline Klinoklas

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Re: Alte Sammlungszettel
« Antwort #13 am: 16 Mar 07, 14:44 »
^^Das ist ja ganz übel. Alte Dokumente zerstört für immer. Schlimm sowas.

Ich glaube bei dem Brookitstück müssen wir abstriche bezüglich des Alters machen.
Auf der Rückseite ist es bedruckt. Es stammt aus dem ältesten Geologischen Warenhaus der Welt.
Die Firma Krantz in Bonn (175 Jahre)

Ich nehme mal an das das Geschriebene auf der Rückseite eines bedruckten Zettels kam und nicht der
Brookitzettel nachträglich bedruckt wurde ;-)

Gruß
René


Offline raritätenjäger

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Re: Alte Sammlungszettel
« Antwort #14 am: 16 Mar 07, 15:32 »
Hallo,

Da gehst Du Recht in der Annahme:-). Und das ist wirklich ein Zettel der Firma Krantz. Entstanden kurz nach dem Umzug von Berlin nach Bonn. Und die Alterseinteilung macht´s dann auch einfacher. Das Original dürfte so um 1860-70 sein (Krantz ist 1850 umgezogen). Das mit der Rückseitenbeschriftung kommt manchmal vor. Ich selbst habe auch ein Krantz-Exemplar in der Sammlung. Die dazugehörige Stufe ist ein Bräunsdorfer Kermesit, so steht es auch mit Bleistift auf der Rückseite. Das Original von Krantz bezeichnet einen Bournonit von Wolfsberg im Harz (ich hätte nix dagegen gehabt, wenn der auch noch vorhanden wäre:-)). Als kleine Besonderheit steht unten noch A. Krantz in Berlin Bonn (muss also unmittelbar nach dem Umzug entstanden sein!)

Glückauf
Andreas

 

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