Mineralien / Minerals / Minerales > Achate / Agates
interessante Eigenfunde
Lausitz:
Ich hab grad noch mal über die methode nachgedacht den achat bzw.dessen polierte fläche auf dem ceranfeld eines herdes zu legen. Auch wenn ein küchentuch den direkten kontakt verhindert kann es sein das der stein die wärme nicht so schnell aufnehmen kann und platzt,ebend weil er schon von rissen voll ist. Wenn ich diese art des wachsens anwende lege ich den stein in einen topf mit wasser. der wasserstand muß die polierte oberfläche erreichen aber nicht drüber laufen( oberfläche in die waage bringen) Dann erwärme ich auf kleinster stufe das wasser und stelle so sicher das der stein im wasserbad langsam und gleichmäßig durchwärmt. Auf die polierte oberfläche stell ich ein teelicht warte bis es schmilzt und lasse langsam abkühlen. Risse werden gleichmäßig verheilt.
Gruß aus Brieske
Donat:
so kommen wir im Stein-Heilungsprozess immer weiter. :D
@Lausitz,das mit dem platzen,da könntest Du recht haben.Da wir kein Ceranfeld haben,hab ich`s mit unserm Gasherd,kleinste Flamme getan.
Der Stein hat schon ganz schön geknackt.
Also da finde ich Deine Idee mit dem Wasserbad doch viel idealer.Obwohl die Idee an sich ganz Klasse ist.
Sollte auch die Ausnahme sein so wie HeikoB schon erwähnte.
Gruß
Donat
Ralf:
Um Risse im Achat zu verschließen gibt es zwei geeignetere Möglichkeiten.
1.) Den Achat nach dem sägen und vor dem Schleifen mit einer Heißluftpistole etwas aufwärmen. Dann einen geeigneten Sekundenkleber oder Epoxydharz drauf, aushärten lassen und erst dann schleifen.
2.) In einem Topf Paraffin auflösen. Den geschliffenen Achat im Backofen auf ca. 80 - 100 Grad aufheizen und dann in das warme Paraffin legen. Nach einiger Zeit herausnehmen und saubermachen. Wer eine Trommelmaschine hat, kann den Achat ( einzeln ) in die gut mit Sägemehl gefüllte Trommel geben und zwei Stunden laufen lassen.
Die Sache mit dem Ceranfeld hat den Nachteil, dass durch die große und schnelle Erwärmung zusätzliche Risse auftreten könne. Es kann sogar passieren, dass der Achat bricht. Enthält der Achat sehr viel Eisen, ist eine nicht mehr rückgängig zu machende Verfärbung - meist hin zu rot - fast vorprogrammiert.
In diesem Fall muss man den Achat streggenommen als " gebrannt " und somit unnatürlich bezeichnen.
Bei den oben genannten Methoden handelt es sich hingegen um Reparatur- bzw. Stabilisationsarbeiten, bei denen die natürlichen Farben erhalten bleiben.
Eine " Verbesserung " der Bänderung entsteht durch Wasserverlust. Die bekommen die Stücke in der Regel auch so, es dauert nur sehr lange und fällt daher kaum auf. Viele Moselachate und auch Stücke aus Indonesien zeigen dies.
Gruß
Ralf
schleifer:
Hallo
Mein Tip wie ich es mache:
Achat unter eine 100 Watt Lampe legen, die Erhitzung geht ganz langsam und gleichmäßig. Dann Sekundenkleber ( Star-Bond, gibt es in verschiedenen Aggregatszuständen, von ganz dünnflüssig bis dicker). Aushärtung erfolgt sofort. Dann schleifen und polieren.
Gruß Robert
agatefreak:
Hallo,
der Achat muss nach dem schneiden ganz trocken und frei von Öl sein. Ich lege rissige Stücke nach dem sägen in Sägemehl und dann einige Stunden in ein Reinigungsmittel das stark fettlösend ist. Danach werden die Stücke mit der Zahnbürste gereinigt damit auch der Schmutz aus den Rissen geht. Die Achate kommen auf die Heizung das ist genau die richtige Temperatur , die Steine sollten nicht über 60° C erhitzt werden , weitere Risse wären die Folgen. Im Stein ist immer noch genug Restfeuchtigkeit und ein starkes Erhitzen würde durch Ausdehnung automatisch zu Rissen führen. Graue kontrastlose Achate können nach langer Trocknung an Farbe und Kontrast zunehmen. Als Kleber verwende ich seit Jahren ausschließlich "Starbond" Kleber. Zuerst immer den dünnflüssigen verwenden , bei dicken Rissen mit dem gelartigen nachverfüllen. Die Steine sollten beim kleben nicht zu warm sein , am besten Zimmertemperatur da sonst der dünnflüssige Kleber sofort aushärtet. Der Kleber kriecht selbst in feinste Haarrisse. Bei sehr feinen Rissen sollte der Stein sogar Kühlschranktemperatur aufweisen , so hat der Kleber mehr Zeit um tiefer in den Riss zu kriechen. Manchmal verschwinden die feinen Risse durchs kleben , dass hängt immer von der Lichtbrechung im Stein ab und vom Winkel des Risses. Starbond Kleber hat den Vorteil das er sich auch hervorragend beim schleifen und polieren verhält. Er ist auch UV-beständig und verfärbt später nicht. Nochmals der Hinweis der Stein muss absolut trocken und staubfrei sein. Immer am offenen Fenster oder im Freien mit dem Kleber arbeiten wegen der Dämpfe.
Ich finde das Kleben als keine Manipulation oder Veränderung am Stein. Dadurch können Steine beim schleifen vorm auseinanderbrechen bewahrt werden. Auch nimmt die optische Schönheit zu. Polierpulver kann nicht in die feinen Risse eindringen und stört somit nicht den Gesamteindruck. Ich habe leider Achate in meiner Sammlung aus denen man das Polierpulver nicht mehr entfernen kann. Dies ist besonders bei sehr schönen Stücken äußerst ärgerlich.
Viele Grüße Peter - der agatefreak
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