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Fluorit-Kantenfrage

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berthold:
Hallo,

Gitterfehlanpassung (misfit) durch Fremdionen? Kann sich das so auswirken - oder würde sich da nicht das Gitter topotaktisch anpassen oder versetzen?

Andererseits habe ich auch gelsen, dass F-Zentren zu einer Volumenvergrößerung führen können ( doi:10.1088/0022-3719/8/8/012) kann das sein und hier eine Rolle spielen?

Für "Maskenwachstum" bräuchte man -wenn ich das richtig verstehe- eine (teilweise durchlässige) Maskensicht. Dafür finde ich keinen Hinweis, vielmehr spricht doch die Endform mit den glatten Flächen gegen so einen Mechanismus.

Gruß
Berthold

Krizu:
Hallo,

folgende Idee:
Scheinbar haben alle Kristalle im Bild die gleiche Ausrichtung.
Das spricht für eine Vorzugsrichtung beim Wachstum, im Sinne von ausgezeichneter Richtung oder anderem Wachstum.
Dadurch entsteht eine grosse {110}-Fläche, die Kristallsymmetrie ist scheinbar gebrochen. Aber die Symmetrie des Kristalls darf ja nur der Symmetrie des Gitters nicht widersprechen!

Im zweiten Prozess wurden dann die {110}-Flächen zum Hexaeder aufgefüllt. Da die {110} in der Regel schneller als die {100} beim CaF2 wächst eigentlich i.O. Wenn das Wachstum sehr schnell erfolgt ist der Einbaukoeffizient für Verunreinigungen hoch. somit könntest du viel Uran ins Gitter einbauen, insbesondere, wenn die Lösung erst deutlic hunterkühlt werden muss, damit das Wachtum auf der möglicherweise verdreckten Fläche startet. Dann hast du erst einen gewaltigen Wachstumsschub.

Jetzt hast du einen Hexaeder mit viel Uran in  einem Flächensektor, das zerstört, ähnlich wie beim Zirkon oder beim Monazit, langsam das Gitter, Risse entstehen.

Dann kommt nach Jahrmillionen ein Berthold, holt den armen Kristtall aus der Erde, legt das ganze unters Mikroskop und stellt die Bilder hier in den Atlas  8)

MfG

Frank

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